CH133573A - Hochdruckdampferzeuger. - Google Patents

Hochdruckdampferzeuger.

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CH133573A
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Aktiengesellschaft Gebr Sulzer
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Sulzer Ag
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B1/00Methods of steam generation characterised by form of heating method
    • F22B1/02Methods of steam generation characterised by form of heating method by exploitation of the heat content of hot heat carriers
    • F22B1/08Methods of steam generation characterised by form of heating method by exploitation of the heat content of hot heat carriers the heat carrier being steam
    • F22B1/14Methods of steam generation characterised by form of heating method by exploitation of the heat content of hot heat carriers the heat carrier being steam coming in direct contact with water in bulk or in sprays

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Description


  Es ist bekannt, dass     Nassbehandlungsprozesse,    wie etwa  Waschen und Spülen, in wässrigen Flotten     durchgeführt    wer  den, wobei je nach Faserart bei unterschiedlichen Tempera  turen und gegebenenfalls mit verschiedenen Hilfsmittelzusät  zen gearbeitet wird und wobei anschliessend in fast     allen    Fäl  len getrocknet wird. Ferner sind auch     Nassbehandlungspro-          zesse    in organischen Lösungsmitteln bekannt, wobei als orga  nische Lösungsmittel     halogenierte        Kohlenwasserstoffe    im  Vordergrund stehen.

   Nach dem Behandeln in organischen  Lösemitteln werden diese durch Abdampfen von der Ware  entfernt und in einer geeigneten Apparatur zurückgewonnen.       Grundsätzlich    liegt allen Prozessen zugrunde, dass beim  Trocknen für die Entfernung des Wassers oder der organi  schen Lösemittel Energie aufgewandt werden muss.  



  Eine Trocknung von Textilmaterialien     erfolgt    in den über  wiegenden Fällen durch Verdunsten (Verdampfen) des  Oberflächenwassers und des     Quellungswassers    unter möglich  ster Erhaltung des natürlichen Gehaltes an     Faserfeuchtigkeit.     Hierfür sind sehr hohe Energien notwendig.  



  Im Gebrauchsmuster     DT    1 904 984 wird nun eine Vor  richtung zur schnellen Trocknung von nassen Textilien in  Bahnform beansprucht, bei der entweder mehrere offene  Flammen aus Brennern (Ölbrenner wie     Flamm-Sengmaschi-          nen)    direkt und ständig im Winkel auf die laufende nasse  Ware von beiden Seiten gerichtet sind, oder es wird derart  vorgegangen, dass man aus Düsen flüssigen Brennstoff dosiert  in Richtung auf die nasse laufende Ware aufspritzt und ent  zündet. Die Wärme (bzw. der sie erzeugende Brennstoff)  wird im letzteren Falle dem System aktiv und von aussen zu  geführt     (Flammenwerferprinzip).     



  Aufgrund dieser Art von Hitzeübertragung ist bei der be  kannten Arbeitsweise auf der     Oberfläche    des textilen Ma  terials die Temperatur zwangsläufig am höchsten, es besteht  somit bis in das Innere des Materials (quer zu Länge und  Breite) ein Temperaturgefälle, das durch Wärmeleitung aus  geglichen werden müsste, wenn die Ware getrocknet, d. h. die  Feuchtigkeit auch aus dem Inneren beseitigt werden soll. Da  Textilien bekanntlich schlechte Wärmeleiter sind, ist ein Tem  peraturausgleich bei betriebsmässiger Warengeschwindigkeit  zwischen     Oberfläche    und Innerem des Materials nicht zu er  zielen.  



