CH132602A - Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von Gasgemischen oder Gas-Dampfgemischen beim Durchgang durch den lösungsflüssigen Zustand. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von Gasgemischen oder Gas-Dampfgemischen beim Durchgang durch den lösungsflüssigen Zustand.

Info

Publication number
CH132602A
CH132602A CH132602DA CH132602A CH 132602 A CH132602 A CH 132602A CH 132602D A CH132602D A CH 132602DA CH 132602 A CH132602 A CH 132602A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
liquid
absorption
gas
gases
solution
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Blau Hermann
Original Assignee
Blau Hermann
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Blau Hermann filed Critical Blau Hermann
Publication of CH132602A publication Critical patent/CH132602A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/14Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols by absorption

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von Gasgemischen oder Gas-Dampfgemischen beim Durehgang durch den l¯sungsfl ssigen Zustand.



   Behandelt man ein Gasgemisch mit einer zu seiner vollständigen Lösung unzureichenden Flüssigkeitsmenge, so werden beka. nntlich seine l¯slicheren Komponenten von der Flüssigkeit mit einem hoheren Prozentsatz aufgenommen, als sie im ursprünglichen Gemisch vorhanden waren. Wählt man das Verhältnis des Gasgemisches zur   Losungs-    flüssigkeit, wie   1    :

     d, wobei Ci    den Absorptionskoeffizienten der leichter löslichen zweier im Gemisch enthaltenen Komponenten bezeichnet, und führt das Gasgemisch in einer Kolonne in gleichbleibendem   Verhält-    nis von unten nach oben durch die von oben nach unten strömende Flüssigkeit, so wird von letzterer die   löslichere    Komponente des Gemisches in ihrer Gesa. mtheit, die weniger l¯sliche in entsprechend   geringererMenge    aufgenommen, während der ungelöste Rest der letzteren oben als reines Gas a. ustritt.



   RechnungsmäBig stellt sich dieser Vorgang zum Beispiel für die Behandlung eines Gemisches mit 15 Vol. % Kohlensäure und 85 Vol.   %    Stickstoff unter Verwendung von Wasser als   Absorptionsflüssigkeit    bei einer Temperatur von etwa   20   C,    wie folgt dar :
Der   Absorptionskoeffizient    von   CO2    und   N2    ist 0, 88 bezw. 0,   016.    Das   Losungsver-      hältnis    beider ist 0, 132   bezw,    0, 0136. Von CO2 werden 0, 15 Teile, von N2 aber   0,      01545    Teile gel¯st, was 90,   66    Vol. % bei C02 und 9, 34 Vol. % bei   N2    entspricht.



   Wie das Beispiel zeigt, kann man also auf die angegebene Weise aus einem Gemisch mit 15 Vol. %   CO2    und 85 Vol. % N2 den letzteren zum weitaus gröBten Teil rein abscheiden und die im ursprünglichen Gemisch mit 15Vol. % vertretene   CO2 bis    zu etwa   90%    anreichern.

   Treibt man diese   hochprozentige COZ    wieder aus und fÏhrt nach dem Vorschlag Mallets mit der Behand  lung des-so erha. ltenen Gasgemisches    in derselben Weise fort, indem ma. n es neuerdings durch eine seinem kleineren Volumen entsprechende geringere Menge der Absorptionsfl ssigkeit leitet, so   musste ma. n nach    der  Rechnung zu einem   Losungsverhältnis    beider Gase kommen, in welchem die   CO2    bereits   mit'mehr'als    99 Vol. % a. ngereichert und der   N,    pra. ktisch vollkommen ausge  schieden wäre.

   Die Unzulänglichkeit    des Wirkungsgrades, welche indessen allen bekannten derartigen Verfahren anhaftet, würde naturgemäss eine entsprechende   öftere    Wiederholung dieser   Behandlungsweise    notwen. dig machen, wenn man zu einer ähnlich weitgehenden ! Trennung der beiden Gase gela. ngen will.

