CH129707A - Verfahren zum Anlassen von Asynchronmaschinen mit netzerregten Kommutator-Hintermaschinen. - Google Patents

Verfahren zum Anlassen von Asynchronmaschinen mit netzerregten Kommutator-Hintermaschinen.

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CH129707A
CH129707A CH129707DA CH129707A CH 129707 A CH129707 A CH 129707A CH 129707D A CH129707D A CH 129707DA CH 129707 A CH129707 A CH 129707A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  Verfahren zum Anlassen von     Asynchronmaschinen    mit netzerregten       Kommutator-llintermaschinen.            Asynchronmaschinen    sehr grosser Leistung  werden manchmal nicht wie sonst üblich über  Widerstände, sondern mittelst     Anwurfmotor     angelassen. Man erreicht dadurch, dass wäh  rend des Anlaufs der Läufer nicht mit der       "Stillstandsspannung"    beansprucht wird. Man  kann also diese     Stillstandspannung    höher  wählen, als sonst mit Rücksicht auf die Iso  lation zulässig wäre. Dadurch wird der Strom  im Läuferkreis kleiner; es werden also die  Schleifringe entlastet.

   Auch eine in den Läu  ferkreis eingeschaltete     Kommutatormaschine     baut sich häufig günstiger für kleineren Strom  und höhere Spannung, als für sehr hohen Strom  und kleine Spannung.  



  Wird aber die     Asynchronmaschine,    nach  dem sie durch den     Anwurfsmotor    auf an  nähernd synchrone Drehzahl gebracht wurde,  auf das Netz geschaltet, so tritt im Augen  blick des     Einschaltens    eine sehr hohe Bean  spruchung der Wicklungen auf. Erfolgt die  Einschaltung bei     offenem    Läufer, so über  lagert sich bekanntlich im Augenblick des       Einschaltens    über das Drehfeld ein im Raum    stillstehendes mit der Zeit abklingendes Feld  das gleiche Grösse wie das     Drehfeldhat    und ihm       entgegengerichtet    ist; so dass das resultierende  Feld im Augenblick des     Einächaltens    Null wird.

    Dieses im Raum stillstehende Feld induziert  in der mit annähernd     synchroner    Geschwin  digkeit rotierenden Läuferwicklung eine Span  nung gleich der     Stillstandspannung.    Im  Augenblick des     Einschaltens    wird also auch  bei Anlassen durch einen     Anwurfsmotor    die  Läuferisolation ebenso wie beim Anlassen  über Widerstände, wenn auch für kürzere  Zeit, beansprucht. Wird die     Ständerwicklung     bei kurzgeschlossener Läuferwicklung auf  das Netz geschaltet, so treten bekanntlich  ausserordentlich hohe Ströme im Ständer und  im Läufer auf, da die kurzgeschlossene Läu  ferwicklung jede schnelle Feldänderung ab  zudrosseln sucht, wobei Erscheinungen ähn  lich denen des Stromkurzschlusses auftreten.  



  Durch Verwendung von     Vorkontaktwider-          ständen    beim Einschalten kann die zusätz  liche Schaltbeanspruchung gemildert, aber  nicht beseitigt werden; sie kann auch da-      durch gemildert werden, dass während des       Einschaltens    vor dein Läufer ein zusätz  licher Widerstand geschaltet wird, doch ver  teuert dies die Anlage.  



  Bei     Asynchronmaschinen,    an     deren    Rotor  kreis ein von der Netzspannung erregter       Kompensator    beliebigen Systems angeschlos  sen ist, kann die geschilderte Schwierigkeit  erfindungsgemäss dadurch beseitigt werden,  dass die     Asynchronmaschine,    bevor sie auf  das Netz geschaltet wird, über den     Kompen-          sator    derart erregt wird, dass die im Ständer der       Asynchronmaschine    induzierte     Spannung    der  Netzspannung gleich und     entgegengerichtet     ist.

   Von dem geringen Einfuss des Wirk  stromes abgesehen, der nach der Einschal  tung der Maschine fliesst, bedingt in diesem  Fall die     Zuschaltung    der Maschine auf das  Netz überhaupt keine Änderung der elektri  schen und magnetischen Verhältnisse, die       Zuschaltung    geht also absolut stossfrei vor sich.  Wird dabei der Schalter mit     Vorkontakten     ausgestattet, so muss geringer Wert auf genaue  Einstellung der     Rotorerregung    gelegt werden  als ohne     Vorkontaktwiderstände.     



  Ein Ausführungsbeispiel zeigt     Abb.    1.  1 ist das Netz, 2 die     Asynchronmaschine,     die mittelst des Schalters 3 auf das Netz  geschaltet werden kann. An die Schleifringe  4 der     Asynchronnraschine    ist eine     Scherbius-          maschine    5 geschaltet, deren Erregerwicklung  6 über den     Frequenzumformer    7 und den  Hilfstransformator 8 vom Netz gespeist wird.  Durch die Regulierwiderstände 9 kann die  Kompensation des Hauptmotors auf den ver  langten Wert eingestellt werden. 10 ist der       Anwurfsmotor    der     Asynchronmaschine    2.

    Durch ihn wird zunächst der Asynchron  motor auf annähernd synchrone Drehzahl    gebracht, durch Synchronisieren des Anwurfs  motors kann auch die Drehzahl genau auf  den synchronen Wert eingestellt werden.  Anschliessend wird der Regulierwiderstand 9  so eingestellt, dass die im Ständer der     Asyn-          chronmaschine    2 induzierte Spannung gleichen       Effektivwert    wie die Netzspannung hat. Es  ist dies diejenige Einstellung, die volle Pha  senkompensation bei Leerlauf des Asynchron  motors bedingt. Es ist dabei nicht notwendig,  die Phasenlage der genannten Spannungen  zu beobachten, wenn nur die Bürsten des       Frequenzumformers    7 in der richtigen Stel  lung stehen.

   Bekanntlich ist ja in der Schal  tung nach     Abb.    1 der Phasenwinkel zwischen  der Netzspannung und der vom     Rotorstrom     in der     Ständerwicklung    induzierten Spannung  von der augenblicklichen Lage des Rotors  unabhängig. Nach richtiger Einstellung des  Widerstandes 9 kann der Schalter 3 einge  legt werden, ohne dass dies eine zusätzliche  Wicklungsbeanspruchung der     Kommutator-          maschine    bedingt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Anlassen von Asynehron- maschinen mit netzerregten Kommutator- Hintermaschinen, wobei die Asynchronma- schine durch äusserer Antrieb auf annähernd synchrone Drehzahl gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Asynchronmaschine vor dem Anschluss an das Netz durch die Hintermaschine derart erregt wird, dass die im Ständer der Asynchronmaschine induzierte Spannung ungefähr entgegengesetzt gleichen Wert wie die Netzspannung hat.
CH129707D 1926-10-23 1927-10-10 Verfahren zum Anlassen von Asynchronmaschinen mit netzerregten Kommutator-Hintermaschinen. CH129707A (de)

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CH129707D CH129707A (de) 1926-10-23 1927-10-10 Verfahren zum Anlassen von Asynchronmaschinen mit netzerregten Kommutator-Hintermaschinen.

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