  Gemäss dem     DT-Gebrauchsmuster    ist die offene Flamme  örtlich auf die mit Wasser beladene Ware gerichtet. Die Ver  dampfung des Wassers wird also zuerst an der Oberfläche der  Warenbahn beginnen, dadurch bildet sich an dieser Stelle zu  nächst ein Dampfpolster aus, das eine weitere Verdampfung       verhindert.    Erst durch die     Verwirbelung    der     aufgeheizten     Gase und die im eigentlichen Trockenschacht auftretende  Strahlungswärme wird auch das Wareninnere so weit aufge  heizt, dass dort eine Verdampfung des Wassers stattfindet.  Immer aber ist die Warenoberfläche einer intensiven Wärme  einwirkung ausgesetzt.

   Man steht also vor der Wahl, dass ent  weder keine brauchbare Trocknung erfolgt oder aber die Wa  renoberfläche wird so weit überhitzt, dass es dabei zu     einer          Entflammung    des textilen Materials kommt.  



  Die Hersteller von     Flamm-Sengmaschinen    hätten einen       Trocknungsprozess    auf Basis der von ihnen produzierten An  lagen längst realisiert, wenn das auf diese Weise je möglich  gewesen wäre. Das Problem bei der auf die Ware gerichteten  Flamme besteht immer in der Dosierung der aufzubringenden  Menge des Brennstoffs und deren Steuerung.  



  Ein weiterer Nachteil der bekannten Arbeitsweise liegt  darin, dass in den     Düsenflammen    die Wärmeverteilung nicht  gleichmässig ist. Jedem Textilfachmann sind die auf diese Tat  sache zurückzuführenden, gefürchteten     Sengstreifen    bei den  gleichartig funktionierenden     Sengmaschinen    bekannt.  



  Zum Unterschied davon beschreibt das erfindungsgemässe  Verfahren einen     Trocknungsprozess,    bei dem die Textilien    durch die Flottenaufnahme zur Begrenzung der durch Ver  brennen     produzierbaren    Wärmemenge beitragen. Das textile  Material enthält vor dem     Trocknen    bereits     ein    in     seinem    Ver  hältnis     definiertes    Gemisch einer brennbaren Flüssigkeit und  Wasser in begrenzter Menge als Gesamtfeuchtigkeit.  



  Enthält das textile Material     ursprünglich    nur Wasser  (wassernass), so wird dieses in einer Passage durch eine  brennbare Flüssigkeit auf ein bestimmtes Verhältnis Wasser  zu brennbarer Flüssigkeit     gebracht.    Die brennbare Flüssigkeit  ist somit gemeinsam mit dem Wasser Bestandteil der auf der  Ware befindlichen Flotte. Deren Temperatur wird durch  Kühlen bis zum Eintritt in die Verbrennungskammer unter  dem Flammpunkt des     Gemisches    gehalten und erst dann, z. B.  durch einen Infrarotstrahler, über den     Flammenpunkt    ange  hoben. Innerhalb des Brennraumes wird der gebildete Dampf,  bestehend aus brennbarem Flüssigkeitsdampf und Wasser  dampf, ein einziges Mal gezündet.

   Dieses Dampfgemisch  brennt ab, wobei die gebildete Flamme stets von der Ware  ausgeht und nicht auf sie gerichtet ist. Die gebildete Wärme  bildet ihrerseits ein neues Dampfgemisch aus brennbarer  Flüssigkeit und Wasser. Die     Konvektionswärme    beträgt dann  zur weiteren Trocknung bei, so dass das textile Material nie  mals     übertrocknet    wird und stets eine sehr wünschenswerte  Restfeuchte behält. Die Ware hat, im     Gegensatz    zur     Entge-          genhaltung,    in keinem Falle und an keiner Stelle,     auch    nicht  an der     Oberfläche,    eine Temperatur, die höher liegt als der  Siedepunkt des Wassers.

   Die erforderliche Wärmemenge ist  durch die Flottenaufnahme und durch das Mischungsverhält  nis einstellbar und immer begrenzt. Eine     Übertrocknung    bzw.  Überhitzung wird vermieden. Auf diese Weise können     Trock-          nungsprozesse    durchgeführt werden, bei denen das Gemisch  Wasserbrennbare Flüssigkeit in der Ware enthalten ist. Das  wäre jedoch nach dem Prinzip des genannten Deutschen Ge  brauchsmusters völlig ausgeschlossen, da durch die auftref  fenden Flammen örtliche Temperaturunterschiede unver  meidlich sind, die zu Migrationen oder     Fixierungsdifferenzen     führen würden.

