CH129530A - Verfahren zur Herstellung künstlicher Seide mit naturseidenartiger Struktur. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung künstlicher Seide mit naturseidenartiger Struktur.Info
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- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
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Description
Verfahren zur Herstellung künstlieher Seide mit naturseidenartiger Struktur. <B>k3</B> Die Erfindung beruht auf der Entdeckung einer eigentümlichen Einwirkung eines elek trischen Feldes auf Spinnlösungen für Kunst seide. Wenn nämlich Spinnlösungen in dün nen Strahlen durch ein elektrisches Feld ge führt werden, so werden durch dessen Wir kung fast alle kolloide Teilchen zu perl- schnurkettenartigem Gebilde zusammentreten., welche nach Aufhebung des Feldes noch lang bestehen bleiben. Diese Gebilde kann man bei mikroskopischer Untersuchung sehr gut ki wahrnehmen. Diese Entdeckung wird nach vorliegender Erfindung auf die Herstellung künstlicher Seide, welche naturseidenartige Struktur aufweist, angewendet, indem man Spinnlö sungen für künstliche Seide der Einwirkung eines elektrischen Feldes aussetzt, und dann aus den so behandelten Lösungen Fäden herstellt. Die Fäden zeigen unter dem Xcikro- skop deutlich ihre Parallelstruttur. Es ist bekannt, dass die mikroskopische Erscheinung zwischen der bisher erzeugten Kunstseide und der Naturseide ganz ver schieden ist. Jene zeigt meistens eigentüm liche lichtschwache Netzstruktur mit längs- gestreckten oder querlaufenden Maschen, während diese eine höchst charakteristische und deutliche Parallelstruktur erkennen lässt. Ohne Zweifel steht diese innere Struktur, wie sie das Mikroskop enthüllt, in naher Beziehung zu vielen günstigen Eigenschaften, z. B. Festigkeit, Dehnbarkeit und Glanz. Deswegen kommen viele Eigenschaften der Kunstseide, welche nach dem vorliegenden Verfahren erzeugt, und wodurch ihr ihre deutliche ParalleIstruktur verliehen wird, den Eigenschaften der Naturseide sehr nahe. Es ist ohne weiteres verständlich, dass wenn eine Spinnlösung, welche perIketten- artig zusammengekettete Teilchen enthält, aus leinen Öffnungen in geeignete koagulie- rende Bäder gespritzt wird und gleich nach dein Austritt aus Öffnungen die Fäden in noch halb koaguliertem Zustande ausgezogen und gestreckt werden, die Teilchen in einer bestimmten Richtung leicht angeordnet wer den können. Die Parallelstruktur der Fäden ist nicht anders, als die von in einer bestimm ten Richtung angeordneten Teilchen. Man kann elektrische Entladung in freier Luft veranlassen, aber in einem evakuierten oder mit indifferentem Gas gefüllten Gefäss kann man ein elektrisches Feld besser aus nützen. Da bei dem Funkensprühen ziemlich viel Hitze erzeugt wird, so muss man Oxy dation bezw. Verbrennung der Spinnlösungen in der Luft in Betracht ziehen. In einem evakuierten oder mit einem indifferenten Gas, wie z. B. Stickstoff oder Wasserstoff, gefüllten Gefäss, besteht keine solche Gefahr. Es ist ausserdem noch ein Vorteil, dass man mit verhältnismässig kleiner Spannung einen grössern Abstand der beiden Pole,<B>d.</B> h. Vergrösserung des nutzbaren, elektrischen Feldes, erzielen kann. Die Zeichnung stellt schematisch die Ansicht eines Apparates zur Ausführung des Verfahrens dar. <B>A</B> ist ein Spinnlösungsbehälter mit Hahn und Auslaufrohr. B ist ein Glaszylinder von passender Länge und Durchmesser, unten in einer Er weiterung C endigend, welche als Sammel behälter dient. B hat eine Verbindung mit der Vakuumpumpe. P' und P sind Elektroden aus Platiii-Draht, welche mit entsprechenden Polen des Induktoriums J in Verbinduno, stehen. Der Abstand der Elektroden beträgt<B>60</B> cm. Sobald die Vakuumpumpe in Gang ge setzt wird und der Druck in B bis zu einer Quecksilbersäule von etwa<B>5</B> bis 20 mm re duziert wird, schafft man durch einen Hoch- frequenzstrom, der in der Luft Funken von <B>5</B> bis<B>10</B> cm Länge geben kann, in B ein elektrisches Feld. Darauf lässt man Spinnlösung aus.A durch das Auslaufrohr in B einlaufen. Eine Glas stange<B>d</B> dient dazu, die Lösung aus.A nicht in Tröpfchen, sondern in einem Strom durch das Feld abzuleiten. Die Geschwindigkeit des Einlaufens der Lösung ist entsprechend ihrer Konsistenz (Dichte) und Viskosität zu regulieren. Eine so behandelte Lösung zeigt bei mikroskopischer Untersuchung zahllose perl- kettenartige Gebilde. Diese Gebilde zeigen zitternde, Lind ro tierende Bewegung,<B>d. b.</B> Brownsche Bewe gung. Die Lösung verändert sonst keine andern kolloide Eigenschaften. Nachdem diese Lösung genügend gereift ist, wird sie auf die gewöhnliche Weise gesponnen.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH -</B> Verfahren zur Herstellung künstlicher Seide mit naturseidenähnlicher Struktur, da durch gekennzeichnet, dass eine zur Her stellung künstlicher Seide, bestimmte Spinn lösung einem elektrischen Feld ausgesetzt wird, worauf die Lösung zu Fäden verspon nen wird. UNTERANSPRüCHE- 1. Verfahren zur Herstellung künstlicher Seide nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Spinnlösungen vor dem Verspinnen in einem evakuierten Gefäss der Einwirkung eines elektrischen Feldes aussetzt. 2.Verfahren zur Herstellung künstlicher Seide nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass inan die Spinnlösungen vor dein Verspinnen in einem mit indiffe rentem Gas gefüllten Gefäss der Einwir kung eines elektrischen Feldes aussetzt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH129530T CH129530A (de) | 1926-10-23 | 1926-10-23 | Verfahren zur Herstellung künstlicher Seide mit naturseidenartiger Struktur. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH129530T CH129530A (de) | 1926-10-23 | 1926-10-23 | Verfahren zur Herstellung künstlicher Seide mit naturseidenartiger Struktur. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH129530A true CH129530A (de) | 1928-12-17 |
Family
ID=4387928
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH129530T CH129530A (de) | 1926-10-23 | 1926-10-23 | Verfahren zur Herstellung künstlicher Seide mit naturseidenartiger Struktur. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH129530A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1064677B (de) * | 1954-07-20 | 1959-09-03 | Leuna Werke Veb | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von hochwertigen Faeden, Baendern od. dgl.aus Kunststoffen |
-
1926
- 1926-10-23 CH CH129530T patent/CH129530A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1064677B (de) * | 1954-07-20 | 1959-09-03 | Leuna Werke Veb | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von hochwertigen Faeden, Baendern od. dgl.aus Kunststoffen |
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