CH133324A - Erdschlussschutzeinrichtung für Wechselstromerzeuger. - Google Patents

Erdschlussschutzeinrichtung für Wechselstromerzeuger.

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CH133324A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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      Erdsehlussschutzeinrichtung    für Wechselstromerzeuger.    Bei     Erdschlussschutzeinrichtungen    von  Wechselstromerzeugern ist es wesentlich, die  Schutzeinrichtung derart auszuführen, dass die  Einrichtung auch wirksam wird, wenn der       Erdschluss    in einem solchen Punkte der Wick  lung entsteht, dass die zur Verfügung ste  hende     Erdschlussspannung    nicht mehr aus  reicht, um das     Erdschlussrelais    zum An  sprechen zu bringen. Die bisher zur Lösung  dieser Aufgabe vorgeschlagenen Schaltungen  sind zum Teil nur dann brauchbar, wenn  der Stromerzeuger in Stern geschaltet ist  und der Sternpunkt über einen Widerstand  oder eine Drosselspule geerdet ist.  



  Durch die Erfindung wird eine neue  Schaltung angegeben, die unabhängig von der  Schaltung des Stromerzeugers ist. Die     Erd-          schlussschutzeinrichtung    besteht erfindungs  gemäss darin, dass mit den Wicklungen des  zu schützenden Erzeugers ein Hilfsapparat  verbunden ist und dass ein Punkt dieses  Hilfsapparates, der unabhängig davon, an  welcher Stelle des Schutzbereiches der Erd-         schluss    auftritt, ein zum Auslösen des     Erd-          schlussschutzrelais    genügendes Potential gegen  Erde besitzt, über     Erdungswiderstände    geer  det ist.  



  In der Zeichnung sind Ausführungsbei  spiele der Erfindung dargestellt.     Abb.    1 zeigt  die     Schutzeinrichtung    für einen beliebig ge  schalteten Generator 8, der über einen eben  falls beliebig geschalteten Transformator 9  an das Netz angeschaltet werden kann. 6 ist  eine     Hilfsdrosselspule,    an die in einem ge  eigneten Punkt ein     Erdungswiderstand    21  und ein     Erdschlussrelais    11 angeschlossen  sind.

   Wesentlich für die Erreichung des Er  findungszweckes ist hier, dass der     Erdungs-          widerstand    21 und das     Erdschlussrelais    11  nicht im Nullpunkt 10 der Hilfsdrosselspule,  sondern an einem solchen Punkt, zum Bei  spiel 7, angeschlossen sind, dessen Potential  keinen Punkte der geschützten Maschine  entspricht, da sonst unter     -Umständen    keine  genügende     Potentialdifferenz    vorhanden wäre,  um das     Erdschlussrelais    zum Ansprechen zu      bringen. Aus diesem Grunde muss die Schal  tung der Hilfsdrossel eine andere sein als  die des zu schützenden Generators oder Trans  formators.

   In der Zeichnung ist angenommen,  dass der Generator, beziehungsweise die  Primärseite des Transformators in Dreieck  oder Stern geschaltet ist, während die Hilfs  drossel 6     Zickzackschaltung    besitzt. Bei einem       Erdschluss    in einem beliebigen Wicklungsteil  des Schutzbereiches, zu dem auch der grösste  Teil der Wicklung der Hilfsdrosselspule 6  selbst gehört, entsteht daher unter Einfluss  der Spannungsverschiebung in dem bekannten       Erdschlussrelais    11 ein Strom, der in bekann  ter Weise zur Abschaltung des kranken Ma  schinensatzes und zur     Aberregung    des     Gene-          rators    8 führt.

   Man kann an Stelle der Hilfs  drossel 6 auch einen Hilfstransformator  verwenden, dessen Schaltung der oben ange  gebenen Bedingung genügen muss, im übrigen  aber beliebig sein kann.  



  In     Abb.    2 ist die Erfindung für einen auf  Sammelschienen     RST    arbeitenden Generator  8 dargestellt, von denen einmal ein Trans  formator 12 und anderseits ein Kabelnetz  versorgt wird, das erhebliche Ausdehnung  und daher bedeutende Kapazität gegen Erde  besitzen möge. Der Schutzbereich für     Erd-          schluss    im Generator 8 ist in bekannter Weise  durch den     Stromwandlersatz    13 abgegrenzt.  Die Hilfsdrossel 6 ist hier als Transformator  ausgebildet und besitzt zunächst eine sym  metrische Sternwicklung und einen Null  punkt 14. In einer Phase., nach der Zeich  nung die Phase V, setzt sich die Wicklung  jedoch über den Nullpunkt 14 fort.