   Hiermit würde sowohl der Trennungsvorgang, als die zu seiner Ausführung erforderliche Apparatur sehr   verwickelte    Formen annehmen, und daraus erklärt es sich, dass die Trennung von Gasgemischen mit Eilfe einer Absorptionsflüssigkeit nur in solchen pra. ktischen Fällen tatsächlich zur   Ausfüh-    rung kommt, in denen es   sich ium    Gemische mit so gro?en   Loslichkeitsunterschieden    der darin enthaltenen und zu trennenden Besta. ndteile handelt, dass ein befriedigendes Ergebnis schon durch einmaliges einfaches Waschen der Gase mit der Absorptionsflüssigkeit erreicht wird, wie bei Gemischen hydra. tbildender mit permanenten Gasen.



   Wie i es nun aber in den für die Absorptionsvorgänge ma?gebenden physikalischen GesetzmÏ?igkeiten begr ndet liegt, da. ? beim teilweisen   Inlosungnehmen    eines Gemisches von Gasen mit verschiedener Loslichkeit die loslichere Komponente in der Lösung stärker angereichert erscheint als im ursprünglichen Gemisch, so müssen folgerichtig auch beim Wiederaustreiben eines   gelosten    Gemisches aus der Losung die entweichenden Gase stets auch   ärmer    an der l¯slicheren Komponente sein als das noch in   Losung    befindliche Gemisch und man muss schliesslich beim graduellen Austreiben der gelösten Bestandteile zu einem ; Punkt Kommen, an dem nur noch die   löslichere    Komponente zu einem Teil in der Flüssigkeit enthalten ist.



   Die bei der Absorption und beim Wiederaustreiben eines gel¯sten Gasgemisches eintretenden Veränderungen in der prozentuellen Zusammensetzung zeigen demnach eine grundsätzliche Übereinstimmung mit jenen Veränderungen, welche die   Zusammen-    setzung eines Gas-oder Gasdampfgemisches bei der Kondensation und Wiederverdampfung des Kondensates erleidet.

   Mit der Erfindung ist der hieraus zu ziehende praktische Schluss verwertet, da? man die volige Trennung eines Gas-oder   Gasdampfgemisches    auch ohne mehrfache Wiederholung des teilweisen Inlösungnehmens und   Wiederaus-    treibens der gelösten Gase erreichen muss, wenn man bei der Behandlung der im   losungsflüssigen Zustand befindlichen Gase    genau ebenso verfährt, wie   wobei    der rektifizierenden Behandlung eines solchen Gemisches im flüssigen beziehungsweise ver  flüssigten    Zustand.

   Hierbei wird   bekannt-    lich die zur völligen Trennung nötige mehrfache Wiederholung von teilweiser Kondensation und Destillation mit der Verwendung einer sogenannten   Rektifika. tionssäule    zu einem einzigen   zusammenhangenden    Vorgang verbunden.

   Demgemäss wird bei der Trennung eines Gas-oder   Gasdampfge-    misches beim Durchga. ng durch den   lösungs-    flüssigen Zustand in der Weise verfahren, dass man die in einer   Absorptionskolonne    erhaltene Gaslösung beziehungsweise Gas  dampflösung    vor dem Wiederaustreiben der Gase in einem an erstere angeschlossenen und mit ihr in   offener Verbindung stehen-    der Rektifikator beim Absorptionsdruck noch einer vora. ngehenden rektifizierenden Weiterbehandlung unterwirft, wobei die Flüssigkeit auf dem Wege nach dem untern Ende des   Rektifika$ors    allmählich bis zu einem Temperaturpunkt erwÏrmt wird, bei   welchem a.

   lle nicht    in der   Losung    gewünschten schwerer löslichen Bestandteile wieder ausgetrieben sind.



   Dieses Verfahren soll beispielsweise anhand der Zeichnung erläutert werden, welche zwei Beispiele einer zur Durchführung des Verfahrens geeigneten Einrichtung zeigt :
Das Gemisch wird durch Leitung   1,    Fig.   1,    in den Unterteil der Absorptionskolonne A   eingefiihrt,    wo es durch die von oben in der erforderlichen Menge herab  flieBende    Absorptionsfliissigkeit aufsteigt und an   n letztere    die   leiohterlösliche    Komponente, zum Beispiel die Koh. lensäure, wie oben im angeführten Beispiel, in ihrer Gesamtheit und in der dem Verdichtungszusta. nd des Gasgemisches entsprechenden Kon  zen. tration    in L¯sung gibt.