   Nach dem beanspruchten     Verfahren    erfolgt  über die gesamte Warenbreite eine völlig gleichmässige Er  wärmung, wodurch die Trocknung völlig risikolos durchführ  bar ist.  



  Aus den vorstehend diskutierten Unterschieden geht ein  deutig hervor, dass die vorliegende Erfindung vom Gegen  stand des zitierten Gebrauchsmusters weder vorgenommen  noch nahegelegt wird und überdies technische Fortschrittlich  keit aufweist.  



  Gegenstand der vorliegenden     Erfindung    ist ein Verfahren  zum Spülen oder Waschen und anschliessendem Trocknen  von Textilmaterial, bei welchem man das Material mit einer  Flotte behandelt, die aus einer brennbaren     organischen    Flüs  sigkeit besteht oder eine solche enthält, dadurch gekennzeich  net, dass die Ware durch Abbrennen dieser Flüssigkeit ge  trocknet wird.  



  Als brennbare organische Flüssigkeiten für das     erfindungs-          gemässe    Verfahren kommen alle brennbaren     wasserlöslichen     bzw. wassermischbaren und - in Verbindung mit     Emulgato-          ren-wasserunlöslichen    Flüssigkeiten in Frage, jedoch sind sol  che aus Sicherheitsgründen nicht geeignet, die zu niedrige  Flammpunkte, eine zu hohe Wärmeentwicklung bei der Ver  brennung und zu niedrige Verdunstungszahlen besitzen.

   Be  sonders geeignet sind niedere     aliphatische    Alkohole, insbe  sondere Methanol, fernerhin     cyclische    Äther, besonders       Dioxan.    Die genannten Lösungsmittel werden     allein    oder im  Gemisch mit Wasser eingesetzt. Es ist jedoch auch möglich,  geringe Mengen solcher organischer     Lösungsmittel    einzuset  zen, die bei der Verbrennung eine     grosse    Wärme entwickeln,  besonders wenn man mit     Imprägnierflotten    arbeitet, die hohe  Anteile von Wasser enthalten.

   Bevorzugt sind     solche    Flotten,      die zwischen 10-90     Vol.    % Alkohol und 90-10     Vol.    % Wasser,  vorzugsweise     30-80        Vol.%    Alkohol enthalten.  



  Das Verfahren eignet sich für praktisch alle Faserarten na  türlichen oder synthetischen Ursprungs sowie für alle Fasermi  schungen. Die Textilien können in allen für eine kontinuierli  che Arbeitsweise geeigneten Verarbeitungszuständen vorlie  gen, wie beispielsweise als Kabel, Kammzug, Fäden, Garne,  Gewebe, Gewirke oder     non-wovens.     



  Das erfindungsgemässe Verfahren wird in der Weise aus  geführt, dass man die Ware, beispielsweise beim Waschen, in  einer geeigneten Anlage mit einer Waschflotte wäscht, die ne  ben den für diesen Vorgang üblichen     Waschmittelzusätzen     unterschiedliche Mengen einer oder mehrerer brennbarer or  ganischer Flüssigkeiten enthält. Daran anschliessend wird die  Ware ein- oder mehrmals mit einer Flotte der gleichen Zu  sammensetzung wie beim Waschvorgang, jedoch ohne Zusatz  von Waschmitteln, gespült.

   Dieser Spülprozess mit Flotten,  die eine brennbare organische Flüssigkeit enthalten, kann sich  auch an übliche, in     wässrigen    Flotten durchgeführte     Nassbe-          handlungsprozesse,    wie beispielsweise Bleichen, Waschen und  Färben, anschliessen.  



