CH130711A - Vervielfältigungsapparat für Spiegelschrift-Matrizen. - Google Patents

Vervielfältigungsapparat für Spiegelschrift-Matrizen.

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CH130711A
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Alfred Oser
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Alfred Oser
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Description


  Vervielfältigungsapparat für     Spiegelschrift-Natrizen.       Zur Vervielfältigung von Buchführungs  einträgen ist ein Verfahren bekannt gewor  den, gemäss welchem mit den Originalein  trägen auch eine Farbe abgebende Spiegel  schrift hergestellt wird, die man zeilenweise  durch kräftigen Druck auf die Vorderseite  der Matrize auf     Karten    oder Blätter über  trägt. Werden die Karten vor Herstellung  des Abdruckes befeuchtet, so ist es möglich,  mit einer     Matrize    zahlreiche, gut lesbare       Kopien;    herzustellen.  



  Ungeachtet seiner     Vorteile    für den  Buchführungsbetrieb hat das Verfahren  praktisch noch wenig Anwendung gefunden,  weil es bisher an einem Apparat gefehlt hat,  der einfach zu bedienen und mit wenig Ko  sten     herstellbar    ist, dabei auch ohne Kraft  anstrengung ein rasches     Arbeiten    ermög  licht. Der Apparat gemäss der Erfindung  löst diese Aufgabe.

   Er besitzt einen in der  Höhenrichtung einer Grundplatte verschieb  baren Schieber, der als     Einspannvorrichtung     für eine Längskante der Matrize ausgebildet    ist, eine an einer Querführung der     Grund-          platte    verschiebbare     Befeuchtungsvorrich-          tung    zum Nässen des Blattes, auf dem die  Vervielfältigung hergestellt wird, und ein  gleichfalls an einer Querführung verschieb  bares Druckorgan zum Befahren der Schrift.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des Erfindungsgegenstandes darge  stellt.  



  Die     Fig.    1 zeigt ein Schaubild des Ap  parates,       Fig.    2 einzelne Elemente des Apparates  in grösserem Massstab,       Fig.    3 einen Schnitt nach der Linie 3-3  der     Fig.    2.  



  1 ist die     Grundplatte    der Vorrichtung  mit einer hochkantig gestellten Schiene 2  und einer verschiebbaren Schiene 3, deren  Abstand der Breite der     Karten    4 bleich ist,  auf welchen die Vervielfältigungen herge  stellt werden. 5 sind zwei Marken im Zei  lenabstand, die die Zeileneinstellung der  Karte erleichtern.      Die Matrize 6 wird beispielsweise auf  der Schreibmaschine hergestellt., indem- man  an die Rückseite die Farbseite eines     Farb-          papieres    legt, wodurch mit der Schrift auf  der Vorderseite eine Spiegelschrift auf der  Rückseite     erhalten    wird.

   Man spannt die  Matrize in die aus zwei durch Gelenke i  verbundenen Teilen bestehende Schiene 3,  die in einer Führung 8 der Grundplatte ver  schiebbar ist. Zweckmässig erhält die Ma  trize am Rande eine entsprechende Lochung,  mit der sie auf die Stifte 9 aufgesetzt wird.  Die Schiene 3, die in     Fig.    1 geöffnet darge  stellt ist.,     kann    gegebenenfalls mit eine     Zei-          lenschalteinrichtung    ausgestattet sein, die  mittelst des Handgriffes 10 betätigt wird.  



  <B>11</B> sind an einem Kopf 12 befestigte  Führungsstangen, die an ihren freien Enden  durch einen     Rahmen    13 mit Druckknopf 14  verbunden sind. Die Führungsstangen sind  um ein Gelenk 15     verschwenkbar.    An den  Kopf 12 greift eine auf der Zeichnung nicht  ersichtliche, unterhalb der Grundplatte 1  liegende Feder an, die die Führungsstangen  in der in     Fig.    1 dargestellten Schräglage  hält.  



  Die Stangen     11    dienen als     Fizhrung    für  eine Druckrolle 16, die durch Federn 17 be  lastet ist. Der     Lagerkörper    18 der Druck  rolle ist mit einer Stange 19 verbunden, die  sich im Rahmen     13-    führt und am Ende einen  Handgriff 20 trägt. Mit dem Handgriff ist  eine gleichfalls im Rahmen 13 geführte  selbstfedernde Schiene 21 verbunden, die am  Ende einen zur Befeuchtung dienenden Wi  scher 22 aus saugfähigem Material trägt.  Der Wischer ist in die Bodenöffnung eines  Vorratsbehälters 23 am vordern Ende der  Schiene 21 eingesetzt, der durch einen     Dek-          kel    24 verschlossen ist. Der Rahmen 13  kann mittelst einer Schraube 25 an der  Grundplatte verankert werden.  



