CH132955A - Dynamometrisches Messgerát. - Google Patents
Dynamometrisches Messgerát.Info
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Description
Dynamometrisches 1Vlessgerät. Für Gleich- und Wechselstrommessungen höchster Genauigkeit kommen wegen der weitgehenden Unabhängigkeit ihrer Angaben von der Stromart nur dynamometrische Mess geräte in Betracht. An diese werden die höchsten Anforderungen gestellt. Es wird insbesondere für Leistungsmessungen gefor dert, ein durchaus gleichmässiger Verlauf der Skala, eine möglichst hohe Empfindlichkeit, trotz der an sich schwachen Eigenfelder der Spulen und schliesslich Unempfindlichkeit gegen Fremdfelder.
Den gleichmässigen Verlauf der Skala hat man durch besondere Formung der Spulen zu erreichen gesucht, wobei oft in Kauf ge nommen werden musste, dass die Spulen erst gewickelt und dann in einem besonderen Arbeitsgang gepresst und gebogen werden mussten. Dabei tritt die Gefahr des Zer- quetschens der Isolation und einer nachträg lichen Verbiegung durch Arbeiten des Spulen- materials auf. Selbstverständlich fällt auch ein verwickelter Aufbau bei den einzelnen Messwerken nicht gleichmässig genug aus. Um die Empfindlichkeit der Messgeräte zu steigern, hat man auch schon vorgeschlagen, Eisenkerne zu verwenden.
Aber derartige Eisenkerne oder -zylinder rufen durch ihre Wirbelströme und Hysteresisverluste nament lich bei höheren Frequenzen eine Fälschung der Messergebnisse hervor. Anderseits bereiten die astatischen Wattmeter mit übereinander gesetzten Messwerken Schwierigkeiten bei der Herstellung, da die gemeinsame Achse der Drehspulen die festen Feldspulen durchdringen muss.
Die Forderungen, dass die Messgeräte ein fach in der Herstellung sein und sich für eine billige Reihenfertigung eignen sollen, war also bei den bisher bekannten dynamo metrischen Feinmessgeräten nicht erfüllt. Man hat zu verwickelterem Aufbau gegriffen, in der Annahme, dass es nicht anders gehe. Durch die Erfindung ist es aber doch möglich, den in der Vereinfachung und V er- billigung der Herstellung liegenden erheb lichen technischen Fortschnitt ohne Benach teiligung der übrigen, an dynamometrische Feinmessgeräte zu stellenden Forderungen zu erzielen.
Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass bei einem dynamometrischen Messgerät mit zwei festen Spulen, deren be nachbarte Stirnflächen mindestens um die achsiale Länge einer festen Spule voneinander entfernt sind, das bewegliche System aus einem Paar je an einer Seite der gemein samen Drehachse des beweglichen Systems aber in einer Ebene liegender Spulen besteht, von denen jede im Innenraum einer der festen Spulen schwingt.
In der Fig. 1 und 2 ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt. Fig. 3 dient zur Erläuterung der Mass verhältnisse. Fig. 4 betrifft ein Messgerät für Drehstrom.
An den beiden Lagerböcken 1 und 2 (Fig. 1) sind die auf Pressspanscheiben 3 und 4 befestigten Feldspulen 5 und 6, welche rechteckigen Umfang besitzen, einander pa rallel und zweckmässig zur Beeinflussung der Skala etwas gegeneinander verschoben ange ordnet. Ihr gegenseitiger Abstand e (Fig. 3), gemessen zwischen den einander benachbarten Begrenzungsebenen ist grösser als die in axialer Richtung gemessene Breite f einer Spule. An den Lagerböcken 1 und 2 ist weiter noch ein Körper 7 befestigt, der aus zwei einander gegenüberliegenden Zylinder teilen mit Boden, Deckel und zwei etwa ra dial verlaufenden Wänden besteht, so dass zwei Kammern in Form von Zylindersektoren gebildet werden.
In den Boden des Körpers 7 ist die eine Lagerschraube 8 für die Achse 11 des beweglichen Organes des Zeigers 20 eingesetzt, während die andere Lagerschraube 9 in einer zweiten, nur im Querschnitt dar gestellten Brücke 10 angeordnet ist, die über die beiden Lagerböcke 1 und 2 gespannt ist. An der Achse 11, die in bekannter Weise unter dem Einfluss zweier Federn 12 steht, sind zwei die Kammern im Querschnitt aus füllenden Aluminiumflügel 13 und 14 be festigt. Diese Flügel dienen zur Luftdämpfung des Zeigers. Sie tragen gleichzeitig beispiels weise mittelst umgebogener Lappen 15 die neben der Drehachse liegenden Spulenrähm- chen 16 und 17.
In Abbildung 2 ist von diesen nur die eine zu sehen, weil die andere auf der nicht sichtbaren Seite des Alumi niumflügels 13 angeordnet ist. Der Gesamt durchmesser p der beiden an dem Alumi niumflügel befestigten Spulen 16 und 17, gemessen über die äusserste Rahmenseite ist gleich dem mittleren Durchmesser c der festen Feldspulen. Hierbei sind Abweichungen in Höhe von + 20 % zulässig.
