Schutzbrille. Die Erfindung betrifft eine Schutzbrille, insbesondere für Flieger und Rennfahrer. Gemäss der Erfindung sind die die Brillen gläser tragenden Rahmen auf einem nach giebigen rahmenförmigen Kissen befestigt, welches der Gestaltung der die Augenhöhlen begrenzenden Stirn- Ad Backenpartien an gepasst ist, und an diesen Stellen einen dich ten Abschluss für die die Augen umgeben den Kammern bildet, welche zweckmässiger weise mit Entlüftungsvorrichtungen verseher, sein können, die bei der während des Ge brauches herrschenden starken Luftströmung eine dauernde Ventilation der Brillenkam mern bewirken und zugleich einen leichten Unterdruck in ihnen hervorbringen.
Eine solche Brille kann bequem lange Zeit getra gen werden, und ausserdem wird durch die fortwährende Luftzirkulation ein Beschlagen der Brillengläser verhindert.
Beiliegende Zeichnung zeigt ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dar; es zeigt: Fig. 1 eine Vorderansicht der Schutz brille, Fig. 2 eine Draufsicht eines Teils der ,Schutzbrille. Der andere Teil ist symmetrisch dazu angeordnet und befindet sich auf der andern Seite des Nasenstückes; Fig. 3 einen wagrechten Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 1;
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 1 und 5, Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 4 und Fig. 6 eine schaubildliche Ansicht der Entlüftungsvorrichtung.
Die Gläser oder Linsen 1 der Brille wer den von Rahmen 2 unterstützt, welche an den einander benachbarteren Seiten durch ein Doppelgelenk 3 miteinander verbunden sind. Letzteres ermöglicht ein gutes Anpassen der Brille an die wechselnde Gestaltung der die Augenhöhlen begrenzenden Stirn- und Bak- kenpartien bei verschiedenen Personen. Wei terhin kann die Brille, wenn nicht im Ge- brauch, zusammengefaltet werden. Die Rah men 2 bestehen je aus einem Teil 4, dessen innerer Rand bei 5 nach aussen geflanscht ist. Das Kissen 6 sitzt fest gegen den Flansch 5 auf und wird durch Stichnähte 7 eines Fadens oder Drahtes in Stellung ge halten, der durch den Lippenteil 8 des Kis sens 6 und durch Öffnungen 9 im Teil 4 hindurchgeht.
Das Kissen 6 ist bei 10 an der dem Gesicht zugekehrten Seite vertieft. Diese Vertiefung läuft vollkommen um das Kissen herum, und zwar in einem kleinen Abstand von der Peripherie desselben. Liegt das Kis sen gegen das Gesicht des Trägers an, so wird durch einen leichten Druck auf die Aussenseite des nachgiebigen Teils 11 des Kissens ein Teil der Luft in dieser Ver tiefung herausgedrückt. Wird der ausgeübte Druck beseitigt, so haftet das Kissen am Gesicht des Trägers durch Berührung der beiden Ränder 12, 13, des Kissens mit dem Gesicht, wodurch Einströmen von Luft in die Vertiefung 10 verhindert wird und ein teilweiser Unterdruck aufrecht erhalten wird, welcher das Anhaften des Kissens be werkstelligt.
Dieses Anhaften ermöglicht eine Bewe gung der Brille in eine bequeme Lage, wo die Brille ohne Ausübung eines Zuges durch das Brillenband 14, das um den Kopf des Trägers läuft, von selbst verbleibt. Das Band 14 ist zum Beispiel durch Haken 15 und Ösen 16 an den äussern Seiten der Rah men 2 befestigt.
Die Gestaltung des Teils 4 des Rah mens 2 bezw. des Flansches 5 desselben ist in Fig. 2 und 3 gezeigt.
