CH133410A - Hochwertiges hydraulisches Bindemittel und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents
Hochwertiges hydraulisches Bindemittel und Verfahren zu seiner Herstellung.Info
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Description
Hochwertiges hydraulisches Bindemittel und Verfahren zu seiner Herstellung. Die Erfindung betrifft ein hochwertiges hydraulisches Bindemittel und ein Verfahren zu seiner Herstellung, zum Beispiel aus Port landzement, Eisenportlandzement, Hochöfen- zement, Schlackenzement, Romanzement usw.
Gemäss dem Verfahren der Erfin dung wind ein hochwertiges hydrau lisches Bindemittel tdadureh erhalten, dass einem hydraulischen Bindemittel, zum Bei spiel Portlandzement, Eisenportland@zement, Hochofenzement, :Schlackenzement, Roman zement usw. ein oder mehrere nicht sauer reagierende Chloride und ein oder mehrere saure Salze zugesetzt werden;
es wird hierdurch eine Erhöhung der Festigkeit des zu veredelnden Mörtelbildners bewirkt. Die Chloride und sauren Salze sollen späte stens in -dem Augenblick, wo unter Beigabe von Anmachwasser die Erhärtung des hy draulischen Bindemittels beginnt, in diesem anwesend sein. Es gibt verschiedene Wege, um diesen Zustand zu erreichen, beispiels weise die folgenden: Man kann beide Arten von Salzen in fester Form dem hydraulischen Bindemittel, z. B. bei einem Mahlprozess, dem das letztere unterworfen wird, in der nötigen Menge zu setzen.
Man kann jauch einen Teil der zu ver edelnden Mörtelbildner mit beiden Salzarten in verhältnismässig grosser Menge versetzen und dieses stark salzhaltige, hydraulische Bindemittel vor oder bei der Endmahlung mit andern, nicht mit Salzen versetzten hydrau lischen Bindemitteln versetzen, und zwar in solchen Mengen, dass :
das gewünschte Verhält nis des ,Salzzusatzes entsteht. Man kann auch die Salze) in fester Form oder ein Gemisch der Salze und hydraulischen Bindemittel nach der Endm.ahlung in geeigneter Weise mit nicht mit iSalzen versetztem hydrauli- sehem Bindemittel mischen.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass man die zuzusetzenden ,Salze in Lösung anwendet und diese Usung zum Beispiel dem jeweiligen Mahlgut oder einem Teil des Mahlgutes zusetzt, wobei man einen künst- liehen oder natürlichen Trockenprozess ein schalten kann. Man kann auch nur eines der Salze, zum Beispiel ein Chlorid, in geeig neter Weise, beispielsweise wie oben ange geben, dem hydraulischen Bindemittel zu setzen und ein zweites Salz unmittelbar beim Anmachen, und zwar im Anmachwasser ge löst, zugeben;
-man kann auch beide Salzarten im Anmachwasser lösen und das hydrau lische Bindemittel dann damit versetzen.
Wie erwähnt ist es in gewissen Fällen möglich, statt eines Chlorids mehrere Chlo ride und statt eines sauren Salzes mehrere saureSalze zu verwenden.
Es ist bekannt, hydraulischen Bindemit teln Salze zuzusetzen. Man hat bereits Sul fate, Chloride, Karbonate, Fluoride, Nitrate, Chlorate verwendet; man hat auch bereits ein Gemisch von Gips und Chloralcium oder Chlormagnesium verwendet, und in einem Falle auch zur Herstellung von Asbest zementplatten saures, schwefligsaures Na tron zugesetzt. Diese mannigfaltigen Zu sätze sind mehr oder weniger ;geeignet, die Eigenschaften' des abgebundenen hydrauli schen Bindemittels nach der einen oder an dern Richtung hin zu verändern.
Durch die gemäss dem Verfahren der vor liegenden Erfindung zu verwendenden nicht sauer reagierenden Chloride und sauren Salze wird der besondere Vorteil erzielt, @dass die Festigkeit, insbesondere die Anfangsfestig keit des hydraulischen Bindemittels erhöht wird, was den wichtigen technischen Vorteil mit sich bringt, @dass auf diese Weise ein schnelleres Ausschalen des Betons, der Ze mentwaren oder dergleichen ermöglicht wird.
Ausserdem wird bei dem abgebundenen Ze ment das sogenannte "Absanden" verhindert, das bei vielen andern abgebundenen Umen ten sich durch eine weiche und staubige Oberfläche, die leicht abgerieben werden kann, äussert: Das ,Bindemittel gemäss der Erfindung zeigt nach der Verwendung eine ganz glatte Oberfläche.
Die Zugabe von Chloriden und sauren Salzen bietet also derartige Vorteile, die bisher durch keinen andern Zusatz erreicht worden sind. Es scheint, dass durch die gleichzeitige Gegenwart von nicht sauer rea gierenden Chloriden und sauren Salzen im Bindemittel eine Bildung freier Salzsäure stattfindet, und dass diese in geringen Men gen entstehende freie Salzsäure, von der grössere Mengen nicht anwesend sein sollen, der Grund der überraschenden Festigkeitser höhung ist.
