CH130776A - Schaltung für Leitungsschutzrelais für Drehstrom. - Google Patents

Schaltung für Leitungsschutzrelais für Drehstrom.

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CH130776A
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Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Schaltung für     Leitungsschutzr        elais    für Drehstrom.    Um in     elektrischen    Leitungen Fehler,  die durch Kurzschluss entstanden sind, mög  lichst schnell feststellen zu können oder auch  selbsttätig die fehlerhaften Leitungsstrecken       abzuschalten,    verwendet man Relais, die so  wohl von der Spannung wie von .der in den  Leitungen fliessenden Stromstärke beeinflusst  werden. In ihrer     vollkommensten    Form mes  sen     Jera.rtige    Relais den Quotienten aus  Spannung und     Stromstärke,    mit andern  Worten also den Widerstand der Leitung.  Die Relais werden auf den Blind- oder       .Scheinwiderstand    eingestellt.

   Ist der Wider  stand des Fehlerstromkreises bekannt, so     lässt     sich daraus ein Schluss auf die Entfernung  des     Fehlerortes    selbst ziehen; denn der Wi  derstand des Kurzschlusses selbst kann ver  nachlässigt werden, insbesondere dann,     wenn          das.    Relais auf den Blindwiderstand an  spricht und die im     ersten    Augenblick nach  dem     Eintireten    des     Fehlers    gemessenen Werte    zugrunde gelegt werden.

   Wenn es sich um  Anzeigegeräte handelt, gleichgültig, ob       selbsttätige    Abschaltung der     fehlerhaften     Strecke damit verbunden ist oder nicht, so  kann -die     iSkala    statt in Ohm unmittelbar in       Längeneinheiten    geeicht werden, so dass sie  die Entfernung des Fehlers unmittelbar an  gibt. Bei Drehstromleitungen tritt hier inso  fern eine     iSchwierigkeit    auf, als sowohl zwei  phasige     Kurzschlüsse    wie auch dreiphasige  Kurzschlüsse     auftreten    können.

   Der Strom  verlauf und der Einfluss auf die Spannung  ist in beiden     Fällen.    derartig verschieden,  dass eine     Tichtige    Eichung der Skala für  zweiphasigen     Kurzschluss    durchaus nicht  richtige Angaben auch für dreiphasigen       Kurzschluss    .gewährleistet. Gemäss der Er  findung wird diese Schwierigkeit durch eine  derartige Schaltung der     Leitungsschutzrelais     überwunden, dass die     !Spannungselemente     der Relais von der verketteten Span_-           nungen    und die Stromelemente der Re  lais von den verketteten Strömen der drei  Phasenleitungen erregt werden.

   Anhand des  im folgenden beschriebenen Ausführungs  beispiels .soll gezeigt werden, dass die Relais  dann sowohl bei zweiphasigen wie bei     drei-          phasigem.    Kurzschluss richtig arbeiten.  



  In     Fig.    1 ist ein Ausführungsbeispiel  für die Schaltung gemäss ,der Erfindung  dargestellt.     Die,drei    Leitungen     R,   <B><I>8</I></B>, T wer  den von der     Stromquelle    1 gespeist. Die se  kundären Wicklungen dreier Stromwandler  2, 3, 4 sind in Dreieck     geschaltet    und' mit  den     Stromspulen    1,2, 13, 14 der drei Fehler  ortsrelais verbunden.     Durch    jede Stromspule  fliesst ein     ,Strom,    der dem     verketteten    :Strom  zweier Phasen entspricht.

   An den Span  nungsspulen 3,2, 33 und 34 der Relais liegt  die verkettete Spannung zweier Phasen, und  zwar derart,     da.ss    jede Spannungsspule an  der     verketteten    Spannung derselben beiden  Phasen liegt, von deren     verkettetem.    -Strom  die     Stromspüle    durchflossen wird. Die     ver-          ketteten    Spannungen können in bekannter  Weise durch direkten, Anschluss an die Pha  sen oder Über     Spannungswandler    erhalten  werden.  



  In     Fig.    2 sind die Fehlerströme bei  einem zweiphasigen Kurzschluss in das  Schaltungsschema eingezeichnet. Der Kurz  schluss 6 ist zwischen den beiden Phasen     .B     und     S    angenommen. Diese beiden Phasen  werden dann von ein und demselben Fehler  strom, aber in entgegengesetzter Richtung  durchflossen, wie .durch .die Pfeile darge  stellt. Auch die in den Stromwandlern indu  zierten Ströme sind durch     entsprechende>     Pfeile veranschaulicht. Verfolgt man den  sekundären Stromkreis des Wandlers, so er  gibt sich, dass die Relaisspule 12 vom dop  pelten- Fehlerstrom, die Relaisspulen 13 und  1.4 vom einfachen Fehlerstrom durchflossen  werden.