   Der von der CO2 zu trennende Stickstoff wird von der Flüs  sigkeit    in einer seiner geringeren   Löslich-    keit entspreehenden kleineren Menge aufgenommen, wä. hrend der ungel¯ste   Stiekstoff-    rest sich über der Fl ssigkeit ausscheidet und durch Leitung 2 abgeführt wird. Die bei der Absorption freiwerdende WÏrme wird durch ein den Mantel der Absorptionskolonne   durchfliessendes    Kühlmittel (Wasser) weggeführt.



   Aus dem Unterteil der   Absorptionsko-    lonne   X    tritt die mit Kohlensäure und wenig Stickstoff gesättigte Absorptionsflüssigkeit in den unten an die Kolonne A angesehlossenen   Rektifikator B über und wird darin    auf dem Wege nach abwärts allmählich bis zu einem   Temperaturpunkt    erwärmt, bei welchem infolge der damit verbundenen    Rektifikationswirkungderdaringeloste    Stickstoff wieder völlig ausgetrieben wird, so dass die Kohlensäure in der Flüssigkeit allein noch enthalten ist.

   Mit dem Stickstoff entweicht selbstverständlich auch ein Teil der Kohlensäure,   wele-he aber a. uf    dem Wege der Gase nach oben von den höhergelegenen. kÏlteren Fl ssigkeitsschichten wieder aufgenommen wird, so daB sich der wieder ausgetriebene Stickstoff   schliess-    lich iiber der Flüssigkeitssäule in A mit dem schon von vorneherein nicht darin   gelosten    Teil desselben rein ausscheidet und durch Leitung 2 entweicht.



   Aus dem Unterteil von B wird die Ab  sorptionsflüssigkeit    mit der   darin gelosten    reinen KohlensÏure durch Leitung 3 zum   Wärmeaustauscher TT und    von dort durch Leitung 4 in die als Austreiber dienende   Rektifikationskolonne    C von oben eingeführt und auf dem Wege nach abwärts all  mählieh    bis zu ihrem Siedepunkt erwä-rmt, so daB die darin gelöste Kohlensäure vollstÏndig   ausgetriebenwird.Naturgemäss    führt die aus dem heissen   Unterteil des Aus-    treibers aufsteigende Kohlensäure wesentliche Dampfmengen der   Absorptionsflüssig-    keit mit nach oben, welche sich aber in den h¯hergelegenen, k hleren Fl ssigkeitsschich  ten wieder, z.

   um grossen    Teil kondensieren und die dabei freiwerdende Wärme a.   n die    kühlere Flüssigkeit abgeben. Infolgedessen wird letztere auf ihrem Wege zum Unterteil des Austreibers bereits so weit vorgewärmt, da? bei weitem die   Eauptmenge    der darin gelösten Kohlensäure schon ausgetrieben ist. ehe die   Fliissigkeit    bis in den Unterteil des Austreibers gelangt ist.



   Die ausgetriebene Kohlensäure wird durch Leitung 5 abgeführt, während die heisse Absorptionsflüssigkeit durch Leitung 6 zuerst durch den.   Wärmeaustauscher W,    von dort durch Leitung 7 zum Wasserkühler D und durch Leitung 8 zur Pumpe   F fliesst,    von welcher sie durch Leitung 9 wieder in den Oberteil des Absorbers   A gefördert wird,    um den   beschriebenenKreislauf    von neuem fortzusetzen.



   Wie bei   Flüssigkeitsgemisohen,    kann auch bei Gasgemischen der praktische Fall gegeben sein, dass man sie in mehr als   2    Komponenten beziehungsweise   Komponen-    tengruppen (Fraktionen) zu   erlegen    hat. wobei so verfahren werden kann, dass man eine entsprechende Anzahl von Austreiber C, C2 usf.   (Fig.    2) hintereinander anwendet, in welchen das Austreiben der in der Fl s  sigkeit    gelösten einzelnen Komponenten beziehungsweise Komponentengruppen stufenweise   innerhalb entsprechend hoch an-    steigender Temperaturgrenzen vorgenommen wird und aus denen die einzelnen Fraktionen    beziehungsweise Komponenten getrennt abge-    führt werden.



