Warmwasserbehälter für zahnärztliche Zwecke. In der zahnärztlichen Praxis ist es zum Bespritzen von Zähnen mit lebendem Nerv beim ;Schleifen und Bohren notwendig, Was ser von einer Temperatur von 38 bis 40 Celsius zur Hand zu haben, um Schmerzemp findung auszuschalten, und man hat zu die sem Zweck ausser sonstigen Behelfsmitteln, wie 3lischgefässen und dergleichen., auch schon elektrisch beheizte Wasserbecher ver wendet, aua denen das Wasser mit der all- Iremein bekannten .Spritze entnommen wird.
Aber alle -diese Behelfsmittel erfüllen den an gestrebten Zweck nicht oder nur mangelhaft. weil meist die zur Verfügung stehende Wassermenge zu gering ist und bei wiederholten Füllungen der Behälter die Temperatur schwankt und weil das offen, da.- stehende Wasser sich während der Behand- lun@(tsdauer der Zähne abkühlt.
Durch die Erfindung wird :diesen Übel ständen abgeholfen.
Sie bezieht sich auf eine Isolierflasche zum Aufbewahren des Wassers, die mit, her- metischem Abschluss und mit Mitteln ver sehen ist, um jeweils eine clem Verbrauch ge nau entsprechende Menge Wasser austreten lassen zu können.
Die Isolierflasche kann dabei mit der Mündung nach unten in einem Ständer ge lagert sein und auf dem flachen Boden einer Auffangschale aufsitzen, wodurch das Aus fliessen des Wassers verhindert wird. Das Wasser kann vielmehr nur austreten, wenn man entweder die Flasche oder die Auffang schale kippt, aber nur so lange, bis der Wasserspiegel in der Auffangschale die ganze Flaschenmündung wieder abschliesst und damit den Eintritt von Luft in die Flasche unmöglich macht.
An Stelle der Auffangschale kann aber auch ein nach oben gekrümmtes Rohr als Flaschenmündung treten, in welchem das Wasser ein wenig über den tiefsten Punkt der innern Rohrkrümmung hochsteigen kann.
Bei ,der Entnahme von Wasser aus #dei offenen Mündung des gekrümmten Rohres senkt sich der Wasserspiegel im freien Schen kel des Rohres, bis er unterhalb des oben ge nannten tiefsten Punktes der Rohrkrümmung steht, und es kann dann zwischen dem ge senkten Wasserspiegel und dem ;mannten tiefsten Punkt Luft in Form von Luftblasen in die Flasche ein- und dafür Wasser aus ihr austreten, bis der steigende 'Wasserspiegel im Mündungsrohr den Luftabsehluss wieder her stellt.
Steht die Isolierflasche aufrecht, das heisst mit der Mündung nach oben, so kann ein Luftbehälter mit ihr in Verbindung stehen., dessen Inhalt unter Druck behalten wird, der auf den Flascheninhalt einwirken kann, derart, dass dieser einem mit einer @VeTschluss- vorrichtung versehenen Handstück zuströmt und im -ewünschten Augenblick .auf eine be stimmte iStelle geleitet werden kann.
Auf ider Zeichnung sind solche W ürm- wasserbehälter in mehreren Ausführungsfor men durch die Fis. 1 bis 10 teils im Schnitt, teils in Ansicht darcestellt.
Die )Varmwasserbehälter gemäss Fib. 1 bis 4 bestehen aus der an sieh bekannten Isolierflasche 1, die in den. Blechmantel 2 sing esetzt ist und,dem Ständer, der sich sei nerseits aus dem Kipplager 3 und der Auf fangschale 4 zusammensetzt.
Die Flasche sitzt dabei mit ihrer mach unten Berichteten Mündung auf dem Boden der Auffangschale auf, wodurch das Ausfliessen des Wassers verhindert wird, weil die Flaschenmündung durch den entstehenden Wasserabschluss her metisch abgeschlossen wird. Obere Teile des Kipplagers nach Fig. 3 und 4 sind lose in untere, gabelförmige Kipplagerteile einge legt, wobei die Kippachse in der Ebene der Flaschenmündung, aber hinter derselben an geordnet ist.
Beim ersten Ausführungsbei spiel, Fig. 1 und 2, ist die Verbindung des die Flasche enthaltenden Blechmantels 2, mit den beweglichen Teilen des Kipplagers zweckmässig leicht lösbar, etwa in der Weise, dass am Mantel zwei Führungen 6 angebracht sind, in welche die KipplaBerteile 5 einge schoben und befestigt werden können.
