CH133042A - Trockener fester Gleichrichter, der aus Schichten verschiedener Stoffe besteht. - Google Patents

Trockener fester Gleichrichter, der aus Schichten verschiedener Stoffe besteht.

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CH133042A
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Patent Treuhand Ges Fuer Elektrische Gluehlampen Mbh
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  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

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  Trockener fester Gleichrichter, der aus Schichten verschiedener Stoffe besteht.    Es wurde gefunden, dass bei trockenen  festen Gleichrichtern, die aus mehreren  Schichten verschiedener Stoffe bestehen,  eine besonders hohe Ausbeute an gleich  gerichtetem     .Strom    erhalten     wird,    wenn man  eine oder mehrere dieser Schichten aus den  ungesättigten Halogenverbindungen des  Kupfers oder Mischungen     solcher,    und zwar  insbesondere aus     Kupferjodür    herstellt. Die  Ursache für diese ganz besondere Eignung  dieser Kupferverbindungen mag darin liegen,  dass diese eine Sonderstellung einnehmen in  bezug auf ihre elektrische Leitfähigkeit.

   Sie  leiten nämlich den Strom metallisch, das  heisst sie sind Elektronenleiter, während sie  trotzdem ausgesprochen     heteropolare    salz  artige     Verbindungen    darstellen. (Siehe die  Veröffentlichung von E. Friedrich und W.  Meyer in der Zeitschrift für Elektrochemie  32 (1926) 566.) Gegenüber den bekannten       oxydischen    Verbindungen des Kupfers haben  die ungesättigten Halogenverbindungen des    Kupfers eine ganz wesentlich grössere Leit  fähigkeit, was ihre     Anwendung    für     Trok-          kengleichrichter    besonders vorteilhaft er  scheinen lässt.  



  Man kann einen solchen Gleichrichter  unter Verwendung von     Kupferjodür    zum  Beispiel in der Weise herstellen, dass man  auf eine     Kupferplatte,    die als Stromzufüh  rung dient, eine     Platte    aus     Kupferjodür    legt,  hierauf irgend eine geeignete Verbindung,  zum Beispiel ein Oxyd, Sulfid oder derglei  chen und hierauf eine Metallplatte als zweite  Zuleitung.

   Zweckmässig vereinigt man die  beiden letzterwähnten Platten oder Schichten  zu einem Körper, indem man die Verbindung  auf der Zuleitungsplatte erzeugt, also zum  Beispiel eine     Platte    aus Silber, Blei oder der  gleichen mit einer     Silberjodid-    oder     Bleijodid-          schiebt    überzieht. Diese auf der Silber- oder  Bleiplatte erzeugten Jodverbindungen besit  zen elektrolytische Leitfähigkeit, wobei da  hingestellt bleiben mag, ob im vorliegenden      Falle dieser     alektrolytischen    Leitfähigkeit  irgendwelche Bedeutung zukommt, oder ob es  sich nur um eine isolierende Wirkung dieser  Schicht handelt.

   Ebenso kann man bei Her  stellung der     Kupferjodürplatte    diese gleich  mit der als Stromführung dienenden Kupfer  platte zu einem Körper vereinigen. Bildet in  einer solchen Plattenanordnung, die, wie be  schrieben, zum Beispiel aus einer Kupfer  stromzuführungsplatte, einer darauf folgen  den     Kupferjodürplatte    oder     Kupferjodür-          schicht        und    einer dann folgenden jodierten  Silber- oder Bleiplatte besteht, das Kupfer  und damit auch das     Kupferjodür    :

  die positive  Elektrode und ,die jodierte Silber- oder Blei  platte die negative Elektrode, so ist der Wi  derstand ,der Anordnung ausserordentlich viel  kleiner als in dem umgekehrten Fall, in wel  chem das Kupfer, also auch das     Kupfer-          jodür    die negative und die jodierte     Silber-          oder        Bleiplatte    die positive Elektrode bildet.  Man kann bereits bei kleinen Spannungen in  .der einen Stromrichtung einen hundertmal  so grossen Widerstand beobachten, wie in der  andern Richtung und demgemäss zeigt die  neue Plattenanordnung beim Anlegen von  Wechselstrom eine vorzügliche     Gleichrich-          terwirkung.     



  Wie leicht nachzuweisen, findet die  Gleichrichtung in der Berührungsschicht  zwischen     Kupferjodür    und dem mit einer  elektrolytisch leitenden Verbindung über  zogenen Metall,     wie    zum Beispiel Silber oder  Blei statt, während     der,Stromübergang        Kup-          fer-Kupferjodür    in beiden Richtungen gleich  ist.

   Dies ist ein wesentlicher Unterschied       zwischen    dem vorliegenden Gleichrichter und  dem bekannten     Kupferoxydulgleichrichter.     Bei dem     Kupferoxydulgleichrichter    liegt die  Gleichrichtung zwischen dem Kupfer und  dem darauf erzeugten     Oxydul,    wobei die  Art des als Stromzuführung für die     Oxydul-          schicht    verwendeten     Metalles    nur eine unter  geordnete Bedeutung hat.

