CH129630A - Elektrodynamische Einrichtung zur Umformung elektr2scher in akustische Energie und umgekehrt und Verfahren zu deren Herstellung. - Google Patents

Elektrodynamische Einrichtung zur Umformung elektr2scher in akustische Energie und umgekehrt und Verfahren zu deren Herstellung.

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CH129630A
CH129630A CH129630DA CH129630A CH 129630 A CH129630 A CH 129630A CH 129630D A CH129630D A CH 129630DA CH 129630 A CH129630 A CH 129630A
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      Elektrodynamische    Einrichtung zur Umformung elektrischer in akustische Energie  und     umgekehrt    und Verfahren zu deren Herstellung.    Die Erfindung bezieht sich auf eine  elektrodynamische Einrichtung zur     Umfor-          inuns;    elektrischer in akustische Energie  und umgekehrt, und ein Verfahren zur Her  stellung der Einrichtung, und bezweckt die  Erhöhung der     Wirksamkeit    solcher Einrich  tungen bei hohem     und    im     weentlicheii     gleichmässigem Wirkungsgrad über einen       weiten    Frequenzbereich.  



  Die Einrichtung gemäss vorliegender  Erfindung; besitzt einen     magnetischen    Kreis  mit einem Luftspalt, eine Membran und eine  mit der Membran verbundene Spule, welche  aus einem     isoliert,    hochkant gewickelten       Bandleiter    hergestellt ist. Die     Hembran     kann dabei einen biegsamen Randteil, der       aus    kleinen, versteiften Flächen geformt ist,  und einen mittleren versteiften Teil, mit       dessen    Rand     @lie    hochkant     gewickelte    Spule  verbunden ist, aufweisen.

   Die wirksame  Masse der     Membran    kann gleich der Masse  der Spule sein und das leitende     Material    der  Spule kann so gewählt werden, dass das  Produkt seiner Masse mal seinem spezifischen    elektrischen Widerstand einen niedrigen  Wert hat.  



  Ein Ausführungsbeispiel der     Erfindung     ist in der beigelegten Zeichnung dargestellt.       Fig.    1 zeigt einen Schnitt durch einen  Lautsprecher gemäss der Erfindung;       Fig.    ) zeigt in grösserem Massstabe einen  Teil der Membran und die damit verbundene  Spule;       Fig.    3 ist. ein Schnitt nach der Linie       3-3    der     Fig.    1.  



  Nach der Zeichnung bildet ein hohler,  ringförmiger Kern 10 mit der Wicklung 11  lind den ringförmigen Polstücken 12 und 1  zusammen ein     magnetisches    Feld, in wel  chem die Spule 14 liegt. Der Teil 15 des  Kernes 10 ist lösbar, damit die Wicklung 11  leicht auf den Kern aufgesetzt werden kann.  Die Teile 15 und 10 sind mittelst Schrau  ben 16 miteinander verbunden. Die Mem  bran, mit     welcher    die Spule 14 verbunden  ist, besteht aus einem starren, schalenförmi  gen Teil 17, einem biegsamen geriffelten  Teil 18 und einem flachen Teil 19, der zwi-      sehen einer Kapsel 20 und dem Teil 15 des  Kernes befestigt ist. Zwischen dem Teil 15  und der Membran, beziehungsweise zwischen  der Kapsel 20 und der Membran sind Ringe  21 angeordnet.

   Die     Membran    wird mittelst  Schrauben festgehalten, die durch den  Flansch der Kapsel 20, die Ringe 21 und  den flachen Teil 19 der Membran geführt  sind und mit Schraubenlöchern in dem Teil  15 in Eingriff gebracht werden können.  



  Der Metallteil 23 hat die Form eines  Kugelsektors und ist mittelst der Lappen 24  und der Schrauben 25 an der Kapsel 20 be  festigt. Der Halbmesser des Teils 23 ist       etwas    kleiner als der Halbmesser der be  nachbarten Fläche des starren, schalen  förmigen Teils 17 der Membran, so dass der  zwischen den beiden Flächen eingeschlossene  Raum sieh allmählich von der     Mitte    der  Membran gegen deren Randteil in     Richtung     gegen die     gemeinschaftliche    Schalleitung zu  erweitert. Die Schalleitung wird, wie aus  der     Zeichnung    ersichtlich, von der Kapsel  20 und dem Teil 23 gebildet.

