CH130274A - Stempeldruckmaschine. - Google Patents

Stempeldruckmaschine.

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CH130274A
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Jean Hegnauer
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Jean Hegnauer
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  Stempeldruckmaschine.    Den Gegenstand der Erfindung bildet eine  Stempeldruckmaschine, wie sie beispielsweise  zum Frankieren von Briefpostsendungen ver  wendet wird. Bei den bekannten Frankier  maschinen, bei welchen die Wertstempel auf  dem Unifang eines drehbaren, radförmigen  Trägers angeordnet sind, besteht der Übel  stand, dass die Stempel nur je für einen be  stimmten Wert verwendbar sind. Eine Fran  kiermaschine, die für jeden beliebigen Wert  verwendbar ist, hat gegenüber den Maschinen  mit gegebenen Stempelwerten den Vorzug,  dass bei einer Änderung der Frankierwerte  die Stempel nicht unbrauchbar werden und  nicht durch andere ersetzt werden müssen;  was stets mit einem     Betriebsunterbruch    und  mit Kosten verbunden ist.

   Das Anwendungs  gebiet einer auf beliebige Werte einstellbaren  Stempeldruckmaschine ist ferner nicht auf  die     Verwendung    zum Frankieren von Brief  post beschränkt, wie die bisher bekannten  Maschinen dieser Art, sondern sie kann überall  da benützt     werden,    wo beliebige Zahlen auf    Bescheinigungen, Rechnungen und so weiter  gegebenenfalls doppelt aufgedruckt werden  müssen.  



  Die Erfindung betrifft nun eine Stempel  druckmaschine mit einstellbarem Zahlenwert.  Bei dieser Maschine ist jede Ziffer des Zahlen  teiles des Stempelbildes auf einem eigenen  Druckstock angeordnet, welche Druckstöcke  je einer von parallel zueinander verschieb  baren     Druckstockreihen    angehören, wobei  Mittel vorhanden sind, um in eine bestimmte  Stellung gegenüber einer     Öffnung    des den  andern Stempelteil aufweisenden Trägers ein  gestellte Druckstöcke quer zur Bewegungs  richtung der     Druckstockreihen    in die ge  nannte Öffnung hinein bewegen, in der Ar  beitsstellung festhalten und aus derselben  zurückziehen zu können.

   Zusatzstempel zu  einem Frankierstempel können in die gleiche  oder annähernd gleiche     Radialebene    auf dem  Umfang eines Druckzylinders verteilt sein,  so dass die Länge des Farbwerkes verhält  nismässig kurz gewählt wird, was für die      gleichmässige Einfärbung der Druckfläche vor  teilhaft ist.  



  Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungs  beispiele der Stempeldruckmaschine soweit  dargestellt, als zum Verständnis der Erfin  dung erforderlich ist.  



       Fig.    1 ist eine Ansicht mit teilweise weg  gebrochenem Druckzylinder, in     Fig.    2 von  unten gesehen,       Fig.    2 ein Querschnitt nach Linie     II-II     der     Fig.    1, jedoch aufgerichtet,       Fig.    3 ein Längsschnitt nach Linie     III-III     der     Fig.    1;       Fig.    4 zeigt eine Einzelheit;       Fig.    5 und 6 zeigen einen Teil einer  zweiten     Ausführungsform    im Längsschnitt  und in Ansicht.  



  Nach dem in den     Fig.    1-4 veranschau  lichten Ausführungsbeispiel besitzt der zur  Hauptsache aus einem zylindrischen Rohr 1  bestehende Druckzylinder auf seinen äussern  Umfang aufgesetzte     Druckflächen    2, 3 und 4,  die mit den üblichen, nicht gezeichneten  Prägungen versehen sind.

   Der Druckzylin  der und die den Rahmenteil des Stempel  bildes aufweisende     Druckfläche    2 sind mit  einer - rechteckigen, mit ihren Längsseiten  quer zur Zylinderachse liegenden     Durchbre-          chung    5 versehen, in welche gewöhnlich vier  Zahlendruckstöcke     a,   <I>b, c,</I>     d    aus dem Innern  des Zylinders hineinragen, die je einer Reihe  6, 7, 8, 9 von Zahlendruckstöcken angehören.

