CH129525A - Verfahren zur Herstellung bildsamen Werkstoffes für Verschlusskappen von Gefässen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung bildsamen Werkstoffes für Verschlusskappen von Gefässen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung bildsamen Werkstoffes für Versehlusskappen von Gefässen. Die Erfindung bezieht sich auf ein ver bessertes Verfahren zur Herstellung bild samen Werkstoffes, der sich zur Anfertigung von Verschlusskappen von Gefässen, zum Bei spiel solchen für Milchflaschen eignet, wobei die Kappen in erhitztem Zustande auf den Kopf und Hals der Flaschen oder sonstigen Gefässe aufgeschmiegt zu werden bestimmt sind.
Solcher Werkstoff wurde bisher in der Weise hergestellt, dass Papier mit einem Bindemittel von bildsamer Natur überzogen wurde, worauf mehrere überzogene Blätter durch Zusammenkleben verbunden wurden. Dieses Verfahren war aber teuer. Überdies stellte das Zusammenbringen der Blätter keine volle Vereinigung der faserigen und bindenden Stoffe dar, weil beim Auftragen des Überzuges auf die Blätter diese nicht ge nügend mit dem Bindemittel durchtränkt wurden, um eine volle Vereinigung zu er geben.
Gemäss der Erfindung wird diese Schwie rigkeit dadurch überwunden, dass man Blät ter faserigen Stoffes mit einem Bindemittel von bildsamer Art tränkt und vereinigt, wo- rauf die so verbundenen Blätter mit Hilfe zu sätzlichen Bindemittels mit Deckblättern aus faserigem Stoff vereinigt werden.
Es kann beide Male dasselbe Bindemittei, oder es können verschiedene Bindemittel zur Anwendung -kommen. Zweckmässigerweise wird wenigstens das eine Tal ein heisses Bindemittel angewendet.
Bei der Ausübung des Verfahrens ist es von Vorteil, zum Beispiel in der Art vorzu gehen, dass man .die zuerst genannten Blätter, nach Tränkung mit dem heissen Bindemittel, durch einen Satz von Vereinigungswalzen laufen lässt, darauf, während das Bindemittel noch heiss ist, weiteres Bindemittel bildsamer Art zwischen die Oberflächen einerseits der bereits vereinigten Blätter und anderseits der damit zu vereinigenden Deckblätter bringt,
sodann alle Blätter nebst dem gesam ten Bindemittel durch einen zweiten Satz von Vereinigungswalzen schickt und so zu einem einen :bildsamen Werkstoff darstellen den Ganzen verbindet.
Nötigenfalls kann man den so erzeugten bildsamen Stoff, während das Bindemittel noch heiss ist, zwischen Formwalzen hin- durchgehen lassen, um ihn auf die gewünschte Dicke zu bringen. Die Vereinigungs- und Formwalzen können bei dieser Arbeitsweise unmittelbar hintereinander in Reihe angeord net sein. In diesem Falle erfolgt die Herstel lung des bildsamen Stoffes in einem Arbeits gange. Dabei werden die Blätter aus faseri gem Stoff derart mit dem Bindemittel durch tränkt, dass eine vollkommene Vereinigung erzielt werden kann.
Zur Vereinigung der innern Blätter lässt sich ein billigeres, wasserdichtes Bindemittel, zum Beispiel Asphalt, verwenden, ohne dass dadurch das Aussehen des fertigen Erzeug nisses, das von heller Farbe sein soll, beein trächtigt wird.
Beispiel: Als faseriger Stoff kann zum Beispiel gefaltetes Papier dienen. Es hat sich im Ba- triebe hergestellt, dass fünf Blätter ein befriedigendes Erzeugnis liefern. Von diesen werden zweckmässig zuerst drei mit dem Bindemittel aus bildsamem Stoff vereinigt, um eine bildsame Masse zu liefern; alsdann vereinigt man, während das Bindemittel noch heiss ist, zusätzliches Bindemittel von anderer Art und hellerer Farbe und Deckblätter aus faserigem Material mit dem vorher erzeugten bildsamen Stoff.
Die Tränkung der Deckblätter aus faserigem Stoff mit dem helleren Bindemittel braucht nicht so weit zu gehen, wie die der innern Blätter, weil die äussern Blätter keine weiteren Blät ter mehr tragen und das Bindemittel, das die Deckblätter in ihrer Stellung auf den innern Blättern festhält, nicht durch die Deckblät ter hindurchscheinen darf. Der erzeugte bildsame Stoff soll im wesentlichen dieselbe Farbe haben wie der faserige Stoff oder das Papier, das für die Deckblätter benutzt wor den ist, auch wenn dunkles Bindemittel für die Vereinigung der innern Blätter angewandt wurde.