   Dieser  Wicklungsteil 15 dient dazu, die für die  Erregung des     Erdschlussrelais    erforderliche  Spannungsverschiebung zu erzeugen. Nach  dem aus     Abb.    3 ersichtlichen Diagramm ist  die zwischen Erde und dem Nullpunkt 14  des Systems erzeugte Spannung     V2    in Phase  mit der Spannung V. Eine Sekundärwicklung  16 der Phase V speist drei parallel geschal  tete     Primärwicklungen    eines Zusatztransfor  mators 17 und eine Drossel 22.

   Die Sekun  därwicklungen des Zusatztransformators 17  liegen in den Ausführungen des Generators 8    beziehungsweise in den Phasen     UVW.    In  jeder Phase wird daher eine der Verschiebe  spannung     V2        entgegengerichtete    Spannung  U,     Vi    beziehungsweise     Wi    induziert. Die       Sparinnngsverschiebung        V2    besteht daher nur  im nach dem Generator 8 zu liegenden Teil,  also im wesentlichen im Schutzbereich.

   Den  Zusatztransformator 17 kann man auch an  die Punkte 18, 19 und 20 des Abzweiges  nach dem Kabelnetz verlegen, wenn es sich  nur darum handelt, die     Spannungsverschie          bong        V2    gegenüber dem Kabelnetz rückgän  gig zu machen und dadurch ungleiche Ka  pazitätsströme in den 3 Phasen zu vermeiden.

    Die durch den Hilfstransformator 6 herge  stellte     Sparinungsverschiebüng    kann auch  durch eine weitere Relaisschaltung ähnlicher  oder gleicher Art wie in der     Abb.    2 für den  Generator 8 gezeichnet, für andere an den  Sammelschienen     BST    liegende Maschinen,  zum Beispiel für den     Niedervoltteil    des Trans       formators    12, zur     Erdschlussüberwachung    nutz  bar gemacht werden.  



  Einen besondern Vorteil bietet der Zu  satztransformator 6 in     Abb.    2 dadurch, dass  er eine Spannung     V2    liefert, die unter dem  günstigsten Winkel, bei Drehstrom minde  stens unter 60 , gegenüber den Spannungen  <I>U</I> und<I>W</I> in den geschützten Maschinen  verschoben ist.

   Bei einem     Erdschluss    inner  halb des Schutzbereiches, zum Beispiel dein  Punkte     E    im Diagramm nach     Abb.        33    ent  sprechend, wird stets unter Einfluss einer  Spannung     U?,    die sich aus der Verschiebe  spannung     V2    und einem Teil der Spannung  W der geschützten Maschine 8 zusammen  setzt, die Schutzeinrichtung in bekannter  Weise zum Ansprechen gebracht, wie klein  auch der Teil der Spannung W an sich sein  mag. Die Drossel 22 hat besonders im Falle  des Erdschlusses im Schutzbereich den Zweck,  eine übermässige Sekundärspannung an den  Klemmen der Spule 16 beziehungsweise an  den Primärwicklungen des Hilfstransformators  17 zu verhindern.

   Sie ist so bemessen, dass  sie bei einer Spannung, welche grösser als  die Spannung     Vs    wird, magnetisch gesättigt  ist und dadurch in bekannter Weise für die      Ausgleichsströme des Zusatztransformators 17  beziehungsweise der Wicklung 16 durchlässig  wird. An die Stelle der Drossel 22 kann man  sich auch ein direkt oder indirekt durch einen  Hilfswandler gespeistes Stromrelais gesetzt       denken,    das bei Überschreitung einer be  stimmten Stromstärke die Wicklung 16 direkt  oder über einen Widerstand     kurzschlieU.     



  Dieselbe Wirkung wie mit dem in     Abb.    2  beschriebenen Hilfstransformator 6 lässt sich  durch Erdung eines Wicklungspunktes eines  Transformators in der bekannten     Scottschal-          tung    erzielen. Aus der vorstehenden Beschrei  bung ist zu ersehen, dass gerade die seltenen  Schaltungsarten der Transformatoren sich für  die Hilfstransformatoren 6 eignen. Die Wick  lungen des Hilfstransformators beziehungs  weise der Hilfsdrosselspule 6 müssen mag  netisch verkettet sein. Aus     Abb.    1 ist dies  ohne weiteres ersichtlich.

   Der     Eilfstransfor-          mator    6 in     Abb.    2 kann entweder mit nur  drei Schenkeln versehen sein oder er muss,  falls er mehr als drei Schenkel besitzt, noch  eine an sich bekannte, in sich geschlossene       Dreieckwicklung    besitzen, welche die mag  netische Verkettung bewirkt.  



