CH131076A - Verfahren und Vorrichtung zur Änderung der Dichte von Webeblättern. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Änderung der Dichte von Webeblättern.

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CH131076A
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Joseph Gyr-Schlittler
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Gyr Schlittler Joseph
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  Verfahren und Vorrichtung zur Änderung der Dichte von Webeblättern.    Die     Erfindun-,-    betrifft ein Verfahren zur  Abänderung der     Diehte,    von Webeblättern  derjenigen Art. bei welcher der Abstand der  Blattstäbe durch die Form eines an Quer  schienen angelöteten     Spiraldrahtes    bestimmt  wird.  



  Bei den bekannten Webeblättern dieser       Art,    wie sie in der Zeichnung in     Fig.   <B>1</B> in  einer Draufsicht und in     Fig.    2 im Quer  schnitt     darcestellt    sind, werden die Blatt  stäbe<B>1</B> in den breiten Leisten<B>3,</B> 4 eines  Rahmens<B><U>3,</U></B> 4,<B>5, 6</B> gehalten, und ihre<B>Ab-</B>  stände werden durch     Spiraldrähte   <B>7, 8</B> be  stimmt-, welche in die Zwischenräume, zwi  schen den Blattstäben<B>1</B> eingreifen.

   Die Spi  rale hat einen     rechteckicen    Querschnitt, und       dio        Spiraldrühte    werden dadurch mit den  Blattstäben und Blattbunden verbunden,     dass     zwei dünne     Metallschienen   <B>9, 10</B> auf beiden  Seiten der Blattstäbe<B>1</B> in die beiderseits  vorstehenden     Spiralgänge        eingeschobensind;     diese Schienen<B>9, 10</B> sind mit den     Spira.1-          drähten   <B>7</B> und den Querleisten<B>5, 6</B> durch  Löten verbunden.

      Diese Art von Webeblättern hat sich in  neuerer Zeit wegen     ihrer#    soliden Bauart,  Haltbarkeit und Genauigkeit der Einstellung  auch bei feinsten Abmessungen als bestes  Webeblatt in der ganzen Welt eingeführt.  Indes     hat    diese     Webeblattart    den Übelstand  im Gegensatz zu den in früheren Zeiten ver  wendeten     Webeblättein,    wo die eisernen  Blattstäbe nur mit einer Faden- oder     Schnur-          bindung    versehen waren,     dass    das für eine  gewisse Einstellung (Stich oder Bogen) ver  fertigte Webeblatt immer nur gerade für  diese Einstellung verwendbar ist.

   Dies be  dingte für jede Weberei und ganz besonders  für solche, welche verschiedenartige Gewebe  herstellen, eine sehr bedeutende Ausgabe für  die Anschaffung eines grösseren     Webeblatt-          vorrates.    Gemäss der Erfindung wird es     er-          mögliellt,    ein mit einer bestimmten Einstel  lung hergestelltes     Webebla.tt    dieser Art  durch ein einfaches, in jeder     Webblaft-          macherei    ausführbares Verfahren auf einen  beliebig andern Stich, Boden oder     Ein-          stellun-    abzuändern,

   ohne     dass    die     ursprüng-          C         liehe Haltbarkeit; des     #Vebeblattes    Schaden  leidet>  Das Verfahren nach der Erfindung be  steht darin,     dass    die Längsschienen     und          Jochleisten    des Webeblattes, sowie die die       Spiraldrähte    haltenden, auf beiden Seiten  der Blattstäbe durchgesteckten Stäbe durch  eine gleichzeitige Erhitzung des     Webeblatites     auf der ganzen Länge von den     Blattstäben     abgelöst werden und das Lot entfernt wird,  worauf die     Spiraldrähte    durch neue ersetzt  werden,

   deren Stärke der gewünschten Dichte  der Blattstäbe' entspricht und alsdann das  Webeblatt durch     Verlötung    der     Spiraldrähte     und Blattstäbe     mü    den Haltestäben und  Schienen fertiggestellt wird.  



