CH130976A - Kälteerzeugungsanlage. - Google Patents

Kälteerzeugungsanlage.

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CH130976A
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CH
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machines
absorption
temperature
compression
condenser
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Inventor
Esslingen Maschinenfabrik
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Esslingen Maschf
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  • Sorption Type Refrigeration Machines (AREA)

Description


      Hä,lteerzeugungsanlage.       Bei der gebräuchlichen     Art    der Kälte  erzeugung nach dem Kompressionssystem  besteht - namentlich bei kleinen und mitt  leren Anlagen - in der Regel ein sehr un  günstiges Verhältnis zwischen Betriebszeit  und     Betriebsstillstand.    Die Leistung der  Kältemaschine wird hier mit Rücksicht auf  möglichst geringe Bedienung und möglichst  rasche Anpassung an stärkere Temperatur  schwankungen meist so bemessen,     dass    in  einer     verhältnismässig    kurzen Betriebszeit  der gesamte Kältebedarf der Anlage für 24  Stunden gedeckt werden kann.

   Die während  der Betriebszeit anfallende überschüssige  Kältemenge wird in besonderen Kältespei  chern, beispielsweise     Solespeicherrohren,    auf  gespeichert, welche während des Betriebs  stillstandes. die aufgespeicherte Kälte wieder  an die Kühlraumluft abgeben. Die zur Er  zielung tiefer Oberflächentemperaturen und  weitgehender     Trockenhaltung    der Luft er  wünschte     unmittelbare    Übertragung der  Kälte von der siedenden Flüssigkeit an die       Kühlraumluft    durch eine Metallwand ist bei    dieser Art der Kälteerzeugung nicht mög  lich.

   Man muss deshalb höhere     Oberflächen-          temperaturen    in Kauf nehmen, die infolge  der geringeren Temperaturunterschiede     eine     Vergrösserung der Kühlflächen und einen  höheren     EFeuchtigkeitsgehalt    der zu kühlen  den Luft zur Folge haben. Während des Be  triebsstillstandes, der in oder Regel den weit  aus grösseren Teil einer Arbeitsperiode um  fasst, erfolgt allmählich ein Ausgleich zwi  schen der Temperatur der Kühlluft und jener  des Kühlgutes; derart, dass erstere allmählich  von tieferer Temperatur als das Kühlgut auf  eine höhere Temperatur als letzteres steigt;  das Kühlgut wirkt also gegen Ende des     Be-          triebsatillstandes    als Kältespeicher, wobei.

    sich der überschüssige Feuchtigkeitsgehalt  der Kühlluft an ihm niederschlägt. Dadurch       wind    sowohl die Haltbarkeit wie das Aus  sehen des Kühlgutes erheblich beeinträch  tigt.  



  Ein Mittel, das Verhältnis zwischen Be  triebszeit und Betriebsstillstand günstiger zu  gestalten, besteht in der Verwendung     intern              mittierend    arbeitender     Absorptions-Kälte-          maschinen,    bei welchen auf. eine verhältnis  mässig kurze Kochperiode eine erheblich län  gere Kühlperiode folgt. Da derartige An  lagen für eine völlig     selbsttätige    Arbeits  weise gebaut werden können, so spielt die       Frage    der Bedienung bei Bemessung der Be  triebszeit keine Rolle.

   Auch bei diesen An  lagen bleibt aber immer noch der Nachteil  einer gewissen, allerdings verhältnismässig  kurzen Unterbrechung der Kühlperiode be  stehen,     während    welcher die Temperatur im  Kühlraum ansteigt. Ein weiterer Nachteil  dieser Anlagen gegenüber den     Kompressions-          käItemaschinen    ist, dass sie keine so schnelle  Anpassung an stärkere Temperaturschwan  kungen     eimöglichen,    so dass namentlich in  Zeiten, in     welchen    der Kühlraum stark er  wärmt wird, sei es durch     Einbringen    fri  scher, =gekühlter Ware, oder durch häufi  geres Betreten, ein unerwünschtes Ansteigen  der Temperatur nicht zu vermeiden ist.

   Auch  die Anlaufzeit einer derartigen Anlage ist  erheblich länger als bei einer     entsprechend     gross bemessenen Kompressionsanlage.         Erfindungsgemäss    werden die Nachteile  beider     Anordnungen    dadurch vermieden, dass  die Kälteerzeugung durch je eine     Kompres-          sions-    und eine     Absorptions-Kältemaschin.          gemeinsam    erfolgt, deren Arbeitsperioden  zeitlich so versetzt sind, dass die Kühlwir  kungen beider Maschinen aufeinanderfolgen.

    Dabei wird die tägliche Betriebszeit der       Kompressionskältemaschine        zweckmässig    in  jene Stunde gelegt, während welcher der  Kühlraum am stärksten     beansprucht        wird.     Die Kompressionsanlage kann ferner jeder  zeit sofort zur Erhöhung der Kühlwirkung  eingeschaltet werden, wenn aus irgend einem  Grunde eine unzulässige     Erwärmung    des  Kühlraumes eintreten sollte.  