   Gerade bei der rektifizierenden   Behand-    lung kohlenwasserstoffhaltiger Gasgemische beim Durchgang durch den   losungsflüssigen    Zustand entstoht übrigens eine gewisse Schwierigkeit. Allgemein mu? man   da. ra. uf    bedacht sein, eine Absorptionsflüssigkeit zu   wählen,derenSiedepunkteinerseits    bei dem   Absorptionsdruck    nicht zu hoch liegt, um ihn ohne weiteres mit den zur Verfügung stehenden Heizmitteln (gespannter Dampf oder erhitzte, hochsiedende Flüssigkeiten) erreichen zu k¯nnen, die anderseits aber auch ein möglichst grosses   Losungsvermogen    für die   aufzunehmendenGasebeziehungsweise    DÏmpfe besitzt.

   Dieses   Losungsvermogen    ist aber allgemein um so grosser, je niedriger der   SiedepunktderFlüssigkeitliegt.    Aus beiden Gründen empfiehlt es sich, als Absorptionsflüssigkeiten f r kohlenwasserstoffhaltige    Gasgemische solche organische Flüssigkeiten    zu wählen, deren   Siedetemperaturennoch    unterhalb oder nur   wenig oberhalb 1'00   C    liegen. Nun sind aber bei diesen Temperaturen siedende Bestandteile, wenn auch in geringer Menge, in den   kohlenwasserstoffhal-    tigen   Gasen selbsb enthalten, und es bestebt      veine    M¯glichkeit, letztere durch Destillation   vonderAbsorptionsflüssigkeitwieder    zu trennen.



   Diese Schwierigkeit kann in der ein  faehsten Weise a. us dem    Wege geräumt werden, indem als   Absorptionsflüssigkeit die in      denkohlenwasserstoffhaitigenGasen    enthaltenen,   benzinaTtigen Kohlenwasserstoffe    selbst verwendet und nur die bei der Ver  arbeitung    der   Gase ständig anfallende Über-    schu?menge derselben fortlaufend aus der Apparatur abgeführt wird.



   Handelt es sich zum Beispiel um die gleichzeitige getrennte Gewinnung der    Dämpfe leicht siedender flüssiger Kohlen-    wasserstoffe (Gasolin) und der   leichtest    kondensierbaren Gase (Butan und   Prolan !    aus   Naturgas,    so wird zum Beispiel bei der Vorrichtung nach Fig. 2 das zu trennende Gasgemisch je   nachseinerprozentuellen    Zusammensetzung auf   5-7      Atm.    verdichtet    ur. @d stÏndig durch Leitung 1 in den. Absorberunten:eingeleitet.Gleichze'itiss    fliesst von oben hera. fortlaufend eine solelie Menge der   Absorptionsfliissigkeit, d. a.

   B nicht    nur die in dem verdichteten Gasgemisch    enthaltenenKohlenwasserstoffdä.mpfe,son-    dern auch das darin enthaltene gasformige Butan   und.:PropaninihrerGesamtmenge    in Lösung genommen werden, wogegen von den schwerer   loslichen      Gasbesta. ndteilen (Äthan    und   X : ethan) eine    ihrer   geringeren Loslicli-    keit und ihrem Partialdruck entsprechende kleinere Menge von der   Absorptionsflüssig-    keit, aufgenommen wird.



   Die   gasgegättigte Flüssigkeit tritt aus. 4    in   den Rektifik. ator B oben    ein und wird beim   Durchga. ng, durch    diesen   durch Wärme-    zufuhr in einem untern   Heizmantel allmäh-    lich soweit erwärmt, dass die in der Lösung nicht gew nschten Gase (C2H6 und CH4)    vollständig und rektifizierend ausgetrieben    werden. Letztere steigen durch B und A in den Oberteil von A, aus dem sie mit den von der Absorptionsflüssigkeit von vornherein    nichtgelostenMengenAthanundMetha.n    durch Leitung 2 abgelassen werden.

   Die   Losung    enthÏlt also beim Verlassen des Rektifikators B noch die   ausdemGasge-    misch aufgenommenen, bei und oberhalb der atmosphärischen Temperatur siedenden fl s  sigenKohlenwasserstoffeneben    dem Butan n und Propan. Die   Losung    tritt dann durch Leitung   3    inden'Wärmeaustauscher W und durch Leitung 4 in den Austreiber C, wo sie beim Durchgang nach unten ebenfalls rek  tifizierend    weiterbehandelt und allmählich auf eine Temperatur gebracht wird, bei welcher die gelösten Gase Propan und Butan   vu. lia    aus der   Losung a. usgetrieben    sind.