  Das Verfahren ist für gelötete Webe  blätter aller Art     anwendba.r.    Durch das Ver  fahren ist es möglich, nicht nur eine Verän  derung des Stiches oder der Dichte des  Webeblattes vorzunehmen, sondern es kann  damit auch die Länge des Webeblattes     ver-          lindert    werden, zum Beispiel können     kurzc     Webeblätter mit gleicher     Blattstabstärke    in  längere Webeblätter umgeändert werden,  ohne     dass    Ansatzstellen sichtbar werden, da  nur ganze Spiralfedern, und Schienen dazu  gebraucht werden.

   Ein einmal umgestelltes       Webeblattkann    auch wiederholt anderweitig       abgelindert    werden, und zwar lediglich in  den Grenzen,     dass    dem Kettenfaden der nö  tige Spielraum offen bleibt. Da die Kosten  der Anschaffung neuer Webeblätter sehr  hoch sind, so werden durch     da.s    Verfahren  nach der Erfindung die Betriebskosten in  erheblichem Masse günstig     beeinflusst,    und       der    Nutzeffekt des vorhandenen Vorrates an       Webeblättern    -wird um ein Vielfaches ge  steigert.

   In dieser Beziehung kommt     wesent-          lieli    in Betracht,     dass    der Nutzeffekt genau  im Verhältnis zum     Webeblattpreis    bei     den     feineren Einstellungen, wie sie zum Beispiel  bei der mehr und mehr in den Vordergrund  tretenden Herstellung von     Kunstseidegeweben     in Betracht kommen, am grössten ist.  



  Das Umstellungsverfahren ist in     Fig.   <B>3</B>  bis<B>5</B> erläutert, die die Blattstäbe eines  Webeblattes in grösserem     Massstabe    zeigen.    In     Fig.   <B>3</B> sind die Blattstäbe<B>1</B> durch die  dazwischen liegenden Gänge des     Spiral-          drahtes   <B>7</B> durch Zwischenräume 2 getrennt,  die eine bestimmte Einstellung bedingen.

    Die den     Spiraldraht   <B>7</B> haltenden,     auf    beiden  Seiten der Blattstäbe<B>1</B> liegenden     Stabschie-          neu    sind mit<B>9</B>     bezw.   <B>10</B> bezeichnet.     Fig.    4  zeigt die Anordnung im Querschnitt. In       Fig.   <B>5</B> sind die gleichen Blattstäbe<B>1</B> dar  gestellt; indes ist ein anderer     Spiraldraht11     von grösserer Drahtstärke eingesetzt, so     dass     die Zwischenräume 12 zwischen den     Blatt-          stÜben    entsprechend grösser sind.

   So kann  zum Beispiel ein Blatt mit 243,7 Blattstäben  und einer Teilung     (Mittenentfernung    zweier  Blattstäbe) von     0.603        m/m,    sowie einer  Länge von 1,47 m zu einem Webeblatt     mil     derselben     Blattstabzahl,    aber veränderter  Teilung von<B>0,912</B>     m/m    abgeändert werden.  Dieser Teilung entspricht dann eine Länge  von<B>2222,5</B>     m/m.    Auch die     Blattstabzahl     kann durch das Verfahren nach der Erfin  dung verändert werden.

   So kann das erwähnte       Webehlatt    von 2437     Blattstäben    und einer  Länge von 1,47 m in ein solches mit<B>1700</B>  Blattstäben und einer Länge von<B>1,55</B> m  umgestellt werden. Dieser Länge entspricht  bei der     Blattstabzahl    von<B>1700</B> eine Teilung  von<B>0,912</B>     m:/m.    Bei dieser Einteilung be  trägt die Differenzierung des Stiches<B>51,2</B>     '/o.     Gemäss dem Verfahren nach der Erfindung  ist jede beliebige Prozentzahl der Differen  zierung erreichbar.  



