CH130145A - Verfahren zur Zerkleinerung von aus dem Schmelzfluss gewonnener Tonerde. - Google Patents
Verfahren zur Zerkleinerung von aus dem Schmelzfluss gewonnener Tonerde.Info
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- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B35/00—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
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Description
Verfahren zur Zerkleinerung von aus dem Sehmelzfiuss gewonnener Tonerde. Die aus dem Schmelzfluss gewonnene Ton erde ist bekanntlich ein äusserst hartes Ma terial, welches nur schwer zu derjenigen Fein heit, welche für die elektrolytische Verar beitung zu Aluminium erforderlich ist, zer kleinert werden kann. Die Zerkleinerungs- und Mahlkosten der im Blockbetriebe oder beim Abstich in einem Tiegel gewonnenen Tonerde sind so hoch,
dass dadurch die Ren tabilität der Verwendung von elektro- thermiseh gewonnener Tonerde für die Alu miniumherstellung bisher sehr in Frage ge stellt war.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen sehr einfach durehführbaren Weg zur we sentlichen Erleichterung und Verbilligung des Mahlens der Tonerde bis zur gewünschten Feinheit. Er beruht auf .der Erkenntnis, dass die geschmolzene Tonerde sich beim Erstarren sehr stark zusammenzieht und dadurch bei sehr raschem Erkalten (Abschrecken), wobei sehr kleine Kristalle entstehen, zwischen den Kristallen Hohlräume entstehen.
Die einzelnen Kristalle, deren Grösse bei richtiger Führung des Abschreckprozesses der für die Elektro lyse erforderlichen Kleinheit entspricht, sind im abgeschreckten: Gebilde nur an ihren Kan- ten oder Ecken. miteinander zusammenge- frittet und können in ,einem Kollergang oder in einer andern einfachen Zerkleinerungsvor richtung leicht voneinander getrennt werden.
Je energischer man die geschmolzene Tonerde abschreckt, umso grösser ist der erzielte Ef fekt, das heisst umso leichter kann das Ma terial weiter zerkleinert werden. Das Ab schrecken kann in verschiedener Art erfolgen. Man kann die flüssige Schmelze, zweckmässig direkt aus dem elektrischen Ofen, für die Herstellung von Tonerde aus tonerdehaltigem Material in einem oder mehreren dünnen Strahlen in eine kalte, fliessende Flüssigkeit, zum Beispiel Wasser, laufen lassen. Dieser Weg ist technisch schwerer durchführbar, da bei der hohen Temperatur der flüssigen Ton erde (rund 2000') die meisten Flüssigkeiten zersetzt werden.
Der hohe Wärmeinhalt der Tonerde führt bei Verwendung von Wasser als Kühlflüssigkeit zu lokaler Überhitzung und Knallgasbildung, wodurch leicht Explo sion eintreten kann. Aus diesem Grunde muss für starke Bewegung der Kühlflüssigkeit ge sorgt werden..
Gefahrlos ist das Abschrecken durch me chanische Zerkleinerung des ausfliessenden Tonerdestrahles in kleinen Tröpfchen, welche infolge ihrer relativ grossen Oberfläche durch die Luft, welche sie nach der Zerkleinerung durcheilen, sehr rasch gekühlt werden. Es ent stehen dabei kleine Hohlkugeln, die aus Konglomeraten; von kleinen Einzelkristallen bestehen und sich zu diesen Einzelkristallen leicht zertrümmern lassen. Oft genügt dafür schon das Zerdrücken zwischen den Fingern.
Die Versprühung oder Verspritzung von flüssiger Tonerde ist schon früher vorge schlagen worden, wobei es sich jedoch nicht um reine Tonerde, sondern um überreduziertes unreines Material gehandelt hatte, und wobei der Zweck der Vergrösserung der Oberfläche des Materials nicht die Abkühlung war, son dern die Erleichterung der Verbrennung des Karbides durch oxydierende Gase, und wobei sogar, im Gegensatz zu der vorliegenden Er findung, Wärmeentwicklung auftreten sollte.