       Ir;        Abb.    2 führt die Primärwicklung des  Zusatztransformators 17 die den Durchgangs  strömen sekundär entsprechenden Ausgleichs  ströme. Die Wicklung 16 des Hilfstransfor  mators 6 und dieser selbst braucht daher  nur der Leistung des     Erdungswiderstandes    21  angepasst zu sein. Normalerweise führt sie  nur die zur     Magnetisierung    des Zusatztrans  formators 17, der übrigens nur einen Kern  zu besitzen braucht, notwendigen     Magneti-          sierungsströme.     



  Eine weitere günstige Anordnung, die in       Drehstromanlagen    einen     Anschlusspunkt    ge  nügenden Potentials gegen Erde liefert, sei  anhand der     Abb.    4, 5, 6 und 7 erläutert.  Der Hilfstransformator besitzt dabei eine  Dreieck- oder     V-Schaltung    und erhält eine  Zusatzwicklung, die auf einem oder mehreren  Schenkeln des Transformators so verteilt und  mit solchen     Anzapfungen    der Hauptwicklung  verbunden wird, dass ein Punkt der Zusatz  wicklung die gewünschte Spannung gegen    den     System-Nullpunkt    ergibt. Die Anordnung  der Wicklungen auf dem Transformator kann  in verschiedenster Weise vorgenommen wer  den.

   Die Hauptwicklung kann auf einen       Drehstromkern    oder auf mehrere Einphasen  kerne aufgebracht sein. Bei der Anordnung  nach     Abb.    4 und 5 sind die Wicklungen U,  V und U, W einer Dreieck- beziehungsweise  einer     V-Schaltung    an den Punkten<I>a</I> und<I>b</I>  angezapft und durch eine auf dem Schenkel  <I>V,</I>     YT'    liegende Hilfswicklung verbunden.  Zwischen dem Punkt     c    dieser Hilfswicklung  und dem Nullpunkt kann man die gewünschte  Spannung abnehmen.

   Nach     Abb.    6 und 7 kann  man die in zwei Teile unterteilte Hilfswick  lung auf den Schenkeln<I>U, Y</I> und<I>U, W</I>  anordnen und erhält den Punkt c als Ver  bindungspunkt der beiden Teilwicklungen,  der gegen den Nullpunkt die gewünschte  Spannung besitzt. Da nach     Abb.    7 der  Schenkel V, W bei dieser Anordnung über  haupt nicht gebraucht wird, kann man sich  in diesem Falle mit zwei     Einphasenkernen          begnügen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Erdschlussschutzeinrichtung für Wechsel stromerzeuger, dadurch gekennzeichnet, dass mit den Wicklungen des zu schützenden Erzeugers ein Hilfsapparat verbunden ist und dass ein Punkt dieses Hilfsapparates, der unabhängig davon, an welcher Stelle des Schutzbereiches der Erdschluss auftritt, ein zum Auslösen des -Erdschlussschutzrelais ge nügendes Potential gegen Erde besitzt, über Erdungswiderstände geerdet ist.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Erdschlussschutzeinrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsart des Hilfsapparates (6) von der Schaltungsart der zu schützenden Maschine grundsätzlich abweicht. 2. Erdschlussschutzeinrichtung nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Spannung der durch die unsymmetrische Lage der Er- dungspunkte auch im ungestörten Betrieb auftretenden Verschiebungsspannung der Nullpunkte gegen Erde entgegenwirkt. 3. Erdschlussschutzeinrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfsapparat aus einem Hilfstransformator besteht.
    4. Erdschlussschutzeinrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Hilfsapparat eine Drosselspule Ver wendung findet. 5. Erdschlussschutzeinrichtung nach Patent anspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hilfstransformator (6) zur Erdung angewendet wird, der normale Sternwicklung trägt, dessen eine Phasenwicklung (15) aber über den Null punkt (14) hinaus geht und am andern Ende (7) geerdet ist.
    6. Erdschlusssuhutzeinrichtung nach Patent anspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Schenkeln eines in Dreieck geschalteten I3ilfstrans- formators eine Zusatzwicklung angebracht und mit solchen Anzapfpunkten der Haupt wicklung verbunden ist, dass sie einen Punkt (c) enthält, der gegenüber dem Null punkt die gewünschte Spannung besitzt.
    7. Erdschlussschutzeinrichtung nach Patent anspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine auf den Schen keln des in V- geschalteten Hilfstransfor mators angebrachte Zusatzwicklung mit solchen Anzapfpunkten der Hauptwicklung verbunden ist, dass sie einen Punkt (c) enthält, der gegenüber dem Nullpunkt die gewünschte Spannung besitzt.
CH133324D 1927-06-04 1928-06-02 Erdschlussschutzeinrichtung für Wechselstromerzeuger. CH133324A (de)

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