CH132419A - Wechselstrommotor mit umschaltbarer Polzahl. - Google Patents

Wechselstrommotor mit umschaltbarer Polzahl.

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CH132419A
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Maatschappij Tot Verv Werktuig
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  Wechselstrommotor mit umschaltbarer Polzahl.    Die Erfindung bezieht sich auf einen  Wechselstrommotor mit umschaltbarer Pol  zahl. Wie bekannt, kann bei     Wechseilstrom-          induktionsmotoren    die synchrone Umdre  hungszahl geändert werden durch Umschal  tung der Polzahl. Zu diesem Zwecke wird  in dem dazu geeigneten Teil der Statorwick  lung die Stromrichtung umgekehrt.  



  Wenn die Anzahl der hintereinander ge  schalteten Windungen ungeändert bleibt, er  fordert diese Umschaltung zu gleicher Zeit  eine Änderung der aufgedrückten Spannung,  und zwar muss diese, damit der Leerlauf  strom nicht aussergewöhnlich hoch wird, bei  höherer Polzahl verringert werden.  



  Wenn man zum Beispiel von 4 auf 8 Pole  umschalten würde, ohne die aufgedrückte  Spannung zu ändern, würde bei den bekann  ten Maschinen der Leerlaufstrom vier- bis  sechsmal den ursprünglichen Wert erhalten,  wodurch der Motor bei Belastung ganz be-    stimmt verbrennen würde. In vielen Fällen  kann man sich helfen durch Parallelschal  tung der zwei Hälften der Wicklungen bei  Benutzung der niedrigsten Polzahl und  durch Reihenschaltung bei der höchsten Pol  zahl.  



  Selbstverständlich kann bei einem sol  chen Motor von einer einigermassen normalen  Belastung des vorhandenen Kupfers keine  Rede sein, weil bei vierpoligem Betrieb in  Parallelschaltung der wirksame Querschnitt  viel grösser ist als erforderlich, während die  ser beim achtpoligen Betrieb noch gerade ge  nügen kann.  



  Da sich beim Übergang von einer Pol  zahl auf die andere der Wicklungsfaktor  ändert, ist das vorhandene Drehmoment bei  der höheren Polzahl niedriger als bei der  niedrigen Polzahl. Ferner ist die normale  Wicklung gewöhnlich verteilt überungefähr  zwei     Drittel    des     Stat.orumfanges,    das heisst      es befinden sich in dem Stator noch Nuten,  welche gar keine Wicklung enthalten.  



  Die vorliegende Erfindung hat nun zum  Zweck, die obengenannten Nachteile zu be  seitigen und dadurch einen Wechselstrom  induktionsmotor zu erhalten, welcher sowohl  für die höchste, als auch für die niedrigste  Polzahl annähernd dasselbe Drehmoment er  zeugen kann, auch wenn die aufgedrückte  Spannung dieselbe bleibt.  



  Dies wird beim Motor gemäss der Er  findung dadurch erreicht, dass in den von  der Hauptwicklung freigelassenen Nuten  des Stators, sowie in dem noch vorhandenen  freien Raum der übrigen Nuten eine beim  Einschalten der höchsten Polzahl in Reihe  mit der Hauptwicklung zu schaltende Zusatz  wicklung angeordnet ist, wobei die Win  dungszahlen beider Wicklungen von Nut zu  Nut sich in umgekehrtem Sinne ändern,  wenn man von einer Spulenaxe nach aussen  fortschreitet.  



  In der Zeichnung sind in Fig. 2 bis 4  drei Ausführungsbeispiele des Erfindungs  gegenstandes schematisch dargestellt, und  es ist in Fig. 4 eine zahlenmässige Angabe  für den Leiterbestand pro Nute und  Wicklung zur Klarlegung der Verhältnisse  in den einzelnen Nuten hinzugefügt.  



  Fg. 1 zeigt die Abwicklung eines     Sta-          tors    üblicher Bauart mit darin vorgesehenen  Nuten und Spulen C-F für eine Dreiloch  wicklung;  Fig. 2 zeigt denselben Stator mit eben  falls darin angeordneten Spulen C-F und  mit Spulen G-K, welch letztere bei     acht-          poliger    Schaltung als Zusatzwicklung in  Reihe mit der Hauptwicklung dienen;  Fig. 3 zeigt denselben Stator mit darin  angeordneten Spulen C-F gemäss Fig. 1 und  2, aber in etwas anderer Weise angeordne  ten Spulen G-K;

    Fig. 4 zeigt einen Stator mit     Zusatz-          und    Hauptwicklung nach Fig. 3 mit zahlen  mässigen Angaben für den Leiterbestand pro  Nut und Wicklung, welcher Stator ausser  dem zwei Anlasswicklungen trägt,    In Fig. 1 ist ein Stator A gezeigt, mit  darin vorgesehenen Nuten B, numeriert von  1 bis 32. und Spulen C, D, E, F. Beim Ein  schalten, wobei der Strom in den Stator  stäben in der Pfeilrichtung verläuft, wird  der Stator vierpolig sein. Die erste Spul  der zur niedrigsten Polzahl gehörenden  Wicklung ist nämlich in den Nuten 3 bis 6,  2 bis 7, 1 bis 8 angeordnet, und zwar  dass in 3 und 6 die niedrigste und  in 1 und 8 die höchste Anzahl Windungen  untergebracht ist.