Durch die vielen Kombinationen von Chloriden und sauren Salzen und die verschiedene Art der Anwendung kann man leicht die jeweils günstigen; Verhältnisse durch Vorversuche feststellen und dann ge nau betriebsmässig innehalten, weil es leicht ist, die erforderlichen Zusätze genau zu do sieren. Die Menge des zuzusetzenden Salz gemisches richtet sich zweckmässig nach der Art des hydraulischen Bindemittels und nach dem Umfange der gewünschten Festigkeits erhöhung.
In gewissen Fällen wird eine Menge von etwa 0,3 Gewichtsprozent Na Cl und<B>0,6</B> Ge wichtsprozent Na HS04, insgesamt also zirka l '/o Zusatz genügen. Im allgemeinen wird die Menge -der @Salze 5% vom Gesamtgewicht des behandelten hydraulischen Bindemittels nicht überschreiten.
Man kann ausser den Salzen gemäss dem Verfahren der vorliegenden Erfindung in manchenFällen mit Vorteil noch Gips in be kannter Weise zusetzen.
Als bequem zugängliche und billige Salz zusätze haben sich beispielsweise saures Na triumsulfat und Kochsalz erwiesen. Dabei sind folgende Zahlen für die Festigkeit fest gestellt worden Ein Portlandzement ohne Salzzusatz- lie ferte nachstehende Zahlen: - I. 2<B>3</B> 7 Tagen 294 '390 519 kg/am' Festigkeit. Derselbe Portlandzement mit der Kom bination: saures Natriumsulfat und Koch salz, ergab folgende Werte: 387 445 579 kg/cm' Festigkeit.
Ein Hochofenzement ohne Usatz von saurem Natriumsulfat und Kochsalz lieferte nachstehende Zahlen: 1I. 2 3 7 Tagen 130 155 23,6 kg/emz Festigkeit. Derselbe Hochofenzement mit demselben Salzzusatz, wie oben angegeben, ergab fol gende Werte: 186 254 290 kg/cm' Festigkeit. III. Eine Hochofenschlacke mit Gips zusatz, aber ohne Zusatz von Salzen gemäss der Erfindung, lieferte überhaupt keine Festigkeit.
Dieselbe Hochofenschlaeke mit demsel ben Gipszusatz und Salzusatz, wie oben an gegeben, ergab folgende Werte: 2 3 7 28 Tagen 28 comb.
128 164 277 375 403 kg/emaFestigkeit. Im Vorstehenden bedeutet "comb." die kombinierte oder gemischte Lagerung, das heisst, dass die Probekörner einen Tag an feuchter Luft, 6 Tage unter Wasser und dann wieder 21 Tage .an der Luft gelagert worden sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Hochwertiges hydraulisches Bindemittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an mindestens einem nicht sauer reagieren den Chlorid und mindestens einem sauren ,Salz. II. Verfahren zur Herstellung eines hoch wertigen hydraulischen Bindemittels nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, @dass man einem hydraulischen Bindemittel mindestens ein nicht sauer reagierendes Chlorid und mindestens ein saures Salz zusetzt. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, @dass man die nicht sauer reagierenden Chloride und sauren Salze in fester Form dem Bindemittel bei einem stattfindenden Mahlprozess zusetzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch -II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, ,(lass man die nicht sauer reagierenden Chloride und sauren Salze in fester Form erst mit einem Teil des im ganzen zu verwendenden Bindemittels vermischt und das erhaltene Gemisch dem Rest des Bindemittels zusetzt. 3.Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass man die Salze erst mit einem Teil des im ganzen zu verwendenden Bindemittels mischt und das erhaltene Gemisch dem andern Bindemittel späte stens bei einer E'ndmahlung dieses letz- tern zusetzt. 4. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass man die Salze erst mit einem Teil des im ganzen zu verwendenden Bindemittels mischt und das erhaltene Gemisch dem Rest ides Bindemittels nach der Endmahlung dieses letzteren bei mischt. 5.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass man die dem Bindemittel zuzusetzenden Salze in Wasser löst und die erhaltene Lösung dem Bindemittel spätestens bei dessen Vermahlung zusetzt. 6.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass man die dem Bindemittel zuzusetzenden Salze in Was ser löst, die erhaltene Lösung einem Teil des im ganzen zu verwendenden )Binde- mittels spätestens bei dessen Vermahlung zusetzt und: das gemahlene salzhaltige Produkt dem Rest des Bindemittels .zu setzt. 7. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass man das vermahlene salzhaltige Bindemittel trocknet. , B.Verfahren nach Patentanspruch II .und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass man das erhaltene salzhaltige Bindemittel trocknet. 9. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass sämtliche zu zusetzenden Salze dem Bindemittel beim Anmachen desselben mit Wasser, und zwar im Anma,chwasser gelöst, zuge geben werden. 10.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass dem Binde-. mittel eine der beiden Salzarten vor dem Anmachen, und .die andere,Satzart beim Anmachen, im Anmachwasser gelöst, zu gegeben wird.
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