CH130485A - Verfahren zur Herstellung eines korrosionsfesten Gegenstandes aus einer korrodierbaren Aluminiumlegierung und nach diesem Verfahren hergestellter korrosionsfester Gegenstand. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines korrosionsfesten Gegenstandes aus einer korrodierbaren Aluminiumlegierung und nach diesem Verfahren hergestellter korrosionsfester Gegenstand.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines korrosionsfesten Gegenstandes aus einer korrodier- baren Aluminiumlegierung und nach diesem Verfahren hergestellter korrosionsfester Gegenstand. Besonders feste Aluminiumlegierungen sind für manche Zwecke dem reinen Alumi nium sehr überlegen und werden in ständig steigendem Masse für verschiedene Konstruk tionszwecke, zum Beispiel für Flugzeugbau verwendet, wo geringes Gewicht und hohe Festigkeit erste Erfordernisse sind. Manche dieser Legierungen leiden mehr oder weniger rasch unter den korrodierenden Einflüssen etwa des Seewassers oder auch nur der Atmosphäre.
Die wichtigsten dieser Legierungen sind die, welche Kupfer, Magnesium, Silzium, Mangan und Zink in wechselnden Zusammen setzungen und Mengenverhältnissen enthalten und eine Wärmebehandlung zur vollen Ent wicklung ihrer erhöhten Festigkeit und damit verbundenen physikalischen Eigenschaften verlangen. Manche .dieser Legierungen erfor dern nur eine Wärmebehandlung, andere aber noch ein anschliessendes Lagermassen bei erhöhter Temperatur. Gewisse Legie rungen letzterer Type-haben zwar sehr wert volle Eigenschaften, doch hat sich gezeigt, dass diese künstliche Alterung im allge meinen den Widerstand gegen Korrosion ver ringert.
Mannigfache Verfahren sind bereits vor geschlagen, um Aluminiumlegierungen mit reinem Aluminium oder sonstigem korrosions festem Metall zu überziehen. So hat man zum Beispiel vorgeschlagen, einen Alumi- niumlegierungs#block mit Aluminiumblechen zu belegen und das Ganze heiss oder kalt auszuwalzen. Dieses Verfahren hat ernste Nachteile und hat nie zum wirtschaftlichen Erfolge geführt.
Es ist so gut wie ausge schlossen, dabei gute Haftung zu erzielen, -da Oxyd, Schmutz, 01 usw. eine Bindungsbe rührung zwischen den Metallen verhindern, und, selbst wenn die Metalle sich an zer streuten Punkten verschweissen oder verei nigen, Lufteinschlüsse vorhanden sind, die bei der späteren Wärmebebandlung Blasen- bildung verursachen. Auch ist es schwierig, bezw. unmöglich, ein Schlüpfen oder Gleiten der Ü.berzugsplatte am Legierungskörper beim Auswalzen beider zu verhindern.
Diese Schlüpfung sucht nicht bloss die Anhaftung zu zerstören, sondern bedingt auch Ungleich förmigkeit des Überzuges. ain fertigen Gegen stande.
Ein neuerdings vorgeschlagenes Verfah ren besteht darin, dass man einen Block aus Aluminiumlegierung giesst und ihn dann durch Umgiessen mit reinem Aluminium überzieht, worauf der Verbundblock in be kannter Art weiterverarbeitet wird. Dieses Verfahren bietet verschiedene Schwierig keiten, welche die Durchführung im Kleinen ernstlich stören und im Grossen vollkommen unwirtschaftlich machen. Eine der Haupt schwierigkeiten liegt in dem Giessen einer relativ dünnen Aluminiumschale um einen die Wärme gut leitenden Block. Das Alu minium erstarrt dabei so rasch, dass eine gute Haftung nicht erzielt wird und oft Stellen mit mangelhafter Verschweissung sich er geben.
Auch ist wegen der raschen Er starrung des Metalles nur wenig oder gar keine Zeit für das Entweichen darin gelösten Gases, und wenn Luft beim Giessen ein geschlossen wird, so entstehen Blasen. Alle diese Faktoren wirken dahin, ein schlechtes Zusammenhaften der beiden metallischen Schichten des fertigen Gegenstandes, sowie Blasigkeit des mit Wärme behandelten Gegenstandes herbeizuführen.
