Elektrischer Einzelantrieb für Spinnspindeln, Spinnzentrifugen oder andere mit sehr hohen Drehzahlen umlaufende Körper. Die Erfindung bezieht sich auf elektri sche Einzelantriebe für Spinnspindeln, Spinnzentrifugen oder andere mit sehr hohen Drehzahlen umlaufende Körper.
Bei mecha nischen Antrieben dieser Art wird die Drehung der Antriebsmaschine mittelst Sehnurlaufes auf die Spindel übertragen Als man zum elektrischen Antrieb der Spin del überging, wurde an Stelle der Schnur scheibe ein Elektromotor genommen und dessen Welle mit der Spindel vereinigt. Der Motor, der bei dieser Anordnung oberhalb der Spindelba.nk lag, ist für das Arbeiten ,in der Spindel selbst störend.
Ausserdem ist er dein, Verschmutzungen durch herab fallende Fäden und dergleichen, sowie Be schädigungen ausgesetzt,. Bei den überaus hohen Drehzahlen tritt eine starke Erwär mung des Lagers ein; es muss daher für die Kühlung des Lagers, sowie auch des Motors Sorge getragen werden, da dieser von Wech- selstrom hoher Frequenz gespeist wird und sich daher stärker erwärmt als ein normaler Mätor.
Gegenstand der Erfindung ist ein elek trischer Spindeleinzelantrieb mit senkrechter Welle, der für sehr hohe Drehzahlen, zum Beispiel über 20000 Umdrehungen in der Mi nute, brauchbar ist. Die Erfindung bestehl darin, dass der Elektromotor, dessen nach oben verlängerte Welle als Spindel ausge bildet ist, unterhalb der Spindelbank ange ordnet ist und dass durch Kanäle an dem Motorgehäuse und der Lagerwandung Kühl luft, entlangströmt, die von einer auf der Spindelwelle angeordneten Schirmplatte an gesaugt und nach aussen geworfen wird.
Da im allgemeinen das Schwungmoment der auf die Spindel gesetzten Spule und des Motorankers gering ist, macht sich im Be trieb jede geringe exzentrische Ungleich mässigkeit der Spule durch unruhigen Lauf bemerkbar. Zweckmässig wird die Spünn- spindel durch eine zusätzliche Schwung scheibe gegen solche störenden Unbalanzen unempfindlich gemacht.
Da die Spinnspindeln bei den sehr hohen Drehzahlen: starkem Verschleiss ausgesetzt sind, so sollte dafür Sorge getragen werden, dass die Spindeln, falls erforderlich, beim Schadhaftwerden leicht durch andere Spin deln ersetzt werden können, die zweckmässig in grösserer Anzahl in Reserve gehalten wer den. Ein leichtes Auswechseln der Spinn spindel wird ermöglicht, wenn man die Spin del in eine Aussparung der Spindelbank ein schiebt und sie ohne Anwendung von Schraubverbinduhgen durch Federkraft in ihrer Lage hält.
Hierdurch wird ausserdem der Vorteil -erreicht, dass die Einspannstelle, die zwischen Spindel und Motor liegt, ela stisch ist, so dass sich die mit hoher Dreh zahl umlaufende Spindel frei einstellen kann. Ausserdem kann die ganze Spindel samt ihrem Motor aus der Spindelbank heraus gezogen werden, ohne dass irgend welche Schraubverbindung gelöst zu werden. braucht. Der Anschluss des Motors an das Netz er folgt hierbei zweckmässig durch federnde Kontaktstücke, die sich in der Betriebsstel lung gegen Stromschienen legen.
In den Abb. 1 bis 3 der beiliegenden Zeichnung sind verschiedene Ausführungs beispiele der Erfindung dargestellt.
In Abb. 1 ist der Motor 1 mittelst des Flansches 2 in einer Aussparung der Spindel bank 3 vertikal eingespannt. Seine nach oben verlängerte Welle 4 ist als Spindel ausge bildet und trägt beispielsweise zum Spulen eines Fadens die Hülse 5. Die Spindel ist in dem Lager 7 gelagert. Da der Motor von einem Wechselstrom hoher Frequenz gespeist wird, entsteht durch die Ummagnetisierung, sowie infolge der hohen Drehzahl im Lager eine beträchtliche Temperaturerhöhung, die durch an dem Motorgehäuse angeordnete Kühlrippen G ausgeglichen wird, die am Lager 7 geschlossene Kanäle 8 bilden.
Über dem Lager 7 ist die Schirmplatte 9 angeordnet, die infolge der hohen Drehzahl die Luft stark ansaugt und dadurch das Motorgehäuse und das Lager gut kühlt. Die zweckmässig aus Stahlblech bestehende Schirmplatte 9 braucht wegen der hohen Drehzahl keine besonderen Ventilatorflügel zu haben; es wird bereits bei einer glatten Oberfläche der Platte ein genügend starker Luftumlauf erzielt,, der durch geringe Ein kerbungen oder dergleichen auf der Innen seite der Platte, falls erforderlich, noch ver stärkt werden kann.
In Abb. 2 hat die Schirmplatte eine grössere Dicke, so dass sie als Schwungscheibe wirken und hierdurch die Unbalanz der Spindel ausgleichen kann. Zur Verringerung der Beanspruchung ist die Masse am Um fang der Scheibe verringert.
Abb. 3 zeigt eine Spindel, die leicht aus wechselbar in der Spindelbank 13 einge spannt und durch Federn 18 in ihrer Lage gehalten ist. Diese Federn 18 sind an den reit dem Motor 11 bezw. dem Lager 17 ver bundenen Flanschen 12 befestigt und legen sich in eine auf der Spindelbank 13 ange brachte Rast<B>16</B> ein, wenn die Spindel ihre richtige Lage einnimmt. Die Stromzuführung des Motors erfolgt durch die Stromschienen 21, die unterhalb der Spindelbank verlegt sind.
Auf diese Stromschienen 21 legen sich die mit den Anschlussklemmen des Motors 11 verbundenen federnden Kontakte 22, so dass beim Einschieben der Spindel in eine Aus sparung der Spindelba.nk der Motor auf ein fache Weise an die Stromschienen an ge schlossen wird. An dem Gehäuse des Motors 11 befindet sich ferner der Druckknopfschal ter 23. Die die Spule 15 tragende Spindel 14 hat zum Ausgleich der Unbalanz eine Schwungscheibe 19. Der Rotor des Antriebs motors 11 ist nicht, wie in Abb. 1, fliegend angeordnet, sondern er ist ausser in dem Spindellager 17 noch in dem untern Lager<B>26</B> des Motors gelagert.
Zur guten Kühlung dieser beiden Lager, sowie des Motors sind die Kühlrippen am Gehäuse des Motors 11 von einem Mantel 24 umgeben, so dass ge schlossene Kanäle gebildet werden, durch die die von der schalenförmigen Schwungscheibe 19 angesaugte Kühlluft streicht und dadurch das untere Motorlager 20, den Motor 11, so wie das obere Spindellager 17 intensiv kühlt.
Die elastische Einspannung der Spindel in der Spindelbänk ermöglicht eine freie Ein stellung der ,Spindelachse, was bei den hohen Drehzahlen für einen ruhigen Lauf der Spin del von Bedeutung ist. Die Anordnung nach Abb,. 3 hat f erner den Vorteil, dass der ge samte elektrische Teil von der Spindel völlig getrennt ist, so dass ein leichtes und über sichtliches Bedienen der Spindel ermöglicht und ein unbeabsichtigtes Berühren der Strom schienen 21 vermieden wird.