Es ist daher die Tatsache, dass sich auch reine flüssige Tonerde zu Tropfen versprühen lässt, und dass .dabei die Abkühlung so rasch ver läuft, dass sich Hohlkugeln bilden, neu und auch für den; Fachmann überraschend.
Ganz besonders gross ist der Effekt der leichteren Zertrümmerbarkeit des abge schreckten Materials, wenn man die ver sprühter Tonerde in kaltes Wasser fallen lässt. Die versprühten Tröpfchen sind durch die Luft schon so weit abgekühlt, dass die Über- hitzungs- und Zersetzungsgefahr für Wasser nichiJ mehr besteht.
Die mechanische Versprühung des Ton erdestrahles kann auf die verschiedensten Arten vorgenommen werden. Man kann den Strahl auf eine heisse, entsprechend geformte Unterlage auffallen lassen, wodurch er schon sehr wirkungsvoll verspritzt. Möglich ist auch das Zerschlagen des Strahles mit einem rasch rotierenden Schaufelrad, dessen,Sohau- feln auf ihrer Laufbahn ausserhalb des Strah- les zwecks ,Schonung gekühlt werden.
Sehr wirksam ist die Zerstäubung durch eine um eine vertikale Achse rotierende soggenannte Zerstäuberscheibe, auf deren Mitte das flüs sige Material laufen gelassen wird. Die Zer- stäuberscheibekann entweder über oder knapp unterhalb des Niveaus der Kühlflüssigkeit, in der das zerstäubte Material aufgefangen wer den soll, angeordnet werden, wodurch im letz teren Falle das Material durch Kühlung ge schont und die Kühlflüssigkeit durch die rasche Durchmischung vor lokaler Über hitzung bewahrt wird.
Sehr gut ist die Versprühung des Ton erdestrahles durch Druckluft, andere kompri mierte Gase oder Dämpfe, die gegen den Strahl gerichtet werden. Die Bewegungs richtung der gegen den Strahl geblasenen Luft wird dabei zweckmässig so gewählt, dass das zerstäubte Material der Kühlflüssigkeit auf möglichst langem Wege zugeführt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Zerkleinerung von im Schmelzfluss erzeugter Tonerde, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Zerkleinerung durch rasches Abkühlen der flüssigen Ton erde erleichtert. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die flüssige Tonerde in dünnem ,Strahl in eine kalte Flüssigkeit laufen lässt.2. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das ra sche Abkühlen der flüssigen Tonerde durch mechanisches Zersprühen bewirkt. ä. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net,. dass man die Versprühung der Ton erde dadurch bewirkt, dass man den flüs sigen Strahl auf eine feste, heisse Unter lage auffallen lässt. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass man den Strahl von flüssiger Tonerde mit einem rasch rotierenden Schaufelrad zerschlägt. 5.Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch, gekennzeich net, dass man den Strahl von flüssiger Tonerde auf eine rotierende Zerstäuber scheibe laufen lässt. ss. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch m:ekenn7,eich- net, dass man die Zersprühungs- oder Zer kleinerungsvorrichtung kühlt. 7. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man gegen den flüssigen Tonerdestrahl komprimierte kalte Gase bläst und ihn auf diese Weise versprüht. B.Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass man das versprühte Material in einem von kalten Gasen durchströmten Raum auffängt. 9. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass man das versprühte Material in einer kalten Flüssigkeit auffängt. 10. Verfahren gemäss Patentanspruch und den Unteransprüchen 2 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass man die Zerklei nerungsvorrichtung knapp unterhalb des Spiegels der Kühlflüssigkeit, in welcher das versprühte Material aufgefangen werden soll, anordnet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH130145T | 1927-08-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH130145A true CH130145A (de) | 1928-11-30 |
Family
ID=4388504
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH130145D CH130145A (de) | 1927-08-04 | 1927-08-04 | Verfahren zur Zerkleinerung von aus dem Schmelzfluss gewonnener Tonerde. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH130145A (de) |
-
1927
- 1927-08-04 CH CH130145D patent/CH130145A/de unknown
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