Vorrichtung zur Überwachung des Anlaufes von Maschinen und Maschinenteilen. Gegenstand der Erfindung ist eine Vor richtung zur Überwachung des Anlaufes von Maschinen und einzelnen Maschinen teilen, welche den Zweck hat, selbsttätig un erwünschte Betriebszustände zu verhüten oder zu beseitigen und zum Beispiel gegebe nenfalls den jeweiligen Betriebszustand an zuzeigen.
So kann zum Beispiel bei der Inbetrieb nahme von Maschinen oder umlaufenden Masehinenteilen (Kupplungen oder der gleichen) der Fall eintreten, dass die Ma schine nicht anläuft, sei es wegen Störungen oder Hemmungen in der Maschine selbst, sei es infolge von Fehlern in der Kra.ftüber- f:ra.gung zwischen Motor und Maschine. Bliebe in derartigen Fällen die Energiezu fuhr zur Maschine bestehen, so könnten Brüche oder sonstige Beschädigungen in der Anlage eintreten.
Die Vorrichtung nach der Erfindung kann zum Beispiel so ausgebildet sein, dass zur Verhütung solcher Schäden die Energiezufuhr zu der zu überwachenden Maschine selbsttätig abgeschnitten wird, wenn zum Beispiel nach einer je nach Art der Anlage wählbaren Zeit der Anlauf nicht erfolgt ist, während bei richtigem An lauf die Energiezufuhr ungehemmt bleibt.
Die Erfindung besteht in der Verbindung eines die Energiezufuhr zu der zu über wachenden Maschine kontrollierenden Zeit schalters, der beim Anlassen der Maschine eingeschaltet wird, und eines in Abhängig keit von Zustandsgrössen der Maschine be tätigten Organes, das die Beeinflussung der Energiezufuhr zu der Maschine verhindern kann.
Auf der Zeichnung ist in Fig. I eine solche beispielsweise elektrisch steuerbare Überwachungsvorrichtung als Ausführungs beispiel der Erfindung schematisch darge stellt.
Zur Ankupplung dieser Vorrichtung, zum Beispiel an die anzutreibende Welle 1 einer Maschine, an eine' Kupplung oder derglei chen, und als Hemmungsorgan, das die Be einflussung der Energiezufuhr zur Maschine hindern kann, dient hier eine Reibscheibe 2, an deren Stelle auch irgend ein anderes Kupplungsglied benutzt werden kann, das geeignet ist, die Anlaufbewegung der Welle 1 auf die Kontrollvorrichtung zu übertragen, zum Beispiel auch ein zum Teil nicht ge- zahntes Zahnrad. Die Scheibe 2 ist am Um fang mit einer Aussparung '3. und einem ihr gegenüber liegenden D@,uraes. <U>_</U> -,.erse en.
\@ie-ist-a@a-einem-zweiä en Schwinghebel 5 eines Zeitschalters 5-10 drehbar gelagert, der durch ein Relais 6 zu bewegen'ist. Das freie Ende des Hebels 5 stützt sich mit einem Arm 7 gegen einen zweiten Hebel 8, der durch eine Feder 9 gegen ihn gezogen und dessen Bewegung zum Beispiel durch einen Bremstopf 110, ein Zeitwerk oder eine ähn liche Vorrichtung verzögert werden kann. Dieser Hebel 8 trägt eine Knagge 11., die mit dem Daumen 4 der Scheibe 2 zusammen wirkt, und an seinem freien Ende ein Kon taktstück 12. Auch die Scheibe 2 hat einen mit ihr durch einen Arm 13 verbundenen und mit ihr beweglichen Kontakt 14.
Sie ist vorteilhaft so ausgewogen, da.ss im Ruhe zustande ihr Schwerpunkt unter der Dreh axe liegt, damit sie nach jedem Gebrauch der Vorrichtung in die aus der Zeichnung ersichtliche Lage zurückkehrt.
Mit dem Antrieb der Welle 1 ist die Überwachungsvorrichtung elektrisch so ver bunden, dass gleichzeitig mit dem Einrücken des Antriebes der zu überwachenden Ma schine oder dem Einschalten der Energie zufuhr zum Antriebsmotor der Maschine der Elektromagnet 6 den mit ihm verbundenen Arm des Hebels 5 niederzieht und dadurch die Kontrollscheibe 2 hebt, bis sie an der Welle 1 anliegt. Gleichzeitig hiermit ist auch der Stützarm 7 von dem Hebel 8 abgehoben worden, so dass dieser durch die ihn mit dem Hebel 5 nachgiebig kup pelnde Feder 9 ebenfalls nach oben gezogen werden kann, eine Bewegung, die jedoch durch die Verzögerungsvorrichtung 10 ver langsamt wird.
Läuft nun die Welle 1 in der Pfeilrich tung an, so dreht sie die Scheibe 2 in ent gegengesetzter Richtung bis zur Aussparung 3, durch die die Berührung der Scheibe 2. mit der Welle 1 aufgehoben wird. Bei die- ser Drehung der Scheibe 2 trifft ihr men 4 auf den Hebel 8 und lindert-ihn, seinen Hub zu v_ollenden-,
\nährend gleich- z@eitim- --der--iLÖ takt 14 einen Stromkreis s- chliesst, der zum Beispiel zum Auslösen eines den erfolgten Anlauf meldenden Sig nals dienen oder aber auch ein Steuer- oder Arbeitsstromkreis sein kann, der Vorgänge auslöst, die erst nach erfolgtem Anlauf ein treten sollen.