    Jede     Zahlendruckstockreihe    ist zwischen zwei  parallelen, flachen Führungsstangen 10 an  geordnet, die an dem in     Fig.    1 und 3 untern  Ende durch ein Stück 11 miteinander ver  bunden und am obern Ende an einer ge  meinsamen Schubstange 12,     bezw.    13, 14,       bezw.    15 befestigt sind. Die Schubstangen  12, 13, 14, 15 und die zugehörigen Führungs  stangen 10 sind unmittelbar aneinander lie  gend, zwischen den beiden Wangen eines im  Querschnitt     H-förmigen,    in den Druckzylinder       eingepassten    Gestelles 16 so eingelegt, dass  sie zusammen mit der zugehörigen Zahlen  reihe unabhängig voneinander in der Längs  richtung verschoben werden können.

   Die  Grösse, der Bewegung der Schubstangen gibt    das Mass, um welches die Zählrollen einer  nicht dargestellten Zählvorrichtung gedreht  werden. Die Schubstangen sind an dem in  Fix. 1 obern Ende mit je einem durch einen  Längsschlitz 17 des Zylinders 1 hindurch  ragenden zugleich als Einstellgriff und -Zei  ger dienenden Ansatz 18 versehen, welcher  gestattet, die betreffende Schubstange auf  irgend eine Stelle einer längs dem zugehöri  gen Schlitz 17 laufenden Einteilung einzu  stellen, derart, dass der gewünschte Zahlen  druckstock in der Ebene der     Durchbrechung    5  sich befindet. In allen andern Stellungen  sind die Zahlendruckstöcke gegen eine Be  wegung quer zur Längsachse des.

   Druck  zylinders gesichert, indem sie einerseits mit  ihrer Bildfläche an der Innenwandung des  Druckzylinders und anderseits mit ihren Schul  terflächen 19 an den Führungsstangen 10 an  liegen. Am innern Ende ist jeder Zahlen  druckstock mit einem     Stösser    20 versehen,  der an seinem freien Ende einen Kopf 21  aufweist. Die     Stösser    20 jeder Druckstock  reihe ragen durch einen gemeinsamen Längs  schlitz 22 im Steg des Gestelles 16 hindurch.  Letzteres ist an seinen Wangen in der Ebene  der     Durchbrechung    5 mit einem Schlitz 23  versehen, in welchem ein Schieber 24 ver  schiebbar geführt ist.

   Auf -der dem Gestell  steg nähern Längsseite weist der Schieber 24  für den Durchgang, beziehungsweise zur Auf  nahme der freien     Stösserenden    vier aussen  verengte     Ausnehmungen    25 auf. Durch zwei  Federn 26 wird der Schieber 24 stets in  seiner innern Endstellung gehalten. An einem  Gelenkstift 27 des Schiebers 24 greift unter  Vermittlung eines     Lenkers    28 ein zweiarmi  ger, um den Zapfen 29 drehbarer     Iiebel    30  an, welcher mit seinem in     Fig.    3 obern Ende  an einem Exzenter 31 anliegt.

   Die Achse  desselben trägt einen     Drehgriff    32, welcher  in einer auf der Aussenseite des Zylinders  angeordneten, auf der Zeichnung jedoch nicht  ersichtlichen Nische versenkt ist.     Mittelst     des     Griffes    32 kann das Exzenter 31 gedreht  und dadurch der Hebel 30 mit dem Schie  ber 24 betätigt werden, welch letzterer da  bei so verschoben wird, dass die mit ihm      gekuppelten Zahlendruckstöcke in die Durch  brechung 5 hineingeschoben oder aus der  selben zurückgezogen werden.

   Befinden sie  sich in der     Durchbrechung    5, so schliessen  sie aussen bündig mit der Druckfläche 2 ab,  so dass sie beim Drehen des an beiden in  den Seitenwänden eines Gehäuses 33 mittelst  Achszapfen gelagerten Druckzylinders 1 durch  die     Einfärbwalze    34 des an sich bekannten       Farbwerkes    35 mit Farbe versehen werden  und mit den Druckflächen 2, 3 und 4 auf  einem Brief oder auf einer Karte oder der  gleichen zum Abdruck gelangen, welcher  mittelst einer auf- und     abbeweglichen    Gegen  druckrolle 36 von unten an den Druckzylin  der angedrückt wird.

