CH132160A - Einrichtung zur Fernmessung elektrischer Grössen. - Google Patents

Einrichtung zur Fernmessung elektrischer Grössen.

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CH132160A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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Description


  Einrichtung zur Fernmessung     glektrischer    Grössen.    Die fortschreitende Ausdehnung und Zu  sammenschaltung elektrischer Starkstrom  netze schafft das Bedürfnis nach Einrich  tungen, die es gestatten, an einem Orte  Spannung, Strom, Leistung usw. verschie  dener     Stellen    des Netzes zu überwachen.  Hierbei ist es von Vorteil, für die Über  tragung der zu überwachenden     Messgrössen     die Fernsprechleitungen zu benützen, welche  die einzelnen Werke verbinden. Es ist wün  schenswert, die Einrichtung so auszuführen,  dass Sprechverkehr und Fernmessung sich  nicht gegenseitig beeinflussen und daher  gleichzeitig vor sich gehen können.

   Es ist  bekannt, diese Aufgabe dadurch zu lösen,  dass an der     Messstelle    ein Wechselstrom er  zeugt wird, dessen Frequenz vom jeweiligen  Werte der     Messgrösse    abhängig ist, und wel  cher über. Leitungen, die entweder selbst dem  Fernsprechverkehr dienen oder mit Fern  sprechleitungen in einem Kabel vereinigt  sind, übertragen wird.  



  Gemäss der Erfindung wird das Verhält  nis von     Messfrequenz    und     Mess'spannung    zu    den Sprechfrequenzen und Sprechspannungen  so gewählt, dass bei der höchsten vorkommen  den     Messfrequenz    ein störendes Geräusch  im Fernhörer nicht wahrzunehmen ist. Der       Messstrom    wird an der Beobachtungsstelle  dem Steuergitter eines     Niederfrequenzver-          stärkers    zugeführt, welcher die Energie zum  Betriebe eines auf die     Messgrösse        geeichten          Frequenzmessers    liefert.  



  In der Zeichnung zeigt     Abb.    1 die grund  sätzliche Anordnung einer     FernmeZeinrich-          tung    gemäss der Erfindung und     Abb.    2 ein  Schaltschema mit zwei Verstärkern an der  Beobachtungsstelle. Gemäss     Abb.    1 sind zwei       Fernsprecheistationen    F durch die Doppel  leitung L verbunden. An der     Messstelle    liegt;  parallel zum -Fernsprecher der     Mess'apparat     M, der die     Messfrequenz    erzeugt.

   An der Be  obachtungsstelle ist dem Fernsprecher die  Empfangseinrichtung parallel geschaltet: Sie  besteht im wesentlichen aus dem Eingangs  transformator     Trl,    dem     Verstärkerrohr    R  und dem Ausgangstransformator     Tr2,    die in  bekannter Weise geschaltet sind, und ferner      dem     Frequenzmesser   <I>Fr.</I> Die Drossel     Dr,     vermindert die Ableitung der Sprechströme  durch den     Messapparat.    Die Drossel     Dr,    und  der Kondensator     C2    vermindern die Beein  flussung der Empfangseinrichtung durch die  Sprechströme.

   Würde durch eine grössere  Anzahl parallel geschalteter Fernsprecher  die Ableitung der     Messströme    zu gross wer  den, kann dieselbe durch Zwischenschaltung  von Kondensatoren Cl in den     Sprechkreis     vermindert werden.  



  Die     vorbeschriebene    Einrichtung kann  auch dann mit Vorteil verwendet werden,  wenn die     Messübertragung    nicht über die  Fernsprechleitungen selbst, sondern über  Leitungen erfolgt, welche mit Fernsprech  leitungen gemeinsam verlegt, insbesondere  zu einem Kabel vereinigt sind, weil eine Ab  gleichung zur Vermeidung des Überhörens  der     Messfrequenz    dadurch nicht erforderlich  ist.  



  Die Störung der     Messübertragung    durch  die Rufströme der Fernsprecheinrichtung  kann durch Anrufen mit     höherere    Frequenz  vermindert werden; vollständig vermeiden  lässt sich dieselbe jedoch dadurch, dass die       Messfrequenz    selbst zum Anruf verwendet.  wird. Dies ist dadurch möglich, dass zum       Anrufen    eine Spannungserhöhung des     Mess-          frequenzstromes    benützt wird, welche in der  angerufenen Station ein     spannungsempfind-          liAes    Relais betätigt, das einen lokalen Ruf  stromkreis schliesst.

   An der     Messstelle    kann  die_ Spannungserhöhung dadurch bewirkt  werden, dass ein dem     Messapparat    vorgeschal  teter     Ohmscher    Widerstand durch die Ruf  taste,     eventuell    unter Vermittlung eines  Zwischenrelais, kurzgeschlossen wird.