Die Erfindung schafft nun ein brauch bares Verfahren zur Herstellung korrosions fester Gegenstände aus korrodierbaren Alu miniumlegierungen durch Überziehen mit einer anhaftenden Schicht aus korrosions festem Material, welches mindestens in der Hauptsache aus Aluminium besteht, in der Weise, dass die Aluminiumlegierung, zweck mässig in einer sehr gut. ' wärmeleitenden Form, in Berührung mit mindestens einer Platte aus dem korrosionsfesten Material ge gossen und der so gebildete Gegenstand dann einer Druck- und Wärmebehandlung unter worfen wird.
In der praktischen Ausführung des Ver fahrens werden vorzugsweise Aluminium- platten als Belag in eine Form eingebracht, was aber nicht immer an allen vier Seiten derselben zu geschehen braucht. Gewöhnlich genügt das Auskleiden von zwei gegenüber liegenden Flächen der Form. Die Form soll die Wärme so gut absorbieren und ableiten können, dass eben nur eine Oberflächen schmelzung der Aluminiumplaüten eintritt. Wassergekühlte Eisenformen haben sehr be friedigt. Beim Giessen ist es vorteilhaft, die Aluminiumlegierung nicht direkt gegen die Metallplatte zu giessen, da. diese sonst durch locht wird.
Sind die verwendeten Platten in normalem Masse rein und fettfrei, so ist zur Erzielung guter Haftung keine weitere Behandlung nötig.
Die durch das Giessen erzielte Anfangs bindung wird durch Wärme und Druck, zun: Beispiel durch ZVarmwalzung vervollstän digt;, wodurch alle Stellen, an denen etwa noch keine gute Haftung zwischen Block und Blech besteht, in geite Berührung und Bin dung gebracht werden.
Bei dieser Behandlung und auch bei der anschliessenden Wärmebehandlung wird zweckmässig dafür Sorge getragen, dass ein übermässiges Diffundieren von Legierungs bestandteilen in das Aluminium verhindert wird. Dies kann zum Beispiel dadurch ge schehen, dass' man diese Behandlung bei mög lichst tiefer Temperatur durchführt und nicht unnötig lange ausdehnt. Vorteilhaft ist man darauf bedacht, dass der Schmelzpunkt des Legierungseutektikums nicht erreicht wird.
Für die Belagsplatten wird vorzugsweise Aluminium grösstmöglicher Reinheit verwen det, doch genügt in manchen Fällen ge wöhnliches Handelsaluminium, und in man- ehen Fällen kann es erwiinscht sein, irgend welche von den bekannten korrosionsfesten Legierungen zu verwenden. Die Dicke der verwendeten Platte schwankt je nach Grösse des Blockes und Dicke des herzustellenden Bleches oder sonstigen Gegenstandes.
Als Beispiel sei erwähnt, dass eine Alu <B>O,J3</B> miniumlegierung mit 3,33 % Kupfer, Silizium, 0,40 % Mangan, 0,49 % Magnesium und 0,34 % Eisen in eine Eisenform ge gossen wurde. von der zwei Flächen mit elek trolytisch gefeintem Aluminium von 99,95 Reinheit ausgekleidet waren. Dieser Block wurde warm auf 4,7 mm gewalzt, bei<B>250'C</B> nreglüht, kalt auf 1,6 mm gewalzt und sehliesslieh einer Wärmebehandlung bei <B>520' C</B> in einem Nit.ratbade unterworfen und in kaltem Wasser abgelöscht. Die Ober- fläehe des Bleches sah weit besser als bei den bisherigen Erzeugnissen aus.
Die mikro skopische Prüfung ergab keine Unstetig keiten zwischen der Legierung und dem Reinaluminiumüberzug, und die Diffusion des Kupfers war gering.