  Die gleichzeitig mit den   Gasen in C aufstei-    genden Dämpfe der leicht flüchtigen flüs  sigen Kohlenwasserstoffe werden durch    die rektifizierende Weiterbehandlung im obern Kolonnenfortsatz C1 durch Wasserk hlung wieder niedergeschlagen. Die reinen Gase selbst entweichen durch Leitung 5 mit einer über der atmosphärischen liegenden Temperatur und werden in dem   Wasserküh-    ler D verflüssigt. Das in D'verfliissigte Gasgemisch kann unmittelbar in Versandbehälter abgelassen werden.



   Die in   C      entgaste Absorptionsflüssigkeit    enthält nur noch die aus dem ursprünglichen Gasgemisch aufgenommenen Dämpfe der oberhalb + 15¯ C siedenden Kohlenwasser  Stoffe und tritt durch Leitung 6 über W und 4'in den zweiten Austreiber   C2,    wo sie auf noch höhere Temperatur als in C gebracht wird, und zwar hoch genug, um die   über-)-15"C    siedenden L¯sungsbestandteile auszutreiben, welche in C3 rektifizierend   nachbeha. ndelt und dadureh    von den Dämpfen der hoher siedenden Absorptionsflüssigkeit befreit werden. Sie entweichen aus C3 durch Leitung 5'und werden dann ebenfalls in dem Kühler D verflüssigt und in die Vorratsbehälter abgelassen.



   Die hei?e Absorptionsflüssigkeit str¯mt aus dem Unterteil von   CZ durch die    Leitung 6'und die   Wärmeausta. uscher W, wo    sie in bekannter Weise ihre Wärme an die noch zu entgasende kältere Absorptionsflüssigkeit   a. bgibt, und    dann durch Leitung 7 in den Kühler D, nach dessen Durchströmen sie durch Leitung 8 von der Pumpe E angesaugt und durch Leitung 9 wieder in den Oberteil des Absorbers A zur ckgef hrt wird, von wo aus sie ihren Kreislauf von neuem fortsetzt.



   Da sämtliche Apparate und Leitungen unter dem gleichen Überdruck stehen, so hat die   Absorptlonsflüssigkeit    auf ihrem Kreislauf durch dieselben keinen   hoheren    Gegendruck zu überwinden als den der Rei  bungswiderstände.    Infolge der Aufrechterhaltung des Absorptionsdruckes in den Austreibern k¯nnen die zum Beispiel in C und   CabgetriebenenGase    ohne weiteres durch die Wasserkühlung in   D    verfliissigt und in Versandbehälter abgefüllt werden.



   Bei der   Verwendung niedrigsiedender    Absorptionsflüssigkeiten ist überdies in Betracht zu ziehen, da? deren Dampftension bei den im Oberteil der Austreiber herrschen, den Temperaturen bereits so   beträcht-    lich ist, da? selbst bei   hoheren    Absorptionsdrucken in. den aufsteigenden Gasen noch wesentliche Dampfmengen der Absorptionsflüssigkeit enthalten sind. Vorteilhaft wird deshalb der auf die Austreiber  ber der Eintrittsstelle der   Absorptionsflüssigkeit    aufgesetzte   Rektifikationsfortsatz    C,, C3 usf. oben mit Kühlmantel oder eingebauter   Kühl-    schlange ausgestattet, so dass die Dämpfe vollständig rektifizierend niedergeschlagen werden können.



