CH133157A - Verfahren zur Herstellung von Kunstseide. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kunstseide.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Kunstseide. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Herstellung von Kunstseidefäden von edlem Mattglanz, der dem Glanz der Naturseide ähnlich ist oder völlig gleicht, welches darin besteht, dass die zur, Her stellung von Kunstseidefäden dienenden Lösungen, gegebenenfalls während des Spinn vorganges zugesetzte, nichtflüchtige, bezie hungsweise schwerflüchtige Stoffe, gegebenen falls mehrere derartige Stoffe in feiner Verteilung enthalten und die aus solchen Lösungen erhaltenen Fäden sodann in üblicher Weise fertigstellt,
so dass die fertiggestellten Fäden die Fremdstoffe in Form von feinst- verteilten Einlagerungen enthalten, wodurch sie einen naturseideähnlichen Glanz und die aus ihnen hergestellten (;ewebe eine hervor-. ragende Schmiegsamkeit und Elastiztät be kommen.
Die Einverleibung der Fremdstoffe kann zum Beispiel in der Weise geschehen, dass man diese Stoffe in emulsionsartiger, suspen- sionsartiger oder kolloidaler Form in den Spinnlösungen verteilt und diese dann nach üblichen Methoden auf Fäden verarbeitet. Als solche Stoffe kommen zum Beispiel mineralische, pflanzliche oder tierische 01e, Fette oder Wachse, Acetophenon, Tetralin, Methylcyclohexarrol oder dergleichen, als Spinnlösungen zum Beispiel Viskose,
Kupfer- oxydammoiak-Nitrocellulose- oder Cellulose- acetatlösungen in Betracht. Die einzuver leibenden Stoffe sind für die verschiedenen Spinnlösungen so auszuwählen, dass sie sich in den Spinnlösungen nicht molekular auf lösen, sondern nur emulsionsartig oder kolloidal in ihnen verteilen.
Es können aber auch feste Stoffe, welche, wie zum Beispiel Thoroxyd, Magnesiumseifen, Calciumnaphtenat und der gleichen in den Spinnlösungen unlöslich oder schwerlöslich sind, in feinsuspendierter Form oder in kolloidaler Form den Spinnlösungen einverleibt werden.
Die feine Verteilung der einzuverleibenden Stoffe in der Spinnlösung kann zum Beispiel in der Art erreicht werden, dass man diese Stoffe bereits in feinstem Verteilungszustande oder in Form kolloidaler Lösungen für sich herstellt und hierauf mit den Spinnlösungen vermischt; sie kann aber auch in rein me chanischer Weise direkt in den Spinnlösungen selbst, zum Beispiel -durch Anwendung von Mischmaschinen oder Zerteilungsapparaten erfolgen. Die Verteilung der einverleibten Stoffe soll vorteilhaft umso feiner sein, je kleiner der -Durchmesser des zu spinnenden Kunsteidefadens ist. Für die üblichen Kunst seidesorten ist zum Beispiel eine Teilchen grösse von 0,001 bis 0,005 mm ausreichend.
Bei Anwendung von intensiver wirkenden Zerkleinerungsmaschinen, zum Beispiel Homo- genisiermaschinen, Emulgierapparaten, kann man auf Wunsch eine noch feinere Verteilung der einzuverleibenden Stoffe, gegebenenfalls bis zu kolloidalen Dimensionen erreichen. Auch Gemische von nichtflüchtigen beziehungsweise schwerflüchtigen und flüchtigen Stoffen sind für das vorliegende Verfahren geeignet.
Die Einverleibung der Stoffe kann auch bereits während des Herstellungsprozesses - der Spinnlösungen erfolgen, das heisst man braucht die Stoffe nicht erst in den fertigen Spinnlösungen zu verteilen, sondern kann mit gutem Erfolge die Verteilung der einzu verleibenden Stoffe bereits vorher, zum Bei spiel gleichzeitig mit der Auflösung der Celluloseverbindungen in deren Lösungs mitteln vornehmen. Ausfiihruragsbeisp)iel: 1000 gr Viskose, in welcher 5 gr Leinöl mittelst einer Buttermaschine fein verteilt worden sind, werden in bekannter Weise in Fällbädern, die Schwefelsäure und Natrium sulfat enthalten, zu Fäden versponnen.
Die erhaltenen Fäden werden in üblicher Weise fertiggestellt. Man erhält so Kunstseidefäden, die in gleichmässiger und feiner Verteilung Leinöltröpfchen enthalten und sich durch einen edlen Mattglanz auszeichnen.
An Stelle von Leinöl kann man zum BeispielAcetophenon oderMethylcycloheganon in gleicher Weise verwenden.
Es -ist bereits vorgeschlagen worden, zur Herstellung von mattglänzender Kunstseide, die in üblicher Weise fertiggestellten Kunst seidegebilde nachträglich mit in Wasser schwerlöslichen oder unlöslichen Metallsalzen, zum Beispiel Bariumsulfat in der Art zu imprägnieren, dass man die Kunstseide auf einanderfolgend mit wässerigen Lösungen chemischer Verbindungen behandelt, welche durch doppelte chemische Umsetzung schwer lösliche oder unlösliche Verbindungen ergeben. Die so erhaltene, mattglänzende Kunstseide hat aber den Nachteil eines erhöhten spezifi schen Gewichts und gleichzeitig einer ver minderten Schmiegsamkeit und Elastizität.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von matt glänzender Kunstseide, dadurch gekennzeich net, dass die verwendeten Spinnlösungen nicht flüchtige oder nur schwerflüchtige Stoffe in feiner und gleichmässiger Verteilung enthalten. UNTERANSPR Ü'CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass in den Spinnlösungen nicht- oder nur schwerflüchtige Fremdstoffe fein und gleichmässig verteilt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den Spinnlösungen Gemische von nicht- oder nur schwerflüchtigen Fremd stoffen einverleibt werden. 3.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Einverleibung der Fremd stoffe bereits bei der Herstellung der Spinnlösungen vorgenommen wird. PATENTANSPRUCH II: Mattglänzende Kunstseide, nach dem Ver fahren nach Patentanspruch I hergestellt, da durch gekennzeichnet, dass in den Fäden nicht oder nur schwerflüchtige Fremdstoffe in feiner, gleichmässiger Verteilung vorhanden sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH133157D CH133157A (de) | 1926-12-08 | 1927-04-14 | Verfahren zur Herstellung von Kunstseide. |
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| CH (1) | CH133157A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1052639B (de) * | 1951-06-21 | 1959-03-12 | Ohio Commw Eng Co | Verfahren zum enzymatischen Abbau von Dextran |
-
1927
- 1927-04-14 CH CH133157D patent/CH133157A/de unknown
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