CH129577A - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Oleum und Schwefelsäure nach dem Kontaktverfahren mit Röstgasreinigung auf elektrischem Wege. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Oleum und Schwefelsäure nach dem Kontaktverfahren mit Röstgasreinigung auf elektrischem Wege.

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CH129577A
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Aktien-Gesellscha Gesellschaft
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Metallbank & Metallurg Ges Ag
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  Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von     Oleum    und Schwefelsäure nach dem  Kontaktverfahren mit     Röstgasreinigung    auf elektrischem Wege.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein Verfahren zur Herstellung von     Oleum     und Schwefelsäure, mit Hilfe einer Kontakt  anlage, bei der die     Röstgase    auf elektrischem  Wege gereinigt werden, sowie eine Einrich  tung zur Ausführung dieses Verfahrens.  



  Durch die vorliegende Erfindung wird  bezweckt, die Röstgase auf elektrischem  Wege nach oder während der elektrischen  Reinigung, zum Beispiel von Arsen, Selen,  Staub usw., derart zu     trocknen,        daB    sie dem  Kontaktapparat zugeführt werden können.  Bisher geschah das Trocknen der     Röstgase     durch Trockentürme, die mit ihren Neben  anlagen umfangreiche Bauten darstellen.

   Das  Verfahren gemäss vorliegender Erfindung ist  dadurch gekennzeichnet,     da.ss    man den be  reits entstaubten Röstgasen zwecks ihrer  Trocknung in der zur     Entfernung    von Arsen  und Selen dienenden elektrischen Nieder  schlagsvorrichtung     .S03    beimischt, um die  vorhandenen Wasserdämpfe zu binden und  als     Schwefelsäurenebel    im elektrischen Felde    niederzuschlagen, worauf man die trockenen  Röstgase dem Kontaktapparat zuleitet, die  aus diesem abziehenden,     S03-haltigen    Gase  mit einem das S03 bindenden Mittel, zum  Beispiel Wasser oder Schwefelsäure, berieselt  und die hierdurch entstandenen<B>SO,

  -</B> und       H2SO4-Nebel    von     Oleum    und Schwefelsäure  in mindestens einer elektrischen Nieder  schlagsvorrichtung niederschlägt.  



  Beim vorliegenden Verfahren wird eine  elektrische Niederschlagsanlage verwendet,  wie sie zum Beispiel zur     Abscheidung    von  Selen oder Arsen aus den vorher     entstaubten     Röstgasen bekannt ist; das     S03    wird dieser  elektrischen Niederschlagsanlage zugeführt  mit der Wirkung, dass das     S03    gierig die  vorhandenen restlichen Wasser- oder Säure  nebel aufnimmt und     H2S04-Nebel    bildet,  die in dem elektrischen Feld restlos nieder  geschlagen werden, während das Gas     trocken     in den Kontaktapparat weiterzieht. Man er  spart bei dieser Betriebsweise die vorerwähn  ten Trockner.           Gewöhnlich    ist die elektrische Anlage.

    zur     Abseheidung    von Arsen. oder Selen in  mehrere Abteilungen unterteilt. Vorteilhaft  wird man das     S0;    der letzten Abteilung zu  führen, da. in dieser erfahrungsgemäss nur  noch wenig Arsen oder Selen anfällt     und     die     1-I2S04-Abscheidung        unerwünschte        Ver-          schlammung    nicht herbeiführen kann.  



  Durch das vorliegende Verfahren     wird     ferner eine wesentliche Vereinfachung der  auf den Kontaktapparat folgenden Appara  tur erzielt. Bei     Schwefelsäure-Kontakt-          anlagen    dient bekanntlich die auf     den     Kontaktofen folgende Apparatur der Um  setzung von     S ,    und der     Gewinnung    gang  barer Handelsware, wie     Oleum        bezw.    Schwe  felsäure.

   Letzteres geschah bisher in     der     Weise, dass das     S0#,    in mehreren hinterein  ander geschalteten Gefässen (Absorbern) mit  hochprozentiger Schwefelsäure in     Berührun,#"#     gebracht wurde und die letzten Spuren von       SO..    durch Kiesfilter und dergleichen ent  fernt wurden. Diese bekannte     Ausbildung     der Einrichtung war äusserst kompliziert,  nahm viel Platz ein und setzte der Gas  bewegung einen erheblichen Widerstand ent  gegen, der einen grossen Energieaufwand er  forderte. Die Anlage wird beim vorliegen  den Verfahren wesentlich vereinfacht, da.  bei diesem von dem an sich bekannten Ver  fahren der elektrischen Niederschlagung  von Nebeln aus Gasen Gebrauch gemacht  wird.  



  Die Zeichnung veranschaulicht im Schema.,  wie eine Ausführungsform des Erfindungs  gegenstandes     ausgeführt    werden kann.  



  Das im     Röstofen    1 entstandene Röstgas  wird in     bekannter    Weise in der elektrischen  Niederschlagskammer 2 entstaubt, bei     0'    mit       Schwefelsäure    oder Wasser berieselt und  gekühlt und in den elektrischen     Abschei-          dern    d und 5 von Arsen und Selen     befreit.     Das reine     Röstgas    gelangt dann über ein  Gebläse in den     Kontaktofen    6. Das in die  sem erzeugte Gas von der Temperatur 200    und mehr wird in dem Kühler 7 abgekühlt       und    darauf in dem Turm 8 mit Schwefel  säure oder Wasser berieselt.

