CH130201A - Verfahren zum Erzeugen eines Gusseisens von 2,6-3,2% C-Gehalt und hoher Festigkeit im Kupolofen. - Google Patents

Verfahren zum Erzeugen eines Gusseisens von 2,6-3,2% C-Gehalt und hoher Festigkeit im Kupolofen.

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CH130201A
CH130201A CH130201DA CH130201A CH 130201 A CH130201 A CH 130201A CH 130201D A CH130201D A CH 130201DA CH 130201 A CH130201 A CH 130201A
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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C1/00Refining of pig-iron; Cast iron
    • C21C1/08Manufacture of cast-iron

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Description


      Verfahren        zum        Erzeugen        eines        Guteisens        von        2,6-3,2        %        C-Gehalt        und        hoher     Festigkeit im     ICupolofen.       Es ist bekannt,     dass    Gusseisen hoher       Festigkeit    (mindestens 28     kgfqmm)        dadurch     im     Kupolofen    :

  erzeugt werden kann, dass der  Kohlenstoffgehalt unter den für     Kupolofen-          c4sen    als normal anzusehenden von     3,8-3,5%          herabgedrückt    wird. Im Bestreben,     solches          Eisen    herzustellen, ist bereits vorgeschlagen  worden, eine     Gattierung    zu     verwenden    mit       bis    zu 20 % Stahlzusatz zum gewöhnlichen  Roheisen und     Gussbruch,    wobei in gewissen  Fällen die Hälfte dieses Prozentsatzes an  Stahl auch schon durch     kohlenstoffarmes     Eisen     erset=zt    worden ist.

   Das dabei erhaltene  Gusseisen besitzt aber nur eine Festigkeit  von     liöehstens    25     kg/qmm    und weist ferner  ein grobes     Graphitvorkommen,    sowie kein  rein     perlitisches    Gefüge auf. Um diese     Nach-          lcile    zu beseitigen, ist     _    auch schon     vorge-          .,chlagen    . worden, den Zusatz an Stahl  (Schrott) wesentlich höher, 50 % und mehr  der ganzen     Uattierung,    zu wählen, was eine:  sehr starke     Aufkohlung    erlaubt, aber auch  erheischt.

   Das bei     -#-nwenduno7    einer solchen         Gattierung    erhaltene Gusseisen weist die     ge-          wünschte    hohe     Festigkeit    auf, nur ist e  schwierig, beim Schmelzvorgang     ,den     wünschten     C-Gehalt    zu treffen.

   Fällt der       (\-Gehalt        2U.    klein aus, so ist dann das.     Guss-_     eisen entweder     unvergiessbar,    oder es zeigt  starke Neigung zur     Lunkerbildung;    ist da  gegen .der     C-Gehalt    zu gross, so geht dem  Eisen die     ge-v#,ünscht    e hohe     Festigkeit,        sowie     auch das     gewiinschte        perlitische    Gefüge ab.  Es wird ferner ein Eisen mit stark schwan  kendem     C-Gehalt    erhalten.

   Infolgedessen  eignet sich auch dieses Verfahren nicht zur  Herstellung eines     Qualitätsgusseisens.    Dage  gen hat es sieh gezeigt, dass ein solches Eisen   <      rhalten    wird, wenn ..erfindungsgemäss eise       Gattierung    verwendet     wird,    die aus     nicht     weniger     a.ls    30      /o        kohlenstoffarmem    Sonder  roheisen von etwa 2,5     %        C-Gehalt,    nicht  weniger als 10 %, aber auch nicht mehr als  30 % Stahl, beide Zusätze zusammen nicht  mehr als 70 % ausmachend,

   sowie aus nicht  weniger als<B>30</B> % gewöhnlichem Roheisen      und     Gussbruch    besteht, und wenn dabei die       Windmengge    in an sich bekannter Weise auf       -I-    10     %    einer einmal eingestellten Menge  konstant gehalten wird.  



  Um     da.s    Wesen der Erfindung dein Be  kannten gegenüber noch deutlicher zum Aus  druck zu bringen, sei .auf das beiliegende  Schaubild verwiesen, das die in Betracht  kommenden Verhältnisse sehr übersichtlich       erkennen    lässt. Das Schaubild . zeigt .ein  gleichseitiges Dreieck P,,     P.=,        P3,    dessen  Höhe PH,     bezw.        PZH2,        P,H,    = 100 Ein  heiten des gewählten Massstabes ist.

