CH130816A - Pneumatisches Polsterelement. - Google Patents
Pneumatisches Polsterelement.Info
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Description
Pneumatisches Polsterelement. Gegenstand der Erfindung ist ein pneu matisches Polsterelement, das im Quer schnitt Teile von verschiedenem elastischen Widerstand besitzt.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt.
Fig. 1 ist ein Querschnitt durch dasselbe, Fig. 2 ein Querschnitt durch einen Teil des selben und Fig. 3 und 4 zeigen ein anderes Detail im Querschnitt und schematisch.
Das gezeichnete pneumatische Polster element ist als Radreifen ausgebildet, der einen Laufmantel 5 üblicher Form besitzt. Innerhalb des Laufmantels befindet sieh ein aus sehr nachgiebigem Stoff, zum Beispiel Gummi, bestehender Kern (Halteorgan) 6, der etwas kleineren Querschnitt hat als der Laufmantelhohlraum. Der Kern 6 ist aus einer grossen Zahl nicht miteinander in Ver bindung stehender Zellen gebildet, die Luft oder Gas von mehr als Atmosphärendruck enthalten und von denen die dem Laufmantel vorzugsweise nähere grösser sind, als die innern. Es können aber auch die innern Zellen grösser und die äussern kleiner oder alle Zellen von etwa gleicher Grösse sein.
Auch die Dicke der Zellenwände kann ver schieden sein und der Luft- oder Gasdruck der dem Laufmantel näheren Zellen kann von dem der innern Zellen variieren, was durch einen geeigneten Vulkanisationsprozess erzielt wird, beispielsweise durch Anwendung ver schiedener Wärmegrade auf die verschie denen Teile des Kernes. Der Kern 6 ist in einer Umhüllung 7 aus dichtem Gummi oder anderem .elastischem Stoff eingeschlossen.
Diese Umhüllung ; ist an ihrem innern, wellenförmigen Wandungsteil 10 gegenüber dem andern Wandungsteil verdickt und läuft auf beiden Seiten in Rändern 8 und 9 aus, die sich mehr oder weniger weit einwärts den Seitenwänden des Mantels entlang er strecken und nach aussen hin allmählich dünner sind. Zwischen dem Fern 6 und der Wand 10 liegt eine auf die ganze Breite des Kernes :sich erstreckende Gurte 1'8, aus grobem Textilstoff, die mit dem gern 6 oder- mit der Wand 10 zusammen vulkanisiert ist.
Im Kern 6 ist nahe der Wand 10 eine Gurte 11 aus starkem, grobem Textilmaterial ein gebettet, dessen Fäden schräg zur Gurte ver laufen, so dass die letztere eine begrenzte Dehnbarkeit hat. Den beiden Rändern der Gurte 18 entlang sind ebenfalls aus grobem Textilstoff bestehende Gurten 13 und 14 an geordnet, deren Kettenfäden vorzugsweise längslaufend sind. Zur Verstärkung und zu gleich zur Verhütung einer ungewöhnlichen Streckung dieser Gurten 13 und 14 sind die selben, wie in Fig. 3 und 4 veranschaulicht, einwärts umgefaltet, so dass sie auf der ganzen Breite doppelt sind. Die übereinander liegenden Enden, resp. Ränder der Gurten 13 und 14 können durch Vernähen mitein ander verbunden sein.
Mit 12 ist der Luft schlauch bezeichnet, der mit einem nicht ge zeichneten Ventil versehen ist und zwei ineinanderliegende Hüllen 15 und 16 und zwischen diesen eine (oder mehr) Füllung 17 besitzt. Die Hüllen 15 und 16 bestehen vor zugsweise aus stark nachgiebigem Gummi und die Füllung 17 bildet eine Schicht aus unvulkanisiertem, sehr klebrigem Gummi. Dieser Luftschlauch ist so vulkanisiert, dass der Querschnitt im wesentlichen die aus Fig. 2 ersichtliche; herzförmige Gestalt hat, wenn der Luftschlauch schwach aufgepumpt ist.
Diese Querschnittform hat den Vorzug, dass die Wände auch bei stark aufgepumptem Luftschlauch in der Querrichtung nicht auf Zug beansprucht sind, also keine grössere Oberfläche haben, wie dies bei gewöhnlichen Luftschläuchen von kreisrundem Quer schnitt infolge der durch den starken Innen druck hervorgerufenen Ausdehnung und Ver grösserung des Umfanges der Fall ist.
Die Umhüllung 7 des Kernes 6 kann mit dem Luftschlauch 12 und dieser mit dem Laufmantel 5 zusammenvulkanisiert sein.