   Die     Quer-          schnittsflächen    der     Schalleitungen    oder  Schallwege sind derart, dass die aus den  konvergierenden Passagen     herausgedrückten     Luftmengen mit derselben Geschwindigkeit  in die gemeinschaftliche Schalleitung hinein  gelangen. Der übrige Teil des Schallweges  ist vorzugsweise     derart    geformt,, dass seine       Querschnittsfläche    von der Membran gegen  die     Mündung    des Trichters 26 zu allmäh  lich zunimmt.  



  Der Hohlraum in der Mitte des Kernes  10 ist an jedem     Ende    durch ein Material ab  geschlossen, welches einen     akustischen    Rei  henwiderstand     besitzt.    Der Hohlraum wird  von den Platten 27 und 28 abgeschlossen,  die aus feinmaschigem Drahtgewebe be  stehen. Zwischen den Teilen 27 und 28 ist  ein schallabsorbierendes Material 29, bei  spielweise Wolle, angeordnet. Durch diese  Einrichtung wird die akustische Resonanz  in diesem Teil des Apparates, praktisch ge  nommen, vernichtet.  



  Da der erhöhte Wirkungsgrad zum gro  ssem Teil von dem besonderen Aufbau der         Spule    und der Membran abhängig ist, so  ist die Anordnung der Spule und die Weise,  in welcher diese mit der Membran verbun  den wird, von wesentlicher Bedeutung. Da  die relativen Grössen der verschiedenen Fak  toren, die bei der Konstruktion des Schwin  gungselementes zu berücksichtigen sind,       meistens    von grösserer Bedeutung sind als  die spezifischen Werte der     einzelnen    Grössen.  sollen in der folgenden Beschreibung die       Abmessungen    und ein Verfahren beispiels  weise angegeben werden,     mittelst    welchen  gute Ergebnisse erzielt worden sind.  



  Um die Spule 14 herzustellen, wird ein  gesäubertes     Aluminiumband,    mit einer  Stärke von etwa 0,005 cm und     einer    Breite  von     etwa    0,036 cm, mit einer dünnen Lö  sung von Bakelit     'n    Aceton belegt. Das       belegte    Band wird darauf für     kurze    Zeit  auf etwa<B>350'</B> C erhitzt, um den Belag  zu härten.

   Der mit dem Belag versehene  Leiter wird darauf durch eine zweite Ba  kelitlösung geführt, die vorzugsweise     diinn-          flüssiger    ist als die erste Lösung, worauf  der Leiter wieder auf eine Temperatur von  2.50' C erhitzt wird, damit     etwas    von dem       Lösungsmittel    verdampfen kann. Der Belag  ist dann. verhältnismässig trocken, aber     un-          gehärtet.    Das Band wird     jetzt    hochkantig  auf einen Dorn     gewickelt,    so dass eine Spule  von etwa 5 cm Durchmesser entsteht, die bis  auf eine Temperatur von etwa 250   C erhitzt  wird und darauf allmählich auf Zimmertem  peratur gebracht wird.

   Die Spule ist jetzt  starr und frei von innern Beanspruchungen.  Dieselbe wird vom Dorn entfernt und bis auf  50     Windungen    verkleinert. wodurch die Spule       eire    Höhe von etwa     0,2,6   <B>7</B> cm erhält. Die  Innenfläche der Spule wird mit einem     Be-          festigungs-    oder Klebmaterial, wie Bakelit  oder Schellack, belegt, worauf die eine  Kante eines     Stoffstreifens    30 aus geölter  Seide oder dergleichen mit der Spule ver  bunden wird.