   Irgend  ein senkrechter Abstand von der Seite     P1,    P,  soll den Prozentgehalt einer     Gattierung    an       kohlenstoffarmemSonderroheisen,    irgend ein  senkrechter Abstand von der Seite P,,     P3    den  Prozentgehalt einer     Ga@ttierung    an gewöhn  lichem Roheisen und     Gussbruch,    und irgend  ein senkrechter Abstand von der Seite P2, P;

    den     Prozentgehalt    der     Gattierung    an Stahl       (Schrott)    angeben, so dass zum Beispiel der  Schnittpunkt     Sh    der drei Höhen     P,H,,        PZH2,          PuHz    des Dreiecks einer     Gattierung    ent  spricht, die aus je     3,31"    %     kohlenstoffarmem     Sonderroheisen, Schrott und gewöhnlichem  Roheisen und     Gussbruch    besteht.

   Punkte auf  der     Dreieckseite        P1,        P=    entsprechen     somit          Gattierungen,    die kein     kohlenstoffarmes     Sonderroheisen enthalten, während Punkte  auf der     Dreieckseite        P_.,        Pz,        Gattierungen    ent  sprechen, die kein Schrott, und Punkte auf  der     Dreieckseite        P1,        P,        Gattierungen    entspre  chen,

   die kein gewöhnliches Roheisen und  keinen     Gussbruch        enthalten.    Eckpunkt P,  entspricht einer     Gattierung,    die     ausschliess-          ,,--lieh    aus Stahl     besteht,    während     Eckpunkt    P,  einer     Gattierung    entspricht, die ausschliess  lich aus gewöhnlichem Roheisen und     Guss-          bruch,    und Eckpunkt     P3    einer     Gattier-ung     entspricht, die ausschliesslich aus kohlen  stoffarmem Sonderroheisen besteht.  



       Aus.    jeder     Gattierung    ergibt sich ein be  stimmter theoretischer Kohlenstoffgehalt.  Wenn zum Beispiel mit Kohlenstoffgehalten  für den Einsatz von 0,1 % für Stahl, 2,5 %  für     Sonderroheisen        und    von 3,7 % für     g@-          wöhnliches    Roheisen gerechnet wird, so liegt    der     C-Gehalt    für die verschiedenen Punkt  der     Dreieckseite    P,,     P2    zwischen 0,1 (Eck  punkt P,) und 3,7 %     (Eckpunkt        P::

  ),    für     dio          Punkte    der     Dreieckseite    P,,     P..    zwischen 3,7       (Eckpunkt        P2)    und 2,5     %    (Eckpunkt P;),  und für die Punkte der     I)rcieckseite    P,,     P;     zwischen 0,1 (Eckpunkt P,) und 2,5 %     (Eck-          punkt    Pol.

   Mit Hilfe des Trapezes P,,<I>D, E,</I>       P2,    dessen     Seiten    P,,<I>D</I> und     P2,    E     iu    einem  bestimmten Massstab dem Kohlenstoffgehalt  im Punkte P,     bezw.    P, entsprechen,     lä.sst    sich  für jeden Punkt der Seite P,,     P2    der für den  selben in Betracht kommende     C-Gehalt    be  stimmen, ähnlich wie eh die Trapeze     P2,    F.

    G,     P3        und        P;;,   <I>J.</I>     K,   <I>P,</I> in bezug auf die       Punkte    der Seite     Pi!,        P,;        be.zeu.        P3,   <I>P,</I> zu tun  gestatten. Die Linien konstanten Kohlen  stoffgehaltes verschiedener     Gattierungen    er  scheinen im Schaubild als unter sich paral  lele Gerade., wie durch     zlie        strichpunktierten     Linien angedeutet ist.

   Der effektive     C-Ge-          halt    des erschmolzenen Eisens liegt nun in  folge der natürlichen     Aufkohlung    beim       Schmelzprozess    immer einige     Zehntelprozent>     höher als der theoretische     C-Gehalt    der     Gat-          tierung.    Um also beispielsweise im erschmol  zenen Eisen einen     C-Gehalt    von 3,2 % zu er  zielen,     müssen        Gattierumgeu        gewählt    wer  den, die     etwa.    auf der     C-Linie    2,8 liegen.  



  In     ,dein    Schaubild werden     Gattierungen,     die neben gewöhnlichem Roheisen und     Guss-          bruch    höchstens 20 % Stahl enthalten, durch  Punkte dargestellt, die auf der Strecke L,  P, liegen. Werden bis zu 10 % eines maxi  malen Stahlzusatz von 20     '/o    durch kohlen  stoffarmes Sonderroheisen ersetzt, so werden  die betreffenden     Gattierungen    durch Punkte  dargestellt, die im schraffierten Dreieck L.