   Dadurch erhält man eine  Wicklung für vierpoligen Betrieb, ausge  führt als Dreilochwieklung, mit zwei     un-          benützten    Nuten in der Mitte der Spulen.  



  In Fig. 2 ist eine Zusatzwicklung G, H,  I, K vorgesehen, mit einer derartigen An  zahl Windungen pro Nut, dass die gesamte  Anzahl Drähte in den beiden äussern Nuten 1  und 4, 5 und 8 usw. im Bereich je einer  Spulenhälfte der Hauptwicklung geringer ist  als die Anzahl Drähte in den dazwischen an  geordneten Nuten 2 und 3, 6 und 7 usw.:  dadurch wird erreicht, dass die erwünschte  Eigenschaft für den sinusoidalen Verlauf  des Feldes bei achtpoliger Wickung erhalten  bleibt.  



  In Fig. 3 ist eine etwas andere Anord  nung angegeben, wobei die Spulen G, H,  I und K symmetrisch zu den Spulen C, D  E und F angeordnet sind, ohne dass hier  durch die Wirkung des Motors beeinträch  tigt wird. Die in der Fig. 3 angegebene  Wicklung ergibt sogar der Fig. 2 gegenüber  durch die geringere Länge der Wickelköpfe  eine Kupferersparnis, und ist darum vorzu  ziehen.  



  Manchmal ist eine Anlasswicklung erfor  derlich, da Einphaseninduktionsmotoren kein  Anlaufdrehmoment besitzen und darum das  selbe künstlich geschaffen werden muss.  Diese     Aulasswicklung    kann dann in dersel  ben Weise wie die Hauptphase umschaltbar       ausgeführt    sein und muss lediglich in bezug  auf die Hauptphase verschoben angeordnet  sein, weil die Hilfswicklung der     kIauptphase     gegenüber phasenverschoben sein muss.      In F ig. 4 ist eine beispielsweise zahlen  mässige Angabe für den Leiterbestand (w)  pro Nut und Wicklung für den Ständer nach  Fig. 3 aufgeführt, zur Klarlegung der Ver  hältnisse für die Nuten 26 bis 32, woraus  die Anordnung der Wicklung deutlicher zu  erkennen ist.

   Es sind hier im Ganzen vier  Spulensätze vorhanden, und zwar eine Zu  satzwicklung E-F, eine Hauptwicklung  A-B und C-D für acht Pole (umschaltbar  auf vier Pole), eine Hilfsphasenwicklung  J-K für acht Pole und eine Hilfsphasen  wicklung G-H für vier Pole. Zur Ermitt  lung der gesamten Leiterzahl pro Nut nach  der Umschaltung der Hauptwicklung auf  acht Pole bei  Zusatzwick  lung E-F sind die in Fig. 4 seitlich der  Wicklungen angegebenen Zahlen jeweils zu  addieren. Man erhält dann für den Bereich  einer Spulenhälfte der Hauptwicklung  folgende Leiterzahlen: 122 - 150 -150  - 122.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Wechselstrominduktionsmotor mit um schaltbarer Polzahl, dadurch gekennzeichnet. dass in den von der Hauptwicklung frei- gelassenen Nuten des Stators, sowie in dem noch vorhandenen freien Raum der übrigen Nuten eine beim Einschalten der höchsten Polzahl in Reihe mit der Hauptwicklung zu schaltende Zusatzwicklung angeordnet ist, wobei die Windungszahlen beider Wick lungen von Nut zu Nut sich in umgekehr tem Sinne ändern, wenn man von einer Spulenaxe nach aussen fortschreitet.
    UNTERANSPRUCH: Wechselstrominduktionsmotor nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzwicklung derartig verteilt ist, dass beim Einschalten der Zusatzwicklung die Gesamtanzahl Windungen pro Nut für die äussern und innern Nuten des Bereiches einer Spule der Hauptwicklung niedriger ist als für die dazwischenliegenden übrigen Nuten., derartig, dass annähernd ein sinusoi- dales Feld erhalten bleibt.
CH132419D 1926-07-30 1927-07-26 Wechselstrommotor mit umschaltbarer Polzahl. CH132419A (de)

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CH132419D CH132419A (de) 1926-07-30 1927-07-26 Wechselstrommotor mit umschaltbarer Polzahl.

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