CH132329A - Verfahren zur Befestigung von Metallfolie auf einer Unterlage. - Google Patents
Verfahren zur Befestigung von Metallfolie auf einer Unterlage.Info
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Description
Verfahren zur Befestigung von Metallfolie auf einer Unterlage. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Befestigung von Me tallfolie auf einer Unterlage, zum Beispiel auf Papier, Pappe, Pergament, Webstoff, Zelluloid, Glas, Metall und andern Stoffen. Das Wesen der Erfindung besteht darin. da.ss die Folie mittelst eines wasserunlöslichen und in der Wärme nicht erweichenden Kleb stoffes auf der Unterlage befestigt wird. Zweckmässig verwendet man solche wasser unlöslichen und wärmebeständigen Kleb stoffe, die zur Abbindung weder der Ver dunstung eines Lösungsmittels, noch des Zu trittes der Luft, noch einer Verminderung der Temperatur bedürfen.
Mit Hilfe solcher Klebstoffe lä.sst sich die Metallfolie auf voll kommen undurchlässigen Unterlagen, wie Zelluloid, Glas, Metall usw., dauerhaft be festigen. Ein Klebstoff ist "wärmebestän- dig" im Sinne der vorliegenden Erfindung, wenn er bei denjenigen Temperaturen nicht, schmilzt, welche bei der Bearbeitung (Pres- sen, Prägen) der auf der Unterlage befestig ten Folie angewendet werden.
Der Vorteil des neuen Verfahrens besteht. darin, dass man ein festes und dauerndes An haften der Folie auf ihrer Unterlage erhält. welches weder durch Feuchtigkeit, noch durch Wärme beeinträchtigt wird. Infolge dessen kann der mit der Metallfolie versehene Stoff nachträglich den verschiedensten Arbeiten, beispielsweise einer Heissprägung, unterworfen werden, ohne dass die Gefahr des Ablösens der Metallschicht besteht. Schliesslich ist es auch möglich, Papier, Pappe und andere Stoffe auf beiden Seiten mit einer Metallfolie zu versehen; dies wäre beispielsweise bei Verwendung eines wasser löslichen Klebstoffes nicht möglich, weil dann das Wasser nicht mehr verdunsten könnte.
Bei der Durchführung des Verfahrens geht man zweckmässig in der Weise vor, dass man eine fortlaufende Folienbahn mit Lö- sungen von Zelluloseestern, wie beispiels weise viskosen Acetatlacken, wie sie zum Beispiel unter der Bezeichnung Cellonlack bekannt sind, versieht und alsdann mit einer fortlaufenden Papierbahn oder Webstoff- bahn verklebt.
Beim Bekleben von Glas, Metall und andern Stoffen, die nicht in die Form fortlaufender Bahnen gebracht werden können, werden entsprechende Stücke der Metallfolie auf die Unterlage aufgeklebt, nachdem die Folie oder die Unterlage mit. Klebstoff versehen ist. An Stelle der Lö sungen von Zelluloseestern kann man als Klebstoff auch Harz- oder Kautschuklösun gen, Metallseifen (Bleipflaster), gelatinie- rende Firnisse und ähnliche Produkte, sowie diejenigen Stoffe verwenden, die unter dem Namen Bakelitfirnis im Handel erhältlich sind.
Bei dem vorstehend erwähnten, zu ver wendenden Klebstoff besteht die Möglich keit, die Lösungsmittel vor der Vereinigüng der Folie mit der Unterlage so weit ver dunsten zu lassen, dass nach der Vereinigung die Abbindung auch dann erfolgt,: wenn eine. weitere Verdunstung nicht möglich ist. Es ist auch nicht erforderlich, dass Luft zu der Klebstoffschicht zwecks Oxydation (Ver- barzung), Bindung von Kohlensäure oder der gleichen hinzutritt. Dieser Klebstoff braucht auch keine Temperaturverminderung, um abzubinden, das heisst sie brauchen vor dem Auftragen nicht erwärmt zu werden, wie dies beispielsweise bei Harzen der Fall ist.
Es kann zwar eine Erwärmung vorgenommen werden, um die Viskosität der Klebstoffe herabzusetzen und so ein besseres Verarbeiten derselben zu ermöglichen; dieses Verfahren ist jedoch grundsätzlich verschieden vom Arbei ten mit solchen Harzen als Klebstoffe, die durch die Wärme lediglich in den flüssigen Zustand gebracht werden sollen, um nachher wieder zu erstarren. Die Erwärmung dieser Harze stellt einen beliebig oft reversiblen Vorgang dar, während der zu verwendende Klebstoff nach erfolgter (spontaner) Abbin- dung durch Erwärmen nicht mehr verflüs sigt werden kann, so dass hier also ein irreversibler Erhärtungsprozess vorliegt.
Man kann auch Mischungen von verschiedenen Klebstoffen verwenden, sofern diese nur den oben angegebenen Bedingungen entsprechen.
