Yorriehtung zur selbsttätigen Beeinflussung des Betriebes einer durch einen Ein- in mit Kurzschlussanker angetriebenen Il;ältemaschine. Die Erfindung betrifft. eine Vorrichtung zur selbsttätigen Beeinflussung des Betriebes einer durch einen Einphasenmotor mit Kurz- chlussanker angetriebenen Kältemaschine.
Diese Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, class sie das Ein- und Ausschalten des An triebmotors in Abhängigkeit von der Kühl raumtemperatur und das. Zuschalten der für das Anlaufen des Einphasenmotors erforder lichen Hilfsphase in Abhängigkeit vom An laufstrom der Hauptphase, das Abschalten dieser Hilfsphase dagegen sowohl in Abhän- gigkeitt von der Stromstärke der Hauptphase, als auch derjenigen, der Hilfsphase bewirkt. und da.ss sie die Inbetriebsetzung des Antrieb motors derart in Abhängigkeit von minde stens einem der Zustände:
Temperaturhöhe, Stromstärke eines trewissen Teils des Motors beziehungsweise seiner Zusatzausrüstung bringt, dass ein Inbetriebsetzen nur erfolgen kann, wenn der betreffende Zustandswert unter einen bestimmten Wert gefallen ist. Auf der Zeichnung ist eine Ausführung der Erfindung beispielsweise und schema tisch veranschaulicht. Mit I ist darin ein Einphasz#nnetz bezeichnet; 8 stellt eisen Schalter dar.
Die Vorrichtung weist drei Re lais R,, R_, P; auf, deren zugeordnete Wick lungen mit W, beziehungsweise W2 und TV., 1TTs bezeichnet sind. Mit Al, A= und A, sind den drei Relais, R,, R.,, R3 entsprechendes, um Punkte o, beziehungsweise o" o3 drehbare Anker bezeichnet.
8l stellt einen kleinen He belschalter dar, der vom Relais R1 betätigt wird, während 8':: ein Quecksilber-Kippschal- ter ist, der durch Vermittlung eines Hebels 1i. unter dem Einfluss des Relais R2 steht. Ci ist ein weiterer Quecksilber-Kippschalter, dessen Betätigung mit Hilfe eines Hebels i. durch das Relais R@ erfolgt..
M bezeichnet die Statorwicklung eines Einphasen=Asynchron- motors, die sich aus einer Hauptwicklung H und einer Hilfswicklung Z zusammensetzt. Mit T, ist ein zwei Anschlussklemmen 8 und 9 besitzendes Kontaktthermometer bezeichnet, welches der Kühlraumtemperatur ausgesetzt ist, und T, stellt ein weiteres, drei Anschluss klemmen 42, 43, 44 aufweisendes Kontakt thermometer dar, das der Temperatur des 3-Iotor-Anlasswiderstandes U ausgesetzt ist.
Die - -Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende: Der Schalter S soll geschlossen sein. Solange die Temperatur im Kühlraum einen .bestimmten obern Wert nicht erreicht hat, nehmen die verschiedenen Teile der Vorrichtung die in der Abbildung gezeigte Lage ein. Sobald aber die Tempera tur im Kühlraum eine gewisse Höhe erreicht, so werden die Kontakte 8 und 9 des Kontakt thermometers T,. durch das im letzteren sich ausdehnende Quecksilber leitend miteinander verbunden. Dadurch wird der Stromkreis des Relais R2 geschlossen; der das letztere durch fliessende Strom nimmt seinen Weg vom Netz 1 aus über 2, S, '3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10.
11, W2, 12, 13, 14, S,, 15, 16, 17, 18, S und tritt bei 19 wieder ins Netz 1 ein. Infolge dieses Stromes spricht das Relais R;: an und schaltet den Quecksilberschalter S2 vermit telst des Hebels 1z ein. Auf diese Weise wird die Hauptstromwicklung H des Antriebmo- tors eingeschaltet.
Es fliesst nun ein Strom vom Netz 1 durch 19, ,S, 18, 17, S2, 20, 21, <I>22, H, 23,</I> 24, 25, W3, 26, 27, 4, 3,<B>8</B> und '2. wo er wieder ins Netz 1 eintritt. Dieser in sei_- rier Stärke den normalen Betriebsstrom der Hauptphase um ein Vielfachs übertreffende Anlaufstrom hat das sofortige Ansprechen des Relais R3 zur Folge, was ein Einschalten des Quecksilberschalters <B>8,</B> mit Hilfe des Hebels i. mit sich bringt.
Auf diese \'Greise gelangt auch die Hilfsphase Z raint dein mit ihr in Reihe geschalteten Anlasswiderstand L' an die Netzspannung. 1:s fliesst jetzt auch ein Strom von \?6 über 2R, 29, S3, 30, 31. TV4,32, 33, 3.1, U, 35, 36, 37, Z, 22, 21, 20.
S.=, 17, 18, S. 19 zum Netz 1 zurück. Wij aus der Abbildung entnommen werden kann, führt diese Strombahn zwischen 31 und 3h' über die ebenfalls auf das Relais B3 einwir kende Wicklung T@T'4. Die Anordnung dieser letzteren in bezug auf diejenige der Wich- Jung W3 ist derart, dass die von den beiden stromdurchflossenen Wicklungen TV" und 6T-., erzeigten magnetischen Kraftfelder einand-3r entgegenwirken.