    <I>P2, N</I> liegen.     Gattierungen,    die mehr     als          50'/o    Stahl     (Schrott)    und als Rest gewöhn  liches Roheisen und     Gussbruch    aufweisen,  werden im     beschriebenen    Diagramm durch  Punkte dargestellt, die auf der Strecke P,.

         H"    liegen.     Gattierungen,    die gemäss vorlie  gender Erfindung nicht unter 30     %o        kohlen-          stoffarrnes    Sonderroheisen, sowie nicht we  niger     a.1,    10 0/ und nicht mehr als 30 %  Stahl, Rest     gewöhnlichesRoheisen    und Guss-           bruch,    aufweisen, entsprechen dagegen  Punkte, die innerhalb des schraffierten     Vier-          eckes        S,    T,<I>U,</I> V liegen, wodurch deutlich  zum Ausdruck kommt,

   dass bei der Ausfüh  rung des Gegenstand der Erfindung bilden  den Verfahrens ganz andere     Gattierungen     zur Verwendung kommen, als bei den ein  gangs:     erwähnten    bekannten Verfahren.  



  Der Preis; jeder     Gattiexung    fällt mit dem  Abstand des sie darstellenden Punktes von  den     Dreieckseiten        P2,        P3    (also mit wachsen  dem Stahlgehalt) und     P:,        Ps    (also mit wach  sendem Gehalt an gewöhnlichem     Roheisen     und     Gussbruch).        Gättierungen,    die in das  Dreieck<I>L,</I>     P2,   <I>N</I> fallen oder durch Punkte  der     Strecke        P"        H"    dargestellt werden, stel  len     :

  daher    ausgesprochen billige     CTattierun-          gen    dar, während in das Viereck     S,    T,<I>U, V</I>  fallende     Gattierungen    solche sind, bei denen  der Qualität grössere Bedeutung als dem  Preis beigemessen wird. würde die Viereck  seite T, U parallel gegen die     Dreieckseite        P_,          P#,    verschoben, so würde     da.s    erschmolzene  Eisen für     Gattierungen    in der Nähe von T  zu viel Kohlenstoff enthalten und auf der  ganzen Linie unnötig teuer werden.

   Auch  wenn die     Viereckseite        LT,   <I>V</I> parallel gegen  die     Dreieckseite        P1,        P.,    hin     verschoben    würde,       R7ürde    man ein unnötig     teures    Gusseisen er  halten.

   Würde dagegen die     Viereckseite        S.     1' parallel von der Dreiecksehe     P,        P.1     - v     veg,    also gegen die Spitze P, hin bewegt, so       würde    die,     Gattierung    einen zu tiefen     C-Ge-          halt    aufweisen, um sie für die gewünschte,  nur geringe     Aufk,)hlun <     geeignet zu machen,  während bei einem parallelen Verschieben  der     Viereckseite        .8',    T gegen die     Dreieckseite          Pl,

          P2    hin eine     unbomogene        Aufkohlung    und  somit eine schlechte Treffsicherheit in Kauf       genommen    werden müsste. Den innerhalb des       Viereckes        S,    T,     TI,    V fallenden     Gattierungen          kommen    also ganz bestimmte, sie für das Er  reichen des angestrebten     Zweckebesonders          geeignet    machende Vorteile     züz.    Der Grund,       warum    der durch das Viereck     S,    T, U, V     en;

  -          umgrenzte        Gattierungsbereich    bis jetzt noch  nicht praktisch verwendet. worden ist, dürft  mit dem Umstand zusammenhängen, dass    auch die     kohlenstoffärmste        Sehrott-Gattie-          rung    sich im     Kupolofen    praktisch auf min  destens etwa 2,5 %     aufkohlt,    was wohl dazu  verleitete, Stahl als einen dem     kohlenstof    (  armen Roheisen     gleichwertigen        Gattierungs-          zusatz    anzusehen, dem, da er viel billiger ist,  der Vorzug gebührte.

