CH130188A - Instrument zur Messung veränderlicher Kräfte. - Google Patents

Instrument zur Messung veränderlicher Kräfte.

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CH130188A
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Gabriel Paulin Josua
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Gabriel Paulin Josua
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Description


      Instrument    zur     11lessung        veränderlicher    Kräfte.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein Instrument zur Messung veränder  licher Kräfte, bei welchem ein System von       langgestreckten,    im wesentlichen gleichge  richteten und elastisch biegsamen Gliedern  zwischen zwei unter Einwirkung der zu mes  senden Kräfte gegeneinander beweglichen  Teilen des Instrumentes eingespannt ist und  mit einem Zeiger, dessen Drehachse der Längs  richtung der Glieder des genannten Systems  im wesentlichen parallel ist, derart verbunden  ist, dass der Zeiger unter     Einwirkung    von  Formveränderungen des genannten Systems  ausschlägt.  



  Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungs  beispiele des Erfindungsgegenstandes darge  stellt.  



       Fig.    1 und 2 sind eine Seiten- und eine  Vorderansicht der ersten als Barometer aus  gebildeten Ausführungsform;     Fig.    3 zeigt im  Grundriss ein Bandsystem dieser Ausführungs  form;     Fig.    4 zeigt in     perspektivischer    An-    sieht die andere ebenfalls als Barometer aus  gebildete Ausführungsform.  



  Die Ausführungsform nach     Fig.    1-3 weist  eine unter der Wirkung des äussern     Luftdrucks     stehende     Membrandose    2 auf, die auf der  Unterseite einer Grundplatte 1 befestigt ist.  



  An der nach unten gekehrten Membran  der     Membrandose    2 ist mittelst einer Mutter  3 der untere Schenkel einer     U-förmig    gebo  genen Blattfeder 4 befestigt, deren oberer  Schenkel in einer Nut 5 einer quer über die  Grundplatte verlaufenden Schiene 6 festsitzt.  Die Lage der Schiene 6 kann durch Stell  schrauben geändert und dadurch die Spannung  der Blattfeder geregelt werden.  



  Zu beiden     Seiten    der Mutter 3 ist die  Blattfeder mit zwei Augen 7 versehen, in  denen die untern Enden zweier Schrauben  federn 8 befestigt sind. Die obern Enden der  Federn sind an einem Joch 9 befestigt, das  mit einer Mutter 10 auf einer Mikrometer  schraube 11 sitzt und durch     Drehung    dieser      Schraube in senkrechter Richtung verstellbar  ist. Die     Mikrometerschraube    11 ist mit ihrem  untern Ende in einem     Steblager    12 geführt  und oben mit einem     Handgriff    13 versehen.

    Die Mutter 10 hat einen nach vorn gerich  teten Arm 14, dessen äusseres Ende gabel  förmig ist und einen als     Geradführung    die  nenden Ständer 15 im Gestell umfasst, so  dass die Mutter bei der Drehung der Mikro  meterschraube 11 gehoben oder gesenkt und  die Spannung der Federn 8 vermehrt oder  vermindert wird. Die Teile 10-14 bilden  zusammen eine Einstellvorrichtung für die  Membrane. Die Einstellvorrichtung deren je  weilige Einstellung an einer Hauptskala der  festen Skalenscheibe 16     mittelst    eines mit der       Mikrometerschraube    11 verbundenen Zeigers  17 abgelesen werden kann, regelt nur die  Spannung der verhältnismässig schwachen  Federn 8, während die Spannung der Blatt  feder 4 von der Einstellvorrichtung unab  hängig ist.  



  Bei der beschriebenen     Ausführungsform     wirken die     mittelst    der Einstellvorrichtung  einstellbaren Federn 8 der Blattfeder 4 ent  gegen, und damit Gleichgewicht herrscht,  muss die Spannung der Blattfeder so gross  sein wie der auf die untere Membran wirkende       Gesamtluftüberdruck    plus die Spannung der  Federn B. Die Anordnung könnte natürlich  auch so sein, dass die einstellbaren Federn 8  in derselben Richtung wirken wie die Blatt  feder 4, deren Spannung dann kleiner sein       muss,    als der auf die     Membran    wirkende  Überdruck.  



