CH130312A - Bremsanordnung für Gleichstrom-Reihenschlussmotoren. - Google Patents

Bremsanordnung für Gleichstrom-Reihenschlussmotoren.

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CH130312A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Bremsanordnung für     Gleichstrom-Reihenschlullmotoren.       Im elektrischen Bahnbetriebe werden die  als Generatoren geschalteten Antriebsmoto  ren häufig zum Bremsen herangezogen. Der  hierbei erzeugte Strom kann entweder in das  Netz zurückgeliefert oder in Widerständen  vernichtet werden. Es können auch beide  Bremsarten in dem gleichen Fahrzeug an  gewendet werden, und zwar derart,     da.ss        heim     Vorhandensein der erforderlichen Spannung  eine Nutzbremsung, bei nicht genügender  Spannung dagegen eine     Kurzschlussbrem-          sung    stattfindet.

   Die     Umschaltung    von  einer     Bremsart    auf die andere wird selbst  verständlich ihrem Zweck entsprechend aus  gebildet.  



  Die Erfindung, welche sich auf derartige  Schaltungen bei Verwendung mehrerer Mo  toren beziehen soll,     maeht    es sich zur Auf  gabe, auch dann noch eine elektrische Brem  sung zu erzielen, wenn der Bremskreis, sei  es bei der Nutzbremsung oder der Kurz  schlussbremsung, durch irgend einen Um  stand, beispielsweise durch den Bruch eines    Feld- oder Ankerdrahtes der Motoren, un  terbrochen ist.

   Erfindungsgemäss wird dies  bei einer Bremsanordnung für     Gleichstrom-          Reihenschlussmotoren    mit     Kurzschluss-    und       Nutzbremsschaltung,    insbesondere für Bahn  betriebe, bei der die Anker und     Felder    der  Motoren in getrennten Zweigen hinterein  ander liegen, dadurch erreicht, dass die Ver  bindungsleitungen der Ankergruppen mit  den Verbindungsleitungen der einzelnen     Fel-          dergruppen    durch eine Ausgleichsleitung ver  bunden sind, so dass     wenigstens    zwei von  einander unabhängige     Bremsstromkreise    ge  bildet werden,

   deren Anker und Felder je  den gleichen     Motorgruppen    angehören.  



  In der -Zeichnung     ist    ein Ausführungs  beispiel der Erfindung dargestellt, in dem  jede Motorgruppe der Einfachheit halber  nur aus einem Motor besteht. Es bedeuten  <I>a</I> und<I>b</I> die Anker der Motoren, c und<I>d</I>  die Motorfelder, e und f die beiden Wider  standssätze,     h    einen     selbsttätigen    Schalter,  t einen mit dem Netz verbundenen Punkt      und g die Erde.     Mit        z#    ist. eine     @7erbindungs-          leitung    bezeichnet, welche von einem zwi  schen den Ankern liegenden Punkt zu einem  zwischen den mit den Widerständen in Reihe  geschalteten Feldern liegenden Punkt führt.

    Werden die als .Stromerzeuger geschalteten  Maschinen von den Achsen des abzubremsen  den Zuges oder Fahrzeuges angetrieben, und  erzeugen sie hierbei eine     Spannung,    welche  die vorhandene     Netzspannung    um einen ge  wissen     festgelegten    Betrag überwiegt, so  schliesst der     selbsttätige    Schalter     k    in be  kannter Weise seine Kontakte und verbin  det dadurch die beiden Anker     a    und<I>b</I> mit  dem Netz t, so dass eine     Stromrücklieferung     in das Netz     stattfinden    kann.  



  Falls nun im Anker oder im Felde eines  der Motoren ein Drahtbruch und damit eine  Unterbrechung des Bremskreises     stattfindet,     so wird der Schalter     12    sofort abfallen oder  nicht erst einrücken und eine Abtrennung  der Motoranker von dem Netz herbeiführen       bezw.        aufrechterhalten.    Der andere unver  letzte Motor wird     trotz    der Unterbrechung  des     Rückgewinnkreises    sofort lediglich un  ter Benutzung des Zwischenleiters     v    ohne  Umschaltung irgendwelcher Schaltgeräte  oder dergleichen in einem eigenen Kurz  schlussbremskreis liegen.

   Dieser Bremskreis       verläuft    für den einen Motor über den     An-          her    a., den Widerstand e,     da.s    Feld c und den  Leiter v und für den andern Motor über den  Anker<I>b,</I> den Leiter<I>v,</I>     den.    Widerstand     f    und  das Feld d. Bei dem dargestellten Schal  tungsbeispiel verläuft bei ordnungsmässigem       Zustand    der Anlage auch der     Kurzschluss-          Bremsstrom    über beide Anker b und a, den  Widerstand e, das Feld c, den Widerstand F  und das Feld d.  



  Bei den neuen     Bremsanordnungen    sind  somit Anker und Felder der Motoren auf  die einzelnen     Nurzschlussbremskreise    so ver  teilt, dass Anker     und    Felder derselben       Motorgruppen    in demselben     Kurzschluss-          bremskreis    angeordnet sind, während die  Ankergruppen einerseits und die Felder  gruppen anderseits hintereinander zwischen  die Netzpole     gelegt    werden können.