  Die Ablösung der Schienen und     Spiral-          drähte    zur Ausführung des Verfahrens nach  der     Erfindun-    kann in der Weise erfolgen,       dass'    die Lötstellen der Schienen, sowie der       Spiraldrähte    durch ein geeignetes Heizmittel,  zum Beispiel Elektrizität oder Heizflammen  von Gas oder flüssigen Brennstoffen erhitzt  werden, bis das Lot schmilzt, worauf die  Schienen aus den     Spiraldräliten    herausge  zogen, letztere aus     ewechselt,    die Schienen  <B>9</B>  wieder eingesetzt und aufgelöst werden.

    Hierbei können die     Spiraldrähte    und die  Schienen auf beiden Seiten des     Gussrahinens     gleichzeitig erhitzt und gleichzeitig von den  Webeblättern abgenommen, werden. Man      kann     ater    auch so verfahren,     dass    man zu  erst die eine Seite des Webeblattes der gan  zen Länge nach erhitzt, bis das Lot voll  ständig geschmolzen ist und die Schienen und       Spiraldrähte    frei werden und alsdann die  andere Seite in der gleichen Weise behan  delt.

   Diese getrennte Behandlung der beiden  Seiten des Webeblattes kann zum Beispiel  durch Berührung mit hoch erhitzten Heiz  körpern oder durch     Heizbrenner    oder endlich       a        a        uch        im        Zinnbade        in        der        Weise        erfolgen,        dass     das Webeblatt in einem mit geschmolzenem  Zinn oder Lot gefüllten erhitzten Eisentrog  mit der einen Seite in seiner ganzen Länge  eingetaucht wird, bis das Lot abschmilzt und       dass    alsdann die andere Seite in gleicher  Weise behandelt wird.

   Zweckmässig wird  ein entsprechend gebauter     Sehmelzapparaf,     der durch Elektrizität, Gas oder flüssige  Brennstoffe betrieben wird, zur Ablösung der  Schienen und     Spiraldrähte    verwendet, wo  durch es möglich wird, die Arbeit besonders  schnell und genau auszuführen. Eine solche  Vorrichtung ist in     Fiu.   <B>6</B> in einer     Seiten-          ansieht-,    in     Fic.   <B>7</B> in Oberansicht und in  n       Fig.   <B>8</B> im Querschnitt dargestellt.  



  Der     Schinelzapparat    besteht aus     z#vei    pa  rallel nebeneinander liegenden Kästen<B>13,</B> 14,  deren Entfernung durch eine mechanische       Vorrichtun        naeh    der Breite des zu     beha-n-          L,          delnden    Webeblattes eingestellt werden kann  und die von innen in geeigneter Weise er  hitzt werden.

   Auf der Innenseite haben die  Kästen<B>je</B> einen Schlitz<B>27</B> in     gleieher    Höhe,  n<B>-</B>  in welchen das Webeblatt<B>1</B> in der aus       Fig.   <B>8</B> ersichtlichen Weise derart eingeführt  wird,     dass    die Schienen<B>9, 10</B> und<B>9', 10'</B> mit  den     Spiraldrähten   <B>7</B>     bezw.   <B>8</B> und den     Blatt-          bunden   <B>3,</B> 4 im Innern der Schlitze der     Be-          heizuno#s-wirkung,    ausgesetzt sind. Bei der  gezeichneten Ausführungsform bestehen die  Kästen<B>13, 1 -</B> 4 aus Metallblech, zum Beispiel  Eisenblech,. das entsprechend gebogen ist.

    Im Innern des Blechkörpers befindet sieh  ein Heizkörper<B>16</B> -auf feuerfestem Stoff,  der in Isoliermasse<B>15</B> eingebettet ist und  eine Höhlung<B>17</B> aufweist, in die eine be  liebige     Wärraequelle,    zum Beispiel ein elek-         triseher    Heizkörper oder ein Gasbrenner oder  dergleichen     reingeführt    wird.  