  Eine besonders einfache und billige     Ge-          staltung    der Anlage lässt sich dadurch errei  chen, dass     .d;ejenigen    Teile, welche für beide  Maschinen     in    gleicher Weise erforderlich  wenden - also Kondensator, eventuell ein       Flüssigkeitssammler,    Regelventil und Ver-    dampfen - für beide     Maschinen,    gemeinsam  verwendet werden. Dies ist möglich, wenn  für beide     Maschinen        dass    gleiche Kälte  mittel, beispielsweise Ammoniak, verwendet       wird    und die beiden     Maschinen    in ihrer  Grösse entsprechend aufeinander abgestimmt  sind.

   Der.     Kondensator,    der in diesem Falle  während der     Kochperiode    der     Absorptions-          kä,ltemaschine    gleichzeitig von beiden Ma  schinen in Anspruch     genommen    wird, ist  hierbei entsprechend     grösser    als     für    nur eine       Maschine    zu wählen. Die     Umschaltung    von  einem auf den andern Betrieb kann von einer  der beiden Maschinen aus durch irgend eines  der bekannten Mittel selbsttätig geschehen.  



  Ein Ausführungsbeispiel einer Anlage  gemäss Erfindung ist in     Fig.    1 -schematisch  dargestellt. Die Anlage besteht aus zwei  Kältemaschinen, bei welchen jedoch die bei  den Maschinen gemeinsamen     Bestandteile     nur einmal vorhanden sind. Die     Absorptions-          käftemaschine,    besteht aus dem Absorber  kocher 1, dem Kondensator 2, dem. Flüssig  keitssammler 3, dem Regelventil 4, dem Ver  dampfer 5 und den diese Bestandteile ver  bindenden Rohrleitungen 6 und 7.

   Die     Kom-          pressionskältemaschine    besteht aus dem  Kompressor 8, dem Kondensator 2, dem  Flüssigkeitssammler 3, dem Regelventil 4,  dem Verdampfer 5, den     Rohrleitungen    7,  zwischen Kondensator und Verdampfer, und  den     Leitungen    9 zwischen Kompressor und  Verdampfer einerseits und Kompressor und  Kondensator anderseits. Die     llmlaufrichtun-          des    Kältemittels in beiden Maschinen ist  durch die eingezeichneten Pfeile angedeutet.  



  Die Kälteleistung einer derartigen An  lage ist aus, dem Schaubild     Fig.    2 beispiels  weise zu ersehen, in welchem die Tempera  turen als Ordinaten, die Zeiten als Abszis  sen aufgetragen sind und die Linie     a,    den  Temperaturverlauf der Kühlraumluft, die Li  nie     b    jenen des     Kühlgutes    während eines  Zeitraumes von 24 Stunden bezeichnet.     her          Arbeitsvorgang    ist hierbei folgender:

    Bei der Inbetriebnahme der Anlage wird  zunächst der Kompressor in Betrieb gesetzt,      welcher eine rasche     Herabkühlung    auf die       angestrebte    Dauertemperatur ermöglicht     -          .lbschnitt    A, B. Gleichzeitig wird der       Absorberkocher    1 beheizt; so dass das Kälte  mittel in ihm verdampft. Dabei wird     der-          Jenige    Teil der Leitung 6, welcher zwischen  Verdampfer 5 und Kocher 1 liegt, durch ein  in der Zeichnung nicht dargestelltes Ab  sperrorgan beliebiger Bauart abgeschlossen.

    Der Kondensator .erhält bei diesem Betriebs  zustand unter Druck stehenden Dampf des  Kältemittels einerseits vom Kompressor     ss     durch die Leitung 9, anderseits vom Kocher  1 durch den nicht abgesperrten Teil der Lei  tung 6. Dabei passt sich der Verdichtungs  druck des als Pumpe wirkenden     Kompres-          #or:;    selbsttätig dem     Verdampfungsdruck    des  Kochers an, so dass die beiden Dampfströme  bei ihrer Vereinigung gleiche Spannung auf  weisen.

   Steigt aus irgend welchen Ursachen  der Verdichtungsdruck des Kompressors  über den     Verdampfungsdruck    des Kocher,  so hat dies lediglich zur Folge,     @dass    der  Druck auf den Flüssigkeitsspiegel im     Ko-          eher    und damit die.     Verdampfungstempera-          tur    im Kocher entsprechend erhöht werden.

      Die von den beiden     iStellen    dem entspre  chend gross bemessenen Kondensator 2 zu  fliessenden Dampfströme werden in diesem  niedergeschlagen; das flüssige Kondensat  fliesst durch die Leitung 7 in den Flüssig  keitsspeicher 3 und wird hier aufgespeichert,  soweit es nicht durch das Regelventil 4 dem       Verdampfer    5 zugeleitet wird und in diesem  verdampft. Das Regelventil wird so einge  stellt, dass die     abfliessende        Kondensatmenge     bei entsprechender     Verdampferleistung    dem  Ansaugvolumen des Kompressors entspricht.