Es hat sich herausgestellt, dass das Fest halten der Brille durch das Kissen 6 ver bessert werden kann, indem in den Kam mern der Brillengläser 1 ein kleiner Unter druck erzeugt wird. Dabei wird zugleich eine Ventilation bewirkt und das Beschlagen der Brillengläser beseitigt.
Zu diesem Zwecke ist jeder Rahmen 2 an der obern Aussenseite mit einer Ent- lüftungsvorrichtung 17 ausgestattet. Die Entlüftungsteile sind zweckmässig entspre chend der Kontur der Rahmen abgerundet. Weiterhin sind die Entlüftungsteile 17 von einem allmählich sich verändernden Quer schnitt, und zwar ist der Querschnitt im rückwärtigen Ende der Brille ungefähr 30 % grösser als der Querschnitt der Einlass- öffnung dieser Teile 17.
Der brauchbarste Entlüftungskanal ist von elliptischem Querschnitt. Der Einlass des selben ist elliptisch, wobei die Hauptachse der Ellipse quer verläuft, ebenso der Auslass mit einer um 30 % grösseren Fläche, wobei die Hauptachse der Ellipse senkrecht verläuft. In dem Entlüftungskanal 17 sind eine Anzahl Öffnungen 18 im Rahmen 2 des Brillenstückes. Diese Öffnungen sind teilweise durch Ab lenkplatten 19 abgedeckt, welche Verengun gen innerhalb des Entlüftungskanals 17 ver ursachen.
Diese Ausbildung verursacht eine erhöhte Geschwindigkeit der Luft im Ent lüftungsrohr.
Wenn die Luft durch die Verengung zwischen den Ablenkplatten 19 und der Aussenwand des Entlüftungsrohres 17 streift, so ruft die erhöhte Geschwindigkeit einen kleinen Unterdruck unter den Ablenkplatten hervor und damit einen kleinen Unterdruck in den Kammern der Brille.
Die grosse Fahrgeschwindigkeit, welche bei Benutzung der Schutzbrillen in Frage kommt, bewirkt ein Absaugen von Luft aus den Kammern durch die Auslässe 18, das grösser ist als das Einströmen der Luft durch die gegenüberliegenden kleinen Öff nungen 20. Der Unterdruck wird also selbsttätig herbeigeführt, ohne dass ein schar fer Zug oder ein zu beanstandender Druck innerhalb der Augenhammern entsteht, wie dies bei den jetzigen Schutzbrillen der Fall ist. Der kleine Unterdruck in den Kammern verbessert das Anhaften der Brille am Ge sicht des Trägers.
Der eintretende Luftstrom wird gegen die innere Fläche der Brillen gläser durch eine Ablenkplatte 21 gerichtet, welche nicht nur diesen Luftstrom vom Auge des Trägers ableitet, sondern durch Leiten gegen die Brillengläser ein Beschlagen derselben verhindert.
Das vordere Ende des Teils 4 des Rah mens 2 ist nach innen geflanscht (Fig. 4). Die Linse oder das Brillenglas 1 sitzt fest gegen den Flansch 22 und wird durch einen zusätzlichen Rahmen 23 in .Stellung gehal ten, der am Teil 4 aasgelenkt oder angelötet ist. Das äussere Ende des Rahmens 23 wird durch eine kleine Schraube 24 in Stellung gehalten, die in den Teil 4 eingeschraubt ist. Soll ein Brillenglas ausgewechselt wer den, so wird die Schrauben 24 gelöst und der Rahmen ausgeschwungen; oder bei an gelötetem Rahmen ist derselbe genügend nachgiebig, um ein Herausnehmen des Bril lenglases zu gestatten.
Um die Brille verschiedenen Windstärken anpassen zu können, ist ein Schieber 25 an der Innenseite des Teils 4 vorgesehen, durch welchen die Grösse der Öffnungen 18 einge stellt werden kann. Dieser Schieber wird durch einen Knopf 26 bewegt, der durch einen Schlitz im Teil 4 ragt.