CH129532A - Verfahren zum Waschen von Kunstseidefäden, insbesondere von Kupfer- und Viskoseseide. - Google Patents

Verfahren zum Waschen von Kunstseidefäden, insbesondere von Kupfer- und Viskoseseide.

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CH129532A
CH129532A CH129532DA CH129532A CH 129532 A CH129532 A CH 129532A CH 129532D A CH129532D A CH 129532DA CH 129532 A CH129532 A CH 129532A
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Aktiengesellschaft Sp Glauchau
Heinrich Voss
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Spinnstoffwerk Glauchau Aktien
Heinrich Voss
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  Verfahren zum Waschen von     Kunstseidefäden,    insbesondere von Kupfer- und       Viskoseseide.       Es ist bekannt, dass man auf gelochte  Hülsen aufgewickelte frischgesponnene       Nunstseidefäden    von den vom Spinnbad an  haftenden Teilen und den beispielsweise  aus der Viskose stammenden Zersetzungs  produkten dadurch befreien kann, dass man  die Hülsen in mit Wasser gefüllte Kästen  setzt und das Wasser von aussen nach innen       hindurchsaugt.     



  Die bei diesem Verfahren erforderliche  Waschdauer beläuft sich, je nach der Tem  peratur der Waschflüssigkeit, auf zwei bis  drei Stunden.  



  Es wurde nun festgestellt, dass diese  Waschdauer bei den gleichen Hülsen und  bei     gleichstark    aufgewickelter Fadenlage  erheblich, beispielsweise auf 20 bis 25 Mi  nuten, herabgesetzt werden kann, wenn  man ausser der Waschflüssigkeit Luft oder  andere Gase     bezw.    Dämpfe     hindurchsaugt.     



  Demgemäss besteht die Erfindung darin,  dass man die Hülsen nicht in der bisherigen    Weise in mit der Waschflüssigkeit ge  füllte Kästen setzt, sondern dass man Vor  richtungen anwendet, die dauernd oder vor  übergehend den Durchtritt von Luft, Gasen  oder Dämpfen zur Unterstützung der Wasch  flüssigkeit ermöglichen.  



  Dies kann beispielsweise so erfolgen, dass  man die bewickelten Hülsen in dünner Lage  mit der Waschflüssigkeit berieselt oder be  stäubt. Dabei wird infolge der dünnen Lage       bezw.    der Verteilung der Waschflüssigkeit  in feine Tropfen oder Aussenluft der bei  Anwendung geschlossener, mit Gasen oder  Dämpfen gefüllter Räume den letzteren  Gelegenheit gegeben, gleichzeitig mit der  Waschflüssigkeit durch die Fadenschicht     zii     dringen.  



       Order    man kann die Hülsen zeitweilig  und in mehr oder weniger oft wiederholten  Perioden mit der Waschflüssigkeit be  netzen, etwa durch Eintauchen, durch Be  rieseln oder durch     Bestäuben,    und zwischen-      durch Luft, Gase oder Dämpfe     hindurcli-          saugen.     



  An Stelle des     Durchsaugens    kann auch  ein Durchdrücken zur Anwendung gelan  gen, und zwar entweder von innen nach  aussen oder von aussen nach innen. Ein  Durchdrücken von Luft oder Gasen von  innen nach aussen kommt naturgemäss dann  nicht in Frage, wenn die Fadenlagen da  bei nur berieselt oder bestäubt werden.  Jedoch ist das Verfahren des     Durchsaugens     aus bekannten Gründen besonders einfach.

      Der grosse Vorteil des neuen Verfahrens  liegt offenbar darin,     da.ss    durch die in Ver  bindung mit der Waschflüssigkeit hindurch  tretenden Gase     bezw.    Dämpfe eine erheblich  schnellere Durchdringung der Fadenlage er  möglicht und insbesondere die Entfernung  gasförmiger     Schwefelkohlenstoffderivate     oder dergleichen günstig beeinflusst wird.  



  In den Fällen, wo die gesponnenen Fä  den Säuren enthalten, ist es vorteilhaft,  neutralisierende Gase, zum Beispiel Ammo  niak, zu verwenden.  



  Durch das neue Verfahren lässt sich die  Menge der erforderlichen     @i#Tascliflüssigl:eit     einschränken. Im Grenzfalle kann man so  weit gehen. dass man sich auf das aus den  durchtretenden Dämpfen entstehende Kon  densat beschränkt, so     da.ss    die Verwendung  einer besonderen Waschflüssigkeit über  flüssig     wird.     



  Beispielsweise kann man durch die  frisch aufgespulten Fadenlagen Wasser  dampf     hindurehsaugen    oder hindurch  drücken, der sich beim Passieren der Faden  lagen infolge der niedrigen Temperatur der  Fäden ganz oder teilweise kondensiert. Bei  ;geeigneter Wahl der Menge des Wasch  dampfes wird die Waschung mit einer be  sonderen Flüssigkeit in diesem Falle un  nötig. Es gelingt vielmehr, die Fäden in  einem Arbeitsgange lediglich mit Hilfe von  Wasserdampf     vollständig;    von allen Ver  unreinigungen zu befreien.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Waschen von auf ge lochten Hülsen aufgewickelten rohen, frisch gesponnenen Kunstseidefäden, insbesondere. von Viskose- und Kupferseide, dadurch ge kennzeichnet, dass man ausser der Wasch flüssigkeit bezw. in Verbindung mit der selben Luft, Gase oder Dämpfe durch die Fadenlage hindurchtreten lässt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet dadurch, dass die bewickelten Hülsen in dünner Lage mit der Wasch flüssigkeit berieselt oder bestäubt wer den, wobei gleichzeitig Luft, Gase oder Dämpfe durch die Fadenlage hindurch treten. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet dadurch, dass die bewickelten Hülsen nur zeitweilig mit der Wasch flüssigkeit benetzt werden. derart, dass in den Zwischenzeiten bezw. vornehm lich in diesen der Luft bezw. sonstigen Gasen oder Dämpfen Gelegenheit gegeben ist, durch die. Fadenlage hindurclizu- dringen. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass man ausser der Waschflüssigkeit ausschliesslich neutra lisierende Gase durch die Fadenlagen hindurchtreten lä,sst. .t. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ausser der Waschflüssigkeit und ausser andern Ga sen noch neutralisierende Gase durch die Fadenlagen hindurchtreten lässt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ausser der Waschflüssigkeit Dämpfe durch die Fa denlagen hindurchtreten lässt, die während des Hindurchtretens sich ganz oder teil weise zu Flüssigkeit kondensieren. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man durch die Fa- denlagen Dämpfe hindurchtreten lässt, die während des Hindurchtretens ganz oder teilweise sich zu einer Flüssigkeit ver dichten, so dass die Verwendung einer besonderen Waschflüssigkeit überflüssig wird.
CH129532D 1926-11-12 1927-10-13 Verfahren zum Waschen von Kunstseidefäden, insbesondere von Kupfer- und Viskoseseide. CH129532A (de)

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