Sicherheitsvorrichtung für Sprengpatronen. Bei der praktischen Verwendung der im Hauptpatente beschriebenen Sicherheitsvor richtung hat sich herausgestellt, dass der dort vorgesehene Zugdraht nicht. immer erforder- licll ist, und dass es mitunter vorteilhafter ist, von seiner Anwendung abzusehen.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfin dung besteht darin, unter Weglassung des Zugdrahtes im oder am obern Ende des Pfropfens (Zapfens) eine Einrichtung für den Eingriff eines Werkzeuges anzuordnen, mittelst dessen der Pfropfen nach erfolgtem Ausräumen der Verdämmung des Bohrloches aus diesem gezogen werden. kann.
Bekanntlich wird das Bohrloch für den Schuss so hergerichtet, dass zunächst die Sprengpatronen in das Bohrloch eingeführt ,verden, worauf der noch freie Raum des Bohrloches verdämmt, das heisst mit Sand, Lehm oder dergleichen ausgefüllt wird. Bei Verwendung der Sicherheitsvorrichtung, die den Gegenstand der vorliegenden Anmeldung bildet, wird diese auf die oberste Patrone im Bohrloch aufgebracht und hierauf erst wie üblich die Verdämmung in das Bohrloch ge füllt.
Im Falle nun der Schuss versagt hat, wird mittelst eines Werkzeuges, das zweckmässig ähnlich einem Holzbohrer gestaltet ist, zu nächst die Verdämmung, also der Sand, Lehm oder dergleichen aus dem Bohrloch ausgeräumt. Nach der so erfolgten Entfer nung der Verdämmung wird das Werkzeug nochmals in das Bohrloch eingeführt, wo es auf die Sicherheitsvorrichtung, den Pfropfen, stösst. Damit dieser vom Werkzeug erfa.sst werden könne, ist an dem obern Ende des Pfropfens die oben erwähnte Einrichtung vorgesehen. Nachdem das Werkzeug in festen Eingriff mit dem Pfropfen gekommen ist, wird durch Zug an dem Werkzeug dieses samt dem Pfropfen und der darin einge setzten .Sprengkapsel ausgehoben.
Es wird hierdurch der im Ilauptpatent vorgesehene Zugdraht entbehrlich.
Die Erfindung ist an beispielsweisen Ausführungsformen in der angeschlossenen Zeichnung erläutert. In dieser zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform des Pfropfens, Fig. 2 eine dazugehörige Draufsicht, Fig. \3' eine weitere Ausführungsform des Pfropfens, Fig. 4 die Draufsicht dazu. In den Fig. 5 und 6 sind zwei verschiedene Ausführungs formen des Werkzeuges zum Ausheben des Pfropfens dargestellt.
Der Zapfen a ist in den Fig. 1-4 als mit einem Kanal b für den Durchtritt der Lei tungsdrähte oder der Zündschnur versehen, dargestellt und beispielsweise auf die Art mit der erforderlichen Einrichtung zum Ein greifen des aushebenden Werkzeuges ausge rüstet, dass die Bohrung b gegen das obere Ende des Zapfens zu, das ist dem Ende, das von der Sprengpatrone abgewendet ist, zu einem Hohlraum c erweitert ist, der so breit ist, dass das aushebende Werkzeug bis zu einer gewissen Tiefe eindringen kann.
Um ein sicheres und festes Erfassen des Pfropfens mittelst des Werkzeuges zum Aus heben desselben zu ermöglichen, ist bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 der Zeichnung in der Ausweitung c eine Blech scheibe eingesetzt, die in ihrer Mitte mit einer zum Beispiel rechteckigen Öffnung f versehen. ist, so dass von der Scheibe nur an beiden Seiten je ein Teil d stehen bleibt. Zwecks Befestigung in der Ausweitung c isst der Rand der ,Scheibe umgebördelt, so dass ein zylindrischer Ringteil i entsteht, der zum Beispiel durch Einpressen mittelst starken Druckes an der Innenwand der Ausweitung c festsitzt.