  Der untere Schenkel der Blattfeder 4  ist mit einem Ansatz 18 versehen, dessen  vorderes Ende zwischen zwei Hemmschrauben  18' spielt, um die Bewegungen der Membran  zu begrenzen.  



  Zwischen der Membran und dem Baro  meterzeiger 27 ist ein Übersetzungsgetriebe  angeordnet, welches zwei Paar biegsame  Bänder 19, 20 und 19' und 20' aufweist.  Jedes Paar bildet eine im stumpfen Winkel  gebogene Verbindung zwischen dem Ansatz  18 der Blattfeder 4 und einer obern festen  Platte 21 im Gestell, die zugleich als Träger    für die Skalenscheibe 16 dient. Die Befesti  gungspunkte a,     a'    des Bandsystems am An  satz 18 und seine Befestigungspunkte<I>b, b'</I>  am Gestell liegen in einer zur Symmetrie  ebene der Blattfeder senkrechten Ebene. Die  Knickpunkte c, c' der beiden Bänder 19, 20  und 19', 20' sind durch Bänder 22, 22' bei  23 mit dem auf einer senkrechten Zeiger  welle 24 sitzenden Zeiger 27 verbunden.  Die Zeigerwelle ist von zwei im Gestell be  festigten Schraubenfedern 25, 26 getragen.

    Durch diese elastische Aufhängung der Zei  gerwelle 24 ist die Welle leicht und ohne  Zapfenreibung drehbar. Der Zeiger 27 ist  rechtwinklig zur Welle 24, also im wesent  lichen in     wagrechter    Ebene schwingbar. Wie  aus Abbildung 3 hervorgeht, liegen die beiden  Bänder 19, 20 und 19', 20' in zwei einander  parallelen Ebenen<I>a, b,</I> c und<I>a', b',</I> c', die  bei jeder Veränderung des Abstandes der  beweglichen Punkte<I>a,</I>     ä    von den festen  Punkten<I>b, b'</I> sich infolge der Verbindung  der Punkte c, c' mit dem Zeiger 27 um die  Achsen     a,   <I>b</I> und     a',   <I>b'</I> drehen.  



  Der Zeiger 27     sehwingt    in einer Aus  sparung im Lager 12 der     Mikrorneterschraube     11; sein hinteres Ende ist um den Rand der  Skalenscheibe 16 gebogen, die ausser der  Hauptskala der Spitze des Zeigers gegenüber  eine zweite kurze Skala 28 trägt; sein vor  deres Ende trägt ein Gegengewicht 29.  



  Wenn die Spannung der Schraubenfedern       S    so eingestellt ist, dass die Resultierende  der auf die untere Membran wirkenden Feder  kräfte genau gleich dem auf diese Membran  wirkenden Luftdruck ist, steht der Zeiger  27 über dem Nullstrich der Skala 28. Sinkt  der Luftdruck, biegt sich die Membran in  folge der überwiegenden Spannung der Blatt  feder 4 etwas nach unten, das Bandsystem  wird gedehnt, die stumpfen Winkel     a   <I>c b</I>  und     a'   <I>c' b'</I> werden noch etwas stumpfer,  die Bänder nähern sich der Ebene<I>a a' b b',</I>  und der Zeiger 27 macht einen Anschlag  und gibt dadurch die     Luftdruckänderung    an.

    Um nochmalige     Luftdruckänderungen    zu mes  sen, muss dann der Zeiger 27 in die Nullage  zurückgeführt werden. Hierzu muss der Hand-           griff    13 im Sinne des Uhrzeigers so weit  gedreht werden, bis der Nullzeiger 27 wieder  auf Null zeigt. Durch diese Drehung werden  die Mutter 10 und das Joch 9 gehoben, die  Spannung der Sehrauben 8 wird vergrössert  und die Resultierende der an der Membran  angreifenden Federspannungen entsprechend  dem     kleinern    Luftdruck verringert.