Nach einwöchiger Lagerung bei Zimmer- temperatur wurden Proben aus diesem Blech einem Salzlösungsnebel von ?0 % zusammen mit unüberzogenen Proben derselben Legie rung ausgesetzt. Nach achtWoc-hen hatten die unübc@rzogenen Proben 13,6 % an Zugfestig- keit verloren, und die Dehnung, auf 5 cm ;gemessen, hatte sich von 20,4 % auf 7,0 vermindert.
Die überzogenen Proben aber zeigten keinen Verlust an Zugfestigkeit oder Dehnung.
Das Verfahren nach der Erfindung er möglieht nicht bloss die Herstellung korro sionsfester C#egenstände aus Aluminiumlegie- rung, sondern bedeutet auch einen sehr w e- ,entliehen technischen Fortschritt für die Verarbeitung der oben erwähnten Legierun- gen. So begegnet man zum Betsiel beire Walzen von Blöcken der bei obigem Versuch erwähnten Art grossen Schwierigkeiten durch stets eintretendes Einreissen der Oberflächen beim Walzen. Wird solch ein Block mit ein gerissener Oberfläche zu Blech gewalzt, so ist dieses minderwertig.
Daher musste man bisher nach ernstlicher Rissbildung mit dem Walzen aufhören und die Oberflächen um etwas mehr als die Risstiefe wegfräsen. Die= ist teuer, verlangsamt die Fabrikation und ergibt Metallverlust.
Die Erfindung vermeidet auch diesen Nachteil und ergibt obendrein ein besseres Aussehen der Oberfläche am fertigen Blech.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung eines korro sionsfesten Gegenstandes aus einer korrodier- baren Aluminiumlegierung durch Überziehen mit einer anhaftenden Schicht aLis korrosions festem Material, welches mindestens in der Hauptsache aus Aluminium besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Aluminiumlegierung in Berührung mit mindestens einer Platte aus dem korrosionsfesten Material gegossen und der so gebildete Gegenstand dann einer Druck- und Wärmebehandlung unterworfen wird, wodurch man einen einheitlichen, kohäsiv, nicht adhäsiv,zusammenhängenden Körper aus der korrodierbaren Legierung und einer Schicht aus dem korrosionsfesten Material erhält. UNTERANSPRVCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch. gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Platten aus korrosionsfestem Metall in einer wärmeabsorbierenden Form in ge nügend dichter Berührung mit ihr ange bracht, werden, so da.ss die Wärme der eingegossenen Legierung in solchem Masse abgeführt wird, dass nicht mehr als eine beginnende oberflächliche Schmelzung der Platte aus korrosionsfestem Material ein tritt. ?.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der gegossene Gegen stand warm bei einer Temperatur bear beitet wird, welche tiefer ist als die, bei. welcher Legierungsbestandteile rasch in in die Platte aus korrosionsfestem Material diffundieren können.PATENTANSPRUCH II: Gemäss dem Verfahren nach Patentan spruch r- hergestellter korrosionsfester Ge- genstand aus korrodierbarer Aluminiumlegie rung, dadurch gekennzeichnet, dass er eine gereckte unporöse Hülle aus korrosions festem, mindestens in der Hauptsache aus Aluminium bestehendem Material aufweist, die kohäsiv mit dem Hauptkörper vereinigt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US130485XA | 1927-01-22 | 1927-01-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH130485A true CH130485A (de) | 1928-12-15 |
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ID=21758037
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH130485D CH130485A (de) | 1927-01-22 | 1927-04-07 | Verfahren zur Herstellung eines korrosionsfesten Gegenstandes aus einer korrodierbaren Aluminiumlegierung und nach diesem Verfahren hergestellter korrosionsfester Gegenstand. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE918427C (de) * | 1940-03-09 | 1954-09-27 | Ver Leichtmetall Werke Geselsl | Verfahren zur Erhoehung der Korrosionsbestaendigkeit von Aluminium-Zink-Magnesium-Legierungen durch Plattieren |
| CN113276502A (zh) * | 2021-05-21 | 2021-08-20 | 安徽弘飞新型建材科技有限公司 | 一种金属装饰材料及其生产工艺 |
-
1927
- 1927-04-07 CH CH130485D patent/CH130485A/de unknown
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