   Hinsichtlich der Wahl der   Hoche    des Absorptionsdruckes k¯nnen au?er dem   Wun-    sche, eine möglichst hohe   Losungskonzen-    tration zu erreichen, auch noch andere Ge  sichtspunkte massgebend    sein. So erreicht man im Falle der Abtrennung leicht verflüssigbarer Gase aus Gemischen eine bedeutende Vereinfachung der Apparatur und des Verfahrens, wenn man die Absorption und das Austreiben der gelosten leichtverflüssigbaren Gase bei oder noch etwas oberhalb ihres   Verflüssigungsdruckes    (bei der Temperatur der Umgebung) durchführt, weil dann die abgetrennten Gase ohne weitere Druckerhohung verflüssigt und in die Ver   sandbehälter gefüllt werden können,

   wäh-    rend man sie bei Anwendung niedrigerer Ab  sorptionsdrucke    nach dem Austritt aus der Apparatur erst, durch einen Kompressor wieder ansaugen und auf den Verflüssigungs  druok    weiter verdichten muss. Soweit die abgetrennten Gase unter dem Austreiberdruck weiterverwendet beziehungsweise aufgespeichert werden sollen, kann ihr   tuber-    druck in bekannter Weise durch ihre Ausdehnung auf atmosphärischen Druck in einer Kraftmaschine wieder nutzbar gemacht werden.



   Hat   mandieDämpfe    brennbarer Flüssigkeiten aus sauerstoffhaltigen Gasen   (Luft)    auszuscheiden, so wäre es bedenk  lich.    sie zwecks Erreichung der   wünschens-    werten   Losungskonzentration    auf höheren Druck verdichten zu wollen. Es bleibt vielmehr in solchen Fällen nur die Möglichkeit, die Losungskonzentration durch Anwendung künstlicher Kühlung zu erhöhen und im übrigen mit der Verdichtung der Gase nur soweit zu gehen, als zur Uberwindung der Fl ssigkeitssÏule in A und der  brigen   WiderständeInnerhalb    der Apparatur notwendig ist.

   In Anbetracht dessen, dass die Löslichkeit der Gase mit der Erniedrigung der Temperatur sehr ra. sch zunimmt, kommt man in diesen Fällen für die künstliche
Kühlung mit dem wirtschaftlich arbeitenden
Kaltdampfkompressionsverfahren   a. us.   



   Gleichzeitige Anwendung von Drucker    höhung    und künstlicher   Kühlung wird er-    forderlich, wenn permanente Gase von einan der zu trennen sind, welche allgemein bei    Eühlwassertemperatur    an sich eine sehr ge ringe Löslichkeit besitzen, so dass auch mit    der Anwendung von hoheren Drucken allein    noch nicht die wünschenswerte   Lbsungskon-    zentration erreicht werden kann.



   Wo künstliche Kühlung zur Anwendung    kommt,wirddasKühlmitteldurchden       KüBlmantel    des Absorbers und nötigenfalls auch noch durch den des Austreibers ge f hrt. Gleichzeitig werden die zu trennen den Gase vor ihrem Eintritt in den Absorber vorteilhaft in einem   Wärmeaustauseher    durch die aus der Apparatur abziehenden getrennten, kalten Gase vorgekühlt, so dass ¯ der   Kä.lteaufwandmöglichstvollkommen    ausgenützt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 : Verfahren zum Trennen von Gasge mischen oder Gasdampfgemisohen beim Durchgang dureh den losungsflüssigen Zu- stand, dadurch gekennzeichnet, dass man die in einer Absorptionskolonne erhaltene Gas- lösung beziehungsweise Gasdampfl¯sun vor dem Wiederaustreiben der Gase in einem an erstere angeschlossenen und mit ihr in offener Verbindung stehenden Rektifikator beim Absorptionsdruck noch einer voran gehenden rektifizierenden Weiterbehandlung unterwirft, wobei die Flüssigkeit auf dem Wege nach demunternEnde des Rektifi- katorsallmählichbigzueinemTemperatur- punkt erwÏrmt wird,
    beiwelchemallenicht in der Lösung gewünschten schwerer lös- lichen Bestandteile wieder ausgetrieben sind.
    UNTERANSPRÜCHE : 1. Verfahren nach Pa. tenta. nspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Austrei- ben der nach der rektifizierenden Nach behandlungnoch in der Absorptions flüssigkeitenthaltenenlöslicheren Be standteile des zu trennenden Gas-bezie hungsweise e Gasdampfgemisches in einer zusätzlichen oben gekühlten und unten beheizten als Austreiber dienenden Rek tifikationskolonne vorgenommen wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich- net, dass man zwecks Zerlegung eines Ge misches in mehr als zwei Komponenten beziehungsweise Gruppen von Kompo nenten zunächst alle Bestandteile, auBer den abzutrennenden sehwerstlosflichen in einer Kolonne in Lösung bringt und die gelösten Bestandteile dann in der erfor- derlichen Anza. hl von hintereinander an geschlossenen, als Austreiber dienenden Rektifikationskolonnen unter stufenweise entsprechend ansteigenden Temperaturen wieder aus der Flüssigkeit austreibt und getrennt auffängt.
    3. Verfahren nach Pa. tenta. nspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, in Anwendung auf Kohlenwasserstoffe enthaltende Gas gemische, dadurch gekennzeichnet, dass die aus den betreffenden Gasen ge wonnenen flüssigen Kohlenwasserstoffe selbst zum Teil als Absorptionsflüssig- keit Verwendung finden.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen l und 2, in Anwen dung auf die Abtrennung leicht verfl s sigbarer Gase aus Gemischen, dadurch gekennzeichnet, da. man den Absorptions druck gleich dem der Temperatur der Umgebung entsprechenden Verflüssi gungsdruck der betreffend'en Gase oder etwas hoher als diesen wählt.
    PATENTANSPRUCH n : Vorrichtung zur Ausführung des Veifahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine Absorptionskolonne und einen an. letztere unten angeschlossenen und mit ihr in freier Verbindung stehenden Rektifi- kator.
    UNTERANSPRUCH: 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II mit mindestenseinemRektifikator mit Aus treiber, dadurch gekennzeichnet, daB der Austreiber mit einem Kolonnenfortsatz versehen ist, welcher über der Eintritts- stelle der Absorptionsfliissigkeit a, ng ordnet und in seinem Oberteil mit einer Kiihleinrichtung ausgestattet ist.
CH132602D 1927-10-10 1927-10-10 Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von Gasgemischen oder Gas-Dampfgemischen beim Durchgang durch den lösungsflüssigen Zustand. CH132602A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH132602T 1927-10-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH132602A true CH132602A (de) 1929-04-30

