CH131227A - Münzfernsprecher für verschiedenwertige Gespräche. - Google Patents

Münzfernsprecher für verschiedenwertige Gespräche.

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CH131227A
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E Zwie Telephon-Apparat-Fabrik
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Zwietusch E & Co Gmbh
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Description


      Münzfernsprecher    für     verschiedenwertige    Gespräche.    Die Erfindung bezieht sich auf einen       lTlünzfernsprecher    für gebührenfreie und ge  bührenpflichtige Gespräche verschiedener       Wertigkeit    bei Benutzung     versehiedene:@          ,Münzsorten    und gestattet die     weitgehendste     Anwendung des Münzfernsprechers     als.    Er  satz für einen Teilnehmerapparat.

   Gemäss  der Erfindung sind für die Einzahlung,  Kassierung und Rückgabe der Münzen       Klangsignale    vorgesehen, wobei durch das       Einza.hlsigna.l    der überwachenden Beamtin       die    Wertigkeit der eingeworfenen Münzen,  durch das Kassiersignal die Vereinnahmung  und durch das Rückgabesignal die Rückgabe  der Münzen bei nicht zustande     gekommenen     Gesprächen angezeigt wird.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt:       Fig.    1 die     Inneneinrichtung    des Münz  fernsprechers in Ansicht,         Fig.    2 .einen Schnitt des Münzfernspre  chers nach der Linie     A-B,          Fig.    3 die Schaltung des Münzfernspre  chers.  



  Anhand der Schaltung soll zunächst die  Wirkungsweise des     Münzfernsprechers    be  schrieben werden. Bei einem Ortsgespräch  wird nach Abheben des     Mikrotelephones     vom Hakenumschalter<I>HU</I> die erforderliche  Gebühr eingeworfen. Darauf wird mit Hilfe  der Nummernscheibe (Impulskontakt     JK,          Nummernscheibenkontakt        NK)    in bekannter  Weise der gewünschte Teilnehmer gewählt.

    Da bei Aussenden der für ein     Ortsgespräch     erforderlichen     Stromstossreihe    durch den       Dekadenkontakt    N der Nummernscheibe  das Sprechmikrophon     t111    kurz     geschlossen     wird, ist der Sprechgast gezwungen, durch       Drücken    einer     Zahltaste    mit Hilfe des hier  bei betätigten Kontaktes Z sich die Sprech  möglichkeit zu verschaffen.

   Die eingewor-           fene    Münze wird hierbei     einkassiert.    Falls  der     .gewünschte    Teilnehmer sich nicht mel  det,     kann    der Sprechgast durch Betätigen  einer     Rückzahltaste    die eingeworfene Münze  zurückerhalten. Durch Einhängen des Ha  kenumschalters     kehlen,    alle Kontakte vom       Münzfernsprecher    in die Ruhelage zurück  und die hergestellte Verbindung wird in be  kannter Weise     aufgelöst.     



  Bei einer     höherwertigen    Verbindung     wird          zunächst        nach    Abheben des     Mikrotelephones     vom Hakenumschalter die gewünschte Ver  mittlungsstelle gewählt. Ein     Sprechverkehr     mit. der     Vermittlungsbeamtin    ist möglich, da  der     Kontakt    N bei der Wahl von Dienststel  len nicht geschlossen wird.

   Nach Herstel  lung der verlangten Verbindung wird der  Sprechgast durch die     Beamtin    aufgefordert,  den zu     entrichtenden    Betrag     einzuzahlen.          Beim    Einwurf     einer    Münze wird     zunächst     der Kontakt U     geöffnet,    um den     Kurzsehluss     des     Glockenmik        rophones    M 2 aufzuheben  Die eingeworfenen Münzen schlagen beim       Hindurchfallen    je nach ihrer Wertigkeit ver  schiedene Klangrohre an.

   Diese     Klangzeichen     werden durch     da.s    Glockenmikrophon -MM)  übertragen und übermitteln der überwachen  den Beamtin die     Wertigkeit    des eingewor  fenen Betrages. Nach Einwurf der verlang  ten Gebühr fordert die Beamtin den Teilneh  mer auf, den Zählknopf zu betätigen,     urr:     die Münze einzukassieren. Hierbei wird ein  Kassiersignal durch einen     Schnarrkonktakt          SK    erzeugt. Hat der Teilnehmer einen fal  schen Betrag eingeworfen oder bestehen an  derweitige     Meinungsverschiedenheiten    mit  der die Einzahlung überwachenden Beamtin,  so     betätigt    der Teilnehmer die Rückgabe  taste.