   Will man eine Franka  tur mit     anderm    Wert zum Abdruck bringen,  so werden durch entsprechendes Drehen des  Griffes 32 die in     Arbeitsstellung    befindlichen  Zahlendruckstöcke aus der     Durchbrechung    5  zurückgezogen. Hierauf kann jede     Zahlen-          druckstockreihe    für sich eingestellt werden.  Durch nochmaliges Drehen des Handgriffes  um eine halbe Umdrehung werden alle sich  mit der     Durchbrechung    5 deckenden Zahlen  druckstöcke vom Schieber 24 in die Öffnung 5       hineinbewegt,    das heisst in Arbeitsstellung  gebracht.  



  Die in     Fig.    5 und 6 dargestellte Aus  führungsform unterscheidet sich der     vorbe-          schriebenen    gegenüber nur dadurch, dass die  Druckfläche 2 mit zwei gleichen Durch  brechungen 5 und jeder Zahlendruckstock     a     mit zwei gleichen, eine in der Längsrichtung  des Druckzylinders verlaufende Reihe bilden  den Zahlentypen a' versehen ist. Diese Aus  führungsform eignet sich überall da, wo zwei  gleiche Zahlen gleichzeitig auf einen Brief,  Karte usw. und auf einen Kontrollschein ab  gedruckt werden müssen und bedingt keinen  grösseren Durchmesser und keine grösseren  Abmessungen des Gehäuseprofils und des  Farbwerkes.

   Namentlich der letztere Um  stand ist von Vorteil gegenüber bekannten  Maschinen mit radförmigem Stempelträger,  da die beschränkten Abmessungen des Druck  feldes auf einem Brief oder vorgedruckten  Schein keine nennenswerte Vergrösserung der    Druckflächen zulässt und mit einer Vergrösse  rung der Druckfläche die Schwierigkeit zur  gleichmässigen Einfärbung derselben wächst.  



  Statt zylindrisch und drehbar könnte der  Träger, der den Rahmen des Stempelbildes  aufweist, flach und feststehend sein, oder       segmentartig    und schwenkbar, doch hat die  zylindrische Form den Vorteil, dass die Er  zeugung des Abdruckes mit grösserem spe  zifischen Druck und geringerem Kraftaufwand  erfolgen kann, weil die momentane Druck  fläche nur eine Wälzlinie ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Stempeldruckmaschine mit geteiltem, einen Zahlenteil und einen Rahmenteil aufweisen den Stempelbild, von dem der eine Teil ge genüber dem andern quer zur Druckfläche verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass jede Ziffer des Zahlenteils auf einem eigenen Druckstock angeordnet ist, welche Druck stöcke je einer von parallel zueinander ver schiebbaren Druckstockreihen angehören, wo bei Mittel vorhanden sind, um in eine be stimmte Stellung gegenüber einer Öffnung des den andern Stempelteil aufweisenden Trägers eingestellte Druckstöcke quer zur Bewegungsrichtung der Druckstockreihen in die genannte Öffnung hinein bewegen, in der Arbeitsstellung festhalten und aus derselben zurückziehen zu können. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Stempeldruckmaschine nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch einen hoh len, drehbaren Druckzylinder, der in sei nem Innern die verstellbaren Zahlendruck stöcke enthält, die in einer bestimmten, senkrecht zur Zylinderachse stehenden Ebene, in eine Öffnung am Umfang des Druckzylinders geschoben werden können, so dass sie mit der den andern Stempel teil aufweisenden Druckfläche bündig sind. 2. Stempeldruckmaschine nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Träger für die Zahlendruckstöcke mit der Zylinderachse gleichlaufende verschiebbare Stangen die- nen, auf denen die Zahlendruckstöcke in der Längsrichtung aneinander gereiht sind. 3.
    Stempeldruckmaschine nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass jeder Druck- stock zwei oder mehr bleiche, eine in der Längsrichtung des Druckzylinders ver laufende Reihe bildende Zeichen besitzt.
CH130274D 1927-01-15 1928-01-13 Stempeldruckmaschine. CH130274A (de)

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DEB129213D DE464363C (de) 1927-01-15 1927-01-15 Stempeldruckmaschine, besonders zum Frankieren von Briefen

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CH130274A true CH130274A (de) 1928-11-30

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CH130274D CH130274A (de) 1927-01-15 1928-01-13 Stempeldruckmaschine.

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DK40960C (da) 1929-10-21
DE464363C (de) 1928-08-16

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