   Hier-    durch wird erreicht, dass die Kreise vonein  ander unabhängig werden, was trotz des  Ausgleichsleiters nicht erreicht werden würde,       Nenn    Anker und Felder ein und desselben  Motors verschiedenen Kreisen zugeteilt wä  ren, wie es beispielsweise bei der bekannter.       Kreuzschaltung    der Fall ist. Denn bei aus  bleibendem     Kurzschlussstrom    in einem An  ker würde bei dieser Schaltung auch das  Feld des     andern        Kurzschlusskreises        urerregt     bleiben.  



  An Stelle der einzelnen Motoranker und       -felder    können natürlich auch Gruppen von  solchen in entsprechender Weise geschaltet  werden. Auch können bei Verwendung von  mehr als zwei Motoren zwischen je zwei An  kern und je zwei entsprechenden Feldern  Verbindungsleitungen der beschriebenen Art  liegen. Mit Rücksicht auf die     Einzelkreise     der     Motoren    beim     Bremsen    ist es bei dieser  Schaltung erforderlich, für jeden Motor       bezw.    jede Motorgruppe     einen    besonderen       Satz    von Widerständen vorzusehen, die so  wohl beim Anlassen, als auch beim Bremsen  benutzt werden.

   Die Anordnung der Wider  stände ist zweckmässig so getroffen, dass sie  beim Fahren parallel liegend den Motoren  oder     Motorgruppen    vorgeschaltet sind, wäh  rend sie bei der     Rückstrombremsung    hinter  einander liegen. Die Widerstände sind hier  bei so zu bemessen, dass sie hintereinander       geschalteti    den für die     Rückstrombremsung     erforderlichen     Okmwert    ergeben.  



  Eine besonders günstige     und    vorteilhafte  Wirkung der Schaltung ergibt sieh beim  sogenannten Durchreissen der Kurbel in die  letzten Bremsstellungen, die sich wie folgt       erklärt:    Wenn plötzlich eine starke Brems  wirkung auftritt:

  , so ergibt sich, insbeson  dere wenn sie durch das vom Führer     ver-          anlasste    Sandstreuen an den Vorderachsen       herrührt,    an den vordern Achsen des Wa  gens eine stärkere Adhäsion als an den Hin  terachsen, da infolge der     Trägheitswirkung     und des über den Achsen liegenden Schwer  punktes ein Kippmoment um die Vorder  achse entsteht, das nahezu ein Abheben der      Hinterachse von den Schienen und ein     Sen-          ken    des Wagenvorderteils zur Folge hat.

         Pa    von den Motoren einer mit der Vorder  achse, der andere mit der     Hinterachse    zu  sammenarbeitet, so kann in diesem Falle  beim Fehlen des Ausgleichsleiters, also bei  der gewöhnlichen     Hintereinanderschaltung     der Anker, der Hintermotor durch die man  gelhafte oder ganz fehlende Adhäsion in  sehr kurzer Zeit bis zum Stillstand abge  bremst werden und darauf in umgekehrter  Drehrichtung als Motor laufen. Hierbei wird  er von dem als Generator arbeitenden Vorder  motor gespeist, so dass seine ganze Spannung       aufgezehrt    und der Strom infolge der nun  mehr im Kreise befindlichen     Gegen-EMK     erheblich herabgedrückt     wird.     



  Ist dagegen ein Ausgleichsleiter gemäss  der Erfindung     verwendet,    so kann zwischen  den Punkten, die er verbindet, kein Span  nungsunterschied entstehen, wie er zum An  trieb des     Hinterachsenmotors    in der beschrie  benen Weise erforderlich ist. In dem be  trachteten Falle arbeitet vielmehr jeder Mo  tor als Generator im eigenen Kurzschluss  kreise und liefert automatisch eine Brems  leistung. wie sie der jeweiligen Adhäsion der  ihn antreibenden Achse entspricht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Bremsanordnung für Gleichstrom-Reihen- schlussmotoren mit Kurzschluss- und Nutz- bremsschaItung, insbesondere für Bahnbetrieb, bei der die Anker und Felder der Motoren in getrennten Zweigen hintereinander liegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbin dungsleitungen der Ankergruppen mit den Verbindungsleitungen der einzelnen Felder gruppen durch eine Ausgleichsleitung ver bunden sind, so dass wenigstens zwei von einander unabhängige Bremsstromkreise ge bildet werden, in deren jedem Anker und Felder der gleichen Motorgruppe angehören.
    UNTERANSPRUCH: Bremsanordnung für Gleichstrom-Reihen- schlussmotoren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Motorgruppe ein Satz Widerstände zugeordnet ist, die wäh rend des Anlassens in Parallelschaltung vor den Motorgruppen liegen,, bei der Rückstrom bremsung dagegen zur Erreichung des er forderlichen Ohmwertes hintereinander ge schaltet sind.
CH130312D 1926-12-24 1927-12-19 Bremsanordnung für Gleichstrom-Reihenschlussmotoren. CH130312A (de)

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