   Bei stei  gendem Luftdruck erfolgt die     Kompensierung     umgekehrt durch Drehung des Handgriffs 13       entgegen    dem Uhrzeiger, die Spannung der  Schraubenfedern 8 wird dabei vermindert und  die     Gesamtfederspannung    an der Membran  vergrössert.  



  In dem Augenblick, in dem der Nullzeiger  27 auf Null steht, zeigt der Zeiger 17 an  der Hauptskala der Scheibe 16 den herrschen  den Luftdruck an.  



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    4  besteht das als     Übersetzungsgetriebe    dienende  Bandsystem wieder aus zwei in Winkel ge  bogenen Bändern 19, 20, beziehungsweise 19',  20', doch sind die Knickpunkte direkt, das  heisst ohne Vermittlung der Zwischenverbin  dungen 22, 22' an das drehbare Zeigersystem  angeschlossen.  



  Die beiden untern Bänder 19, 19' sind  mit ihren untern Enden bei a und a' an dem  Ansatz 18 des untern Schenkels der Blatt  feder 4 befestigt, während ihre obern Enden  an den untern Rand eines dünnen rechteckigen  Blechs 30 angeschlossen sind, das durch die  an der festen Platte 21 bei b; beziehungs  weise b' befestigten obern Bänder 20, 20' ge  tragen wird. Die beiden Enden des Blechs  30 sind nach entgegengesetzten Seiten recht  winklig zu Lappen 31 umgebogen, an denen  die     innern    Enden zweier Schraubenfedern 32,  32' befestigt sind. Die äussern Enden der  Federn greifen an Blechstreifen 34 beziehungs  weise 34' an der Grundplatte 1.

   Die Span  nung der Federn 32, 32' ist so gewählt, dass  das Blech 30 in der Ruhe, das heisst wenn  die Membran sich in ihrer Mittellage befindet,  senkrecht zur Ebene a a' b b' steht, die  Ebene des Blechs also mit der Mittelebene  des Instruments zusammenfällt. Die Ebene  der einzelnen Bänder 19, 20 beziehungsweise    19', 20' ist ans der Ebene der vier Befesti  gungspunkte a,<I>a' b b'</I> herausgedreht. Die  beiden     Knickpunkte    c, die ungefähr auf der  Mittellinie des Blechs 30 liegen, stehen auf  verschiedenen Seiten der Ebene<I>a a' b</I>     L'.     



  Der Nullzeiger 27 ist in der Mittelachse  des Blechs 30 befestigt, im übrigen in ähn  licher Weise wie der Zeiger in     Fig.    1 und 2  angeordnet. Wie ersichtlich, wird der Zeiger  27 bei der Ausführungsform nach     Fig.    4  durch das Bandsystem 19, 19', 20, 20' ge  tragen, das hier selbst die elastische Auf  hängung des Zeigers bildet, und zwar so,  dass der Zeiger um eine in der Mittelebene  des Instruments liegende senkrechte Achse  reibungslos schwingen kann.

   Der elastische  Widerstand gegen die Schwingungen des Zei  gers um die Achse kann beliebig klein gewählt  werden, weil die Schraubenfedern 32, 32'  die nicht tragen, sondern nur die erforderliche  elastische     Richtkraft    ausüben sollen, ver  hältnismässig sehr lang und schwach ausge  führt     werden    können. In dieser Beziehung  hat die Anordnung nach     Fig.    4 gegenüber  der vorher beschriebenen Anordnung einen  wesentlichen Vorteil.

   Nach     Abb.    1 und 2  haben die Federn 25, 26, die die     Richtkraft          ausüben,    ausserdem noch die Aufgabe, das  ganze Zeigersystem zu tragen und müssen  aus diesem Grunde verhältnismässig kräftig  ausgeführt werden, so dass sie einer Ablenkung  des Zeigers einen entsprechend grossen Ver  drehungswiderstand entgegensetzen.  