   Durch Betätigung dieser Taste wird  ein Klangsignal erzeugt und .durch das     Glok-          kenmikrophon    der überwachenden: Beamtin  übermittelt. Da durch Betätigung der Rück  gabetaste keine     Schaltvorgänge    ausgelöst  werden, bleibt die Verbindung mit der Ver  mittlungsbeamtin bestehen. Der Teilnehmer  kann den Betrag von neuem einwerfen.  



  Bei     Anruf    des     Münzfernsprechers    ist der  selbe     durch.    Abheben des     Nikrotelepliones            =    vom Hakenumschalter sofort gesprächsbereit.  Die mechanische Arbeitsweise des Münzfern  sprechers sei anhand der     Fig.    1 und 2 kurz  beschrieben.  



  Nachdem die     .Münze,    die in den Ein  wurfschlitz 12 eingeführt wird, den Münz  kanal 2 passiert und gegen das entsprechende  Klangrohr '3<B>2</B> geschlagen hat und in den  Münzauslauf 1 gelangt ist, fällt sie auf den  Rost 6 des     Münzwagebalkens    3, der um die  Achse 18 drehbar ist.     Durch    das Gewicht  der     Mürze    4 wird entgegen dem Einstellge  wicht 45 der Rost 6 nach unten gedrückt,  wodurch die Sperrung     3'-    der Zähltaste 5 auf  gehoben wird.

   Durch Drücken von Hand auf  die Zähltaste 5 wird durch einen Konus der  Zähltaste die Klinke 7 nach rechts um ihre  Achse 31 gedreht und gibt so die an der  Münzschranke 8 sitzende Rast 9 frei, so dass  die erstere sich     unter    Einwirkung der Feder  10 nach oben bewegen kann. Bei der Bewe  gung der Münzschranke nach oben wird  der     Schnarrkontakt        SK    in Schwingungen  versetzt. Wenn die Münzschranke sich in der       obern    Lage befindet, ist der Weg für die  Münzen 4 nach dem Kassierkanal 11 frei.

    Die Münzschranke 8 ist um die Achse 20  drehbar, so dass, bei ihrer Bewegung in die  obere Lage ihr Hebelarm 21 nach links ge  schwenkt wird und dieser wiederum den  obern Teil des     Hebels;    14, der um die Achse  22 als Festpunkt drehbar ist, unter den Ein  wurfschlitz 12 nach rechts schwenkt.

   Bei  Einwurf einer neuen Münze drückt diese       vermittelst    des Stiftes 13 den Hebel 14 wie  der nach     links    in die alte Lage und dieser  die Münzschranke wieder nach unten, so     da.ss     die Klinke 7 einschnappt und dadurch die  Münzschranke in die Sperrstellung führt,     "; < j     dass beim Nachzahlen weiterer Münzen die  selben, wie bei der Einleitung -der Verbin  dung, in ihrer Vorbereitungsstellung liegen  bleiben, wodurch das     Einkassiergeräusch     beim     Druck    der     Zähltaste    5 von neuem er  zeugt wird. Bei nicht erfolgter Verbindung  wird die Zähltaste nicht in Tätigkeit gesetzt.

    Um das bereits .eingeworfene Geld     zurück-          zuerhalten,    wird die Rückgabetaste 40, die      in der Gehäusewand 41 gelagert ist, betätigt.  Die Rückgabetaste 40 trägt an ihrem     vor-          dern.    Ende einen Konus 41'.

   Beim Druck auf  die Taste 40 wird durch den Konus 41' cl e       Münzwagebalken    3 um .die Achse 19     ge-          s        c        'hwc        "nkt.        Die        auf        dem        Rost    6     befindlichen     Münzen 4 fallen durch die Schlitze 44 und  gelangen von dort in den Rückgabekanal R.