   Dabei wird der    Absorptionsvorgang eingeleitet. Die gebil  deten Nebel werden in der elektrischen Nie  derschlagsvorrichtung 9, die den     Absorber     ersetzt, als     Schwefelsäure        bezw.        Oleum    -ab  geschieden. Hinter dem Kontaktofen 6     zweigt     eine Leitung<B>13</B> ab, die SO.; aus 6 der     elel-          trischen        Abscheidekammer,    5 zuführt und  dadurch die oben     erwähnte    Trocknung     des     Gases vor seinem Eintritt in den Kontakt  ofen 6 bewirkt.  



  Zur     Entfernung    der letzten     50..,-S11L2rell     aus dem Endgas berieselt man letzteres in  dem Turm 10 nochmals mit     Schwefelsäure          bezw.    Wasser und reinigt es in dem elek  trischen     Abscheider    11 völlig von SO;;-     und          H:S0,,-Resten.    mit dem     Erfolg.,    dass die     End-          Oase    den Kamin 12 säurefrei verlassen.  



  Bei entsprechender Bemessung von 8  und 9 ist es unter Umständen möglich,     10     und 11 wegzulassen, doch kann man die  Teile 10 und 11 auch als Reserve beibehal  ten. Gegebenenfalls kann auch Teil 7 feh  len. Wenn es sieh darum handelt, in einer  Anlage     verschiedenprozentige        Oleumsorten     zu gewinnen, so ergibt sich die     -Möglichkeit     hierzu durch     Hinzuschaltung    von     weiteren     Berieselungstürmen mit nachfolgender elek  trischer     Abscheidung.    Unter Umständen  kann die Berieselung des Gases auch im  elektrischen Feld selbst vor sieh gehen.

   Die  Anlage wird weiter vereinfacht. wenn es  sich nur um die Gewinnung von     HlSOs    han  delt. In diesem Falle genügt eine Beriese  lungsstelle mit nachfolgender oder gleich  zeitiger elektrischer Niederschlagung.  



  Wie ersichtlich, gestaltet sich die Ap  paratur wesentlich einfacher und kleiner  als bisher. so dass     Wartung    und Bedienung  leichter und übersichtlicher werden und  weniger Platz beansprucht wird. Ferner ist  die Möglichkeit gegeben, fast alles     Oleum     hochprozentig zu     gewinnen    und damit die  lästige Entwicklung von     Bindewärme    herab  zumindern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Oleum und Schwefelsäure nach dem Kontakt- verfahren mit Röstgasreinigung auf elektrischem Wege, dadurch gekenn zeichnet, dass man den bereits entstaub ten Röstgasen zwecks ihrer Trocknung in der zur Entfernung von Arsen und Selen dienenden elektrischen Nieder schlagsvorrichtung S03 beimischt, um die vorhandenen Wasserdämpfe zu bin den und als Schwefelsäurenebel im elek trischen Felde niederzuschlagen, worauf man die trockenen Röstgase dem Kon taktapparat zuleitet, die aus diesem ab ziehenden, SO;-haltigen Gase mit einem SO;;
    bindenden Mittel berieselt und die hierdurch entstandenen H--,SO4-Nebel in mindestens einer elektrischen Nieder schlagsvorrichtung niederschlägt. 1T. Einrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens eine zur Röstgasreinigung dienende elektrische Niederschlagsvorrichtung, mit dieser ver bunden einen Kontaktofen und an letz teren angeschlossen mindestens eine Be- rieselungs- uncl elektrische Niederschlags vorrichtung aufweist, und dass eine hin ter dem Kontaktofen abgezweigte Lei tung mit:
    der vor dem Kontaktofen be findlichen elektrischen Niederschlags vorrichtung verbunden ist, um Gase aus dem Kontaktofen mit den Röstgasen ver mischen zu können. UNTNRANSPRVCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man den Röstgasen solches SO,; beimischt, das im Kontaktapparat erzeugt wurde. ?.
    Verfahren nach Patentanspruch I, unter Verwendung einer aus mehreren Ab teilungen bestehenden elektrischen Nie derschlagsvorrichtung für die Röstgas- reinigung, dadurch gekennzeichnet, dass das S03 den Röstgasen in der im Wege des Gases letzten Abteilung der elek trischen Niederschlagsvorrichtung bei gemischt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die aus dem Kontaktapparat abziehenden Gase in der elektrischen ZTieclerschlagsvorrich- tung berieselt. .
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die aus dem Kontaktapparat abziehenden Gase vor ihrem Eintritt in die elektrische Niederschlagsvorrichtung berieselt. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch. gekennzeichnet, dass man die Be rieselung und die elektrische Nieder schlagung wiederholt, um von S03- und H.'S04-R.esten freie Endgase zu erhalten.
CH129577D 1926-07-10 1927-01-14 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Oleum und Schwefelsäure nach dem Kontaktverfahren mit Röstgasreinigung auf elektrischem Wege. CH129577A (de)

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