   Zum  Anruf von der Beobachtungsstelle oder einer       i        -inc        lern        Stelle        aus        ist        ein        induktiver        Wider-          stand    zwischen den Sprechleitungen arge  schlossen, welcher durch die Ruftaste abge  schaltet werden kann. Durch die Verminde  rung der Belastung des     Messstromerzeugers     ergibt sich beim Anrufen die erforderliche  Spannungserhöhung. die auf optische oder  akustische Signalapparate oder ein Auslöse  glied für letztere übertragen wird.

      Zur     Vergrösserung    der Betriebssicherheit  der     Messübertragung    können einzelne Teile  der Einrichtung doppelt vorhanden sein,  wobei jedoch eine Einheit zum Betrieb aus  reichend ist. Die doppelt vorgesehenen Teile  werden so geschaltet, dass bei Versagen des  einen der andere den Betrieb allein weiter  führt, oder infolge Umschaltung vermittelst  Relais denselben übernimmt, und gleichzeitig  durch eine Signalvorrichtung das Versagen  eines Teils anzeigt.  



       Abb.    2 stellt eine solche Schaltung für  zwei Verstärker an der Beobachtungsstelle  dar. -Die     Steuergitter    der beiden Verstärker       V,    und     V2    liegen unter Zwischenschaltung  der Eingangstransformatoren     Trl    und     Tr,     dauernd an der Fernleitung L. Die Anoden  sind über die Ausgangstransformatoren     Trss     und     Tr,    an den positiven Pol der Anoden  batterie<I>AB,</I> die Heizfäden sind sowohl an  die     Heizbatterie    HB, als auch einpolig an  die Eingangstransformatoren     Trl    und     Tr2     angeschlossen.

   Die Zuleitungen zu den Reiz  fäden sind über die Kontaktpaare     K1    eines  Umschalters U geführt. Die Kontaktpaare       K2    desselben schliessen wechselweise die über  den     Frequenzmesser        Fr        führenden.    Strom  kreise der Ausgangstransformatoren     Trg    und       Tr4.    Der Kontakt     K,    des Umschalters  schaltet die. Signalvorrichtung     S    mit der       Hilfsstromquelle        II    ein.

   Wird der Umschalter  von Hand aus angehoben und dadurch der       ITeizstromkreis    des Verstärkers     V.,    geschlos  sen, so erhält seine Haltespule     Sp,        voraus-          ,eSetzt,        dass    über die Leitung L     Messfrequenz     vorgeführt wird, die vom     Transformator        Tr:,     abgegebene Spannung und der Schalter wird  in seiner Lage gehalten.

   Im Fälle des Ver  sagens des Verstärkers     V,    wird die Spule     Sp     spannungslos. wodurch der Schalter abfällt  und hierbei sowohl den Verstärker     V2    ein  schaltet, als auch die Signalvorrichtung     S          betätigt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Fernmessung elektrischer Grössen mittelst niederfrequenten Wechsel stromes, dessen Frequenz von der Messgrösse abhängig ist und welcher über Leitungen, die entweder selbst dem Fernsprechverkehr dienen oder mit Fernsprechleitungen iii einem Kabel vereinigt sind, übertragen wird, da durch gekennzeichnet, dass Messfrequenz und Messspannung zu den Sprechfrequenzen und Sprechspannungen in einem solchen Verhält nis stehen, dass in den Fernhörern störende Geräusche nicht auftreten,
    wobei die zum Betriebe eines normalen Frequenzmessers erforderliche Energie an der Beobachtungs stelle durch einen Niederfrequenzverstärker erzeugt wird. UNTERANSPRüCHE 1.. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zum Anruf von Fernsprecherstellen über Leitungen, welche gleichzeitig zu einer Messübertra- gung mittelst niederfrequenter Wechsel ströme benützt werden, eine Spannungs erhöhung des Messfrequenzstromes benützt wird.
    ?. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Spannungs erhöhung des Messfrequenzstromes durch einen Ohmschen oder induktiven Wider- stand bewirkt wird, der durch die Ruf taste kurzgeschlossen oder abgeschaltet wird. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass einzelne Teile derselben doppelt vorhanden und so ge schaltet sind. dass bei Versagen des einen Teils der andere den Betrieb allein wei terführt, bezw. selbsttätig an Stelle des andern eingeschaltet wird und gleich zeitig durch eine Signalvorrichtung die Störung anzeigt. .
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, mit zwei Verstärkern an der Beobachtungs stelle, dadurch gekennzeichnet, dass ein . Umschalter vorgesehen ist, der die Heiz stromkreise der Verstärker, die über den Frequenzmesser führenden Stromkreise der Ausgangstransformatoren, und ,die :Signaleinrichtung steuert, und der eine Haltespule besitzt,, die bei Versagen eines Verstärkers spannungslos wird und die Umschaltung auf den zweiten Verstärker bewirkt.
CH132160D 1927-05-09 1928-04-20 Einrichtung zur Fernmessung elektrischer Grössen. CH132160A (de)

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