  Für die nachfolgende Trocknung durch Verbrennung ist es  besonders günstig, wenn die auf dem zu trocknenden Material  befindliche Flüssigkeit aus 30-90     Vol.%    eines niederen     alipha-          tischen    Alkohols, vorzugsweise Methanol, und     70-l0        Vol.%     Wasser besteht. Dies wird dadurch erreicht, dass man sowohl  den Wasch- als auch den Spülprozess mit einer Flotte dieser  Zusammensetzung durchführt. Erfolgt der     Nassbehandlungs-          prozess    in wässriger Flotte, so spült man     zweckmässigerweise     anschliessend mit reinem Alkohol, um die angegebenen Men  genverhältnisse zu erreichen.  



  Entsprechend einer besonderen Variante des     erfindungs-          gemässen    Verfahrens werden aus Sicherheitsgründen die  Ware bzw. die auf der Ware befindliche Flüssigkeit vor dem  Abbrennen durch Kühlen auf solche Temperaturen gebracht,  dass die feuchte Ware eine Temperatur unterhalb des Flamm  punktes der verwendeten Flüssigkeit aufweist. Je nach der ge  wählten Maschinengeschwindigkeit genügen Warentempera  turen von etwa 1 bis 40 C, bevorzugt 1 bis<B>15'C,</B> unterhalb  des jeweiligen Flammpunktes.  



  Nach dem Spülen wird die Ware abgequetscht und in der  Weise getrocknet, indem man das brennbare organische Lö  sungsmittel durch eine geeignete Zündvorrichtung entflammt  und vollständig abbrennt. Es empfiehlt sich aus Sicherheits  gründen, solche Mischungen aus Wasser und brennbaren or  ganischen Lösungsmitteln zu verwenden, deren Flammpunkte  über der Raumtemperatur liegen. Bei solchen Mischungen ist  es erforderlich, dass die Zündvorrichtung so ausgelegt ist, dass  sie anfangs die zum     Aufheizen    der     Lösungsmitteldämpfe    über  den Flammpunkt     erforderliche    Energie liefert.  



  Es wurde auch festgestellt, dass sich meistens vorteilhaf  tere Ergebnisse erzielen lassen, wenn der     Abbrennvorgang     der Flüssigkeit auf der Ware in Verbindung mit bereits be  kannten     Trocknungssystemen    vorgenommen wird. In speziel  len Fällen kann das Abfackeln der Flüssigkeit auf der Ware  auch einseitig unter Zuführung von zusätzlicher Wärme erfol  gen, was vorzugsweise während des     Herumführens    der Ware  um eine rotierende Trommel besorgt wird.  



  Wird die auf der Ware befindliche Flüssigkeit z. B. durch       Infrarotstäbe    auf Temperaturen oberhalb des Flammpunktes  des jeweils verwendeten Lösemittels gebracht, so genügt in  der Regel ein einmaliges Zünden.     Zweckmässigerweise    erfolgt  das Zünden in unmittelbarer Nähe der     Aufheizvorrichtung.     Im Rahmen der Arbeitsweise unter Einsatz einer rotierenden  Trockentrommel wird dieses Aufheizen der Ware beispiels  weise durch eine     ölbeheizte    Trommel, durch Infrarot- oder  Gasstrahler oder im Falle einer perforierten Trommel mittels  Heissluft durchgeführt.

   Zusätzliche     Aufheizvorrichtungen    ent-    lang der Verbrennungsstrecke sind weiterhin von Vorteil,  wenn mit Flotten gearbeitet wird, die einen hohen Anteil an  Wasser enthalten. Dadurch ist es möglich, die Wasserdämpfe  auf solche Temperaturen zu bringen, dass diese Dämpfe di  rekt oder indirekt für     nach    dem Trocknen folgende Fixier  prozesse     verwendet    werden können.  