   Die Relais     1'3    und 14 spielen für  :die     Fehlerortsbestimmung    keine Rolle, da  die Spannung in ihren     iSpannungsspulen    33       und.    34, wenn überhaupt, nur wenig zurück  geht. Die zur     Stromspule    12 zugehörige  Spannungsspule 32 dagegen     misst    die zwi-    scheu den kurzgeschlossenen Phasen     R    und       S    zusammengebrochene verkettete Spannung.

         Wird    nun durch diese     beiden:    Spulen der  Quotient der     ;Spannung    und der     Stromstärke     auf irgendeine Weise erkennbar gemacht, so  ist dieser Quotient die     .Spannung    zwischen       R    und<B>8</B> geteilt durch den     -doppelten    im       Fehlerstromkreise    fliessenden Strom. Der an  gezeigte     Wert    ist also die     Hälfte    des Wi  derstandes .des gesamten Fehlerstromkreises  oder mit andern Worten, der Widerstand  einer Phase von der Überwachungsstelle bis  zum     Fehlerort.     



  Soll ,die Schutzeinrichtung auch bei       dreiphasigem    Kurzschluss richtige Werte  liefern, so muss auch hierbei der erkennbar  gemachte Quotient der Widerstand     einer          Phasenleitung    sein. In     Fig.    3 ist dieser Fall  eines dreiphasigen Kurzschlusses dargestellt.  In allen drei Phasen R,     S,    T fliessen infolge  des     dreiphasigen        Kurzschlusses   <B>7</B> gleich  grosse, um 1.20' in der Phase gegeneinander  versetzte Ströme.

   Die entsprechenden Ströme  fliessen in !den Sekundärwicklungen 2, 3, 4  der Stromwandler, und in den Stromspulen  12, 13, 14 der, drei Relais fliessen die ver  ketteten     ,Ströme.    Da aber die Spannungs  spule jedes Relais an der verketteten .Span  nung der Phasen liegt, deren verketteter  Strom die     iStroamspule    des Relais durchfliesst.  so ist der gemessene     Quotient    gleich der     ver-          ketteten    Spannung     dividiert        ,durch    den ver  ketteten Strom. Das ist aber in diesen Fäl  len der Widerstand<I>einer</I> Phasenleitung von  der     Überwachungsstelle    bis zum Fehlerort.

    Bei der Relaisanordnung gemäss     Fig.    1 bis 3  liegen die Spannungswicklungen der Relais,  ,die auch bei stark gesunkener Spannung  noch einigermassen genau arbeiten sollen,  dauernd an der vollen Betriebsspannung.       hm    sie vor     unzulässiger        Erwärmung    zu  schützen, sucht man dies zu vermeiden.

   Es  ist nun bekannt, den Stromkreis für die  Spannungsspulen aus diesem Grunde erst  dann zu     schliessen,    wenn Überstrom     auftritt.     Bei der neuen Relaisanordnung gemäss der  Erfindung würde dadurch aber die Gefahr       entstehen,    -dass die Spannungsspulen auch an      gesunde Spannungen angelegt werden, was       ja    gerade vermieden werden soll; denn im  Falle eines Kurzschlusses werden alle ver  ketteten     rStröme    über den normalen Wert er  höht, so     da.ss    bei Verwendung von Über  stromrelais sämtliche Spannungsspulen ein  werden würden.  



  Aus diesem Grunde werden gemäss     Fig.        4.     die     Spannungsspulen    durch Hilfsrelais ein  geschaltet, die ebenso wie die     Leitungs-          @chutzrelais    auf     Idas        Verhältnis    der verket  teten Spannungen und -der verketteten  Ströme ansprechen.

   Diese Hilfsrelais können  jedoch wesentlich einfacher gebaut werden,  da von     ihnen,    bei stark gesunkenen     ;Span-          nungswerten    kein genaues     Arbeiten    mehr  verlangt wird, sie vielmehr nur ansprechen  .ollen, sobald ein bestimmter Wert des ge  nannten Verhältnisses überschritten wird.

    Die drei     Phasen    des Drehstromnetzes sind  mit R,     S'    und T     bezeichnet..    Um einen Kurz  schluss zwischen ;den Phasen R und     S    anzu  zeigen oder     abzuschalten"    ist das     Leitungs-          schutzrelais    41 mit der Stromspule 411 und       der    Spannungsspule 412 angeordnet.

   Bei  einem     Kurzschluss    zwischen .den Phasen     S     Und T tritt ,das     Leitungsschutzrelais    42 mit  der Stromspule 421 und der Spannungsspule  422 in Tätigkeit, bei einem Kurzschluss     zwi-          #chen    den Phasen T und R das     Leitungs-          schutzrela.is    43 mit der Stromspule 431 und  der Spannungsspule 432.

   Drei     @Stromwand-          ler    44, 45, 46 sind in Dreieck geschaltet und  die verketteten Ströme sind über die Strom  spulen 414, 424, 434 der Hilfsrelais und die  Stromspulen 411, 42:1, 43.1 der     Leitungs-          schutzrelais    an einen gemeinsamen ,Stern  punkt geführt. Die Spannungsspule 412 des       Leitungsschutzrelais    41 soll an den Phasen  R und     S    liegen,     ida    das Relais bei einem       Kurzschluss    zwischen diesen. :beiden Phasen  in     Tätigkeit    ,zu treten hat.