  Die Stange 19, die die Druckrolle     trägt     und die Schiene 21, an deren Ende der Wi  scher sitzt, bilden eine Gabel, zwischen  deren Schenkel die einseitig     eingespannte          Matrize    6     eingelegt    wird. Durch entspre  chende Verschiebung der Schiene 3 wird die    Matrize so     eingestellt,    dass die Druckrolle 16  in der     zii    vervielfältigenden Zeile     steht.     Hierauf wird unter Benützung der Marke 5  die mit der Eintragung zu versehende Zeile  der Karte 4 eingestellt. Nunmehr wird der       Rahmen    13 niedergedrückt.

   Der Wischer 22  ist bei einer Stellung der Teile infolge der  Federung der Schiene. 21 an die Karte 4 und  die Druckrolle 16 an die Matrize     angepresst.     Verschiebt man nun Druckrolle und     \Vi-          scher        mittelst    des Handgriffes 20, so wird  die eingestellte Zeile der     harte    4     befeuchtet          und        unmittelbar    darauf die zu übertragende  Schrift der Matrize 6 durch die nachfah  rende Druckrolle 16 abgedruckt Ist die  Druckrolle 16 am Ende der Zeile angelangt,  so wird der Rahmen 13 wieder freigegeben  und die Gabel zurückgeschoben,

   so dass sich  die Einrichtung wieder in der in     Fig.    1 dar  gestellten Lage befindet. Die     Karte    4 wird  hierauf durch eine neue     ersetzt,    auf welcher  die gleiche     Eintragung    durchzuführen ist.  



  Beim     Abdrucken    kann der Fall eintre  ten,     da.ss'    die Rolle 16 bis an das Ende der  Matrize, der Wischer 22 bis über den Rand  der Karte 4 verschoben wird. Die Matrize 6  verliert dabei ihre Unterstützung durch die       Schiene    21 und müsste beim Zurückschieben  der Druckeinrichtung in die Anfangsstel  lung wieder zwischen die Druckrolle und  die Schiene 21. eingeführt werden. Um dies  überflüssig zu machen, sind am Rahmen 13  die nadelförmigen Schienen 28 befestigt,  welche die Matrize abstützen, auch wenn der  Wischer über den Kartenrand hinaus ver  schoben wird.  



  Zwecks Markierung der bereits übertra  genen Zeilen der Matrize können am Lager  körper 26 verschiebbare Nadeln 27 vorgese  hen sein, die beim Niederdrücken des Kop  fes 12 unter     Vermittlung    der Feder 28a ge  senkt und so durch die Matrize durchgetrie  ben werden, die eine Lochung erhält, welche  die vervielfältigte Zeile bezeichnet.  



  Der beschriebene Apparat ist insbeson  dere für die Herstellung zeilenweiser Ab  drücke geeignet. Er kann aber auch als nor  inaler Vervielfältigungsapparat verwendet      werden, der die Gesamtschrift der     Matritze     auf einmal abdruckt. Für diesen Fall ist es  nur notwendig, Wischer und Druckrolle  ebenso lang zu machen wie die Matrize.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vervielfältigungsapparat für Spiegel schriftmatrizen, gekennzeichnet durch einen in der Höhenrichtung einer Grundplatte ver schiebbaren Schieber ($), der als Einspann vorrichtung für eine Längskante der Ma trize ausgebildet ist, eine an einer Querfüh rung der Grundplatte verschiebbare Be- feuchtungsvorrichtung (22) zum Nässen des Blattes, auf dem die Vervielfältigung herge stellt wird, und ein gleichfalls an einer Querführung verschiebbares Druckorgan (16) zum Befahren der Schrift. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Vervielfältigungsapparat nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss das Druckorgan und die Befeuchtungsvor- richtung an einer Gabel (19, 21) ange ordnet sind, zwischen deren Schenkel die eingespannte Matrize einzulegen ist. 2. Vervielfältigungsapparat nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die die Gabel führen den Stangen (11) an die Grundplatte an gelenkt und mit einer Feststelleinrich tung ausgestattet sind. 3.
    Vervielfältigungsapparat nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, dass die die Befeuchtungs- vorrichtung tragende Schiene (21) fe dernd ausgebildet ist. 4. Vervielfältigungsapparat nach Patentan- sprueh, dadurch gekennzeichnet, dass die Befeuchtungsvorrichtung aus einem -Wi scher (22) aus saugfähigem Material be steht, der die Öffnung eines Vorrats behälters (23) für die zur Befeuchtung verwendete Flüssigkeit abschliesst. 5.
    Vervielfältigungsapparat nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspannvorrichtung für die Matrize aus zwei aneinander gelenkten Schienen be steht, von denen eine Stifte (9) trägt, auf die die entsprechend gelochte Matrize aufzusetzen ist. 6. Vervielfältigungsapparat nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, gekenn zeichnet durch verschiebbare Nadeln (27), die beim Niederdrücken der die Gabel führenden Schienen (11) die Matrize per forieren und auf diese Weise die Zeile markieren, die vervielfältigt wird.
    7. Vervielfältib ingsapparat nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an einem mit den Führungsstangen (11) verbun denen Rahmen (13) nadelförmige Schie nen (28) zum Stützen der Matrize ange ordnet sind.
CH130711D 1927-03-02 1928-02-27 Vervielfältigungsapparat für Spiegelschrift-Matrizen. CH130711A (de)

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