CH130971A - Vorrichtung zum Regeln von Zusatzluft für das Brennstoffluftgemisch von Vergaserexplosionsmotoren. - Google Patents
Vorrichtung zum Regeln von Zusatzluft für das Brennstoffluftgemisch von Vergaserexplosionsmotoren.Info
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Description
Vorrichtung zum Regeln von Zusatzluft für das Brennstoifluftgemisch von Vergaseregplosionsmotoren. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Regeln von Zusatzluft für das Brennstoffluftgemisch von Vergasereaplo- sionsmotoren, bei der die Regelung von Off nungen für den Zusatzlufteintritt durch ein sich bei Druckveränderungen vor einem Dros selorgan der Saugleitung für das Brennstoff luftgemisch bewegendes Organ erfolgt. Gemäss der Erfindung sind die Eintrittsöffnungen für die Zusatzluft in einem Rohr angeordnet und der hintritt der Zusatzluft wird durch einen von dem genannten Organ betätigten Rohr schieber geregelt. In den Fig. 1 und 29 der Zeichnung ist je ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes im Vertikalschnitt dargestellt. Bei dem in Fig. 1 dargestellten Beispiel mündet ein Rohr i von der Seite in das An saugrohr r hinter einer Mischdüse t des Ver gasers und einer Drosselklappe q für das Brennstoffluftgemisch. An das Rohr i ist das Zusatzluftrohr b angeschlossen, das zen- trisch durch einen Zylinder a hindurchgeht. Im letzteren befindet sich ein Kolben c unter der Wirkung einer Feder k. Mit dem Kolben c ist unten ein das Zusatzluftrohr b um gebender Rohrschieber d starr verbunden, der das Zusatzluftrohr b zwecks Führung von Kolben und Schieber am Rohr b nur oben und unten enger umschliesst und in der Mitte ausgespart ist, damit er möglichst leicht auf dem Rohr b gleiten und nicht festgesaugt wer den kann. In dem Zusatzluftrohr b sind unter halb des Zylinders a mehrere vertikale Reihen von Lufteintrittsöffnungen o vorgesehen, die bei abgestelltem 1llotor, wo der Kolben c rnit Rohrschieber d von der Feder hinunterge- drückt wird, von dem letzteren überdeckt werden, so dass keine Luft in das Rohr b eintreten kann. In das Rohr b ist von unten ein unten geschlossener, mit einem Drehknopf e" versehener Rohrschieber e mit einem Längs schlitz p drehbar eingesteckt. Über das Rohr b und den Zylinder ist von unten eine Kappe f mit Luftöffnungen f' gestülpt, die mittelst eines Flansches n bei Automobilen zum Bei spiel am Armaturenbrett befestigt ist. Der Zylinder a ist durch ein Rohr g mit dem Raum s der Ansaugleitung r, zwischen der Drosselklappe q und der Mischdüse t ver bunden. An der Stelle, an der der Rohrschieber d mit dem Kolben c verbunden ist und beide auf dem Rohr b gleiten, besitzt der Rohr schieber d innen eine Ringnut d, die durch Öffnungen<I>na</I> mit dem Innern der Kappe f und folglich auch mit der Aussenluft in Ver bindung steht. Der im Betrieb in dem Raum s der An saugleitung bei grösserer Belastung auftre tende Unterdruck wirkt saugend auf den Kolben c im Zylinder a und zieht diesen und damit den Rohrschieber d entgegen der Wirkung der Feder k je nach seiner Stärke mehr oder weniger in den Zylinder a hinein, wodurch die Lufteintrittsöffnungen o des Zu satzluftrohres b mehr oder weniger freige geben werden. Dadurch tritt durch die Löcher <I>f'</I> der Kappe<I>f</I> und die Löcher o des Rohres <I>b</I> die Zusatzluft in das Zusatzluftrohr <I>b</I> ein, von wo aus sie der .Motor durch die Leitung <I>i</I> in die Ansaugleitung r hineinansaugt, wo sie sich mit dem von der Mischdüse t her kommenden Brennstoffluftgemisch vereinigt. Durch entsprechendes Drehen des Schiebers <I>e</I> kann man den Schlitz<I>p</I> so einstellen, dass er eine oder mehrere Längsreihen Löcher o für den Zusätzlufteintritt freigibt, wie der Sättigungsgrad des vom Vergaser gelieferten Brennstoffgemisches es gestattet. Dieser Sät tigungsgrad hängt davon ab, wie gross die Brennstoffdüse gewählt ist, ob der Motor in kal tem oder warmem Zustande ist, ob die Aussen luft kalt oder warm ist, ob der Luftdruck hoch oder niedrig ist usw. Alle diese Zufällig keiten können durch einfaches Verstellen des Innenschiebers e ausgeglichen werden. Zieht man den Schieber e zum Teil oder ganz aus dem Rohr b heraus, so ist die lichte Weite desselben für die Zusatzluft frei. Bei ge schlossener Drosselklappe, zum Beispiel beim Zutalfahren, saugt dann der Motor nur frische Luft an. Dies bewirkt erstens Abkühlung des Motors und zweitens Verhinderung der Verölung der Zündkerzen, weil das Vakuum in den Zylindern verringert wird, drittens Sparen von Brennstoff, indem ein grosser Teil des bei geschlossener Drosselklappe von der Leerlaufdüse angesaugter Brennstoff durch Verminderung des Vakuums infolge des ge öffneten Zusatzluftrohres gespart wird. Bei Stillstand des Motors bewirkt das völlige Öffnen des Rohres b, dass der Motor von unbefugter Hand nicht in Gang gesetzt wer den kann, da sich wegen Zuströmens von zu viel Zusatzluft kein explosionsfähiges Gas gemisch bilden kann. Wenn keine Zusatzluft gewünscht wird, so wird der Innenschieber e so eingestellt, dass er alle Öffnungen o ab schliesst. Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 sind die Zusatzeintrittsöffnungen im Teil b' der Ansaugleitung r' des Motors angeordnet, das überall die gleiche lichte Weite besitzt. Der Teil b' ist mittelst Flanschen v einge setzt. Der Rohrschieber d' umschliesst den Rohrteil b' über dem Zylinder a'. Im Innern des Rohres b' befindet sich der beiderseits offene Rohrschieber e', von dem ein Griff 2c durch einen Querschlitz des Rohrteils b' hin durchragt. Der Innenschieber e' besitzt zwei Längsschlitze p', die bei offenem Schieber zum Beispiel zwei vertikale Lochreihen o' des Rohrteils b' freilegen. Zur Betätigung des Schiebers e könnte am Griff a4 ein Ge stänge oder ein Bowdenzug angreifen. Der Zylinder a' ist unter den Kolben c' durch ein Röhrchen lt' mit dem Raum s vor der Drosselklappe q im Ansaugrohr verbunden. Der Kolben c' mit Rohrschieber d' wird in folgedessen im Betrieb entgegen der Wirkung der Feder k' durch den Unterdruck vor der Drosselklappe q abwärts gezogen, so dass er je nach dem dort herrschenden Unterdruck mehr oder weniger von den Öffnungen o' freigibt, die durch den Innecischieber e' mittelst des Griffes z4 in der bereits beschriebenen Weise geöffnet werden. Die beschrieberieRegelungsv orrichtung lässt sich jedem Motor anpassen. Sie tritt beim Öff nen der Drosselklappe sofort in Funktion und wird beim Schliessen derselben selbsttätig ausge schaltet. Sie gibt dem Gasgemisch automa tisch die jeder Stellung der Drosselklappe und jeder Umdrehungszahl des Motors ent sprechende Menge Zusatzluft bei. Die Vor richtung wird bei Automobilen zweckmässig in der Nähe des Führersitzes am Armaturen brett angebracht, so dass des Schiebere' vom Führersitz aus durch einfachen Handgriff ver stellt werden kann. Der Unterdruck im Ver gaser (zwischen Mischtrichter t und Drossel klappe q) wird ausser von dem Öffnungsgrade der Klappe auch noch von der Umdrehungs zahl des Motors beeinflusst. Auch diesem Umstand trägt die Regelungsvorrichtung Rechnung. Bei höherer Umdrehungszahl des Motors wird mehr Brennstoffluftgemisch an gesaugt, das Vakuum wird grösser, demge mäss gibt die Vorrichtung auch mehr Luft zu. Sie regelt also die Zufuhr der Zusatzluft in der denkbar günstigsten Weise.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Regeln von Zusatzluft für das Brennstoffgemisch von Vergasereyplo- sionsmotoren, bei der die Regelung von Öff nungen für den Zusatzlufteintritt durch ein sich bei Druckveränderungen vor einem Dros selorgan der Saugleitung für das Brennstoff luftgemisch bewegendes Organ erfolgt, da durch gekennzeichnet, dass die Eintrittsöff nungen für die Zusatzluft in einem Rohr an geordnet sind und der Eintritt der Zusatz luft durch einen mit dem genannten Organ in Bewegungsverbindung stehenden Rohr schieber geregelt wird. UNTERANSPRüCHE: 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrschieber mit einem bei Druckveränderungen vor dem Drosselorgan der Saugleitung für das Brennstoffluftgemisch in einem Zylinder sich bewegenden Kolben starrverbunden ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr mit den Zusatzlufteintritts- öffnungen von dem Zylinder, dem Kolben und dem Rohrschieber zentrisch umgeben ist und dem Kolben, sowie dem Rohr schieber als Führung dient. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass das Rohr mit den Zusatz luftöffnungen mehrere Reihen von Luft- eintrittsöffnungen aufweist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der Rohrschieber das Rohr mit den Zusatzlufteintrittsöffnungen nur an seinen beiden Enden dicht umschliesst und im mittleren Teil ausgespart ist. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Zusatzlufteintrittsöffnun- gen ausser durch den mit dem Kolben starr verbundenen äussern Rohrschieber noch durch einen zweiten von letzterem unabhängigen, innern, von Hand einstell baren Rohrschieber mit mindestens einem Schlitz beherrscht wird. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass das Rohr mit den Zusatz lufteintrittsöffnungen von der-Seite in die Ansaugleitung mündet, und dass das Innen rohr zur Handregelung der Zusatzluftein- trittsöffnungen am einen Ende geschlossen und in die Zusatzluftleitung herausnehm bar und drehbar eingesteckt ist. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Zusatzlufteintrittsöffnun- gen in der Ansaugleitung für das Brenn stoffluftgemisch angeordnet sind. B.Vorrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis ä und 7, dadurch ge kennzeichnet, dass der innere Rohrschieber beiderends offen und mit einem Handgriff versehen ist, welcher durch einen Schlitz des Ansaugrohres hindurchnagt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE130971X | 1926-08-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH130971A true CH130971A (de) | 1929-01-15 |
Family
ID=5663875
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH130971D CH130971A (de) | 1926-08-21 | 1927-07-28 | Vorrichtung zum Regeln von Zusatzluft für das Brennstoffluftgemisch von Vergaserexplosionsmotoren. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH130971A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE880821C (de) * | 1951-04-26 | 1953-06-23 | Gotthold Moser | Mischvorrichtung fuer Vergaserexplosionsmotoren |
-
1927
- 1927-07-28 CH CH130971D patent/CH130971A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE880821C (de) * | 1951-04-26 | 1953-06-23 | Gotthold Moser | Mischvorrichtung fuer Vergaserexplosionsmotoren |
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