    Beim Durchfallen schlagen die Münzen an  eine Glocke 42.     Da.s    hierbei entstehende  Klangzeichen wird gleichfalls durch das     Mi-          kröphon    M 2     übertragen.    Anstatt das Klang  zeichen für die     Rüokgabe.    durch die fallen  den     Münzen    zu erzeugen, könnte das     Rück-          gabegeräusch    auch     unmittelbar    von der  Taste 40 erzeugt werden.

   Es muss jedoch da  für gesorgt sein,     da.ss    bei Betätigung der  Rückgabetaste das Rückgabegeräusch eher  entsteht, ehe der Münzbalken 3 in die     Rück-          Cabelage    gebracht ist. Beim Loslassen     kehrt          die        Rückgabetaste    unter     Wirklzng    ihrer Fe  der     -13    in die alte Lage zurück, desgleichen  wird der     Münzwagebalken    ss unter dem Ein  fluss der Feder 27 wieder eingeschwenkt. Ein  Ansatz 2$ begrenzt dabei die Rückbewegung  des Wagebalkens.

   Durch Einhängen des     Mi-          krotelephones    an den Hakenumschalter 16  wird ein Teil 15 der Münzkanäle 2 nach  unten um die Achse 29     vermittelst    des Stif  tes 24 gedreht, um Fremdkörper, die in die       Münzschlitze    12 eingeführt sind und nicht  in dem Kanal     entlangrollen.        wieder    heraus  fallen zu lassen. Beim Herunterdrücken des  Hakenumschalters 16 wird eine Pumpe 33       betätigt,    die sich an dem     unter    Wirkung der  Feder 34 befindlichen Hebelarm     3,5    mit dem  Drehpunkt '3.6 befindet.

   Bei Entlastung des  Hakenumschalters wird daher die Bewegung  des Hebelarmes 35 unter dem Einfluss der  Bremspumpe verlangsamt, um das Umschal  ten des     Hakenumschalterkontaktes        HU   <I>zu</I>  verzögern. Diese Massnahme ist nötig, um  eine Wahl mit Hilfe des Hakenumschalters  zu unterbinden, da die Steuerung der Mikro  phonspeisung, wie in der     Stromlaufbesehrei-          bung    erwähnt, von der Betätigung eines an       -der    Nummernscheibe vorgesehenen Kontak  tes N abhängig ist. Die Auslösung dieses         Nummernscheibenkontaktes    ist von der Be  tätigung des     Hak.enumsehalters    abhängig.  Dies ist jedoch nicht näher dargestellt.  



  Die Benutzung eines     Nassiersignales     bat den Vorteil gegenüber den bekannten  Münzfernsprechern, bei denen die Münzen  nach Einwurf zunächst auch in einer Mit  tellage     gehalten    werden,     da.ss    nach Einwurf  der Münzen eine Verständigung mit der über  wachenden Beamtin möglich ist. Bei den bis  herigen Münzfernsprechern jedoch wird nach  Einwurf der ersten Münze die Mikrophon  speisung gesperrt, um den Teilnehmer     züz     zwingen; die     Zahlta.ste    zu betätigen.

   Es ist  einleuchtend,     da.ss    bei Einzahlung grösserer  Beträge es     ausserordentlich        wichtig    ist, wenn  die Sprechverständigung mit der über  wachenden     Beamtin    erhalten bleibt.  



  Für den Fall, dass die Beamtin zu der       tberzeubwng    gelangt ist,     dass    der Teilneh  mer nicht die volle, von ihr verlangte Ge  bühr eingezahlt hat oder andere     Meinungs-          verschiedenheiten    bestehen, wird der Teilneh  mer aufgefordert, die Rückgabetaste zu be  tätigen. Die Münzen werden dabei dem Teil  nehmer     zurückerstattet    und die Einzahlung       Rann        wiederholt    werden. Durch Betätigung  der     Rückgabetaste    wird gleichfalls ein  Klanggeräusch     erzeugt,    um eine Betrugs  möglichkeit auszuschliessen.

   Die Anwendung  eines akustischen     Signales    hat gegenüber  den bekannten Rückgabeeinrichtungen,     b,    i  deren     Betätigung    die     -#Terbinclung    mit dem  Amt unterbrochen wird,     wesentliche-    Vor  teile. Ist. nämlich ein     Münzfernsprecher,    bei  dem- die Amtsschleife bei Betätigung der  Rückgabeeinrichtung unterbrochen wird,  nicht     unmittelbar    mit der Vermittlungsstelle  verbünden, sondern unter Zwischenschaltung  eines     S:elbstanschlussamtes,    so fallen bei der  Rückgabe die Wähler zusammen.