  Durch Zugabe von Wasser lässt sich auch die Geschwin  digkeit des Verbrennungsprozesses     steuern.    Auf diese Weise  kann für jedes Fasermaterial eine optimale Mischung gefun  den werden, die ein Entzünden des Fasermaterials während  des     Abbrennprozesses    verhindert.  



  Beim Abbrennen tritt ein mehr oder weniger starker     Seng-          effekt    auf, der von dem brennbaren Lösungsmittel sowie von  dem Wassergehalt der Behandlungsflotten abhängig ist und in  vielen Fällen eine übliche     Sengbehandlung    erspart.  



  Der Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens liegt  darin, dass man das Textilmaterial nach     Nassbehandlungs-          prozessen    auf einfache Weise und gegebenenfalls praktisch  ohne Aufwand an Energie trocknen kann. Es war über  raschend, dass die Faser bei dieser Behandlung keine Schä  digung erleidet und der textiltechnologische Charakter, z. B.  der Warengriff, voll erhalten bleibt. Ein weiterer Vorteil des  erfindungsgemässen     Verfahrens    liegt darin, dass besonders  bei der Verwendung von Methanol durch den     Abbrennvor-          gang    keine Stoffe entstehen, die die Luft oder das Wasser  verunreinigen.

   Die Verwendung von     Methanol/Wasser-          gemischen    bietet darüber hinaus den Vorteil, dass man durch  Abwandlung des Mischungsverhältnisses die Geschwindigkeit  des     Abbrennvorgangs    in einfacher Weise steuern kann und  zum andern auf diese Weise die natürliche Feuchtigkeit der  Faser besser regulieren kann.  



  Eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete     Trock-          nungsvorrichtung    besteht im allgemeinen aus einer     Abbrenn-          kammer    1 mit Ein- und Ausgang sowie Transportmitteln für  die Ware beim Durchgang durch die Anlage, einem     Zünd-          element    2 und Mitteln für die Zuführung von Luft 3 und zum  Abführen der Verbrennungsgase und des Wasserdampfes 4,  wie in der schematischen Zeichnung in     Fig.    1 dargestellt. Die  Ware 5 kann dabei entweder von oben her oder von unten in  die     Abbrennkammer    eintreten. Ausserdem müssen Sicher  heitsvorrichtungen vorhanden sein.  



  Tritt die Ware von unten her in die Kammer ein, so muss  die Zündvorrichtung so ausgelegt sein, dass ein dauerndes  Entflammen des mit der Ware neu in die     Abbrennkammer     eintretenden Lösungsmittels gewährleistet ist. Bei umgekehr  ter Warenführung dient die Zündvorrichtung nur zum ein  maligen Zünden der     Lösungsmitteldämpfe.    Der     Abbrenn-          vorgang    läuft dann von sich aus weiter, da die feuchte Ware  in die aufsteigende Flamme hineinläuft. Um eine     gleichmäs-          sige    Trocknung der Warenbahn zu erhalten, muss je eine  Zündvorrichtung auf jeder Seite der Warenbahn oder an den  beiden Rändern vorhanden sein.

   Als Zündvorrichtungen  kommen beispielsweise Gasflammen oder elektrische Zünd  vorrichtungen in Frage.  



  Die     Abbrennkammer    ist nach oben aus Sicherheitsgrün  den     zweckmässigerweise    durch ein     Metallwalzenpaar    6 abge  dichtet. Am unteren Teil der Kammer genügt im allgemeinen  ein Ein- bzw.     Austrittschlitz    7. Sowohl die Metallwalzen als  auch der Ein- bzw.     Austrittschlitz    können mit Schleifbändern  8 oder anderen nicht brennbaren Abdichtungen versehen  sein. Die Höhe der Kammer hängt von der     Durchlaufge-          schwindigkeit    der Ware und von der Art und Menge der ver  wendeten brennbaren Flüssigkeit ab. Für praktische Zwecke  beträgt die Länge der     Abbrennkammer    0,5 bis 10 m, vor  zugsweise 1 bis 5 m.

