CH132903A - Verfahren zur Herstellung von Aluminiumoxyd aus Aluminiumsulfid. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aluminiumoxyd aus Aluminiumsulfid.

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CH132903A
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/02Aluminium oxide; Aluminium hydroxide; Aluminates
    • C01F7/38Preparation of aluminium oxide by thermal reduction of aluminous minerals
    • C01F7/40Preparation of aluminium oxide by thermal reduction of aluminous minerals in the presence of aluminium sulfide

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Description


  Verfahren     zur    Herstellung von     Aluminiumoxyd    aus     Aluminiumsulfid.       Aluminiumsulfid wurde bisher in der  Weise auf Aluminiumoxyd verarbeitet, dass  man das Sulfid mit Wasser behandelte und  das entstehende     Aluminiumhydroxyd    nach  träglich glühte, oder dass man das Sulfid  in einer     Wasserdampfatmosphäre    thermisch  zersetzte.  



  Es wurde nun gefunden,     da.ss        Calcium-          oxyd    mit Aluminiumsulfid gemischt und an  einer     ,Stelle    durch schwaches Erhitzen zur  Reaktion gebracht, unter starkem Erglühen  der ganzen Masse eine Umsetzung zu Cal  ciumsulfid und Aluminiumoxyd bewirkt. Die  Reaktionswärme ist so gross, dass das ent  standene Aluminiumoxyd praktisch säure  unlöslich ist. Anstatt die festen Bestandteile  zu mischen und durch eine Initialerhitzung  die Masse zur Reaktion zu bringen, kann  man selbstverständlich auch geschmolzenem  Aluminiumsulfid     Calciumoxyd    zusetzen.

   Man  erhält eine krümelige Masse, aus der das  entstandene     Calciumsulfid    durch Wasser  und verdünnte Säure leicht herauszulösen ist.    Das auf diese Weise gewonnene Aluminium  oxyd bildet ein feines Pulver.  



  Eine besonders wichtige Anwendung  vorliegender Erfindung kommt bei der elek  trothermischen Gewinnung reiner Tonerde  in Betracht. Man erhält nach verschiedenen  Verfahren bei diesem Prozess Gemische von  Aluminiumsulfid und geschmolzener Ton  erde. Bisher musste das Aluminiumsulfid  herausgelöst werden, wobei     Tonerdehydrat     entstand, das, von der Tonerde getrennt, noch  einem besonderen     Calcinierungsprozess    bei  sehr hohen Temperaturen unterworfen wer  den musste.  



  Setzt man jedoch jener Schmelze im elek  trischen Ofen oder nach dem Abstechen       Calciumoxyd    zu, so entsteht sofort aus dem  Aluminiumsulfid Tonerde und     Calcium-          sulfid.    Dieses lässt sich durch Auslaugen mit  Wasser und     Säure    leicht entfernen, so dass  man in einem Prozess alles Aluminium, das  in der Schmelze vorhanden ist, als reine Ton  erde gewinnt.

        Sollte bei hohem Gehalte an Aluminium  sulfid und besonders bei hohen Tempera  turen die Reaktion zu heftig verlaufen, so  kann man das     Calciumoxyd    teilweise oder  ganz durch     Calciumoxyd,    wie es zum Bei  spiel durch thermische Zersetzung von in  den Prozess eingeführtem     Calciumcarbonat     entsteht, ersetzen. Die     Dissoziationswärme     dieses Prozesses kann zweckentsprechend  zur Herabminderung der     Reaktionswärme     zwischen dem Aluminiumsulfid und Cal  ciumoxyd verwendet werden.  



       Beispiel   <I>Z:</I>  Mischt man 16 Teile Aluminiumsulfid  und 18,5 Teile     Calciumoxyd    innig mitein  ander, und zwar in möglichst fein verteilter  Form und erhitzt das Gemisch unter vor  sichtigem Rühren auf etwa 800 bis 900   C,  so erfolgt eine lebhafte Reaktion unter Auf  glimmen der ganzen Masse.  



  Wird das gesinterte Pulver zunächst mit  Wasser und dann mit Salzsäure gekocht, so  erhält man als Rückstand 10,8 Teile kristal  lisierte, nicht     hydratisierte    Tonerde, entspre  chend einer Ausbeute von 96 % der Theorie;  nur etwa 3 bis 4 % Aluminiumoxyd sind  bei dem Kochen mit Säure in Lösung ge  gangen.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Eine     Tonerde-Aluminiumsulfid-Schmelze     mit etwa 20 % Aluminiumsulfid wird aus  dem elektrischen Ofen in einen     Vorherd    ab-    gestochen, =auf dessen Boden Kalkpulver,  und zwar etwa 10 % über die theoretisch  erforderliche Menge, aufgestreut wird. Vor  teilhaft     rührt    man die flüssige Masse einmal  durch. Das gesamte als Sulfid vorhandene  Aluminium wird in nicht hydratisierte, kri  stallinische Tonerde umgewandelt. Das ent  standene     Calciumsulfid    lässt sich leicht mit  verdünnten Säuren auswaschen. Die Tonerde  wird nicht angegriffen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Alumi niumoxyd aus Aluminiumsulfid, dadurch gekennzeichnet, dass man Calciumoxyd mit dem Aluminiumsulfid durch Erwärmen zur Reaktion bringt und sodann aus der Re aktionsmasse das entstandene Calciumsulfid durch Auslaugen entfernt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Calcium- oxyd auf im elektrischen Ofen gewonnene, aus Aluminiumsulfid und Aluminium- oxyd bestehende Gemische einwirken lässt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man aaszierendes Calciumoxyd verwendet.
CH132903D 1928-01-23 1928-01-23 Verfahren zur Herstellung von Aluminiumoxyd aus Aluminiumsulfid. CH132903A (de)

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