   Da. bei  Herstellung einer neuen Verbindung meist  ein anderer Vermittlungsplatz angeschaltet  wird,     so,    muss die Beamtin dieses Platzes die  bereits von der     ersten    Beamtin geleistete Ar  beit von neuem aufnehmen. Aber auch bei       unmittelbarer    Verbindung des Münzfernspre  chers mit der     Vermittlungsstelle    ist ein Un-           terbrechen    der Amtsschleife bei der     Rücli-          gabe    nachteilig. Die .überwachende Beamtin  soll durch das Aufleuchten der     Schlusslampe     auf die staugefundene Rückgabe aufmerk  sam gemacht werden.

   Sind an dem Münz  fernsprecher keine     besonderen.Vorrichtungen     vorgesehen, durch die die Unterbrechung der  Verbindung mit dem Amt genügend lange  aufrecht erhalten wird, so     besteht    die Ge  fahr, dass das Aufleuchten der Lampen über  sehen wird.

   Wird dagegen bei     Betätigung     der     Rückgabeeinrichtung    nach der vorliegen  den Erfindung ein     akustisches    Rückgabezei  chen gegeben, so braucht einmal die Verbin  dung zum Amt nicht aufgetrennt zu werden  und die Gefahr, dass das     Rüekgabezeiche        1i     unbeachtet bleibt, ist nicht vorhanden., da. die  Beamtin ihren     Abfrageapparat    so lange an  die     Münzfernsprecherleitung    angeschaltet  lässt, bis sie das Kassiersignal gehört hat.

         1Ä'cnn    der Teilnehmer versucht, durch Be  tätigen der     Rückgabetaste    vor der Kassie  rung sein Geld     zurückzuerhalten"    so wird  die Beamtin durch das hierbei     a.uftretendc     charakteristische Klangzeichen aufmerksam  gemacht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Münzfernsprecher für gebührenfreie und gebührenpflichtige Gespräche verschiedener Wertigkeit bei Benutzung verschiedener Münzsorten, dadurch gekennzeichnet, dass Klangsignale für die Einzahlung, Kassie rung. und Rückgabe der Münzen vorgesehen sind, wobei durch das Einzahlsignal der überwachenden Beamtin die Wertigkeit der eingeworfenen Münzen, durch das Kassier signal die Vereinnahmung und durch das Riickgabesi-nal die Rückgabe bei nicht züi- Stande gekommenen Gesprächen angezeigt wird.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Münzfernsprecher nach Patentanspruch. Üdadurch gekennzeichnet, dass der Auslau!' (1) aller Münzkanäle (2) von einem ge meinsamen Münzwagebalken (3) ver schlossen ist, der erst nach der Belastunr, durch die auf ihm ruhenden Münzen ( ' ' die Sperrung (3') der Zahltaste (5) auf hebt.
    2. Münzfernsprecher nach 'ITntera.nspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Münz teller (6) des. Münzwagebalkens (3) al# Rost ausgebildet ist. 3. Münzfernsprecher nach Unteranspruch 2.
    _ dadurch gekennzeichnet, dass an den Ein wurfschlitzen (12) eine Vorrichtung (13, 14) angebracht ist, welche die Münz schranke (8) beim Einwurf' der Münzen (4) in die Sperrstellung führt, so da.ss beim Nachzahlen weiterer Münzen diesel ben, wie bei der Einleitung der Verbin dung, in ihrer Vorbereitungsstellung lie gen bleiben, wodurch das Einkassier geräusch beim Druck der Zahltaste (5) von neuem erzeugt wird.
    a. Münzfernsprecher nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die die Ein kassierung der Münzen (4) anzeigende Sum- mervorrichtung (.S"I@) durch die von der Klinke (7) freigegebene Münzsclira.nk@- (8) mittelst Federn (10) in Bewegung ge setzt wird, wodurch eine Beeinflussung der Zeitdauer des Signales vom Teilneh mer verhindert wird.
CH131227D 1927-04-22 1928-02-24 Münzfernsprecher für verschiedenwertige Gespräche. CH131227A (de)

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