   Die Verbindung  mit der Phase R ist jedoch durch einen  Schalter 413 unterbrochen, der erst durch  (las Hilfsrelais geschlossen wird, sobald das  Verhältnis zwischen der verketteten Span  nung     R-S    zu     ,dem    verketteten     .Strom    unter  ein     bestimmtes    Mass gesunken ist.     Da.s    Hilfs-         relais    hat zu diesem Zweck die Stromwick  lung 414 und die Spannungswicklung 415.  Die letztere ist so gewickelt,     da.ss    sie dauernd  an der verketteten Spannung liegen bleiben  kann. Ihre Unempfindlichkeit bei beson  ders stark gesunkener Spannung kann in  Kauf genommen werden.

   Ist der Schalter  413 durch das Hilfsrelais     geschlossen,    wor  den, so tritt das     Leitungsschutzrelais    41 in  Tätigkeit. Es kann in der Weise arbeiten,       da.ss    es die Ölschalter nur dann öffnet, wenn  der Fehler innerhalb der zu überwachenden  Strecke :liegt, oder es kann auch die Ver  zögerungszeit bestimmen, mit der die Schal  ter geöffnet werden sollen.  



  Auch das andere Ende der Spannungs  spule 412 ist mit seiner Phase     S    nicht un  mittelbar verbunden, sondern über einen       ,Schalter    426. Dieser wird durch einen Elek  tromagneten 440 umgelegt, sobald die Null  spannung     E"    des Netzes über einen bestimm  ten Betrag gestiegen ist, das heisst mit an  dern     Worten    dann, wenn ein     Erdschluss     vorliegt.

   Hat nur eine einzige     Phase        Erd-          schluss,        @so,    sprechen die Hilfsrelais nicht an,  und die Umlegung des Schalters 426 hat  keine     Bedeutung.    Haben aber zwei Phasen,  zum Beispiel R und     S,        Erdschluss,    so     ent-          stehtdieselbe    Wirkung wie bei einem Kurz  schluss. Das richtige     Arbeiten    der Relais  kann in diesem Falle aber in Frage gestellt  werden, wenn die beiden Erdschlüsse auf  verschiedenen Seiten des Relais liegen.

   Um  trotzdem das Auslösen der richtigen     Öl-          schalter    zu gewährleisten, wird bei doppel  tem     Erds:ch@luss    die Spannungsspule 412 an  die Spannung     ider    Phase R gegen Erde an  gelegt. Sobald nämlich der Magnet 440  durch die auftretende Nullspannung erregt  wird, wird der Schalter 42,6 gegen einen       Kontakt    44,1 angelegt, der an Erde liegt. .  



  Die     Leitungs:schutzrelais    42 und 43 ar  beiten in derselben Weise wie das     Leitungs-          schutzrelais    41. Ihre     @Spannungsispulen    wer  den durch die     Schalter    423 und 433 an  Spannung gelegt,     sobald    die     Hilfsrelais    an  sprechen, deren     ;Stromspulen    424 und 434  von den     verketteten    Strömen und deren      Spannungsspulen 425 und 435 von den     ver-          ketteten    Spannungen erregt werden.

   Die  andern Klemmen der Spannungsspulen 422       lind    432 werden bei     Erdschluss    durch die  Umschalter 43,0 und 416 von den Phasen  des Netzes abgetrennt und an Erde gelegt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schaltung von Leitung sschutzrelais für Drehstrom, die in Abhängigkeit sowohl von der Spannung wie von der Stromstärke des Kurzsehlusskreises arbeiten, dadurch gekenn zeichnet, da.ss die Spannungselemente (32, 33,34) der Relais von Iden verketteten Span nungen und die Stromelemente (12, 13, 14) der Relais von den verketteten Strömen der drei- Phasenleitungen erregt werden.
    UNTERANSPRüCHE: 1. ,Schaltung nach Patentanspruch; dadurch gekennzeichnet, dass die Spannungsele- mente (412, 422, 432) der Leitungs- schutzrela.is (41, 42, 43) durch besondere, von dem Verhältnis aus Strom und Span nung abhängige Hilfsrelais '(414, 415: 424, 425; 434, 435) eingeschaltet werden. ?. Schaltung nach Unteranspruch 1, gekenn zeichnet durch Umschalter (416, 426, -136), welche die Spannungselemente (412, 422, 432) der Leitungsschutzrelais (41. 42, 43) von der einen Phase des Dreh stromnetzes abtrennen und an Erde legen.
    sobald die Nullspannung (E") des Dreh stromnetzes einen bestimmten Wert über schreitet.
CH130776D 1927-03-05 1928-02-25 Schaltung für Leitungsschutzrelais für Drehstrom. CH130776A (de)

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