   Gegenüber dem       Oxydulgleichrichter    hat der unter Anwen  dung von     Kupferjodür    hergestellte Gleich  richter den Vorteil einer wesentlich grösseren  Spannungsfestigkeit; berücksichtigt man    noch die Leitfähigkeit dieser beiden Verbin  dungen, so gestattet die wesentlich grössere  Leitfähigkeit des     Joadürs    die Anwendung von  dickeren     Schichten,    während man bei An  wendung von     Oxydul    der schlechten Leit  fähigkeit wegen gezwungen ist, sehr dünne  Schichten zu verwenden,     Zwobei    dann kleine  Unterschiede in der Schichtdicke sich unver  hältnismässig viel stärker auswirken und  leicht zum Durchschlag führen können.  



  Die Herstellung der Schichten oder Plat  ten aus den ungesättigten Kupferhalogen  verbindungen, insbesondere dem     Kupfer-          jodür,    macht keine     Schwierigkeiten.    Das im  Handel erhältliche     Kupferjodürpulver    lässt  sich durch Druck bei gewöhnlicher Tempera  tur bereits leicht zu haltbaren Platten ver  festigen.

   In vielen Fällen, vor allem, wenn  dünne Schichten     gewählt    werden sollen, zum  Beispiel zwecks     möglichster        Herabdrückung     des     innern    Widerstandes, empfiehlt es sich,  von- Kupferblechen oder Platten von geeigne  ter Form auszugehen und diese dann mit gas  förmigen oder in beliebigen Lösungsmitteln  gelösten     Halogenen,    Halogenverbindungen  oder Halogengemischen, am zweckmässigsten  mit Jod zu behandeln, so dass auf ihnen  dann eine     dünne    Schicht einer Halogenver  bindung, zweckmässig     Kupferjodürschicht,     entsteht.

   Es ist auch möglich, durch geeig  nete elektrolytische Behandlung eine solche  Halogenschicht     bezw.        Kupferjodürschicht     auf dem Kupfer zu erzeugen. Am besten  stellt man geeignete Platten in Form von       Zweischichtenkörpern    her, zum Beispiel  einen     Presskörper,    der auf der einen Seite aus  Kupfer, auf der andern Seite aus     Kupfer-          jodür    besteht.  



  Ein trockener, fester Gleichrichter     nach     der vorliegenden Erfindung ist also etwa fol  gendermassen gebaut: Ein     Zweischichtenpress-          körper,    der auf der einen Seite aus Kupfer,  auf der andern Seite aus     Kupferjodür    be  steht, ist auf der     ,

  Seite    des     Kupferjodürs     durch Druck an eine mit einer dünnen     Jod-          silberschicht    überzogene     .Silberplatte    oder  eine mit einer     Bleijodidschicht    überzogene  Bleiplatte     angepresst.        Gegebenenfalls    können      auch alle vier Schichten in einem Arbeits  gang durch Pressen zu einem zusammenhän  genden Körper,     bezw.    einem Gleichrichter       vereinigt    werden. Die Metallseiten des so  erzeugten Gleichrichters dienen als     Strom-          zufiihrung    und     -ableitung.     



  Für die Haltbarkeit der neuen Gleich  richter ist es vorteilhaft, wenn das     Kupfer-          jodür    eine kleine Menge freies Jod enthält,       wie    dies bei dem handelsüblichen     Kupfer-          jodür    meist der Fall ist. Es braucht also bei  der Herstellung der     Kupferjodürplatten    auf  die besondere Reinheit des     Kupferjodürs,    so  weit sie den Jodgehalt betrifft, kein Wert  gelegt zu werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Trockener, fester Gleichrichter, der aus Schichten verschiedener Stoffe besteht, da durch gekennzeichnet, dass er eine Schicht aus den .Strom metallisch leitenden ungesät tigten Halogenverbindungen des Kupfers be sitzt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Trockener, fester Gleichrichter nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus einem Gemisch meh rerer metallisch leitender ungesättigter Halogenverbindungen des Kupfers be steht. 2. Trockener, fester Gleichrichter nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus Kupferjodür besteht. 3.
    Trockener, fester Gleichrichter nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss er mehrere aus Kupferhalogenverbin- dungen bestehende Schichten aufweist. 4. Trockener, fester Gleichrichter nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die aus Kupferhalogenverbindungen bestehenden Schichten etwas freies Jod enthalten. 5. Trockener, fester Gleichrichter nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Schicht eines elektrolytischen Leiters besitzt. 6.
    Trockener, fester Gleichrichter nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, @dass er mehrere elelztrolytisch leitende Schichten besitzt. 7. Trockener, fester Gleichrichter nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass er eine Schicht aus Silberjodid besitzt. B. Trockener, fester Gleichrichter nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass er eine Schicht aus Bleijodid besitzt.
CH133042D 1927-07-02 1928-06-20 Trockener fester Gleichrichter, der aus Schichten verschiedener Stoffe besteht. CH133042A (de)

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