CH130203A - Gesinterte Hartmetallegierung. - Google Patents

Gesinterte Hartmetallegierung.

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CH130203A
CH130203A CH130203DA CH130203A CH 130203 A CH130203 A CH 130203A CH 130203D A CH130203D A CH 130203DA CH 130203 A CH130203 A CH 130203A
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Aktiengesellschaft Fried Krupp
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Krupp Ag
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  Gesinterte     Hartmetallegierung.       Den Gegenstand der Erfindung bildet eine  solche gesinterte     Hartmetallegierung,    die im  Bruch keine Poren aufweist, deren Durch  messer grösser als     l/loo    mm ist und das zu  ihrer Erzeugung dienende Verfahren. Diese  Legierung und die aus ihr hergestellten  Gegenstände (z. B.

   Werkzeuge und Arbeits  geräte) zeichnen sich vor den bekannten ge  sinterten     Hartmetallegierucrgen    und den aus  diesen gefertigten     Werkzeugen    und Arbeits  geräten ganz besonders dadurch aus, dass sie  neben der allen     Hartmetallegierungen    eigenen  aussergewöhnlichen Härte     eine    bisher un  erreichte Festigkeit und Zähigkeit aufweisen,  so dass zum Beispiel aus der neuen Legierung  hergestellte Drehstähle auch den bei Werk  zeugmaschinen unvermeidlichen stossartigen  Beanspruchungen sicher standhalten.  



  Als Ausführungsbeispiel des Erfindungs  gegenstandes soll erläutert werden, wie eine       Hartmetallegierung    hergestellt wird, die ausser       Wolframkarbid    5     %        Kobalt        enthält        und        die     im Bruch keine Poren aufweist, deren Durch-    messec grösser ist als     '/ioo    mm.

   Zunächst  werden die entsprechenden Mengen     Wolfram-          metalles    und     Kobaltmetalles    jede für sich in  einer Kugelmühle so gemahlen, dass die Grösse  jedes Teilchens des     Wolframmetalles    und des       Kobaltmetalles    kleiner wird als     1> < 10-i    mm.

    Das fein. gemahlene     Wolframmetall    wird so  dann im     Uraphittiegel    bei geringem Kohle  überschuss in einem mit Leuchtgas beheizten  Ofen bei oxydierender Atmosphäre     karburiert,     wobei ein vollkommen     graphrtfreies        Wolfram-          karbid        mit        etwa        5,2        bis        6,2        %        Kohlenstoff-          gehalt    entsteht. Selbstverständlich kann das       Karburieren    auch in anderer Weise erfolgen.

    Das so gewonnene     Wolframkarbid    wird er  neut in einer Kugelmühle so gemahlen, dass  die Teilchengrösse wieder kleiner wird als       1> < 10-'l    mm. Dieses feine     Wolframkarbid-          pulver    wird sodann mit dem feinen Kobalt  pulver innig gemischt und die Mischung  einem weiteren Mahlvorgang von sehr langer  Dauer (mindestens 50 Stunden) unterworfen.  Durch diesen dritten Mahlvorgang wird ein            Hoch        viel    innigere Mischung des Pulver  gemenges unter weiterer Verkleinerung der  Korngrösse erzielt.

   Nach Beendigung des  dritten Mahlvorganges befindet sich das Ge  misch in einem Zustand, bei dem anschei  nend .jedes     Karbidteilchen    von     einer    sehr  dünnen     Kobalthaut    überzogen ist. Aus dem  auf diese Weise hergestellten Pulvergemisch  wird sodann zwecks Herstellung eines     Werk-          zeuges    ein     Presskörper    gebildet, der die un  gefähre Endform des gewünschten Werk  zeuges oder Arbeitsgerätes zeigt.

   Dieser     Press-          körper    wird durch     Vorsinterung    bei etwa 700  bis<B>1100'</B> C, daran anschliessende Bearbeitung  mittelst Material wegnehmender Körper zur  Erzielung der genauen Endform und durch       Hochsinterung    bei etwa<B>1300</B> bis<B>16000</B> C  in ein die genaue Endform aufweisendes  Werkzeug umgewandelt, das neben einer  aussergewöhnlichen Härte eine bisher uner  reichte Festigkeit und Zähigkeit besitzt. Die  ganz besonders hohe Festigkeit und Zähig  keit verdankt die Legierung dabei dem Um  stand, dass sie im Bruch keine Poren er  kennen lässt, deren Durchmesser grösser als       1/10o    mm ist.  



  Die Anwendung des im vorstehenden er  läuterten dritten Mahlvorganges ist dabei ge  eignet, ein ganz besonders dichtes und dem  entsprechend widerstandsfähiges Erzeugnis  hervorzubringen.  



  Das zur Herstellung der     Hartmetallegie-          rung    verwendete Kobalt kann zum Beispiel  durch Eisen oder Nickel ersetzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Gesinterte Hartmetallegierung, dadurch ge kennzeichnet, dass sie im Bruch keine Poren aufweist, deren Durchmesser grösser als l/ioo mm ist. 1I. Verfahren zur Herstellung einer Hartmetall- legierung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung Teil chen von Schwermetallkarbiden und von mindestens einem weicheren Metall ver wendet werden, deren Korngrösse kleiner ist als 1X10-4 mm. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schwermetall und ein weicheres Metall jedes für sich bis zur Erzielung der angegebenen Korngrösse ge mahlen, das Schwermetall sodann karbu- riert, das so erzeugte Karbid wieder bis zur Erzielung der angegebenen Korngrösse gemahlen, das gemahlene Karbidpulver und das Pulver aus dem weicheren Metall innig gemischt und zu Presskörpern ge formt werden, die gesintert werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Pulver nach der Mischung einem dritten Mahlvorgang von sehr langer Dauer unterworfen werden.
CH130203D 1926-10-25 1927-10-12 Gesinterte Hartmetallegierung. CH130203A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE754988C (de) * 1930-08-22 1952-10-20 Siemens & Halske A G Durch Pressen und Sintern hergestellte Hartlegierung
DE874725C (de) * 1937-06-22 1953-04-27 Eisen & Stahlind Ag Schneidwerkzeug aus einem gesinterten Pulvergemisch
DE9402109U1 (de) * 1994-02-09 1994-03-31 Maartens Kleinmetaal B.V., Haarlem Rotationsschneidwerkzeug

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE754988C (de) * 1930-08-22 1952-10-20 Siemens & Halske A G Durch Pressen und Sintern hergestellte Hartlegierung
DE874725C (de) * 1937-06-22 1953-04-27 Eisen & Stahlind Ag Schneidwerkzeug aus einem gesinterten Pulvergemisch
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