CH129714A - Einrichtung zum Abschalten von Röntgenapparaten bei unzulässiger Steigerung der Stromstärke. - Google Patents

Einrichtung zum Abschalten von Röntgenapparaten bei unzulässiger Steigerung der Stromstärke.

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  Einrichtung zum Abschalten von Röntgenapparaten bei     unzulässiger    Steigerung  der Stromstärke.    Die Erfindung hat den Zweck, eine  Röntgenanlage     mittelst    eines an den Röhren  stromkreis angeschlossenen     Abschaltgerätes     selbsttätig abzuschalten, wenn die Strom  stärke im Röhrenstromkreis,     ziem    Beispiel  infolge Kurzschlusses, Zusammenbruches des  Röhrenwiderstandes oder aus irgend einem  andern Grunde, auf einen unzulässigen Wert  anwächst.

   Beim Anschluss eines     Abschalt-          gerätes    an den Röhrenkreis ergeben sich  Schwierigkeiten daraus, dass das     Abschalt-          gerät    einerseits mit dem Hochspannungskreis  in Verbindung sein muss, anderseits die Ab  schaltung des niedergespannten Primär  stromes bewirken soll.

   Es müssen deshalb  zwischen Sekundär- und Primärseite des Ab  sehaltgerätes Organe vorgesehen sein, die der  Hochspannung den Weg zur     Niederspan-          nungsseite        verspeaTen.    Zu diesem Zwecke  ist gemäss der Erfindung das     lbschaltgerät     über einen     hochspannungsisolierten    Trans  formator an den     Röhrenstromkreis    ange  schaltet.  



  Die Zeichnung zeigt in     Fig.l    bis 6  mehrere Ausführungsbeispiele.         In.    bekannter Weise enthält bei     Fig.    1  der Netzstromkreis<I>a</I> die primäre Spule<I>b</I>  des Hochspannungstransformators b, c, des  sen Sekundärspule c im     .Stromkreis    d der       Röntgenröhre    e liegt. Der Primärstromkreis  a enthält ferner den Schalthebel     f2    eines auf  Stromstärke ansprechenden elektromagne  tischen Schaltapparates f, dessen Spule f'       in    einem     Hilfsstromkreis    i. liegt.

   Der Kon  takthebel     f2    steht unter dem Einfluss einer  Zugfeder     f'.    Eine federnde Klinke     ss    liegt  mit ihrer Nase f 4 in der Bahn des Hebels     f2          und    ragt mit einem Griff     f'    aus dem Ge  häuse. Der Stromkreis i wird gespeist durch  die sekundäre Spule     l    eines Transformators  <I>k, 1,</I> dessen primäre Spule     k    im Hoch  spa.nnunbskreis d der Röntgenröhre ganz  nahe am einen Spannungspol des Transfor  mators<I>b,</I> c liegt. Die Spulen<I>k</I> und<I>1</I> sind  voneinander durch eine den Durchgang der       Hochspannung    verhindernde Isolation m ge  trennt.

   Der Transformator<I>k, l</I> transformiert  den.     Hochspannungsstrom    des Kreises     d    in  niedere Spannung, so dass im Schalter f nur  niedrige Spannung herrscht. Der Schalter f      ist so     einreguliert,    dass bei normalen Be  triebsbedingungen die Stromstärke im greis i       nicht        zu    seiner Betätigung ausreicht.

   Kommt  jedoch zum Beispiel eine Person p gleichzeitig  mit beiden Spannungspolen des Transforma  tors b, c in Verbindung, wie in der     Fig.    1  gestrichelt angedeutet, wodurch der Strom  im     greise    d bis zur     Kurzschlussstromstärke     ansteigt, so wird im Schaltapparat f der       Kontakthebel    f 2 .durch die Spule f ' ange  zogen und dadurch der Primärstromkreis     a     unterbrochen.

   Die federnde Klinke f     s    sperrt  den Hebel     f'    in der Unterbrechungsstellung  solange, bis sie durch Einwirkung auf die  Handhabe f 6 zurückgezogen wird, worauf -der  Hebel unter     Einwirkung    der     Zugfeder        f'    in  seine     Sehlusslage    zurückkehrt.  



  Das Schaltgerät f kann beliebig ausge  führt sein. Die Anordnung des Transforma  tors k, Z in dichter Nähe eines Spannungs  pols des Hochspannungstransformators ist  wichtig für -die Sicherung der Hochspan  nungsleitung in ihrer ganzen Ausdehnung.  Man kann damit soweit gehen, dass man ge  mäss     Fig.    2 den Transformator<I>k, l</I> im  gasten<I>g</I> des     Transformators   <I>b, c</I> unter  bringt.  