Die feststehenden Teile des Kipplagers 3 sind auf einer Grundplatte "r befestigt, -und zwi schen ihnen ist die Auffangschale4angeordnet. Diese ist in einer entsprechenden Fassung S senkrecht verschiebbar und wird durch eine Feder 9 ständig gegen die nach unten gerich tete Mündung der Flasche 1 bedrückt. Lm den Kippwinkel der Flasche nicht zu über schreiten, ist zweckmässig im Kipplager ein verstellbarer Anschlag 10 vorgesehen.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel, Fig. 3 und 4, sind -die obern Kippla.gerteile 5 fest mit dem Flaschenmantel 2 verbunden und liegen lose in den gabelförmig gestalteten, untern Kipplagerteilen. Die Achse des Kipp- lagers liest, auch beim ersten Beispiele in, resp. in der Nähe der Ebene .der Flaschenmün dung, aber etwas hinter dem Mündungsrande, so,d,
ass der Schwerpunkt der Flasche vor und über dem Kipplager liegt und diese daher immer das Bestreben hat, sich senkrecht ein zustellen, wobei dann die Flaschenmündung auf den Boden der Auffangschale zu lieben kommt.
Soll aus der Isolierflasche Wasser ent nommen werden, so braucht man diese nur etwas nach rückwärts zu kippen, wodurch sich der vordere Rand der Fla,schemmürndun-- etwas von dem Boden der Sehale 4 abhebt und Luft in die Wasserflasehe eintreten kann, worauf eine entsprechende Wasser menge in die Auffangschale 4 fliesst., bis die Flaschenmündung in 'den steigenden Wasser- spiegel taucht und damit weiterem Luftein- tritt in die Flasche gemehrt wird.
Beim ersten Ausführungshcispiel, Fi < . 1 und ?, wird beim Kippen der Flasche die .luffansselia.le ein wenig nach abwärts be wegt und lest sich wieder an die Flaschen mündung all., wenn diese ihre Anfangslage wieder .erreicht hat.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel, Fig. 3 und 4, steht die Auffangschale fest und die Flasche hebt sich beim Kippen gleichzeiti- etwas an und gleitet in dem Kipplager nach oben. Beim Zurückgehen aus der Kipplage in die Ruhestellung senkt sich die Flasche unter der Wirkung des Schwergewichtes wie der, bis ihre Mündung auf dem Boden der Auffangschale steht.
Das in die Auffangschale ausgetretene Wasser kann aus dieser mittelst der Spritze entnommen werden.
Bei weiteren Ausführungsbeispielen mach den Fig. 5 bis 9 ist eine Kippbewegung der Flasche nicht mehr erforderlich und auch die Auffangschale kann in Wegfall kommen. Statt dessen ist die Flaschenmündung mit einem oben gekrümmten,doppelwandigen und isolierten Rohr 11 versehen, in dessen freiem Sehenkel das Wasser ein wenig über den tiefsten Punkt der innern Rohrkrümmung hochsteigen kann. Das 32iindungsrohr könnte ehensowohl auch nur einwandig sein.
Die Flasche 12 ist beidem Ausführungs- beispiel nach Fig. 5, 6 und 7 in etwas nach riiehwärts geneigter Stellung auf dem Lager l a angeordnet, In den Absehlusskorken der Flasche 12 ist das mit. der hlünclung nach oben gekrümmte Rohr 11 eingesetzt.
Das in der vollkommen geschlossenen Flasche be- findliehe Wasser steigt in -dem äussern Schen- l;el des Rohres ll nur wenig über den tief- ,sien Punkt der innern Rohrkritmmung hoch, kann aber nicht aus dem Rohr 11 ausfliessen, weil sich in der Flasche über dem Wasser- spiegel ein luftverdünnter Raum befindet.
Soll während der Arbeit Wasser entnom men -werden, so geschieht das in üblicher Weise mit Hilfe der Spritze. indem deren fitrahIrohr in die freie Öffnung des Rohres 11 getaucht und das Wasser angesaugt wird.
Beim Saugen senkt sich der Wasserspiegel im 3Tüirdungsrohr bis unter den tiefsten Punkt der innern Rohrkrümmung, und es kann zwischen diesem Punkt und dem Was- serspiegelLuft in die Flasche eintreten, was das \ achfliessen des Wassers zur Folge hat, bis der Wasserspiegel über den tiefsten Punkt der Rohrkrümmung wieder gestiegen ist und den Lufteintritt in die Flasche abschliesst.