   Die     Abbrennkammer    kann auch in ganz  oder teilweise offener Form ausgeführt werden, wobei die  Seitenwände ganz oder teilweise entfallen.  



  Am oberen Ende der Kammer befinden sich Austritts-           öffnungen    4 für die heissen Abgase, die direkt in eine neben  der     Abbrennkammer    liegende     Fixierkammer    geleitet werden  können. Die zur Verbrennung erforderliche Luft wird durch  entsprechende Rohre 3 von aussen zugeführt. Aus Sicherheits  gründen kann der     Abbrennkammer    eine     Absaugvorrichtung    9       vogeschaltet    sein, die dafür sorgt, dass solche Lösungsmittel  dämpfe abgesaugt werden, die von der feuchten Ware vor  Eintritt in die Kammer abgegeben werden.  



  Eine weitere Sicherheitsvorrichtung bzw. auch Vorrich  tung zum Anhalten der Maschine besteht aus Düsen 10,  welche bei offener bzw.     halboffener    Ausführung auf die Ver  brennungsstrecke gerichtet sind und sich bei geschlossener  Ausführung innerhalb der Verbrennungskammer bzw. vor  der Eintrittsöffnung und gegebenenfalls noch vor der Aus  trittsöffnung derselben befinden und durch welche Stickstoff  oder ein anderes nicht brennbares bzw. die Verbrennung  nicht unterhaltendes Gas geleitet werden kann. Mit dem Öff  nen dieser Düsen ist     zweckmässigerweise    ein gleichzeitiges  Abschalten der Sauerstoff- bzw. Luftzufuhr verbunden.  



  Bei der in     Fig.    1 dargestellten Anlage kann die Ware auch  von oben nach unten     geführt    werden. In diesem Fall müssen  die Zündvorrichtung 2, die Mittel für die Zuführung von  Luft 3 und die     Absaugvorrichtung    9 am oberen Teil der     Ab-          brennkammer    angebracht sein.  



  Die Elemente zur Warenführung werden zweckmässiger  weise vor zu starker Erwärmung durch einen Hitzeschild 11  geschützt. Ferner sind sie in der Höhe verstellbar, wodurch  die     Trocknungsstrecke    in ihrer Länge verändert werden kann.  Entlang der in der     Trocknungskammer    laufenden Warenbahn  befinden sich beidseitig     Aufheizvorrichtungen    12, die die  einerseits auf der Ware befindliche brennbare Flüssigkeit  über deren Flammpunkt erwärmen und anderseits die Ver  dampfung der brennbaren Flüssigkeit bzw. des Wassers för  dern. Darüber hinaus unterstützen sie die     Aufheizung    der  Verbrennungsgase und des Wasserdampfes, so dass diese  indirekt oder direkt unmittelbar für Fixierprozesse verwen  det werden können.

   Entlang der     Trocknungsstrecke    sind  Kontrollgeräte 14 für die Trocknung, die Regelung der  Warengeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Brennstrecke  und für die Funktion der Sicherheitsvorrichtungen ange  bracht. Die Steuerung der Flamme geschieht beispielsweise  durch beidseitige Luftdüsen 13, die ebenfalls entlang der  Verbrennungsstrecke angeordnet und schwenkbar sind.  



  Noch eine Sicherheitsvorrichtung besteht darin, dass vor  dem Eingang der Ware in die Kammer Kühlelemente für die  zu behandelnde Ware und Imprägnierflotte angebracht sind.  Derartige Elemente können sich beispielsweise aus einem  Kühlchassis mit     Foulardwalzen    und einer Kühltrommel zu  sammensetzen.  