Der Grund für diese Mass nahme ist folgender: Hat das Relais .g unter dem Einfluss des durch die Hauptphase Il gehenden Anlaufstromes angesprochen, so genügt ein Teilbetrag des eben genannten Stromwertes, um den einmal angezogenen Anker A3 in dieser Stellung zu erhalten. Sinkt nun die Stärke des Hauptstromes von seinem Anlassstromwert auf den bedeutend kleineren Betriebsstromwert, so kann bei nicht genau eingestelltem Relais 9, der Fall eintreten,
da.ss das Relais R3 seinen Anker entweder unsicher oder gar nicht mehr lo-;- zulassen vermag. Dadurch käme die für ein E@ nur kurze Betriebszeit bemessene. Hilfswick lung Z und deren Zusatzwiderstand 1, dauernd unter Strom, was deren Zerstörung mit sich führen kann.
Um dies zu verhütpir, das heisst um ein sicheres Auslösen des Re lais & nach erfolgtem Anlaufen des Motor zu erreichen, ist nun die -Wicklung Il'vor- gesehen, die nach erfolgtem Ansprechen des Relais 1i'3 in demselben ein Gegenfeld er zeugt, wodurch der magnetische Zug auf den Anker A; dieses Relais. verringert und ein sicheres Auslösen des Ankers _13 dann ge währleistet wird, wenn der Anlassstrom <B>de,</B> Motors auf seinen normalen Betriebswert (yr,- siInken ist.
Ein weiteres Element des @ilfsphasen- stromkreises bildet der zwischen den Punk ten 34 und 35 liegende Anlasswiderstand T_j. Die in ihm während der Anlaufperiode er zeugte Wärmemenge überträgt sich teilweise durch Wärmeleitung und Wärmestrahlung auf das Kontaktthermometer T=. Bei norma lem Anlaufen des Motors ist die hierfür er forderliche Zeit und die dabei im Anlass widerstand U erzeugte Wärmemenge derart gering, dass die Quecksilbersäule den Kon takt 44 nicht erreicht.
Läuft aber aus irgend einem Grunde der Motor nicht an, das heisst. bleibt der Anlaufzustand des Motors eine ge wisse Zeit bestehen, so steigt das Quecksilber im Kontaktthermometer T2, wobei es den Kontakt 43 übersteigt, ohne da3 etwas ge schieht, und erreicht schliesslich den Kontakt 44, wodurch der Stromkreis des Relais _R1 geschlossen wird. Der dieses Relais beein flussende Strom geht von 4 über 5, 6, 38, 89, 6V" 40, 41, 42, 44, 45, 15, 16, 17, 18,<B>8</B>, 19 zum Netz. 1 zurück.
Das Relais P, gelangt somit zum Ansprechen, und es wird dessen Anker A1 angezogen, wobei der Schalter ,8l von seiner bisherigen Stellung 15-14 in die neue Lage 15-7 übergeht. Durch diesen Vorgang wird der Stromkreis des Relais hei Punkt 14 unterbrochen, das letztere löst aus und schaltet, den Motor vermittelst des (Iueel:silberschalters S2 vom Netz ab.
Beginnt nun, da. die Wärmeentwicklung im Anlass- @viderstand U aufgehört hat, das Quecksilber im Kontaktthermometer T.2 wieder zu sinken, so erfolgt zuerst ein Unterbruch in der lei tenden Verbindung zwischen Quecksilber lind Kontakt 44. Das Relais R, bleibt aber trotzdem erregt, da, parallel zur Relaisstrom bahn 42, 4.1, 45, 15 ein Relaisstromkreis 4<U>)</U>, <B>4</B>3, 46. 7, 8" 15 besteht, der beim Anspre ehen des Relais R,. neu entstand. Erst dann.
wenn das Quecksilberniveau im Kontaktther mometer T2 unterhalb des Punktes 43 gesun ken ist, erfolgt ein Unterbrechen des Strom kreises des Relais B, und dadurch ein Aus lösen des letzteren. Die Folge davon ist ein Zurückfallen des Schalters<B>8,</B> aus der Lage l5-7 in die frühere Lage 15-f4 und ein Schliessen des Stromkreises des Relais R2 bei Punkt 14.
Falls nun. die Kühlraumtempera- tur genügend hoch ist, das heisst wenn cIiUI Punkte 8 und 9 des Kontaktthermometers T, leitend durch das Quecksilber miteinander in Verbindung stehen, können sich die beschrie- benen: Vorgänge von neuem wiederholen.
Anstatt die Möglichkeit des Inbetriebset- zens des Motors in der dargestellten Weise in Abhängigkeit von der Temperatur des An lasswiderstandes U zu bringen, kann sie auch in Abhängigkeit von der Temperatur eines andern Teils des Motors beziehungsweise sei ner Zusatzausrüstung gebracht werden, bei spielsweise von der Temperatur der Motor wicklung oder der Temperatur des Motor- eisens, des Widerstandes der Anlassvorricb- tung, der Drosselspule oder des Kondensators dieser Vorrichtung usw.
Ferner kann die Möglichkeit eines Inbetriebsetzens auch ab hängig von der Stärke des Stromes gemacht werden, der durch einen der angeführten Teile des Motors beziehungsweise seiner Zu satzausrüstung strömt, oder sie kann gleich zeitig von einer Stromstärke und einer Tem peratur abhängig gemacht werden.
Im weiteren kann das Thermometer T2 zu gleich der Themperatur eines Teils des Mo tors beziehungsweise seiner Zusatzausrüstung Und derjenigen des Kondensators ausgesetzt sein, um zu erreichen, dass ein Inbetriebsetzen des Motors auch so lange verunmöglicht wird, als die Temperatur im Kondensator nicht unter einen bestimmten Wert gefallen ist.