Fahrrad-Freilaufnabe mit Rücktrittbremse. Fahrrad - Freilaufnabe mit Rücktritt bremse, welche einen hülsenförmigen Brems mantel aufweisen, sowie einen Mitnehmer und ein durch Verschraubung auf letzterem achsial verschiebbares Kupplungsglied, das in der Bremsstellung ein Auseinanderspreizen des Bremsmantels verursacht, sind bekannt. Diese bekannten Fahrrad-Freilaufnaben wei sen den Nachteil auf, dass in der Antriebsstel lung immer noch eine Verbindung zwischen Kupplungsglied und Bremsmantel vorhanden ist, welche unnötige Reibung verursacht.
Dieser Übelstand ist bei der Fahrrad-Frei laufnabe gemäss vorliegender Erfindung be hoben, indem das Kupplungsglied aus zwei Ringen besteht, zwischen welchen eine Feder angeordnet ist, die einerseits die beiden Ringe auseinander zu pressen und in Eingriffstel lung mit der Radnabe zu halten bestrebt ist und anderseits ein Gegeneinanderpressen der Ringe und dadurch ein vollkommenes Weg rücken derselben vom Bremsmantel gestattet.
Ein Ausführungsbeispiel der Fahrradnabe gemäss vorliegender Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, in welcher Fig. l einen Längsschnitt durch die Fahr radfreilaufnabe mit Rücktrittbremse in An triebsstellung zeigt; Fig. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie a-a in Fig. 4; Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie b-b in Fig. 1, und Fig. 4 zeigt die Stellung der Teile beim Freilauf.
Die Nabenhülse 5 ist mittelst Kugellager auf dem Mitnehmer 7 und dem Lagerstück 19 gelagert und der Mitnehmer 7 ist lose auf der Achse 10 und durch das Kugellager 9 auf letzterer gelagert. Das Antriebsrad 6 ist fest auf dem Mitnehmer 7. Letzterer ist mit dem steilen Gewinde 11 versehen, mit welchem der Kupplungsring 12 zusammenwirkt. Auf der Kegelfläche des Kupplungsringes 12 sind Zähne 13 (Fig. 1 und 2) vorgesehen, in die die Zähne 14 der Hohlkegelfläche des spreiz- baren mehrteiligen Mantels 15 eingreifen.
Der mehrteilige, spreizbare Bremsmantel 15 wird durch Ringfedern 18 zusammengehalten und von dem auf die Achse 10 aufgewindeten, durch den Hebel 20 gegen Drehung gesicher ten Lagerstück 19 getragen; die Nasen 22 des Lagerstückes 19 verhindern eine Drehung des Bremsmantels. Auf der kegelförmigen Spreiz- fläche 23 des Lagerstück es 19 liegt die hohl kegelförmige Fläche 24 des Bremsmantels 15 auf. Auf dem Kupplungsring 12 sitzt achsial verschiebbar der Kupplungsring 26, welche beiden Ringe zusammen das Kupplungsglied bilden.
Vier Längskeile 25 auf dem Kupp- lüngsring 12 greifen in vier Nuten 27 des Kupplungsringes 26 und verursachen, dass die beiden Ringe 12 und 26 in Drehver bindung miteinander sind.
Zwischen den Kupplungsringen 12 und 26 ist eine Schraubenfeder 31 angeordnet, welche bestrebt ist, die beiden Ringe ausein anderzupressen. Ein Runddraht 28 (Fig. 1 und 4) ist in dem Kupplungsring 12 eingelas sen und wirkt als Hubbegrenzung für die für die achsiale Verschiebung des Ringes 26 gegen über dem Ring 12 unter dem Einfluss der Schraubenfeder 31. Auf der kegelförmigen Fläche 29 des Kupplungsringes 26 sind Zähne vorgesehen, die gegen die keine Zähne auf weisende hohlkegelförmige Fläche 30 der Nebenhülse 5 gepresst werden können. Auf der dem Antriebsrad 6 gegenüberliegenden Seite der Nabe ist ein weiteres Antriebsrad 32 vorgesehen, das durch eine Gegenmutter 33 gesichert ist.