Family

ID=4390835

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH132602D CH132602A (de) 1927-10-10 1927-10-10 Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von Gasgemischen oder Gas-Dampfgemischen beim Durchgang durch den lösungsflüssigen Zustand.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH132602A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3014320C2 (de)
DE2044363A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von Stickstoff und Sauerstoff
DE921156C (de) Verfahren zur Zerlegung von Gasgemischen
DE829459C (de) Verfahren zur Trennung von Gasgemischen
DE727107C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von Krypton und Stickstoff aus Luft
DE69207511T3 (de) Verfahren zum Zerlegen eines Gasgemisches mittels Absorption
DE3229883A1 (de) Verfahren und einrichtung zur herstellung von gereinigtem aethylen
CH132602A (de) Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von Gasgemischen oder Gas-Dampfgemischen beim Durchgang durch den lösungsflüssigen Zustand.
AT113496B (de) Verfahren und Vorrichtungen zum Trennen von Gasgemischen oder Gasdampfgemischen durch Absorption.
DE495429C (de) Trennung von Gasgemischen durch Verfluessigung
DE377406C (de) Verfahren zur Herstellung eines Grundstoffs fuer ein alkoholfreies oder nahezu alkoholfreies Getraenk
DE639775C (de) Verfahren zum Extrahieren von pflanzlichen Stoffen
DE577780C (de) Verfahren zum Kuehlen mittels einer Wassereis enthaltenden Kaeltemischung
DE767001C (de) Verfahren zur stetigen Trennung von Teeren
DE1940623A1 (de) Verfahren zur Trennung eines Gasgemisches durch Kuehlung
DE612478C (de) Verfahren zum Trennen der Bestandteile von Gasgemischen
AT127925B (de) Verfahren zur Zerlegung von Flüssigkeitsgemischen durch Extraktion.
DE180553C (de)
DE1144861B (de) Verfahren und Anlage zur Gewinnung verschiedener Kohlenwasserstofffraktionen aus Sondengas
AT92300B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Propan und Butan in flüssiger Form aus Gasgemischen.
DE244688C (de)
DE203814C (de)
AT232958B (de) Verfahren zur Gewinnung von Deuterium durch Destillation von Wasserstoff
DE457221C (de) Gewinnung von Schwefel aus Ammonpolysulfidloesungen
DE697728C (de) chen mit verfluessigter Luft