CH133416A - Verfahren zur Herstellung von Glas mit niedrigem Ausdehnungskoeffizienten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Glas mit niedrigem Ausdehnungskoeffizienten.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Glas mit niedrigem Ausdehnungskoeffizienten. Die Erfindung bezieht sich auf die Her stellung von Glasarten, die einen niedrigen Ausdehnungskoeffizienten aufweisen. Die Herstellung von Glas erfolgt meistens dadurch, dass ein Gemisch der Bestandteile in einem zu diesem Zweck geeigneten Schmelz tiegel aus feuerfestem Stoff in einem Ofen zur Schmelzung gebracht wird. Für Glasarten, die einen niedrigen Aus- dehnungskoeffizienten aufweisen, ist dieses für Glas allgemein übliche Verfahren be schwerlich und es erfordert kohe Kosten, da die besondern Schmelztiegel, die im Hinblick auf die beim Schmelzen dieser Glasarten auftretenden hohen Temperaturen erforderlich sind, kostspielig sind und eine kurze Lebens dauer haben. Beim Verfahren gemäss der Erfindung kann man diese Tiegel entbehren, und es wird infolgedessen die Herstellung von Glas mit niedrigem Ausdehnungskoeffi zienten nicht nur billiger, sondern auch leichter. Gemäss der Erfindung werden die ge mischten Bestandteile zu einem zusammen hängenden Körper vereinigt, worauf dieser wenigstens teilweise zur Schmelzung gebracht wird. Bei einer besondern Ausführung des Verfahrens werden die Bestandteile des Glases, die zum Beispiel aus 85% SiO2, 121/2% B20s und 21/2% AlaOs bestehen, in fein zerteilter Form innig vermischt. Aus dem zweckmässig wasserfreien Gemisch wer den jetzt unter einem Druck, der zum Bei spiel 1000 kg/cm2, aber auch grösser oder kleiner sein kann, Stäbchen gepresst. Diese werden durch Erhitzung auf 900 C oder mehr zum Sintern gebracht. In dieser Weise wird ein Körper erhalten, der ohne Verwen dung eines Schmelztiegels derart erhitzt werden kann, dass Glas gebildet wird. Es kann zum Beispiel ein Ende eines solchen Stäbchens so lange in einer Flamme von genügend hoher Temperatur gehalten werden, bis es durch Schmelzung in die Glasform übergegangen ist und die Luft praktisch aus ihm entfernt ist, worauf dieses Glas zu Stäben, Röhren oder andern Gegenständen verarbeitet werden kann. Die Bestandteile des Glases, das mittelst des Verfahrens ge mäss der Erfindung hergestellt werden kann, können innerhalb gewisser Grenzen variiert werden. Der Kieselsäuregehalt kann grösser oder kleiner als der obenerwäbnte Prozent satz von 85"/o sein. Es können überdies ändere Stoffe, wie Magnesiumoxyd und Kal- ziumoxyd in das Glas verarbeitet werden. Statt die gemischten Bestandteile des Glases einem von einem Sinterüngsprozess gefolgten Pressvorgang zu unterwerfen, kann man sich mit einem dieser Verfahren begnü gen und darauf den dadurch entstandenen Körper ganz öder teilweise zur Schmelzung zu bringen. So können die Bestandteile mit einem Bindemittel gemischt und aus diesem Gemisch Körper gewünschter Form gepresst werden. Der gepresste Körper kann darauf ohne vorhergehende Sinterung geschmolzen werden; als Bindemittel können zum Bei spiel anorganische Gelen, zum Beispiel Aluminiumhydroxyd, dienen. Auch kann durch Sinterung der gemischten Bestandteile in einem Schiffchen ein zusammenhängender Körper erhalten werden. Der Schmelzvor gang kann ausser in einer Flamme in jeder andern beliebigen Weise erfolgen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Glas mit einem niedrigen Ausdehnungskoeffizienten, dadurch gekennzeichnet, dass die gemischten Bestandteile zu einem zusammenhängenden Körper vereinigt werden, worauf dieser wenigstens teilweise zur Schmelzung gebracht wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die gemischten Be standteile durch Pressen zu einem zusam menhängenden Körper vereinigt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die gemischten Be standteile durch Sintern zu einem zusam menhängenden Körper vereinigt werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die gemischten Be standteile durch Pressen und Sintern zu einem zusammenhängenden Körper ver einigt werden. 4.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die gemischten Be standteile zu einem zusammenhängenden Stäbchen vereinigt werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der zusammenhän gende Körper wenigstens teilweise solange in einer Flamme geschmolzen wird, bis sich eine homogene luftfreie Glasmasse gebildet hat.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| NL133416X | 1927-11-30 |
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|---|---|---|---|
| CH133416D CH133416A (de) | 1927-11-30 | 1928-10-25 | Verfahren zur Herstellung von Glas mit niedrigem Ausdehnungskoeffizienten. |
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| CH (1) | CH133416A (de) |
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1928
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