    Die in dem Sammler 3 allmählich aufgespei  eherte     Kältemittelmenge    entspricht also der  während     dieser    Periode im Kocher 1     atisge-          schiedenen    Menge.  



  Ist einerseits der Kochvorgang beendet       und    anderseits die gewünschte Temperatur  durch den Kompressor erreicht (Punkt B),  so wird der Kompressor ausgeschaltet, ,die       Leitung    9 durch die in der Zeichnung ange-    deuteten Ventile geschlossen und die Lei  tung 6 zwischen Verdampfer und Kocher  geöffnet.

   Die Kühlung erfolgt jetzt aus  schliesslich durch Verdampfung     71es    im  Kreislauf der     Absorptionskältemaschine    be  findlichen     Kältemittels,    das während des  vorhergegangenen Arbeitsabschnittes im we  sentlichen im Sammler 3     aufgespeicheifi          wurde    und nunmehr durch das Regelventil 4  dem Verdampfer 5 und aus diesem im dampf  förmigen Zustande durch die Leitung 6 dem       Absorberkocher    1 zuströmt, wo es von der  Absorptionsflüssigkeit aufgenommen wird.

    Dieser Vorgang erfolgt während des Ab  schnittes     B/C    in     Fig.    2     (Datierkühlung).    Bei  C ist die     Absorption    beendet. Der Kochvor  gang setzt bei D wieder ein.

   Man kann nun  entweder sofort den Kompressor einschalten  oder, wie es     in    der Abbildung angedeutet ist,  eine angemessene Pause zwischenschalten,  während welcher die Temperatur der Kühl  raumluft. allmählich ansteigt     (Abschnitt          C-D).    Die Einschaltung des     Kompressors    er  folgt jedoch spätestens in dem Punkte, in  welchem sich die Temperaturlinien der     Luft-          und    des Kühlgutes     ethneiden        (Punkt    D),  damit ein Ansteigen der     Lufttemperatur    über  diejenige Kühlgutes vermieden wird. In die  sem Punkte beginnt der Kreislauf von  neuem.

   Es genügt jedoch für den Dauerbe  trieb eine entsprechend kürzere Betriebszeit  des Kompressors, .da die Ausgangstempera  tur hierbei schon erheblich tiefer liegt als  bei der erstmaligen Inbetriebnahme oder bei       vorübergehender    besonders starker     Inan-.     Spruchnahme des Kühlraumes. Zweckmässig  werden die beiden Maschinen so bemessen,  dass der gesamte Kreislauf einen Zeitraum  von 24 Stunden umfasst.  



  Man kann beide Maschinen auf den glei  chen Verdampfer arbeiten lassen oder für  jede der beiden Maschinen einen besonderen  Verdampfer anordnen. Dabei kann die Um  stellung vom     Absorptionsbetrieb    auf den  Kompressionsbetrieb und umgekehrt in Ab  hängigkeit vom Arbeitszustand der Absorp  tionsanlage oder von der Raumtemperatur  selbsttätig erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kälteerzeugungsanlage, dadurch gekenn zeichnet, dass sie aus einer Kompressions- kältemaschine und einer Absorptionskälte- maschine besteht, deren Arbeitsperioden zeit lich so versetzt sind, dass die Kühlwirkungen beider Maschinen aufeinander folgen. V 1 TERAN SPR t1CHE 1.
    Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kälteleistungen beider Maschinen so aufeinander abge stimmt sind, dass im normalen Dauerbe trieb die Temperatur der Kühlraumluft nicht über jene des Kühlgutes steigt. 2. Anlage nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die für beide Maschinen erforderlichen gleichartigen Hauptbestandteile wenig stens zum Teil nur einmal vorhanden sind und abwechselnd in den einen oder andern Kreislauf eingeschaltet werden.
    ä. Anlage nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass zwischen Kondensator und Verdampfer ein Flüssigkeitssammler ein geschaltet ist. 4. Anlage nach Patentanspruch und Unter- anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensator so gross bemessen ist, dass er gleichzeitig die aus dem Kompressor und die aus dem Kocher kommenden Gase niederschlagen kann. 5.
    Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Umstellung vom Absorptionsbetrieb auf den Kompressions betrieb in Abhängigkeit vom Arbeitszu stand der Absorptionsanlage selbsttätig erfolgt. 6. Anlage nach. Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Umstellung vom Absorptionsbetrieb auf den Kompressions betrieb in Abhängigkeit von der Raum temperatur selbsttätig erfolgt.
CH130976D 1926-12-03 1927-11-01 Kälteerzeugungsanlage. CH130976A (de)

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