Beispielsweise kann man eine Mischung aus geblasenem Leinöl oder Holzöl, Kolopho nium und liautschuk oder Guttapercha ver wenden, die nach Abbindung, das heisst Poly- merisation, ebenfalls in der Wärme nicht, bezw. nicht merklich erweicht, wasserfest und infolge ihrer Geschmeidigkeit und Pla stizität mit Rücksicht auf die eventuelle wei tere Bearbeitung der kaschierten Folie durch Prägen, Ziehen (zu Schaehteln oder derglei chen) als Klebstoff hervorragend geeignet ist.
Fernerhin ist auch für den vorliegenden Zweck eine Mischung geeignet, die dem un ter der Bezeichnung "Marineleim" bekannten Produkt ähnlich ist, jedoch weniger leicht erweicht und infolge ihrer Zusammensetzung selbst bindend ist. Diese Mischung besteht aus hochschmelzenden Asphalten" geblase nem Leinöl oder Holzöl, Blaulack und Kaut schuk, der vulkanisiert sein kann.
Es wurde bereits erwähnt, dass man den Klebstoff zweckmässig auf die Metallfolie und nicht auf das Papier oder dergleichen aufbringt. Dies gilt insbesondere für saug fähige Unterlagstoffe, wie Papier, Gewebe. poröse Flächen, Wände und dergleichen und hat den Vorteil, da.ss die Unterlage durch das Auftragen des Klebstoffes nicht aufgeweicht wird, so da,ss sie, sofern sie aus Papier, Ge webe oder andern schmiegsamen Unt.erlag- stoffen besteht, keine Falten wirft. Ferner kann der Verbrauch an Klebstoffen denkbar gering gehalten werden.
Bei zweiseitiger Kaschierung von Papier und andern durchlässigen Unterlagstoffen mit Folie genügt es, nur die zweite Kaschie- rung unter Verwendung eines wasserunlös lichen bezw. wasserfreien Bindemittels vor zunehmen;
da nach der ersten Kaschierung noch die erforderliche Austrocknungsmög- lichkeit bezw. Verdunstungsmöglichkeit für das im normalen Leim enthaltene Wasser besteht,. während dies bei der zweiten Ka- schierung, wie schon ausgeführt, nicht mehr möglich ist.
Was ferner die einseitige Kaschierung mittelst eines wasserunlöslichen bezw. was serfreien Bindemittels anbetrifft, so ist sie zum Beispiel auch dann von Wichtigkeit, wenn es sich darum handelt, eine mit Papier oder andern Unterlagsstoffen kaschierte Folie mittelst gewöhnlicher,, wasserhaltiger Kleb stoffe auf andere Unterlagen, zum Beispiel Karton, Holz, Leder, Mauerwerk oder der gleichen aufzukleben.
Man verwendet näm lich in solchen Fällen mit Rücksicht auf die Empfindlichkeit der dünnen Aluminium folie gegen die Wirkung der mit der Ver arbeitung verbundenen Handhabung (Zer knittern, Faltenbildung, Einmeissen und der gleichen.) gerne eine kaschierte, das heisst durch eine Papierunterlage verstärkte bezw. widerstandsfähiger gemachte Folie.
Man könnte natürlich auch umgekehrt verfahren, das heisst die Folie auf Papier oder Pappe mit gewöhnlichem Leim auf kleben und das so erzeugte Produkt auf Mauerwerk, Holz und auf undurchlässige Stoffe mit Hilfe eines wasserunlöslichen und in der Wärme nicht erweichenden Kleb stoffes befestigen, der zur Abbindung weder der Verdunstung eines Lösungsmittels, noch des Zutrittes von Luft oder der Temperatur verminderung bedarf. Es würde unnötig und unwirtschaftlich sein, für beide Klebvor- (@änge, die wasserunlöslichen und wärme beständigen Klebmittel zu wählen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Befestigung " von Metall folie auf einer Unterlage, dadurch gekenn zeichnet.. dass die Folie mittelst eines wasser unlöslichen und in der Wärme nicht er weichenden Klebstoffes auf der Unterlage befestigt wird. UNTERANSPRWRE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie mittelst eines solchen wasserunlöslichen und in der Wärme nicht erweichenden Kleb stoffes auf der Unterlage befestigt wird, welcher zu seiner Abbindung weder der Verdunstung eines Lösungsmittels, noch des Zutrittes der Luft, noch einer Tem peraturverminderung bedarf. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet.dass die Folie mit gewöhnlichem Leim auf einen durchlässigen Unterlagsstoff aufgeklebt wird, worauf das so erzeugte Produkt auf der endgültigen Unterlage mit Hilfe eines Klebstoffes befestigt wird, welcher wasserunlöslich ist, in der Wärme nicht erweicht und zur Abbindung weder der Verdunstung eines Lösungsmittels, noch des Zutrittes von Luft oder der Temperaturverminderung bedarf.
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