Zur Vereinigung der innern Blätter aus faserigem Material werden sie beispielsweise zu dem ersten Satz von Vereinigungswalzen geführt und das Bindemittel wird in flüssiger Form und bei Erhitzung, auf ungefähr 127 C zwischen die Blätter eingeleitet. Der Verei nigungsvorgang der Walzen zwingt das Bindemittel in den faserigen Stoff hinein, der im wesentlichen mit ihm getränkt wird. Als Bindemittel für die innern Blätter kann ent weder Asphalt oder ein Gemisch aus erdigen und harzigen Stoffen angewandt werden; da erstgenannte Mittel ist billiger als das letzt genannte.
Um die Deckblätter aus faserigem Stoff mit der zuerst erzeugten bildsamen Masse zu vereinigen, werden die Blätter zu einem zwei ten Satz von Vereinigungswalzen geführt, der hinter dem ersten Satz liegt, und das Bindemittel, vorzugsweise ein Gemisch ans Pfeifenton (terra alba) und Harz, wird in flüssiger Form und bei Erhitzung auf unge fähr 127 C (260 F.) zwischen die äussern Oberflächen der zuerst vereinigten bildsamen Masse und die äussern oder Deckblätter aus faserigem Stoff eingeleitet.
Die Vereinigungs wirkung der Walzen zwingt das Bindemittel in den faserigen Stoff hinein, der so teilweise mit ihm getränkt wird, aber nicht so stark, dass er durchscheinen könnte, weshalb weni ger Bindemittel bei -den Deckblättern als bei den innern Blättern genommen wird.
Nachdem alle fünf Blätter aus faserigem Stoff mit dem Bindemittel vereinigt sind, wird die erzeugte bildsame Masse, wenn iii3- tig, auf die gewünschte Dicke zurückgeführt, indem man sie durch FormR^al,zen laufen lässt, die hinter dein zweiten Satz der Verei nigungswalzen stehen.
Beide Vereinigungs- vorgänge sowohl, als auch gegebenenfalls,der Formvorgang, finden statt, so lange das Bindemittel heiss ist: sie sind tatsächlich nur Teile eines einzigen Vorganges, da die Blä.tt-r sehr lang sind und ununterbrochen durch die Formwalzen laufen.
Die innern Blätter können .die natürliche Farbe des faserigen 'Stoffes haben, während die äussern oder Deckblätter irgendeine ge wünschte Farbe haben können, um dadureb die Grösse des Gefässiuhaltes, für den der bildsame Stoff als Verschlusskappe bestimmt ist, anzugeben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung bildsamen Werkstoffes für Verschlusskappen von Ge fässen, dadurch gekennzeichnet, dass Blätter faserigen Stoffes mit einem Bindemittel bild samer Art getränkt und vereinigt werden, worauf die so vereinigten Blätter mit Hilfe zusätzlichen Bindemittels mit Deckblättern aus faserigem Stoff vereinigt werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das zusätzliche Binde mittel von anderer Art als das zuerst ge brauchte Bindemittel ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein erhitz tes Bindemittel verwendet wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Bindemittel versehenen Blätter behufs Vereinigung zwischen Walzen durchgeführt werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspriichenlund2, dadurch gekennzeich- net, dass eine Anzahl von Blättern mit Asphalt vereinig; wird, der so gewonnene bildsame Stoff und die Deckblätter mit einem bindenden Gemisch von erdigen und harzigen Stoffen vereinigt werden. 5.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als faseriger Stoff der Blätter und der Deckblätter gefaltetes Papier verwendet wird. G. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 2 und 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass das erhitzte Bindemittel gleichzeitig zwischen eine Anzahl von Blättern faserigen (Stoffes eiergeleitet wird, die Blätter und das Bindemittel durch Durchlaufen eines Satzes von Vereini gungswalzen vereinigt werden, worauf,während das Bindemittel noch heiss ist, gleichzeitig zusätzliches Bindemittel zwi schen die äussern Oberflächen der zuerst vereinigten Blätter und der Deckblätter eingeleitet wird, worauf alle Blätter und das gesamte Bindemittel durch Durchlau fen eines zweiten Satzes von Vereini gungswalzen vereinigt werden. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss der erzeugte bildsame Stoff einem Vorgang zur Herabsetzung seiner Dicke auf ein gewünschtes Mass un terworfen wird.
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