CH130655A - Verfahren und Einrichtung zur Entfernung der Schlacke aus der Verbrennungskammer von Staubfeuerungen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Entfernung der Schlacke aus der Verbrennungskammer von Staubfeuerungen.

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CH130655A
CH130655A CH130655DA CH130655A CH 130655 A CH130655 A CH 130655A CH 130655D A CH130655D A CH 130655DA CH 130655 A CH130655 A CH 130655A
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CH
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slag
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Karl Hufschmidt
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Karl Hufschmidt
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23JREMOVAL OR TREATMENT OF COMBUSTION PRODUCTS OR COMBUSTION RESIDUES; FLUES 
    • F23J1/00Removing ash, clinker, or slag from combustion chambers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Gasification And Melting Of Waste (AREA)

Description


  Verfahren und Einrichtung zur Entfernung der Schlacke aus der Verbrennungskammer  von     Staubfeuerungen.       Die Entfernung der Schlacke aus der       Verbrennungskammer    von Staubfeuerungen  macht besonders bei Dauerbetrieb grosse  Schwierigkeiten. Ihre Entfernung in flüssiger  Form zerstört das feuerfeste Mauerwerk der  Kammerwände, während sich ihr     Nieder-          -;chla.g    in feinkörniger Form bei einer wirt  schaftlichen Feuerführung, besonders bei Be  lastungsschwankungen, nicht immer erreichen  lässt.

   Ein Teil der Schlacke pflegt sich in  klebriger Form vorzugsweise an den untern       Kammerwänden    festzusetzen und hier die       Schlackenaustrittsöffnungen    bei längerer Be  triebszeit zu     verstopfen.     



  Gemäss der Erfindung werden diese Übel  stände dadurch zu vermeiden gesucht, dass  die im Regelfalle von unten in die Verbren  nungskammer     eintretende,    einen     Isolier-          mantel    bildende Sekundärluft für die Zeit  des Schlackenschmelzens abgestellt     wird,    so  dass die Flammen nunmehr die Wandungen  der Verbrennungskammer völlig bestreichen  können.    Diese Betriebsweise wird durch besondere  Einrichtungen     verwirklicht,    die anhand des  in der Zeichnung dargestellten Ausführungs  beispiels näher beschrieben werden.  



       F'ig.    1 und 2 stellen eine     Staubfeuerung    in  schematischem     Querschnitt    dar, und zwar in  den beiden verschiedenen     Betriebszuständen;          Fig.    3 zeigt im     Schnitt    eine Einzelheit im  vergrösserten     Massstabe.     



  Der Brennstaub wird mit     einem    Teil der  Verbrennungsluft, der "Primärluft", ge  mischt, durch die Brenner a der Verbren  nungskammer b zugeführt, wobei sich die  Anzahl der Brenner nach Form und Grösse  der Kammer richtet. Die Sekundärluft wird  von dem Gebläse c angesaugt, wobei es mög  lich ist, die Luft in in den Wänden der  Kammer     angebrachten:    Kanäle .durchstreichen  zu lassen, so dass .die Luft erst zum Kühlen  der Kammer benutzt     wird.    Auch die Primär  luft kann der Druckleitung des Gebläses c  entnommen werden.

   In dieser     Druckleitung     ist eine     Absperrorgane   <B>4</B> und<I>e</I>     aufweisende              Absperrvorrichtung    so angebracht, dass für  die Sekundärluft eine zweifache Schaltung  möglich ist.  



       Schaltung   <I>I:</I>  Bei     geschlossenen    Absperrorganen e und  geöffnetem Absperrorgan d     tritt    die Sekun  därluft durch die in den Wänden der     Schlak-          kenkammer   <I>f</I> angebrachten Kanäle<I>h</I> und  Öffnungen g     in    die     Verbrennungskammer     ein. Sie kühlt somit die in der Schlacken  kammer f liegende und in sie herabfallende  Schlacke ab, wird dann durch den Kaminzug  nach oben gezogen, um in der Brennzone der  Kammer b an der Verbrennung teilzunehmen.

         Infolgedessen    wird die Schlackenkammer wie  die in ihr ruhende Schlacke kühl gehalten,  womit ihr     Flüssigwerden    vermieden ist. Sie  kann deshalb auch während des     Betriebes     ohne grössere     Belästigung    der damit betrau  ten Arbeiter durch die angebrachten Türen i  entfernt werden. Auch die aus der Verbren  nungskammer herausfallende klebrige     bezw.     flüssige     .Schlacke    wird durch die entgegen  strömende Sekundärluft so abgekühlt, dass  sie in     feinkörniger    Form niederfällt.