  Das aus den weichen, biegsamen Bändern  19-20' bestehende Übersetzungsgetriebe     er.     gibt eine sehr leichte Beweglichkeit des  schwingbaren Systems. Die Anzahl der in       Winkel    gebogenen Bandverbindungen oder  Bandpaare 19, 20     beziehungQweise    19', 20'  kann beliebig gewählt werden; die Bandpaare  stehen vorzugsweise symmetrisch zur Dreh  achse des Zeigers.  



  In beiden beschriebenen Fällen hängt das  Übersetzungsverhältnis von der Grösse der  stumpfen Winkel a<I>c b,</I> beziehungsweise a'  <I>c' b'</I> ab. Da praktisch genommen alle Rei  bungswiderstände in den beweglichen Syste  men beseitigt sind, kann das Übersetzungs-           verhältnis    unbedenklich sehr gross gewählt  und die Empfindlichkeit des Instruments  entsprechend gesteigert werden.  



  Durch die senkrechte Anordnung der  Drehachse des Nullzeigers 27 ergibt sich,  wie schon erwähnt, der Vorteil, dass die Höhe  des Instruments von der Zeigerlänge unab  hängig wird. Die     betreffende    Anordnung hat  noch den weitern Vorzug, dass das schwing  bare     Nullzeigersystem    mittelst des Gegen  gewichts 29 so ausgeglichen werden kann,  dass die Einstellung des Nullzeigers nicht  durch     Schiefstellung    des Instruments     beein-          flusst    wird.  



  Um eine genaue     Kompensierung    zu  erhalten, muss dabei die das Gegengewicht  29     tragende    Verlängerung des Nullzeigers 27  in der Schwingungsebene des Zeigers etwas  nach der Seite, das heisst nach oben oder  unten umgebogen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Instrument zur Messung veränderlicher Kräfte, gekennzeichnet durch ein System von langgestreckten, im wesentlichen gleichge richteten, elastisch biegsamen Gliedern, das zwischen zwei unter Einwirkung der zu messenden Kräfte gegeneinander beweglichen Teilen des Instrumentes eingespannt ist, und mit einem Zeiger, dessen Drehachse der Längsrichtung der Glieder des genannten Systems im wesentlichen parallel ist, derart verbunden ist, dass der Zeiger unter Ein wirkung von Formänderungen des genannten Systems ausschlägt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Instrument nach Patentanspruch, bei wel chem die genannten biegsamen Glieder aus zwei federnden Bändern bestehen, die je in Winkel gebogen sind, dadurch gekenn zeichnet, dass die Bänder deren Knick- punkte mit dem Zeiger verbunden sind, in getrennten Ebenen gespannt sind, die in der Nullstellung des Zeigers im wesent lichen tangential stehen zu einer kreis zylindrischen Fläche, deren Achse mit der Drehachse des Zeigers zusammenfällt. 2. Instrument nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zeiger elastisch aufgehängt ist, so dass er sich in der Längsrichtung seiner Drehachse bewegen kann. 3. Instrument nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das System von ela stisch biegsamen Gliedern zugleich als elastische Aufhängevorrichtung für den Zeiger dient. 4.
    Instrument nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die elastisch bieg samen Glieder aus im Winkel gebogenen Federn bestehen, deren Knickpunkte durch ein steifes Verbindungsstück miteinander verbunden sind, welches Verbindungsstück als Träger für den Zeiger dient. 5. Instrument nach Unteranspruch 4, gekenn zeichnet durch Federn, welche auf den Zeiger eine Richtkraft ausüben und vom Gewicht des Zeigersystems entlastet sind. 6.
    Instrument nach Patentanspruch mit einem von den zu messenden Kräften beeinfluss- ten und durch Vermittlung des Systems von elastisch biegsamen Gliedern mit dein Zeiger verbundenen Organ, an dem der eine Schenkel einer am andern Ende im Gestell befestigten U-förmigen Blattfeder eingreift, die den zu messenden Kräften entgegen wirkt, dadurch gekennzeichnet, dass die biegsamen Glieder zwischen dem beweg lichen Schenkel dieser Blattfeder und das Gestell eingespannt sind.
CH130188D 1926-11-22 1927-11-19 Instrument zur Messung veränderlicher Kräfte. CH130188A (de)

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