Die vorstehend beschriebene Fahrradnabe wirkt wie folgt: Wenn der Mitnehmer 7 durch die Tret- kurbeln im Sinne der Vorwärtsbewegung an getrieben wird, so schraubt das Gewinde 11 den Kupplungsring 12 nach rechts in Fig. 1 und sobald er Kupplungsring 26 auf der hohlkegelförmigen Fläche 30 der Nebenhülse 5 aufliegt, wird die Schraubenfeder 31 achsial zusammengepresst, bis der Kupplungsring 12 an den Kupplungsring 26 anstösst, wodurch die Narbenhülse 5 mit dem Mitnehmen 7 ge kuppelt ist, während die Zähne der Kupplung 13 und 14 ausser Eingriff gekommen sind. Diese Stellung der Teile ist in Fig. 1 darge stellt.
Das Zusammenpressen der Ringe 12 und 26 entgegen dem Druck der Fender 31 ermöglicht ein vollkommenes Ausrücken der Kupplung 13, 14, so dass jedes Schleifen und Verursachen von unnötiger Reibung vermie den wird.
Beim Stillhalten der Tretkurbel hört. der durch den Mitnehmen 7 auf die Kupplungs ringe 12 bezw. 26 ausgeübte Druck auf, die vorwärts rotierende Narbenhülse 5 nimmt den Kupplungsring 12 mit, welcher auf dem Ge winde 11 des Mitnehmers 7 nach links in Fig.1 sich bewegt, so dass sich die Schrauben feder 31 entspannt; die Zähne der Kupplung 13, 14 kommen in Eingriff und die gezahnte Fläche 29 des Kupplungsringes 26 ist von der Fläche 30 der Nabenhülse 5 frei gewor den, der Kupplungsring 26 wird von der Feder 31 an den Hubbegrenzungsring 28 an gepresst. Bei dieser in Fig. 4 gezeichneten Stellung kann sich die Nabenhülse 5 ohne Hemmung drehen, es ist die Freilaufstellung.
Beim Rückwärtsdrehen der Tretkurbeln wird das Kupplungsglied 12, 26 noch weiter nach links verschoben und verursacht ein Auseinanderspreizen des mehrteiligen Brems mantels 15, indem die hohlkegelige Spreiz- fläche 24 gegen die Spreizfläche 23 des Lagerstückes 19 gepresst wird. Der Brems mantel 15 wird gegen die Nebenhülse 5 ge presst und das Fahrrad in diesem Falle ge bremst.
Beim Wiederantrieb des Fahrrades ver schiebt sich das Kupplungsglied 12, 26 nach rechts, die Zähne der Zahnkupplung 13, 14 kommen ausser Eingriff und die Ringfedern 18 ziehen den mehrteiligen Bremsmantel 15 zusammen und die Bremswirkung zwischen Bremsmantel 15 und Nebenhülse 5 hört auf.
Das Kettenrad 32 auf der dem Kettenan trieb abgewendeten Seite der Narbenhülse ge stattet durch Umwenden des Hinterrades, derart, dass die Antriebskette mit dem Rad 32 zusammenarbeitet, die Nabe in eine starre Nabe zu verwandeln.
Im Rahmen vorliegender Erfindung sind noch mannigfache Abänderungen der gezeig ten Ausführungsform möglich. Beispielsweise kann das Gewinde des Mitnehmems und des mit ihm zusammenarbeitenden Kupplungs- gliedes statt rechteckiges halbkreisförmiges Profil haben. Der Bremsmantel kann ein- oder zweiteilig anstatt vierteilig sein, und er könnte im Gegensatz zur Zeichnung, wo nur ein Teil des Innenumfanges jedes Teilstückes mit Zähnen versehen ist, auf der ganzen hohlkegeligen Fläche aller Teiltücke mit Zähnen 14 versehen sein.
Die Ausbildung des Kupplungsgliedes in zwei Ringen, zwischen welchen eine Feder angeordnet ist, bringt verschiedene Vorteile. Sie ermöglicht eine selbsttätige Einstellung der Kupplungsteile und ein rasches Ein- und Ausschalten der Kupplung. Ferner gestattet sie ein vollkommenes Entfernen vom Brems mantel, so dass jede unnötige Reibung vermie den wird.