  Die Kombination der vorstehend beschriebenen Maschine  mit bekannten Ausrüstungsmaschinen verdeutlicht folgende  Schemazeichnung. Die hierin verwendeten Bezugszeichen  haben folgende Bedeutung:       Fig.        1I     5 Warenbahn  18 Kühltrommel  19 Kühlchassis  20     Foulardquetschwerk     21     Klotzraum    unter schwachem Unterdruck  (3l1 bis 911 mbar)  2 Zündvorrichtung  17     Infrarotschacht    mit Infrarotstrahlern  16 Siebtrommeln, zugleich Fixieren  15     Heissluftverteilerkammer          Fig.   <B>111</B> zeigt eine Abwandlung der zuvor erläuterten Typen  der beschriebenen Vorrichtung für den Fall, dass als Trans  portmittel für die Ware eine rotierende,

   perforierte Trommel    zur Anwendung gelangt, wobei das Abfackeln der brenn  baren Anteile der Flotte dann einseitig erfolgt. Die in     Fig.        III     benutzten Bezugszeichen bedeuten:       Fig.        III     1     Abbrennkammer     2 Zündvorrichtung  3 Luftzufuhr  4 Abführen der Verbrennungsgase  und des Wasserdampfes  5 Warenbahn  22     Warenleitwalzen     7     Eintrittschlitz     23 Trockentrommel  9     Absaugvorrichtung     10 Sicherheitsdüsen  12     Aufheizvorrichtungen     24     Austrittschlitz     Die Trockentrommel in     Fig.        

  III    kann eine     geschlossene     Ausführung haben oder eine perforierte Trommel sein. Bei  der geschlossenen Ausführung kann beispielsweise in der  Trommel zirkulierendes heisses Wasser, Dampf oder     Ölfür     das     Aufheizen    der auf der Ware befindlichen Imprägnierflotte  oberhalb des Flammpunktes sorgen. Bei Verwendung einer  perforierten Trommel wird heisse Luft durch das Textilgut  von einer Seite geblasen, die den gleichen Zweck     erfüllt.    Der  Durchmesser dieser Trommel hängt von der     Trocknungs-          geschwindigkeit    der Ware ab.  



  Durch Photozellen,     Thermofühler    oder andere Kontroll  apparate kann der Verbrennungsvorgang überwacht werden,  so können Kontrollapparate, die unterhalb oder oberhalb der  Zündvorrichtung angebracht sind, z. B. bei zurücklaufender  Flamme die vorher erwähnten     Sicherheitseinrichtungen    und/  oder gegebenenfalls die Maschinengeschwindigkeit steuern  und die Zündvorrichtung beeinflussen.

      Beispiel 1  Ein Mischgewebe aus Polyesterfasern und Baumwolle  wird auf einer Breitwaschmaschine (Laboranlage) in einer  wässrigen Flotte in 4 Abteilen bei<B>92-95'</B> C behandelt, wel  che 1 g/1 eines     nichtionogenen    Waschmittels auf Basis eines       Alkylphenolpolyglykoläthers,    1 g/1 Soda und 1 g/1 eines       Sequestrierungsmittels    auf Basis eines Polyphosphates ent  hält. Zwischen den einzelnen Abteilen der     Waschmaschine     wird die Ware jeweils abgequetscht. Im Anschluss an diesen  Waschvorgang wird die Ware in weiteren Abteilen der Wasch  maschine zuerst in heissem Wasser, dann in kaltem Wasser  und abschliessend     zweimal    in kaltem Methanol gespült.  



  Nach dem letzten Spülprozess in Methanol wird das Ge  webe abgequetscht und durch eine Anlage geführt, in welcher  das Methanol durch Verbrennen von der Ware entfernt wird  und diese dadurch getrocknet wird.    Beispiel 2  Ein Wollgewebe wird auf übliche Art in wässriger Flotte  gebleicht und anschliessend zunächst kalt in Wasser gespült,  abgequetscht und dann zweimal kalt in Äthanol gespült und  jeweils wieder abgequetscht. Die     Abquetscheffekte    werden  dabei so gewählt, dass die Ware nach dem letzten Abquet  schen neben Äthanol etwa 40% Wasser, bezogen auf das  Gewicht der Ware, enthält. Das Wollgewebe wird nun konti  nuierlich durch eine Anlage geführt, in welcher die Ware  durch Verbrennen des Alkohols getrocknet wird.