   Die Spule wird wieder auf  einen Dorn gebracht, dessen Durchmesser  um die     Stärke    der Seide kleiner als der zu  erst benutzte Dorn ist, worauf die Spule  auf 150   C erhitzt wird, um das Befesti-           gungsmäterial    vollständig zu trocknen. Dar  auf wird die entgegengesetzte Kante des Sei  denstreifen mit der Membran verbunden, in  der Nähe des Randes des versteiften Teils  17, und die Enden 35 und 36 des Band  leiters werden isoliert und längs der Rif  felungen des biegsamen Teils 18 der Mem  bran mittelst Schellack befestigt. Die ge  samte Einrichtung wird darauf nochmals auf  <B>150'</B>     C    erhitzt, worauf sie fertig ist und  in einen Empfänger eingesetzt werden kann.

    Der Stoffstreifen 30 bildet im fertigen Zu  stand einen röhrenförmigen, steifen Teil  und die Stärke des Isolationsmaterials kann  pro     Spulenwindung    weniger als 0,0005 cm  betragen.  



  Die Spule liegt in der Mitte zwischen  den ringförmigen Polstücken 12 und 13,  welche durch einen Zwischenraum von etwa  0,090 cm getrennt sind, und die Enden des  Bandleiters sind mit den Schrauben 31 und  32 verbunden, welche elektrisch mit den  Klemmen 33     bezw.    34 in Verbindung stehen.  Da die Breite der Spule und des Stoffes  etwa 0,043 cm beträgt, verbleibt zwischen  jedem Polstück und der Spule ein Spiel  raum von nur etwa. 0.024 cm. Durch die  Verwendung des flachen Leiters und der  sehr dünnen Schichten von     Isolations-    und  Versteifungsmaterial hat man in dieser  Weise eine kompakte steife Spule erhalten,  die die gewünschte Anzahl Windungen auf  weist.  



  Die mechanischen und elektrischen Ver  luste in der Spule werden auf ein Min  destmass herabgesetzt, indem ein Material       verwendet    wird, bei welchem das Produkt  von spezifischem elektrischem Widerstand  und Masse einen niedrigen Wert hat. Gute  Ergebnisse wurden durch die Verwendung  von Aluminium erzielt, für welches Mate  rial das Produkt von spezifischem Wider  stand in     Mikrohm    pro cm' und Masse in     gr     pro cm' annähernd 8,0 beträgt. Weil Ver  unreinigungen im Material vorhanden sein  können, kann dieser Wert auch etwas höher  liegen,     sol'1    aber vorzugsweise 9,0 nicht  übersteigen.

   Um einen hohen Wirkungsgrad    zu erreichen, ist es ferner angezeigt, eine  Membran zu benutzen, deren schwingender  Teil so gross ist, dass eine verhältnismässig  grosse Volumenverschiebung stattfindet,  wenn die Membran schwingt. Um eine  Membran zu erhalten, deren versteifter Teil  genügend starr ist, ist es ebenfalls notwen  dig,, Material von einer gewissen Mindest  stärke zu verwenden. Man hat gute Ergeb  nisse mit einer Aluminiummembran erzielt.,       Idie    eine Stärke von 0;005 cm hatte und bei  der der starre Teil einen Durchmesser von       etwa    5,0 cm besass.

   Die kleinen     und    im  wesentlichen gleich wirksamen Massen der       Spule    und der Membran ergeben einen maxi  malen     mechanischen        Wirkungsgrad,    wäh  rend der kleine Zwischenraum zwischen den  Polstücken des Magnetes und die kompakte  Spule, welche diesen Zwischenraum fast  vollständig ausfüllt, einen maximalen elek  trischen Wirkungsgrad sichern. Es ist auch  von Wichtigkeit, dass die     Schwerpunkte    der  Spule     bezw.    der Membran dicht nebenein  ander liegen. Hierdurch wird verhindert,  dass die Spule unabhängig von der Membran  schwingt.  



       D'er    biegsame Teil 18 der Membran be  steht vorzugsweise aus geraden Riffelungen,  die sich senkrecht zu Halbmessern erstrecken,  welche zu den innern Enden der Riffe  lungen gezogen werden, wie dies beispiels  weise in der britischen Patentschrift  Nr. 263,411 vom 17. März 1927 beschrieben  ist. Die Grösse der     Reaktanz    dieses     Mem-          branteils    ist vorzugsweise gleich der Grösse  der Massenreaktion der von der Membran  in Schwingung gesetzten Luftmenge.  