Übrigens könnte man auch durch einen an dern beweglichenTeil d'erKontrollvorrichtung einen solchen Stromkreis schliessen lassen, zum Beispiel durch den die Scheibe 2 tra genden Schwinghebel 5, den man zu dem Zweck mit einem Kontakt versehen und sei nen Hub erst nach erfolgtem Anlauf der Welle 1 beenden lassen könnte, wenn also die Scheibe 2 mit ihrer Aussparung der Welle 1 gegenüberliegt und dadurch noch eine gewisse Weiterbewegung des Hebels zulässt.
Der Anschlag 11 des Hebels 8 verhin dert, dass die von der Welle 1 abgerutschte Scheibe 2 weitergeschleudert wird, da. hier bei ihr Daumen 4 gegen den Anschlag 11 trifft; ausserdem wird dadurch unter Mit hilfe der Feder 9 die vollkommene Fieistel- hznl; der Scheibe 2 von der Welle 1 ge sichert.
Ist nun aber die Welle 1 nicht ange laufen, so bleibt auch die gegen sie angelegte Kontrollscheibe 2 in Ruhe, der Hebel 8 wird also nicht durch den Daumen 4 gesperrt und kann deshalb seinen Aufwärtshub in einer bestimmten Zeit vollenden, bis sein Kontakt 12 auf den Gegenkontakt trifft und damit einen Stromkreis schliesst, der das Abschneiden der Energiezufuhr zur Ma schine, zum Beispiel durch Ausrücken des Maschinenantriebes veranlasst. - Eänn und darf der Anlauf durch eine anderweitige Regelung der Energiezufuhr erzwungen werden, zum Beispiel durch ihre Verstärkung, so ist es möglich, diese Re gelung selbsttätig durch die Überwachungs vorrichtung bewirken zu lassen, die durch einen der vorerwähnten Steuerstromkreise die dazu erforderlichen Regelungsorgane einstellen kann.
Eine solche Kontrollvorrichtung ist von besonderer Bedeutung für ferngesteuerte selbsttätige Antriebe; sie kann aber auch für Maschinen wertvoll sein, die dauernd unter Aufsicht stehen, genügen doch oft wenige Sekunden, die Maschine unbrauch bar zu machen, wenn sie nicht sofort beim Einschalten anläuft.
Es genügt nun aber in der Regel nicht für einen ordnungsmässigen Betrieb, da.B die zu überwachende Maschine überhaupt an läuft, sondern man muss auch sicher sein, dass der Anlauf mit dem richtigen Drehsinn er folgt. Auch diese Aufgabe kann durch die selbe Vorrichtung erfüllt werden, die den Anlauf der Maschine überwacht. Dabei ist es unter Umständen vorteilhaft, für die Kon trolle des richtigen Drehsinnes oder der gewünschten Bewegungsrichtung an dem Hemmungsorgan 2 einen zusätzlichen An schlag oder Kontakt vorzusehen, der dazu dient, die Maschine abzuschalten, falls sie im unrichtigen D'rebsinne angelaufen ist.
Eine solche Vorrichtung ist auf der Zeichnung in Fig. \? als weiteres Ausfüh rungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Die Ausbildung und die Wirkungsweise der Vorrichtung bei richtigem Drehsinne der Welle 1 sind dieselben wie beim ersten Beispiel.
Ist die Welle 1 hingegen in verkehrtem Sinne angelaufen, so dreht sich auch die Kurvenscheibe 2 in umgekehrter Richtung, ihr Daumen 4 trifft also hierbei nicht auf den Schwingbebel 8 des Zeitschalters; der letztere kann demgemäss seinen Ablauf voll enden und durch seinen Kontakt 12 den Stromkreis schliessen, durch welchen die Ma schine stillgesetzt wird. Durch eine der Hemmvorrichtung 2 vor geschaltete Übersetzung, Regelung der Ab laufzeit des Zeitschalters, zum Beispiel durch entsprechende Bemessung seiner Ver zögerungsvorrichtung 10 und andere Mittel lässt es sich erreichen, dass bei verkehrter Drehrichtung der Welle 1 die Abschaltung der Maschine bereits erfolgt ist, ehe der Dau men 4 auf die Welle 1 trifft.
Im übrigen kann man den gleichen Zweck aber auch erreichen, indem man zum Beispiel an dem Kontakthebel 13 der Scheibe 2 einen Kon takt 15 vorsieht und so Vorkehrung trifft, dass wohl der Zeitschalter beim Stehenbleiben der anzutreibenden Maschine nach Ablauf der Zeitverzögerungsvorrichtung 10 an- @pricht; bei rückläufiger Drehrichtung der Maschine hingegen der Kontakt 15 sofort Stromschluss herstellt, um zum Beispiel die Maschine abzuschalten.
Derartige Überwachungsvorrichtungen sind für mechanische, wie für elektrische Betriebe geeignet; sie können selbst mecha nisch oder elektrisch steuerbar sein, in letz terem Falle durch eine besondere Ortsstrom- quelle oder auch von dem die Maschine spei senden Netz aus.
Als Betriebsmittel kann also nicht nur der elektrische Strom, sondern auch Dampf oder ein anderes Treibmittel benutzt werden, und der Antrieb des Organes 2, das bei rich tigem Anlauf das Abschalten des Motors durch den Zeitschalter verhindert, kann von verschiedenen Bewegungszuständen oder Be triebsgrössen dieses Motors (Drehmoment, Lagenänderung usw.) abhängig gemacht sein.