Die schräge Stellung des Rohres 11 mit Be zug auf die Grundplatte 14 bewirkt, dass die eintretende Luft sich in eine Reihe von Luftperlen auflöst, die entlang der innern bezw. obern Rohrwand hochsteigen, während das austretende Wasser -daran voAeiströmen kann. Um diesen Vorgang noch weiter zu be günstigen, kann das Rohr seitlich zusammen gedrückt sein. Die Grundplatte 14, auf wel cher das Lager 13 für die Flasche 12 befe stigt ist, kann zweckmässig als Auffang schale für etwa verschüttetes oder abgetropf tes Wasser ausgebildet sein. Es ist aber auch möglich, das Lager 13 als Wandarm oder in ähnlicher Weise auszubilden.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 und 9 kann die Flasche 12 und das Mün dungsrohr 11 senkrecht angeordnet sein. Das Mündungsrohr besitzt dann in der obern Krümmungswand zwischen der vordern Wand des längeren, innerhalb der Flasche be findlichen Schenkels und der aussenliegenden 3Tündung eine nach oben gewölbte Hammer 15, aus welcher ein Steigrohr 16 über -den Wasserspiegel in der Flasche hinaufreicht.
Die in die Kammer 15 reichende Mündung des Steigrohres 16 wird in,der Bereitschafts stellung des Wasserbehälters durch ein Schwimmerventil 17 abgeschlossen. Senkt sich infolge von Wasserentnahme aus dem Mündungsrohr 11 -der Wasserspiegel, so gibt das Schwimmerventil die untere Mündung des Steigrohres 16 frei, und es kann durch dieses Luft in die Flasche gelangen, worauf eine entsprechende Menge Wasser ausfliesst, das -dann durch Heben des Wasserstandes das Schwimmerventil wieder anhebt und die untere Mündung des Steigrohres 16 ab schliesst.
Fig. 10 endlich zeigt eine Ausführungs- form des Wasserbehälters, bei dem -die Iso lierflasche 18 aufrecht, das heisst mit der Mündung mach oben steht. Mit der Flaschen hülse ist ein Luftbehälter 19 lösbar verbun den, dessen Boden an seiner Unterseite den Versehlussteil 20 trägt, der die Isolierflasche nach aussen abschliesst. Durch diesen Ver- schlussteil 20 geht ein Steigrohr 21 his nahe zum Boden -der Flasche und mündet ausser halb des Luftbehälters 19 in einen Stutzen 22, .an welchem der zu einem als 'Spritzrohr ausgebildeten, mit Hahn versehenen Hand- stück 23 führende Schlauch 24 angeschlossen ist.
Vom Luftbehälter 19 führen durch den Boden desselben und durch das Verschluss- stück 20 ein oder mehrere Kanäle 25 in die Isolierflasche, durch welche die im Luftbe hälter unter Druck stehende Luft in die Iso lierflasche strömen kann. Diese Luftkanäle rönnen durch Rückschlagventile 26 geschlos sen sein, damit die Wärme in der Isolier flasche nicht durch Luftbewegung in den Luftbehälter übertreten kann.
Der Überdruck im Luftbehälter 19 kann in beliebiger Weise erzeugt werden, zum Bei spiel durch Einpumpen von. Luft oder ge eigneten Gasen, die gleichzeitig dazu dienen können, den Inhalt der Isolierflasche zu imprägnieren, so dass er eine heilende oder desinfizierende Wirkung auf ,das Operations gebiet auszuüben vermag.
Es ist auch möglich, dem Wasser der Iso lierflasche Chemikalien in Tabletten oder an derer Form zuzusetzen, die bei ihrer Lösung im Nasser ein Gas entwickeln, das sich in dem Luftraum über dem Wasserspiegel bezw. in dem Luftbehälter sammelt und den Druck zum Austreiben des Wassers abgibt, gleich zeitig .das \Nasser imprägniert und ihm des infizierende, adstringierende ad-er geschmacks- korrigi erende Eigenschaften verleiht.
Der Luftdruck in dem Luftbehälter 19 könnte .auch dadurch erzeugt werden, dass in einem Zwischenbehälter, der nach Art eines Windkessels angeordnet sein könnte, Wasser unter einem bestimmten Druck (Wasserlei tung) entweder dauernd oder periodisch ein gelassen wird, da-.- die über dem Wasserspie gel stehende Luft zusammenpresst.
Der Verschlussliahn des Handstückes ist. so gestaltet, dass er bequem bedient werden kann, und zwar mit derselben Hand, die das Handstück hält, so dass jederzeit und beliebig lang der Wasserstrahl zu der gewünschten Stelle geleitet werden kann.
Gegebenenfalls könnte auch die zur Er zeugung der Druckluft vorgesehene Vorrich tung (Pumpe oder dergleichen) in oder an dem Luftbehälter selbst angeordnet sein.