   Die  Verbrennung des     Staubluftgemisches    erfolgt  während seiner     Aufwärtsbewegung    auf den       ganzen    Kammerquerschnitt verteilt. Die ge  ringe Aufwärtsbewegung der an der Ver  brennung teilnehmenden Luft-     bezw.    Rauch  gase bedingt eine lange     Verbrennungszeit    für  die Kohlenteilchen, die auch dadurch noch       verlängert    wird, dass ihr Eigengewicht der  Bewegung     entgegenwirkt.    Der Nachteil die  ser Schaltung besteht nun darin, dass bei län  gerer Betriebszeit in der Verbrennungs  kammer an der mit k bezeichneten Stelle  durch -die abkühlende Wirkung des aufstei  genden Luftraumes ein Teil der Schlacke sich  in klebriger Form absetzt.

   Um nun diese  Schlackenansätze zu entfernen, wird bei Be  darf die     Schaltung        II    angewendet.  



       Schaltung        II:     Durch Schliessen des Absperrorganes d  und Öffnen der Absperrorgane e wird die  Sekundärluft als Zusatzluft den Brennern a  zugeführt und durch diese mit einer grossen    Geschwindigkeit in die Kammer     hineinge-          presst.    Hierdurch wird der Kohlenstaub tiefer  in die Kammer eingeblasen, womit sich die  höchste Verbrennungstemperatur in einer tie  feren Lage als bei der Betriebsweise nach       'Schaltung    I eingestellt,

       und    zwar in der  Gegend der angesammelten     Schlackenansätze          7v.    Hiermit werden die Schlackenansätze zum  Schmelzen gebracht und tropfen an der vor  stehenden Nase in den Schlackenraum ab.  Um ein Festbackender abtropfenden Schlacke  auf dem Boden der Schlackenkammer zu ver  hindern,     lä.sst    man einen Teil der vorher er  zeugten feinkörnigen Schlacke liegen. Man  hat es durch Bemessung der Zeitdauer für die  Betriebsweise nach Schaltung     II    völlig in  der Hand, das Abschmelzen der Sehlacke so  zu beschränken, dass eine dünne Schlacken  lage zum Schutze des     feuerfesten    Mauer  werks sitzen bleibt.

   Nach erfolgtem Ab  schmelzen wird dann wieder die Betriebs  weise nach Schaltung I durch Umschaltung  hergestellt.  



  Es ist bekannt, die Entfernung der  Schlackenansätze bei     Kohlenstaubfeuerungen     dadurch zu bewirken, dass man unter Auf  rechterhaltung der Zuführung der Sekundär  luft von unten in die Verbrennungskammer  zum Zweck einer erstmaligen Schlacken  kühlung die     sonst    frei in der Verbrennungs  kammer umkehrenden Flammen durch ein  Dampfstrahlgebläse     zwingt,    tiefer in die  Kammer hinab und gegen die Wandung der       Verbrennungskammer    zu strömen. Dabei soll  dann die Schlacke durch kräftige     MTa.sser-          spülung    fortgerissen werden.

   Dieses Ver  fahren hat den Nachteil, dass infolge     Ver-          wendung    derartiger Fremdstoffe wie Wasser  und Dampf die     Verbrennungsbedingungen          beeinträchtigt    und auch der feuerfeste Werk  stoff     übermässig        beansprucht    werden. Das       Schlackenschmelzen    muss deshalb auch ge  gebenenfalls vorzeitig abgebrochen     und    nach  einiger Zeit erneuert werden, um ein     all-          zutiefesSinken    der Temperatur im Verbren  nungsraum zu     vermeiden.     



       Bei,dem        beschriebenen    Verfahren     wird    da  gegen ohne     idie    Verwendung solcher schä:d-      liehen Fremdstoffe dieser Wechsel zwischen <   dem Regelbetrieb und dem Schlackenschmel  zen einfach durch Umschalten der sowieso  und     dauernd    gebrauchten Verbrennungs  medien erzielt:

   Die im Regelfalle am untern  Ende der Verbrennungskammer     bezw.    in der  Schlackenkammer über deren Umfang     verteilt     eingeführte Sekundärluft, die sonst die Flam  men hochhebt und auch eine gewisse Iso  lierschicht     zwischen    ihr und der Kammer  wandung bildet, wird für die Zeit des     Schlak-          kenschmelzens        :abgestellt    und dafür oben  durch -die     Brenner    eingeleitet.

   Es treten in  folgedessen die Flammen tiefer ins Innere der  Verbrennungskammer ein, besonders weil die  im Regelfalle bedingte entgegengesetzte Wir  kung der Sekundärluft fortfällt, und die       Strahlwirkung    der Brenner wird durch die  Erhöhung der Menge und des Druckes der  durch die     Brenner    eingeführten Luft noch       verstärkt.     



  Bei dem gelegentlichen Abstellen der  untern Luftzufuhr zum Schlackenschmelzen  hat sich nun die Gefahr gezeigt,     dass    sich  diese     Luftzufuhrkanäle    durch die Schlacken  verstopfen können, womit mindestens die Se  kundärluftzufuhr in gleichmässiger Ver  teilung über den Umfang der     Schlackenk.a.Tn-          mer    gestört wird.