Die Wand 10 des Kernmantels 7 und die äussere Wand des Luftschlauches 15, 16, 17 sind, wie bereits angedeutet, ineinander greifend. Beim Aufpumpen des Luft schlauches wird der einwärts vorspringende mittlere Teil des Kernes 6 flach gedrückt und zugleich der Kernmantel 7 nach aussen gegen den Laufmantel 5 gedrückt, wobei die Wölbung der genannten aneinander liegen den Teile des Kernes und des Luft schlauches mit der Zunahme des Druckes abnimmt. Dadurch wird der dem Kern material innewohnende Widerstand und der Luft- oder Gasdruck in den Kernzellen ver grössert. Der konvexe Teil des Kernes 6 wird dabei in den Körper des letzteren hin eingedrückt. Die Zone des Kernes zwischen den Gurten 11 und 18 wird stärker zu sammengedrückt als der Teil ausserhalb der Gurte 1l, da die letztere nur eine begrenzte Dehnbarkeit bat.
Der Widerstand, bezw. die Spannung des Kernes nimmt ausserhalb der Gurte 11 auswärts vorteilhaft nach und nach ab. Im Gegensatz zu bisher bekannten Luft reifen, hat der beschriebene und dargestellte in seinem Querschnitt Teile von verschiedener Elastizität, und zwar haben die innern Teile grösseren elastischen Widerstand als die äussern Teile, so dass beim Auftreten schwa cher Stösse die äussern Teile bei mittleren Stössen die äussern und mittleren, weniger elastischen Teile und bei staken Stössen alle Teile von verschiedenem elastischem Wider stand dem Grad ihrer Widerstandskraft ent sprechend beansprucht werden.
Auf einen durch den Laufmantel hindurch in den Kern eindringenden fremden Körper, zum Beispiel einen Nägel oder Stein, wirkt die gegen ein wärts grössere Dichte des Kernes ausstossend, indem der Druck auf den Fremdkörper von unten grösser ist und so denselben nach aussen drängt. Sollte aber ein solcher Fremdkörper durch den Kern hindurch in den Luft schlauch 12 eindringen, Co würde das Ad häsionsvermögen der unvulkanisierten Zwi schenschicht 17 selbst abschliessend wirken und ein wahrnehmbares Entweichen der Luft aus dem Luftschlauch verhindern, da, wenn dieser stark aufgepumpt ist, die Schicht 17 unter hohem Druck steht und infolge ihrer Weichheit auch seitwärts gedrückt wird, und zwar um so mehr,
als mit zunehmendem Innendruck der obere mittlere Teil des Luft schlauches verflacht wird (Fig. 2, punktierte Linie). Dabei wird der Umfang des Luft- schlanches vermindert und der Seitendruck im Innern aller Wandungsteile des Luft schlauches verstärkt. Mit dem Innendruck des Luftschlauches nimmt auch bis zu einer gewissen Grenze die Dicke der Schicht 17 zu. Ist der Luftdruck im Luftschlauch 12 so stark, dass der sonst nach unten gewölbte Teil flach ist, wie dies in Fig. 2 durch die punktierte Linie angedeutet ist, so steht das Material der Schicht 17 unter dem grössten praktisch vorkommenden Druck.
Demzu folge wird auch die Dichtigkeit dieses Ma terials entsprechend erhöht und die Porosität desselben, sowie der andern Wandungsteile des Luftschlauches auf ein Minium herab gesetzt. Aus dem Gesagten erhellt, dass im Luftschlauch etwa erzeugte Öffnungen durch den Seitendruck im Material der Schicht 17 geschlossen werden, wozu die Weichheit der Schicht 17 besonders vorteilhaft ist. Der Kern 6 mit seinem nach unten gewölbten mittleren Teil verhindert das Rundwerden des Schlauchquerschnittes und damit die Auf hebung, bezw. Umkehrung der Wölbung des aufgepumpten Schlauches 12, was ebenfalls zur Aufrechterhaltung des Seitendruckes des Materials in der Schlauchwand beiträgt.
Da der Kern 6 durch die verschiedenen Gurten 11, 13, 14, 18 beim Aufpumpen des Luftschlauches in seiner Ausdehnung be grenzt ist, tragen diese Teile wesentlich zur Entlastung des Laufmantels gegen den Innendruck bei.