  Zur Einstellung des     Abstazides    der bei  den Kästen<B>13,</B> 14 dient folgende Vorrich  tung:  Die beiden Kästen<B>13,</B> 14 sind bei zwei.       U-förmigen        Schienenpaaxen    20, 21 vorn und  hinten gelagert, zwischen denen<B>je</B>     eilie     Schraubenspindel     22        bezw.    22' liegt, die  durch Getriebe 24, 24'     iiebst        Kronrädern   <B>2.5,</B>  Spindel<B>9-6</B> und Handrad<B>23</B> gleichzeitig ge  dreht werden.

   An den Kästen<B>13,</B> 14 sind  vorn     und        hinkn    Muttern<B>18, 19</B> befestigt,  die     atif    den Schraubenspindeln 22,<B>922'</B> lau  fen. Durch Drehung des Handrades<B>23</B> wer  den somit die Kästen<B>13,</B> 14 gegeneinander  verschoben und eingestellt-. Das in den  Schlitzen<B>27</B> eingesetzte     WL-beblait    wird nach  genügender Erwärmung durch eine Trans  portvorrichtung allmählich aus dem Ofen  herausgezogen. Am Ausgang des Heizkörpers  wird es durch eine geeignete Vorrichtung,  zum Beispiel eine rotierende Bürste,     von     dem nun flüssigen Zinn befreit.

   Diese Trans  portvorrichtung besteht aus zwei von der  Scheibe<B>32</B> aus mittelst Getrieben angetrie  benen Rollenpaaren<B>30, 31,</B> die in Winkel  eisen.<B>28, 29</B> an den Kästen<B>13,</B> 14 gelagert  sind. Auf diesen     Rüllenpaaren   <B>30, 31</B> wer  den auch die Schienenstäbe<B>9, 10</B>     bezw.   <B>9',</B>  <B>10'</B> nach der Entfernung des Lotes aufge  wickelt und dadurch aus den     Spiraldrähien     <B>7, 8</B> herausgezogen. Das Webeblatt ist nun  fertig zur Umstellung. Die neuen Federn  werden auf den gewünschten neuen Stich ein  gezogen, die     Schienenstabe    eingeschoben     und     Wieder verlötet, worauf die Umstellung be  endet ist.

   Die     Verlötung    kann ebenfalls ma  schinell vorgenommen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: <B>1.</B> 'Verfahren zur Änderung der Dichte von Webeblättern derjenigen Art, bei wel cher der Abstand der Blattstäbe durch die Form eines an den Blattbunden an gelöteten Spiraldrahtes bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Längs schienen und Jochleisten, sowie die die Spiraldrällte haltenden Halbrundstäbe durch eine gleichzeitige Erliitzung des Webeblattes jeweils auf der ganzen Länge von den Blattstäben abgelöst wer den und das Lot entfernt wird, worauf die Spiraldrähte durch neue, deren;
    Stärke der gewünschten Einstellung des Blattes entspricht, ersetzt werden und alsdann durch Verlötung mit den Schienen das Webeblatt fertiggestellt wird. II. Schmelzapparat zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch zwei in ihrem Ab- stande verstellbaxe, mit Schlitzen zur Aufnahme der zu erhitzenden Teile des Webeblattes versehene Kästen und eine Transportvorrichtung an jedem Kasten, durch welche das erhitzte Webeblatt aus der Heizvorrichtunc, herauscefördert und t-,
    n die abelösten Schienenstäbe herausce- n <I>C</I> zogen werden. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch,<B>1,</B> da durch gekennzeichnet" dass die Abschmelzung des Lotes in einem mit geschmolzenem Zinn oder Lot cefüllten beheizten Kasten von der ganzen Länge des Webeblattes erfolgt, in dem die eine Längsseite des Webeblattes mit den Spiraldrähten und den Schienenstäben in das Zinnbad eingetaucht wird, bis das Loi sich gelöst hat,
    hierauf die Stäbe und die Spiraldrähte herausgenommen und die Spi- raldrähte durch neue ersetzt werden, worauf schliesslich auch die andere Läncsseite des )Vebeblattes in der (Yleichen Weise<B>be-</B> handelt wird.
CH131076D 1926-10-22 1927-10-22 Verfahren und Vorrichtung zur Änderung der Dichte von Webeblättern. CH131076A (de)

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