  Bei der Ausführungsform der     Fig.    3 ist  die Sekundärspule c des Transformators b, c  geteilt und der Transformator<I>k,</I>     l    zwischen  die     beiden.    Teile geschaltet. Hierbei ist ein       Versagen    des Gerätes f durch Kurzschliessen  des Transformators k, 1, das unter besonderen       Umständen.    bei einseitiger Lage zum Trans  formator b, c denkbar ist, völlig ausge  schlossen, weil ein etwa auftretender Kurz  schlussstrom immer durch die Sekundär  spule c geht.  



  Zur Sicherung der Wirkung auch für den  Fall, dass der einseitig vom Transformator  <I>b, c</I> angeordnete Transformator<I>k,</I>     d        etwa     durch einen     Erdschluss    unwirksam gemacht  wird, kann man, wie in     Fig.4    dargestellt,  je einen Transformator<I>k, l</I> und<I>k',</I>     l'   <I>zu</I>       beiden;        Seiten    des     'Transformators    b, c an  ordnen, die zweckmässig, wie ebenfalls dar  gestellt, in Reihe mit einem einzigen Aus  schaltgerät<I>f</I>liegen.

   Berührt     eine    mit<I>p</I> an-    gedeutete Person die Hochspannungsleitung d  zum Beispiel an der Stelle n. so fällt durch  den     Erdschluss    das Potential des auf dieser  Seite liegenden Pols der Sekundärspule c  auf Null, während das Potential des andern  Pols sich verdoppelt.

   Entsteht nun etwa  infolge dieser Potentialsteigerung, zum Bei  spiel von     lt    aus über o, ein Kurzschluss zur  Erde, so ist zwar der Transformator k, l  kurzgeschlossen und unwirksam, doch fliesst  der     Kurzschlussstrom    von Erde über<I>p,</I>     n.,   <I>c.</I>  <I>k',</I>     lt,    o zur Erde, so dass der Transformator  <I>k', l'</I> das     Abschaltgerät   <I>f</I> zum     Ansprechen     bringt.  



  Die Einrichtung kann auch so ausgebildet  werden, dass sie den Strom bei einer belie  bigen, einstellbaren Stromstärke ausschaltet.  Eine solche Einrichtung zeigt     Fig.    5. Hier  liegt parallel zu dem Schalter f ein verän  derlicher Widerstand q, dessen eines Ende  durch Leitung 3 an den einen Pol der Spule     l     angeschlossen ist, während der bewegliche  Kontakt     r    mit dem andern Pol der Spule     l    ver  bunden ist.

   Der im     Transformator   <I>k,</I>     l    er  zeugte Strom     verteilt    sich hierbei je nach  der Einstellung des Widerstandes q in     einen:     veränderlichen Verhältnis auf diesen und den  Schalter f, so dass man es in der Hand hat,  den Schalter f bei einem schwächeren oder  erst bei einem stärkeren Strom in der Hoch  spannungsleitung wirken zu lassen.  



  Der Netzstrom gelangt hier ferner über  einen mittelst des Kontakthebels t verstell  baren, zur Regelung -der Spannung dienen  den     Autotransformator    s und     einen    durch den       versehiebbaren    Kontakt v regelbaren     Ohm-          sehen    Widerstand     ac    in die Primärwicklung b  des     Hochspannungstransformators.    Der     Ohm-          sehe    Widerstand     u    dient -dazu, die Span  nungsstufen des Autotransformators zu über  überbrücken.

   Er ist bei     Durchleuchtung    ein  geschaltet und muss bei Aufnahme kurzge  schlossen werden, da die hohe, für Aufnahme  nötige Stromstärke ihn sonst     zerstören    würde.  Anderseits muss bei Photographie, bei der  Stromstärken von 20 bis 100     Milliampere     gebraucht werden, der Ausschalter f weniger  empfindlich eingestellt werden. Durch Ver-           bindung    der beiden     beweglichen    Kontakte r  und v durch den Körper w sind diese beiden  Verstellungen voneinander abhängig ge  macht.  



  Der Ausschalter kann schliesslich gemäss       Fig.    6 Anwendung finden als Belastungsbe  grenzer für die Röntgenröhre. Jede Röntgen  röhre lässt eine auf ihrem     Leistungsschild     vermerkte Belastung zu. Soll durch den Aus  schalter einer Zerstörung der Röntgenröhre  einwandfrei vorgebeugt werden, so muss er  im Falle hoher Röhrenspannung bei kleinerer  Stromstärke ausschalten, als im Falle nie  derer Spannung. Aus diesem Grunde ist ge  mäss     Fig.6    der bewegliche Kontakt r des  Widerstandes q zwangsläufig abhängig vorn       Kontakthebel    t des Spannungsschalters s ge  macht.