   Die Erkenntnis, dass  bei     Verwendung    eines hohen Prozentsatzes  von     kohlenstoffarmem    Roheisen als Bestand  teil der     Gattierung    eine wesentliche Verbes  serung in der Treffsicherheit bezüglich des  praktisch zu erreichenden Kohlenstoffgehal  tes erzielt wird, lässt nun aber gerade den  durch das Viereck     S,    T, U, V dargestellten       Gattierungsbereich    als besonders     wertvoll     erscheinen, da bekanntlich die     Vergiessbar-          keit    des Gusseisens mit.

   sinkendem     C-Gehalt     ausserordentlich rasch abnimmt und Fehl  ergebnisse im     C-Gehalt    unvermeidlich Aus  schussware ergeben.    Um vom Kohlenstoffgehalt der durch  das Viereck     rS\,   <I>T, U,</I> V dargestellten     Gat-          tierungen    auf den gewünschten Kohlenstoff  gehalt von 2,6 bis 3,2 % des zu erzeugenden  Gusseisens zu kommen, ist das weitere Erfin  dungsmerkmal anzuwenden, das darin be  steht, dass eine einmal eingestellte, bestimmte  Windmenge in den Grenzen     -%    10     %    kon  stant gehalten wird.

   Die     Konstanthaltung     der Windmenge kann in einfacher und  zweckmässiger Weise durch Veränderung der  Höhe der Beschickungssäule geschehen; es  brauchen dann in der Windleitung lediglich       -i#1essapparate    vorgesehen zu werden, wogegen  besondere Reguliervorrichtungen entbehrt  werden können.  



       Nach    dem Gegenstand der Erfindung bil  denden Verfahren gelingt es, ein Gusseisen  zu     ersehmel7en,    das sich nicht     mir    durch  seine vorzüglichen Festigkeitseigenschaften,  sondern hauptsächlich auch durch seine  gleichmässige Beschaffenheit und vorzügliche  Giessbarken auszeichnet. Es ist     hei    günstig  stem Koksverbrauch (im Mittel etwa. 10     '/o)     möglich, ein Eisen zu erhalten, das. in der  Rinne gemessen eine     Temperatur    von 1400'  bis 1450   C aufweist.

        Das erschmolzene Gusseisen zeigt die  kennzeichnenden Eigenschaften des niedrig       gekohlten    Materials; besonders bemerkens  wert ist die verhältnismässig geringe     Härt,,     und gute     Bearbeitbarkeit.    Die maximale     Bri-          nellhärte        beträgt    230 kg pro     mm    \. Der  Schwefelgehalt kann mit Leichtigkeit unter  0,1     9o,    das heisst viel tiefer als bei andern  Verfahren, gehalten werden.  



  Die Struktur dieses Gusseisens ist, abge  sehen von kleinen     Steatideinschlüssen,        reise          perlitisch.    Der Perlet ist     feinlamellax.    Der  Graphit liegt in Form von kleinen, dünnen,  schwach     gekrümmten    und schön gleichmässig  in der     perlitischen    Grundmasse     verteilten          Plättchen    vor.  



  Infolge der günstigen     Zusammensetzung          und        Strukturverhältnisse,    sowie infolge     ainer     guten     Desoxydation    und     Ent;

  aeung    besitzt  das nach dem neuen Verfahren hergestellte  Gusseisen sehr gute     Volumbeständigkeit    bei  höheren Temperaturen, sowie gute Bestän  digkeit gegen korrodierende erodierende     Ein-          fliesse.    Die Volumenbeständigkeit kann durch   entsprechende Abstimmung der Analyse     unrl     Zugabe von den     Karbidzerfall    verlangsamen  den Stoffen, wie zum Beispiel Chrom, Wol-         fram    und dergleichen, noch bedeutend     ver-          bessert    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Erzeugen eines Gttsseisen, von 2,6-3,2 % C-Gehalt und hoher Festig keit im Kupolofen, dadurch gekennzeichnet. dass eine Gattierung v erwendet wird, die aus nicht weniger als 30 % kohlenstoffarmeni Sonderroheisen von etwa 2,5 % C-Gehalt, nicht- weniger als 10 % und nicht mehr als 30 % Stahl, beide Zusätze zusammen nicht mehr als 70 % ausmachend, und aus nicht weniger als 30 % gewöhnlichem Roheisen und Gussbrucli besteht,
    und dass die Wind menge in an sich bekannter Weise auf -I-1.0 einer einmal eingestellten Menge konstant gehalten wird. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Konstanthaltung der Windmenge innerhalb der festgesetzten Grenzen durch Änderung der Höhe der Be schickungssäule erreicht wird.
CH130201D 1928-02-03 1928-02-03 Verfahren zum Erzeugen eines Gusseisens von 2,6-3,2% C-Gehalt und hoher Festigkeit im Kupolofen. CH130201A (de)

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