CH132904A - Verfahren zur Herstellung von flüssigen Kohlenwasserstoffen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von flüssigen Kohlenwasserstoffen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von flüssigen Kohlenwasserstoffen. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von flüssigen Kohlenwasserstof f en aus kohlenstoffhaltigen Produkten durch Behandlung mit atomarem Wasserstoff, dadurch gekennzeichnet, dass die kohlenstoffhaltigen Produkte in dem Temperaturbereich, in welchem das beab sichtigte Reaktionsprodukt beständig ist, so nahe an die Entstehungsstelle des atoma ren Wasserstoffes herangeführt werden, dass der dissoziierte Wasserstoff vor seiner Re- kombination zur Reaktion mit dem kohlen stoffhaltigen Produkt gelangen kann.
Es wurde gefunden, dass die allgemein als Hydrierung bezeichnete Anlagerung von Wasserstoff an kohlenstoffhaltige Pro dukte, wie zum Beispiel Kohle oder Kohlen wasserstoffe, zum Beispiel Naphtalin, wPIche bisher nur unter Anwendung hoher Drucke oder empfindlicher Katalysatoren gelang, ohne wesentlichen Druck, mit einfachen Ka talysatoren oder auch ohne solche gelingt, wenn der Wasserstoff kurz vor seiner An wendung in atomaren Wasserstoff gespalten wird.
Die Spaltung des Wasserstoffmoleküls in atomaren Wassersotff ist an sich bekannt und wird zum Beispiel mittelst des elektri schen Lichtbogens, einer heissen Funkenent ladung oder hoch erhitzten Wolframdrähten ausgeführt. Die Rückwandlung des atomaren Wasserstoffes erfolgt unter Umständen sehr bald, und es ist deshalb für das neue Ver fahren von Wichtigkeit, dass die Anwendung des gespaltenen Wasserstoffes schnell nach seiner Entstehung, zum Beispiel sofort an seiner Entstehungsstelle, erfolgt. <I>Beispiel</I> Als Beispiel sei eine Hydrierung von Kohle nach dem neuen Verfahren angeführt.
In eine isolierende Retorte, welche bei spielsweise aus Quarz bestehen kann, wird der zu hydrierende Kohlengries eingebracht. Am tiefsten Punkt der Retorte mündet eine Wasserstoffzuleitung und eine Metallelek trode zur Zuführung hochgespannten Wech selstromes. Höher endet in den Kohlengries die andere, zweckmässig beweglich angeord nete Elektrode. Die Retorte besitzt einen Abzug, durch welchen die entstehenden Gase der Konden sation zugeleitet werden. Nachdem durch Wasserstoff die Luft aus der Apparatur verdrängt ist, wird die Hochspannung ein geschalten. Man sieht dann in dem Kohlen gries viele kleine unstätige Lichtbogen über gehen.
Gleichzeitig entsteht eine starke Ent wicklung kondensierbarer Dämpfe, welche, ausser dem in der Kohle enthaltenen und etwa neugebildeten Wasser, flüssige Kohlen wasserstoffe in erheblicher Menge enthalten.
Durch geeignete Vorschaltwiderstände ist zu sorgen, dass die Stromstärke nicht zu hoch ansteigt, da sonst die Lichtbogen bildungen und damit die Spaltung des Wasserstoffes aussetzt und die Kohle als elektrisches Widerstandsmaterial lediglich durch den Strom erhitzt und destilliert wird. Um alle Kohlenteile zu erreichen, wird die bewegliche Elektrode zeitweise bewegt. Die die Retorte verlassenden Gase können direkt kondensiert oder auch noch zu weiteren, zum Beispiel Crakreaktionen durch geeignete Vorlagen geleitet werden.
<I>Beispiel 2:</I> Die Hydrierung von Naphtalin erfolgt im allgemeinen in der Art, dass Naphtalin dämpfe mit überschüssigem Wasserstoff unter Druck über einen Katalysator geleitet werden. Da durch Verunreinigungen des Naphtalins der Katalysator sehr leicht -ver giftet _ wird, ist eine besonders sorgfältige chemische Reinigung des Naphtalins vor der Hydrierung erforderlich. Nach dem neuen Verfahren werden ungereinigte Naphtalin- dämpfe zusammen mit Wasserstoff in eine geeignet gebaute elektrische Funkenstrecke oder Lichtbogen geleitet, in welcher der Wasserstoff in bekannter Weise dissoziiert.
Der entstehende atomare Wasserstoff lagert sich leicht bei niedrigen Drucken an die eingeleiteten Naphtalindämpfe an. Bei dem Verfahren ist Sorge zu tragen, dass das Hy- drierungsprodukt sehr schnell aus dem hei ssen Bereich der Funkenstrecke oder des Lichtbägens entfernt wird, da sonst das Hydrierungsprodukt wieder zerfällt. Bei der Ausführung des Verfahrens zeigt es sich, das die Dissoziierung des Wasserstoffes bei reinem Wasserstoff leicht einsetzt und nach dem Einsetzen durch fremde Beimengungen zum Wasserstoff nicht schnell gestört wird.
Das Einsetzen der Dissoziierung wird jedoch bei durch fremde Beimengungen verunreinig tem Wasserstoff schwer erreicht. Es ist deshalb zweckmässig, die zu hydrierenden Naphtalindämpfe erst nach Einsetzen der Dissoziierung in die Apparatur einzuleiten. Nach Einleiten der Naphtalindämpfe macht es sich bemerkbar, da.ss die Spaltung des Wasserstoffes quantitativ nachlässt. Aus die sem Grund hat es sich weiter als vorteil haft erwiesen, die Zuführung der Naphtalin- dämpfe im kontinuierlichen Betrieb mit Unterbrechungen vorzunehmen, während wel cher der Wasserstoff allein durch die Appa ratur zirkuliert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von flüssigen Kohleuwasserstoffen aus kohlenstoffhaltigen Produkten durch Behandlung mit atomarem \#Tasserstoff, dadurch gekennzeichnet, dass die kohlenstoffhaltigen Produkte in dem Temperaturbereich, in welchem das beab sichtigte Reaktionsprodukt beständig ist, so nahe an die Entstehungsstelle des atoma ren Wasserstoffes herangeführt werden, dass der dissoziierte Wasserstoff vor seiner Re ltombination zur Reaktion mit dem kohlen stoffhaltigen Produkt gelangen kann. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Zuführung des zu hydrierenden Produktes in die von Wasserstoff durehströmte Apparatur erst nach Einsetzen der Spaltung des Wasser stoffes erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführung des zu hydrierenden Produktes mit Unter brechungen erfolgt, während dessen der zur Spaltung gelangende Wasserstoff allein durch die Apparatur zirkuliert.
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|---|---|---|---|---|
| FR2542004A1 (fr) * | 1983-03-02 | 1984-09-07 | British Petroleum Co | Procede de conversion assistee a l'electricite de produits carbones lourds |
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- 1927-01-24 CH CH132904D patent/CH132904A/de unknown
Cited By (3)
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| FR2542004A1 (fr) * | 1983-03-02 | 1984-09-07 | British Petroleum Co | Procede de conversion assistee a l'electricite de produits carbones lourds |
| WO1984003515A1 (en) * | 1983-03-02 | 1984-09-13 | British Petroleum Co Plc | Electric arc conversion process and apparatus |
| EP0120625A1 (de) * | 1983-03-02 | 1984-10-03 | The British Petroleum Company p.l.c. | Verfahren zur Umwandlung mit elektrischem Bogen und Apparat |
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