  Wenn ein Trichter benutzt wird, der  keine innern Verluste hat, kann man mit  der beschriebenen Einrichtung einen Wir  kungsgrad erzielen, der von der Stelle. wo  die elektrische Kraft aufgedrückt wird, bis  zu dem akustischen Abgabepunkt etwa 30 %  beträgt. Dies ist ein bedeutend höherer  Wirkungsgrad, als er bis jetzt erreicht wer  den konnte. Wenn ein Trichter von aus  reichender Länge und mit einer ausreichend  grossen Mündung benutzt wird, ist der Wir-           kungsgrad    der Vorrichtung über einen Fre  quenzbereich von 80 bis über 5000 Perioden  im wesentlichen gleichmässig.

Claims (1)

  1. PATEN TAN SPRüCHE I. Elektrodynamische Einrichtung zur Umformung elektrischer in akustische Energie und umgekehrt;, welche einen magnetischen Kreis mit einem Luftspalt, eine Membran und eine mit der Membran verbundene Spule besitzt, dadurch ge kennzeichnet, da.ss die Spule aus einem isolierten Bandleiter besteht, der hoch kant gewickelt ist.
    1I. Verfahren zur Herstellung einer elektro dynamischen Einrichtung nach Patent auspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bandleiter mit Isolationsmate rial belegt, hochkantig auf einen Dorn gewickelt, durch Erwärmung getrocknet und nach Entfernung des Dornes mit der Membran verbunden wird. UNTERANSPRMHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein röhren förmiger Teil aus leichtem, steifem Na terial die Spule mit der Membran ver bindet. ?. Einrichtung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der röhrenförmige . Teil aus einem imprägnierten Stoff besteht.
    Einrichtung nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolationsmate rial des Bandleiters auch dazu dient. die Spulenwindungen miteinander zu verbinden, und dass die Stärke des Iso- lations- und Verbindungsmaterials pro Spulenwindung weniger als 0,0005 cir beträgt. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bandleiter eine Stärke von etwa 0,005 cm hat und aus einem Material hergestellt ist, bei wel chem das Produkt von spezifischem Wi- derstand in Mikrohin pro cm: und Masse in gr pro cni@ kleiner als 9,0 ist. Einrichtung nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran aus einem steifen mittleren und einem bieg samen äussern Teil besteht, und dass die Spule in der Nähe des Randes des Mittelteils mit der Membran verbunden ist. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, da.ss der biegsame Teil der Membran - im Vergleich mit dem mittleren starren Teil derselben einen bedeutenden Flächeninhalt aufweist und dass der biegsame Teil aus mehreren kleinen, versteiften Flächen besteht. 7. Einrichtung nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1. bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwerpunkt der Membran im wesentlichen mit dem Schwerpunkt der Spule zusammenfällt. B. Einrichtung nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die wirksame Masse der Membran im wesentlichen gleich der Masse der Spule ist. 9.
    Einrichtung nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der 7wischenrauin zwischen zwei konzentrischen, rin, förmigen Polflächen angeordnet ist und im wesentlichen durch die Spule aus gefüllt wird. 1(). Einrichtung nach Patentansprucb I und Unteransprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, -dass der Spielraum zwi schen der Spule und den Polflächen etwa 0,025 ein beträgt. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch TI da durch gekennzeichnet, dass ein Band leiter mit einer dünnen Schicht von Isolationsmaterial belegt, darauf durch Erwärmung getrocknet und mit einer zweiten Isolationsschicht versehen wird, worauf diese zweite Schicht getrocknet, der isolierte Leiter hochkantig auf einem Dorn zu einer Spule gewickelt wird, welche Spule durch Erwärmung ge trocknet wird, und der Dorn entfernt, das eine Ende eines Stoffstückes mit der Spule und das andere Ende des er- wähnten Stoffstückes mit der Membran verbunden wird.
CH129630D 1926-08-04 1927-06-29 Elektrodynamische Einrichtung zur Umformung elektr2scher in akustische Energie und umgekehrt und Verfahren zu deren Herstellung. CH129630A (de)

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