Bei dieser beschriebenen Ausführungsform gestaltet sich die Montage des beweglichen Organes sehr einfach, denn zwischen den beiden festen Spulen ist Platz für die Lager böcke 1, 2. Der Spielraum zwischen den festen Spulen einerseits und den beweglichen Spulen anderseits wird, um ein möglichst breites Rähmchen zu erzielen, gleich '/5 der lichten Spulenhöhe oder weniger gewählt.
In Fig. 3 ist die äussere Breite der beweg lichen Spule mit b, die lichte Weite der festen Spule mit a bezeichnet. b ist also mindestens gleich 3/c von a. Dadurch erzielt man eine möglichst gute magnetische Kopp lung und infolgedessen ein hohes Drehmoment, ohne gleichzeitig der Verlauf der Skala un günstig zu beeinflussen.
Die beweglichen Spulen 16 und 17 sind starr miteinander verbunden. Zur Vermeidung der Einflüsse fremder Felder werden die be weglichen und die festen Spulen astatisch geschaltet; das heisst sowohl die beweglichen Spulen als auch die festen Spulen werden in entgegengesetztem Sinne durchflutet. Die beiden festen Spulen werden zweck mässig aus je 2 Wicklungshälften zusammen gesetzt; zur Erzielung verschiedener Mess- bereiche im Verhältnis 1 : 2:4 werden ent weder alle 4 Wicklungsteile unter sich parallel, gemischt oder in Reihe geschaltet.
In Fig. 4 ist die Schaltung des neuen Messgerätes für Leistungsmessung bei Dreh strom schematisch wiedergegeben, wobei zwei astatische Leistungsmesswerke gemäss der Erfindung miteinander gekuppelt sind, und zwar durch eine gemeinsame Achse. Das eine Messsystem wird von dem Strom der einen Phase und der Spannung dieser Phase gegen eine zweite Phase erregt, das andere Messsystem wird vom Strom der dritten Phase und der Spannung der dritten Phase gegen die zweite erregt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Dynamometrisches Messgerät mit zwei festen Spulen, deren benachbarte Stirnflüchen mindestens um die achsiale Länge einer festen Spule voneinander entfernt sind, da durch gekennzeichnet, dass das bewegliche System aus einem Paar von miteinander verbundenen Spulen besteht, die in einer durch die gemeinsame Drehachse des beweg lichen Systems gehenden Ebene liegen und deren jede auf einer Seite der Drehachse liegt und im Innenraum einer der festen Spulen schwingt. UNTERANSPRüCHE 1. Messgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die in Rahmenform ausgeführten beweglichen Spulen astatisch geschaltet sind. 2.Messgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussendurchmesser des beweglichen Spulensystems gleich dem mittleren Durchmesser der festen Spulen ist, mit einer zulässigen Abweichung von 20 /o. 3. Messgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche, die beiden Spulen enthaltende Rahmen als Dämpferflügel ausgebildet ist, der in einer im Innenraum der festen Spulen angeord neten Kammer schwingt. 4. Messgerät nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spielraum parallel der Systemachse zwischen den festen und beweglichen Spulen höchstens 1/., der lichten Spulen höhe beträgt. 5.Messgerät nach Patentanspruch, insbeson dere zur Leistungsmessung mit mehreren Strommessbereichen, gekennzeichnet durch die Unterteilung der beiden festen Spulen und eine derartige Schaltung dieser Spulen teile und der mit ihnen zusammenwirkenden an die Spannung angeschlossenen beweg lichen Spulen, dass das Messwerk astatisch ist. 6.Messgerät nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, insbesondere zur Leistungs messung in Drehstromanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass auf der gemeinsamen Drehachse des beweglichen Systems über einander zwei Paare je in einer Ebene liegender Spulen befestigt und astatisch geschaltet sind, die je innerhalb zweier fester Spulen schwingen, deren benach barte Stirnflächen mindestens um die ach- siale Länge einer festen Spule vonein ander entfernt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE650280X | 1927-03-03 |
Publications (1)
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|---|---|---|---|
| CH132955D CH132955A (de) | 1927-03-03 | 1928-02-27 | Dynamometrisches Messgerát. |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1117736B (de) * | 1958-07-29 | 1961-11-23 | Licentia Gmbh | Praezisions-Leistungsmesser mit Selbstkorrektion des Eigenverbrauches im Spannungspfad |
-
1928
- 1928-02-27 CH CH132955D patent/CH132955A/de unknown
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- 1928-03-02 FR FR650280D patent/FR650280A/fr not_active Expired
- 1928-03-03 AT AT123660D patent/AT123660B/de active
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|---|---|---|---|---|
| DE1117736B (de) * | 1958-07-29 | 1961-11-23 | Licentia Gmbh | Praezisions-Leistungsmesser mit Selbstkorrektion des Eigenverbrauches im Spannungspfad |
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| Publication number | Publication date |
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| US1758097A (en) | 1930-05-13 |
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