   Er ist zu diesem Zweck durch einen  isolierenden     Arm   <I>y</I> mit dem Hebel<I>t</I> oder  dessen Drehachse verbunden, wobei er     zur     Herstellung der beweglichen Verbindung mit  der     Leitung        j'    auf einem mit dieser verbun  denen Kontaktsegment z gleitet.  



  Gemäss     Fig.    7 ist in     Verbindung    mit dem  Transformator<I>k. l</I> ein polarisiertes Relais  angeordnet, dessen Spule     R'        im.    Stromkreise  d, und dessen Arbeitskontakte     R2,        R',    deren  ersterer den Anker des Relais bildet, parallel  zu k in einem     Nebenschluss   <B>8</B> liegen. Infolge  der     Ventilwirkung    der Röntgenröhre treten  im Stromkreis d nur Stromstösse einer Rich  tung auf. Das Relais R ist so polarisiert,  dass es auf diese Stromstösse nicht anspricht.

    Treten jedoch Gegenströme auf, zum Beispiel  bei einem Kurzschluss oder bei     Überlastung     der Röntgenröhre, die dann infolge     Glühend-          werdens    der Anode Elektronen aussendet, so  zieht die Spule     R1    den Anker     R2    an und  unterbricht den Kurzschluss des Transforma  tors k, Z, der nun Strom erhält und durch  seinen Sekundärstrom den Ausschalter f im  Sinne einer Unterbrechung des Primärstrom  kreises a betätigt. Bei dieser Anordnung er  übrigen sich     Vorrichtungen    zur Regelung der  Empfindlichkeit des Ausschalters.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Abschalten von Rönt genapparaten bei einer unzulässigen Steige- rang der Stromstärke im Sekundärstromkreis des Hochspannungstransformators, dadurch gekennzeichnet, dass ein auf den Überstrom ansprechendes Ausschaltgerät für den Pri märstromkreis über einen hochspannungsiso lierten Transformator an den Röhrenstrom kreis angeschlossen ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Transformator des Ausschaltgerätes dicht beim Hoch spannungstransformator angeordnet ist. ?.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1.. da durch gekennzeichnet, dass der Transfor mator des Ausschaltgerätes in einem den Hochspannungstransformator enthaltenden Kasten untergebracht ist. d. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Sekundär spule des Hochspannungstransformators geteilt und zwischen ihre beiden Teile die Primärspule des Transformators des Aus schaltgerätes geschaltet ist. 1. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Aus schaltgerät mit zwei Transformatoren ver bunden ist, deren Sekundärspulen hinter einander in Reihe mit ihm und deren Pri märspulen zu beiden Seiten der Sekundär spule des Hochspannungstransformators im Röhrenstromkreis liegen. 5. Einrichtung nach dem Patentanspruch.
    dadurch gekennzeichnet, dass parallel zum Ausschaltgerät ein veränderlicher Wider stand liegt. 6. Einrichtung nach Unteranspruch 5; da durch gekennzeichnet, dass ein beweglicher Kontakt des Widerstandes mit dem be weglichen Kontakt eines für Durchleuch tungszwecke im primären Stromkreis des Hochspannungstransformators angeordne ten, veränderlichen Vorschaltwiderstandes zwangsläufig derart verbunden ist, dass die Empfindlichkeit des Ausschalters bei Kurzschluss des Vorschaltwiderstandes von der für Durchleuchtungszwecke vorgese- henen Empfindlichkeit auf die für Auf nahmezwecke nötige Empfindlichkeit her abgesetzt wird. Einrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet,
    dass ein beweglicher Kontakt des Widerstandes mit einem zur Spannungsregelung dienenden Hebel eines Spannungsschalters in solcher Weise ge kuppelt ist. dass' die Empfindlichkeit des Ausschalters mit der Spannung zunimmt. g. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Primär spule des Transformators des Ausschalt gerätes durch die Arbeitskontakte eines mit seiner Magnetspule im Röhrenstrom kreise liegenden, polarisierten Relais kurz geschlossen ist, das auf Gegenströme im Röhrenstromkreis im Sinne einer Aufhe bung des Kurzschlusses anspricht.
CH129714D 1926-10-09 1927-10-07 Einrichtung zum Abschalten von Röntgenapparaten bei unzulässiger Steigerung der Stromstärke. CH129714A (de)

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