Auf diese Art erhält man im Hohl raum c zwei Stege aus Blech, die durch die rcchteckige Öffnung f voneinander getrennt sind.
Bei den gezeichneten Ausführungsformen der Sicherheitsvorrichtung ist ein kurzer Drahte vorgesehen, der zum Beispiel durch Einklemmen zwischen dem Ring i und der innern Wandfläche der Ausweitung c be festigt werden kann. Dieser Draht e dient zur Führung der Zündleitung (Zündschnur), indem diese um den Draht einige Male ge- orunden wird; er reicht nicht bis über das Bohrloch wie beize Ausführungsbeispiel des Hauptpatentes, weil er nicht zum Entfernen des Pfropfens dient.
Statt der vollen Stege d können Stege d, aus Draht verwendet werden, wie in Fig. 3 und 4 dargestellt. In diesem Falle sind zum Beispiel die Stege d, und Draht. e vorteil- hafterweise aus feinem Stück.
Das Ausziehen des Pfropfens samt der Kapsel wird dadurch bewerkstelligt, dass man die Spitze des aushebenden Werkzeuges in geeigneter Weise mit den Stegen<I>d, d</I> be- zi.ehungsweise d,, d, in Eingriff bringt.
Das Werkzeug zum Ausheben des Pfrop fens besteht aus einem länglichen nach einer Schraubenlinie gewundenen Teil li (Fig. 5), der behufs Handhabung mit einem stabför- migen Teil g versehen ist.
Um ein sicheres und kräftiges Eingreifen an den Stegen d, d beziehungsweise d,, d, zu ermöglichen, ist an die Spitze des Werkzeuges ein nach einer Schrauben- oder Schneckenlinie gewundener Teil 1, angesetzt, jedoch ist die Ausführung eine derartige, dass die Windungen des Teils lt des Werkzeuges nicht ununter brochen in die Windungen des Ansatzes 1 übergehen, sondern dass ein kurzer Zwiselieii- raum in zwischen beiden verbleibt, der keinerlei Gewinde aufweist.
Wenn man die Spitze des Werkzeuges zum Ausheben des Pfropfens in die Auswei tung c im Kopf des Pfropfens mit drehender Bewegung einführt, treten die Schrauben flächen des Teils 1 in Eingriff mit den Stegen d beziehungsweise d,, und man kann nunmehr durch Zug in der Längsachse des Werkzeuges den Pfropfen samt der im un- \tern Ende des Kanals b festgehaltenen Kap sel. herausziehen. Der Draht und die Zünd- leitung bilden. kein Hindernis für die Wirk samkeit der Spitze des Werkzeuges, weil durch deren Drehung diese Teile ohneweiters bei Seite geschoben; werden.
Wird das Ein drehen des Teils 1 so lange fortgesetzt, bis sämtliche Windungen dieses Teils durch den Spalt<I>f</I> unter -die Stege<I>d; d</I> beziehungsweise unter die ,Stege dl, d, getreten sind, so be wirkt ein etwa weiter fortgesetztes Drehen des Werkzeuges kein weiteres Eindringen seiner Spitze in den Kopf des Pfropfens;
weil sich dann die Stege d bereits in dem von Windungen freien Teil m zwischen den Teilen h- und l befinden, so dass das weitere Drehen des Werkzeuges nur einen wirkungs losen Leerlauf bedeutet und ein weiteres Eindringen desselben unmöglich ist. Dieser Umstand ist wichtig, weil bei zu tiefem Ein dringen des Werkzeuges in den Pfropfen dieser gesprengt werden und dann seine Wir kung nicht entfalten könnte.
Das aushebende Werkzeug kann auch von einfacherer Form sein. In diesem Falle sind Vorsprünge k (Fig. 6) vorgesehen, die sich an die Stege d oder d, anlegen und hier durch verhindern, dass die Spitze des Werk- zeuges zu tief in den Pfropfen eindringe.
Staat der Vorsprünge können auch im obern Ende des Pfropfens Vertiefungen, wie zum Beispiel Schraubenwindungen vorge sehen sein, in die das aushebende: Werkzeug mit seiner entsprechend geformten Spitze eingreift. '