   Dieser Übelstand ist bei  der dargestellten Einrichtung dadurch ver  mieden,     da.ss    die aus dem die Schlacken  kammer     f    ringförmig umgebenden Kanal in  die Kammer einmündenden einzelnen Öff  nungen g für die Luft unter     einem    in die  Schlackenkammer vorspringenden und nach  unten     zugeschärften    Schutzring o einmünden.  Auf diese Weise wird     zunächst    für den  Regelbetrieb eine durchaus gleichförmige       Verteilung    der Luft über den Umfang der  Schlackenkammer herbeigeführt, die die er  wähnte Bildung eines     'Schutzmantels    vervoll  kommnet.

   Weiter wird für die zweite Be  triebsstufe ein sicheres Ablaufen der     iSchlacke     in die Schlackenkammer gewährleistet, ohne  dass die Schlacke Gelegenheit hat, in die  Öffnungen g selbst einzudringen und diese zu  verstopfen.    Wie     dies    in     Fig.    3 besonders zur Dar  stellung gebracht ist, münden die Öffnungen  g unterhalb des in die     Kammer        f    vorsprin  genden Schutzringes o, der nach     unten          schneidenartig        zugeschärft    ist,

   so     @dass    die  aus den Öffnungen g     austretende    Luft sich  gleichmässig über Aden ganzen Umfang ver  teilen kann, um dann     unter    Umlenkung nach  oben den Wandungen der Schlackenkammer  entlang in die Verbrennungskammer überzu  treten. Für die Periode     des,Schlackenschmel-          zens,    die unter Abstellung der Sekundärluft  zufuhr von unten erfolgt, dient nun der  Ring o als Tropfnase für die abfliessenden  Schlacken, so dass eine Verstopfung der  Öffnungen g verhütet wird.  



  Man hat bereits bei Verbrennungskam  mern für     Kohlenstaubfeuerungen    durch einen       Rücksprung    der     Schachtwandung        eineTropf-          kante    für die abfliessenden     Schlackenmengen     geschaffen.     Abgesehen    von dem schon für  diesen Zweck ungenügenden rechtwinkligen  Rücksprung erfüllt bei der dargestellten     Ein-          iZChtung,der    Schutzring o, wie oben beschrie  ben, zwei Aufgaben.

   Da sich in der kurzen  Zeit des 'Schlackenschmelzens der Schlacken  abfluss natürlich     steigert,    so ist die Ausbil  dung des Schutzringes o als Tropfnase zum  Schutze der Öffnungen g vor Verstopfung  durch abfliessende     Schlacke    von     besonderer     Bedeutung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCg I: Verfahren zur Entfernung der @Schlaeke aus der Verbrennungskammer von ':Staub feuerungen, bei denen die im Regelfalle frei in der Verbrennungskammer umkehrenden Flammen zum Zwecke des !Schlacken schmelzens tiefer in die Verbrennungskammer hineingezogen werden, dadurch gekennzeich net, dass die im Regelfalle von unten in die Verbrennungskammer eintretende, einen Iso- liermantel bildende Sekundärluft für die Zeit des Schlackenschmelzens abgestellt wird,
    so dass die Flammen nunmehr die Wandungen der Verbrennungskammer völlig bestreichen können. ÜNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, @dass die für die Zeit des -Schlackenschmelzens abgestellte, von unten in die Verbrennungskammer eintretende,Sekuntdärluft den Brennern als Zusatzluft zugeführt wird. \@. Verfahren nach Patentanspruch.
    I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dauer des Niederschmelzens der Schlacken so bemessen wird, ,dass immer noch eine dünne Schlackenschicht zum Schutze der feuerfesten Wandung der Verbrennungskammer sitzen bleibt.
    PATENTANSPRUCH II: Einrichtung zur Ausübung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich- net durch ein Gebläse und eine Absperrvor- richtung, durch welche -die aus dem Gebläse austretende !Sekundärluft bei Regelbetrieb der Verbrennungskammer von unten und beim Schlackenschmelzen dem oder den Bren nern zugeführt wird.
    UNTERANSPRUCH: 3. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch .gekennzeichnet, dass gleichmässi- über den Umfang der ;Schlackenkammer verteilte Öffnungen für ;die von unten in die Verbrennungskammer eintretende Se kundärluft vorgesehen sind, und dass diese ,derart durch einen in die ;Schlacken kammer vorspringenden, unten zuge- schärften ;
    Schutzring überdeckt sind, d@ass für -den Regelbetrieb eine gleichmässige Verteilung !der Sekundärluft als Schutz mantel über die Kammerwandung ein- tritt, während für,die Zeit des Schlacken schmelzens der Schutzring als Tropfnase für die Schlacken dient und die Öffnun gen vor Verstopfung durch ;Schlacke schützt.
CH130655D 1927-12-02 1927-12-02 Verfahren und Einrichtung zur Entfernung der Schlacke aus der Verbrennungskammer von Staubfeuerungen. CH130655A (de)

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