CH132317A - Verfahren zur Herstellung von Farblacken. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farblacken.

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CH132317A
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung von Farblachen.    Es ist bekannt, dass man     Farblacke    von  vorzüglichen Echtheitseigenschaften erhält,  wenn man basische     Farbstoffe,    die auch     saure     Gruppen enthalten können, mit komplexen  Verbindungen, zum Beispiel mit komplexen  Säuren, wie     Phosphorwolframsäure,        Phosphor-          wolframmolybdänsäure,        Silicomolybdänsäure     und dergleichen oder Salze dieser komplexen  Säuren behandelt.

   Man kann auch derartige  Farblacke     erzeug- r,    indem man auf die ge  nannten Farbstoffe statt der fertigen kom  plexen Säuren oder deren Salze, die zur  Bildung der komplexen Säuren     bezw.    deren  Salzen befähigten Stoffe, sei es gleichzeitig,  sei es nacheinander, einwirken lässt.  



  Es wurde nun gefunden, dass man zu  Farblacken von noch besseren Echtheits  eigenschaften gelangt, wenn man auf die wie  oben angegebenen Farblacke in Gegenwart  von Wasser Druck einwirken lässt. Die Be  handlung mit Druck in Gegenwart von  Wasser kann auch bereits bei der Herstellung    im Moment des Entstehens der Farblacke  erfolgen, und es ist in allen diesen Fällen  vorteilhaft, hierbei erhöhte Temperaturen  anzuwenden.  



  Die Behandlung kann in Gegenwart der  in der     Farblackindustrie    üblichen Substrate  erfolgen, auch können bei der Behandlung       dispergierend    wirkende' Mittel, wie Leim,  Gummi     arabicum,        Sulfitzelluloseablauge,        Tür-          kischrotöl,        cholsaure    Salze,     Trioxyäthylamin     und ähnlich wirkende Substanzen, Verwendung  finden.  



  Die Höhe des Druckes und der Tempe  ratur, sowie die Dauer der Behandlung lassen  sich in weiten Grenzen variieren; in der  Regel genügt eine drei- bis vierstündige Be  handlung im     Autoklaven    mit gespanntem  Dampf bei 2-4 Atmosphären.  



  Die besseren Echtheitseigenschaften der  nach dem vorliegenden Verfahren behandelten       substrat-    oder nicht     substrathaltigen    Farb  lacke sind, wie Versuche gezeigt haben,      nicht     aur    eine chemische Veränderung der  Farblacke zurückzuführen, sondern lediglich  auf eine physikalische Änderung der     Farb-          lackpartikelchen        hinsichtlieh    ihrer Grösse und  Form.  



  <I>Beispiel 1:</I>  100 Gewichtsteile eines in der üblichen  Weise durch Fällung von     Methylviolett    B       (vergl.    Schultz,     Farbstofftabellen,    G. Auflage,  1923, Nr.     515)    auf     Tonerdehydrat    oder     Blanc     fixe mit komplexer     Wolframsäure    erhältlichen  Farblacks in     Teigform    werden 4 Stunden bei  3 Atmosphären in einem     Autoklaven    erhitzt.  



  Der so behandelte Farblack zeigt eine  bessere Lichtechtheit und     Alkaliechtheit    als  der     Ausgangsfarblack.     



  <I>Beispiel 2:</I>  Man erzeugt einen Farblack, indem man  auf einem Substrat aus Schwerspat, Tonerde  hydrat und     Blanc    fixe, das durch Umsetzung  von 10 Gewichtsteilen schwefelsaurer Tonerde  (18  /o-     A1209),    1:10 gelöst, mit 5 Gewichts  teilen     kalzinierter    Soda, 1:10 gelöst, und  12 Gewichtsteilen kristallisiertem Chlorbarium,  1:10 gelöst, in     Gegenwart    von Schwerspat  erhalten wurde, 1 Gewichtsteil des salzsauren  Salzes des     Tetraäthyldiamidophenylmonoäthyl-          a-amidonaphtylcarbinols,    1:100 gelöst, durch  Zugabe von 2 Gewichtsteilen     Ammonium-          molybdat,    1:

  10 gelöst, 0,5 Gewichtsteilen         Dinatriumphosphat,    1:10 gelöst,     und.    2     Vo-          lumteilen    Salzsäure von 20       B6    zur Fällung  bringt.  



  Der so erhaltene Farblack wird in Teig  form etwa 3-4 Stunden bei 3 Atmosphären  in einem     Autoklaven    erhitzt. Der Farblack  besitzt danach eine     bessere    Lichtechtheit und       Alkaliechtheit    als der nicht unter Druck  behandelte Lack.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Farblacken aus basischen Farbstoffen, einschliesslich solcher, die saure Gruppen enthalten, und komplexen Verbindungen, dadurch gekenn zeichnet, dass man auf die Farblacke in Ge genwart von Wasser Druck einwirken lässt, wobei keine chemischen Veränderungen her vorgerufen werden. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man auf die Farblacke im Moment ihres Entstehens Wasser unter Druck einwirken lässt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung unter Druck bei er höhter Temperatur erfolgt.
CH132317D 1926-05-10 1927-05-04 Verfahren zur Herstellung von Farblacken. CH132317A (de)

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