   Nach dieser  Verbrennungstrocknung enthält das Wollgewebe eine     gleich-          mässige    Feuchtigkeit, die ungefähr der natürlichen Feuchtig  keit dieser Faser entspricht.  



  Übereinstimmende Ergebnisse werden erzielt, wenn an  stelle von Äthanol     Dioxan    angewendet wird.      Beispiel 3  Ein Baumwollkörper wird auf einem     Jigger    in üblicher  Weise mit     Küpenfarbstoffen    gefärbt,     anschliessend    gespült,  oxydiert und auf übliche Weise     kochend        geseift.    Die Ware  wird anschliessend     kontinuierlich,    wie in Beispiel 1 beschrie  ben, heiss und kalt in Wasser und anschliessend     dreimal    kalt  in Methanol gespült und schliesslich durch Verbrennen des  Lösemittels getrocknet.

      Beispiel 4  Ein Mischgewebe aus 67 %     Polyesterfasern    und 33 % Baum  wolle wird in einer Breitwaschmaschine, wie in Beispiel 1  beschrieben, auf folgende Weise behandelt:     Waschen    in  4 Abteilen bei 50  C mit 0,5 g eines     Oxäthylierungsproduktes     von 10     Mol        Äthylenoxid    und 1     Mol        Nonylphenol    pro Liter  einer Mischung aus 75     Vol.    % Methanol und 25     Vol.    % Wasser,  Spülen in 3 Abteilen in der gleichen     Methanol/Wasser-          Mischung.     



  Nach dem letzten Spülgang wird die Ware abgequetscht  und durch eine Anlage     geführt,    in welcher der Methylalkohol  durch Verbrennen von der Ware entfernt wird.  



  Ähnliche     Ergebnisse    können erzielt werden, wenn für die  Wasch- bzw.     Spülflotten    folgende Lösemittel     bzw.    Produkte  eingesetzt werden: Methanol und     Nonylphenol    mit 15     Mol          Äthylenoxid        oxäthyliert;        Isopropanol    mit 10     Vol.%    Wasser  und     Tributylphenol    mit 18     Mol        Äthylenoxid        oxäthyliert;

       Benzin (Siedebereich 60-95 C) und     Nonylphenol    mit 4     Mol          Äthylenoxid        oxäthyliert;    Benzol und     Isotridecylalkohol    mit  8     Mol        Äthylenoxid        oxäthyliert.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Spülen oder Waschen und anschliessenden Trocknen von Textilmaterial, bei welchem man das Material mit einer Flotte behandelt, die aus einer brennbaren organi schen Flüssigkeit besteht oder eine solche enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Ware durch Abbrennen dieser Flüs sigkeit getrocknet wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass die Wasch- und Spülflotte einen aliphatischen Alko hol mit vorzugsweise 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, insbesondere Methanol, enthält. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass die Wasch- und Spülflotte zwischen 10 und 90 Vol. % Alkohol und 90 und 10 Vol. % Wasser enthält. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass die zu behandelnde Ware und Flotte vor dem .Ab brennen durch Kühlvorrichtungen auf Temperaturen unter halb des Flammpunktes der auf der Ware befindlichen brenn baren Flüssigkeit gebracht und gehalten werden. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass die verwendete brennbare Flüssigkeit auf der Ware eine Temperatur von etwa 1 bis 40 C unterhalb des Flamm punktes derselben aufweist. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass der Abbrennvorgang der Flüssigkeit auf der Ware unter zusätzlicher Wärmezuführung vorgenommen wird. 6. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekenn zeichnet, dass der Abbrennvorgang der Flüssigkeit auf der Ware einseitig vorgenommen wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass die bei der Verbrennung freiwerdende und die zu geführte Wärme und/oder der sich bildende Wasserdampf direkt oder indirekt für Fixierprozesse verwendet wird.
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