Selbsttätige Anhängerkupplung. Es sind selbsttätige Anhängerkupplungen mit einem um eine wagrechteAchse schwenk baren Kupplungsglied bekannt, welches bei seiner Aufwärtsbewegung ein Sperrglied an hebt. Alle diese Kupplungen leiden unter dem Nachteil, dass. drehbare Teile mit genau passenden Gliedern zur Anwendung kommen, die insbesondere bei längerem Gebrauch von mit solchen Kupplungen ausgestatteten Wa gen versagen. Auch freiliegende Schrauben federn, welche meist das Sperrglied beein flussen, sowie Seilzüge, die sich aushängen, verwickeln und in ihrer Länge verändern, bilden die Ursache, dass derartige Kupplun gen versagen.
Dies ist insbesondere bei sol chen Wagen der Fall, welche zum Fahren von Sand, Kies, Steinen, Schutt usw. benützt werden, viel der Wirkung der Witterung ausgesetzt sind und wenig gereinigt werden.
Diese Nachteile zu vermeiden, ist das Ziel der vorliegenden Erfindung. Diese kenn zeichnet sich dadurch, dass das Sperrglied an einer Achse pendelnd hängt, welche für ge- wöhnlich auf dem am Lastkraftwagen schwenk bar angeordneten Kupplungsglied aufliegt und in Schlitzlöcher eines vom Führersitz aus mittelst Gestänges einstellbaren Hebels ein greift.
In der beiliegenden Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen einer der artigen Kupplung dargestellt. Hiervon zeigt Fig. 1 in Ansicht und Fig. 2 im Grundriss die erste Ausführungsform. Der Vorgang des Ein- und Auskuppelns bei derselben ist in den Fig. 3-8 gezeigt. Fig. 9-12 betreffen die zweite Ausführungsform.
Am Rahmen a (Fig. 1-8) des Lastkraft wagens ist eine Grundplatte b befestigt, welche oben mit zwei Augenlagern c ver sehen ist. Durch die letzteren führt eine Welle d, auf welcher ein besonders ausgebildeter Fallhaken e pendelnd gelagert ist. An der Welle<I>d</I> ist beiderseitig je ein Hebel<I>f,</I> mit Schlitzlöchern versehen, befestigt. Einer die ser Hebel ist mit einer kurbelarmartigen Verlängerung g versehen. An dieser greift eine Zugstange h an, die zum Ausrückhebel i führt, welcher im Führerhaus des Last kraftwagens angeordnet ist.
Des weiteren ist um die Welle<I>d</I> noch eine Schraubenfeder<I>k</I> gelegt, und mittelst Bügels 'l befestigt. Die beiden Enden<I>in</I> dieser Schraubenfeder grei fen unter den Fallhaken e und beben diesen im Bedarfsfalle hoch. Durch die beiden Schlitz löcher der Hebel /'führt eine auf dem Fall haken e aufliegende Welle n, an welcher ein halbrund gebogener Sicherungsbügel (Sperr glied) o pendelnd hängt. Diesem dienen vier auf der Grundplatte b entsprechend verteilt befestigte Zapfen p von gleicher Länge als Führung und Anschlag.
Die Kupplungsstange des Anhängers ist an ihrem vordern Ende mit einem Kuppelhaken q ausgestattet, wel cher der Forrn des Fallhakens e angepasst ist. Eine geeignete Fangvorrichtung ?- dient dazu, den Kuppelhaken q in den Bereich des Fallhakens e zu bringen, um die Verbindung herzustellen.
Der Vorgang beim Einkuppeln ist fol gender: Beim Zurückstossen des Lastkraftwagens gegen den Anhängewagen wird der Kuppel haken q durch die Fangvorrichtung r an den Fallhaken e herangeschoben (Fig. 3). Dieser wird sodann vom Kuppelhaken q an gehoben und mit ihm auch der an der Welle n pendelnd aufgehängte Sicherungsbügel o (Fig. 4): Der Fallhaken e fällt bei weiterer Bewegung rückwärts über den Kuppelhaken q durch sein Eigengewicht herunter, während der Sicherungsbügel. o auf dem Kuppelhaken q aufsteht (Fig. 5).
Der Kuppelhaken q fin det dabei in jeder Stellung des Anhängers genügend Spielraum zwischen den auf der Grundplatte b entsprechend verteilt angeord neten Zapfen 2). Beim Vorwärtsfahren des Lastkraftwagens wird der Kuppelhaken q in den Fallhaken e hineingezogen, der Siche rungsbügel o fällt durch sein Eigengewicht (oder auch durch eine Feder unterstützt) herunter und die Verbindung ist hergestellt (Fig: 6).