Der Kern 6 mit der Umhüllung 7 ist ausserdem vorteilhaft etwas kleiner im Quer schnitt und Durchmesser als die Lichtweite und der Durchmesser des Laufmantels 5, so dass auch bei aufgepumptem Luftschlauch eine dünne Schicht Luft zwischen der Kern umhüllung 7 und der Auskleidung des Laufmantels vorhanden ist. Bei rollendem Radreifen wird diese dünne Luftschicht an der Stelle; wo der Laufmantel ruht, ver drängt und bildet sich beim Verlassen des Bodens sofort wieder. An der tiefsten Stelle des Rades wird die durch Reibung erwärmte Luft zwischen Kern und Laufmantel ausge- trieben und wird nachher aus der Atmo sphäre durch frische kühle Luft ersetzt. Hier durch wird eine Luftzirkulation zwischen Kern und Mantel, das heisst eine Art At mungswirkung enzielt, bei der erwärmte Luft ausgestossen und freche Luft eingesaugt wird.
Der Laufmantel wird daher nicht so stark erhitzt wie bei einem gewöhnlichen Pneu- matikreifen.
Es können natürlich auch Änderungen im Rahmen der Erfindung vorgenommen wer den, beispielsweise kann die mittlere Gurte 11 weggelassen oder es können deren mehr als eine im Kern angeordnet sein. In letz terem Fall wird die Undurchdringbarkeit des Kernes noch erhöht. Statt als Luftreifen kann das pneumatische Polsterelement auch als Kissen, Puffer, usw. ausgebildet sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Pneumatisches Polsterelement, dadurch gekennzeichnet, dass es im Querschnitt Teile von verschiedenem, elastischem Widerstand besitzt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Pneumatisches Polsterelement nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der elastische Widerstand der ge nannten Teile von der einen Seite nach der gegenüberliegenden Seite wenigstens eines Teils des Elementes zunimmt. 2. Pneumatsiches Polsterelement nach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es einen elastischen Kern und einen aufblähbaren Luftbehälter aufweist. 3.Pneumatisches Polsterelement nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die aneinanderliegenden Wände des Kernes und des Luftbehälters eine sol che Form haben, dass die beiden Teile bei nur schwach aufgepumptem Luftbehälter ineinander greifen und bei stärker auf- gepumpten Luftbehälter der Umf ang des selben kleiner ist als im nicht aufge pumptem Zustand.4. Pneumatisches Polsterelement nach Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, der der Luftbehälter im schwach auf gepumptem Zustand mindestens einen einwärts gewölbten Teil hat, der durch weiteres Aufpumpen des Luftbehälters flacher wird. 5. Pneumatisches Polsterelement nach Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftbehälter im schwach auf gepumpten Zustand herzförmigen Quer schnitt hat. 6. Pneumatisches Polsterelement nach Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftbehälter in seiner Wand mindestens eine Schicht aus zähflüssigem Material besitzt. 7.Pneumatisches Polsterelement nach Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass' die zähflüssige Schicht des Luft behälters in dem Wandteil des Luft behälters, welcher an dem Kern anliegt. dicker ist. 8: Pneumatisches Polsterelement nach Un teranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern Zellen aufweist. 9. Pneumatisches Polsterelement nach Un teranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zellen verschieden gross sind. 10. Pneumatisches Polstermaterial nach Un teranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zellen verschiedene Wanddicke haben. 11. Pneumatisches Polsterelement nach Un teranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zellen gegeneinander abge schlossen sind und Gas unter Druck enthalten. 12. Pneumatisches Polsterelement nach Un teranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftdruck in den Zellen ver schieden ist. 13.Pneumatisches Polsterelement nach Un teranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern Zonen von verschiedenem elastischem Widerstand hat. 14. Pneumatisches Polsterelement nach Un teranspruch 13; dadurch gekennzeichnet, dass der elastische Widerstand des Kernes von innen nach aussen abnimmt, um auf in das Polsterelement eindringende Fremdkörper eine ausstossende Wirkung auszuüben. 15. Pneumatisches Polsterelement nach Un teranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern und der Luftbehälter von einer gemeinsamen Hülle umgeben sind. 16. Pneumatisches Polsterelement nach Un teranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern Schichten aus Textilstoff enthält, die dazu dienen, beim Auf pumpen des Luftbehälters die Aus dehnung des Kernes zu begrenzen und die umgebende Hülle von der Aufblähbean spruchung zu entlasten. 17.Pneumatisches Polsterelement nach Un teranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern von einer besonderen elasti schen Hülle umgeben ist, deren am Luft behälter anliegende Wand gegenüber dam übrigen Teil ihrer Wände verdickt ist. 18. Pneumatisches Polsterelement nach Un teranspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die den Kern aufnehmende elastische Hülle Verbreiterungen hat. <B>19.</B> Pneumatisches Polsterelement nach Un teranspruch 18, dadurch gekennzeichnet, .dass des Kern und der Luftb.ehälte@r zu sammen im Querschnitt kleiner gehalten sind als das Innere der umgebenden Hülle.
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