Selbst bei stossartigen Auf- und Abwärts bewegungen des Kuppelhakens q und Mitan- heben des Fallbakens e ist eine Entkupplung nicht möglich, da der Sicherungsbügel o die selben Bewegungen mitmacht und so jedes freie Spiel des Kuppelhakens q, das ein Aus kuppeln ermöglichen könnte, verhindert.
Zum Abkuppeln wird der Ausrückhebel i am Führersitz des Lastkraftwagens ange zogen und diese Bewegung mittelst der Zug stange h auf die kurbelarmartige Verlänge rung g übertragen. Die beiden an der Welle d befestigten Hebel f' bewegen sich hier durch nach oben und heben den an der Welle Ti pendelnden Sicherungsbügel o hoch.
Mit der Drehung der Welle d nach links wird auch die Schraubenfeder k gespannt, so dass deren beide Enden m gegen den Fallhaken e drücken (Fig. 7). Wird nun der Lastkraft wagen etwas nach rückwärts gefahren, so geht der Kuppelkaken q unter dem Siche rungsbügel o hindurch und gibt dadurch den Fallhaken e frei, - so -dass derselbe durch die beiden Federenden in hoch gehoben werden kann. Beim Vorwärtsfahren wird dann der Kuppelhaken q herausgezogen (Fig. 8).
Die Hebel f werden hierauf wieder vom Führer haus aus zurückgeschoben, wodurch sie mit dem Sicherungsbügel o und mit dem .Fall- haken e und den Federenden in wieder in die Stellung des Einkuppelns (Fig. 3) ge langen.
Nun kommt es vor, dass grössere Betriebe, wie zum Beispiel Brauereien, Mühlen usw. zu ihren Lastkraftwagen eine grössere Anzahl von Anhängewagen besitzen, um den soge- nannten Pendelverkehr herzustellen.
Die-Kup- pelglieder dieser Anhänger sind meist Kup- pelösen. Das Kuppelglied des Lastkraftwa gens gemäss oben beschriebener Erfindung i4t aber nicht geeignet, einen Anhänger aufzu nehmen, dessen Kuppelstange mit der be kannten Kuppelöse versehen ist.
Umgekehrt kann der Kuppelhaken des Anhängers nicht verbunden werden mit einem Lastkraftwa gen, der mit einer Kuppelvorrichtung für die bekannte Kuppelöse versehen ist: Dies wird nun erreicht durch die An hängerkupplung, welche durch Fig. 9 in-An- .sieht und durch Fig. 10 im Grundriss dar gestellt ist. Fig. 11 zeigt in Ansicht und Fig. 12 im Grundriss das hier zur Anwen dung kommende Kupplungsglied des Anhän gers in gegenüber Fig. 9 und 10 grösserem Massstab.
Der Fallhaken e und die Fangvorrichtung r besitzen hier sich deckende Löcher, durch welche ein Kupplungsbolzen l mit Splint- oder dergleichen Sicherung gesteckt wird. Dadurch ist man in der Lage, die Kuppel vorrichtung des Lastkraftwagens nicht allein für solche Anhänger zu verwenden, deren Kuppelstange mit einem Kuppelhaken ver sehen ist, sondern auch für solche, deren Kuppelstange 2 eine Anhängeöse 3 trägt.
Diese Öse 3 wird beim Kuppeln zwischen den Fallhaken e und die Fangvorrichtung r eingeführt, der Kupplungsbolzen l darin durch die Löcher dieser Organe, sowie die Anhänge öse 3 hindurchgesteckt und mittelst des Splin tes oder dergleichen gesichert (Fig. 9 und 10).
Um die Möglichkeit herbeizuführen, jeden Anhänger entweder durch eine Kuppelöse oder durch die selbsttätige Anhängerkupp lung gemäss Fig. 1-8 mit dein Lastkraft wagen verbinden zu können, ist, wie aus Fig. 11 und 12 ersichtlich, der Kuppelhaken in Lageraugen 4, 5 der Knppelstange 2 des Anhängers um eine Achse 6 schwenkbar an geordnet, nach rückwärts verlängert und an seinem hintern Ende mit einer Kuppelöse 8 ausgestattet.
Durch Verschwenken von q kann nun entweder der Kuppelhaken oder die Kuppelöse nach vorne gebracht werden. Die Sicherung der jeweiligen Lage erfolgt dabei durch einen Steckstift 7, der durch entsprechende Löcher der Lageraugen 4, 5, sowie durch ein Loch 9 beziehungsweise 10 des schwenkbaren Kuppelhakens hindurchgeht.