CH133668A - Wegventil an Zugsicherungsanlagen. - Google Patents

Wegventil an Zugsicherungsanlagen.

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CH133668A
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vigilance
worm
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Aktiengesellschaf Knorr-Bremse
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Knorr Bremse Ag
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Description


  Wegventil an     Zugsicherungsanlagen.       Gegenstand der Erfindung ist ein Weg  ventil an     Zugsicherungsanlagen.     



  Es sind bereits solche Anlagen bekannt,  bei denen je ein auf der Strecke angeordne  ter, bei in Warn- oder     Haltstellung    befind  lichem Vor- oder Hauptsignal wirkungs  bereiter Beeinflussungspunkt auf Übertra  gungsvorrichtungen an der Lokomotive der  art einwirkt, dass ausser der Betätigung eines  sichtbaren oder hörbaren Signals eine  Zwangsbremsung herbeigeführt wird. Um  bei achtsamer Vorüberfahrt an dem in  Warnstellung befindlichen     t'orsignal    das  Wirksamwerden der Signal-     bezw,.    Brems  iorrichtung willkürlich verhindern zu kön  nen, ist eine Wachsamkeitsvorrichtung vor  besehen.

   Es ist selbstverständlich,     dass    die  durch die Wachsamkeitsvorrichtung auf  gehobene Wirkungsbereitschaft der Zwangs  bremseinrichtung selbsttätig wieder her  gestellt sein muss, bevor der Zug oder das  Triebfahrzeug am nächsten Beeinflussungs-         punkt    angelangt ist. War der erste Beein  flussungspunkt     (Vorsignal)    im Augenblick  der Vorbeifahrt wirkungsbereit, so fällt die  sem in bekannter Weise die Aufgabe zu.  die Wirkungsbereitschaft der     Zwangsbrems-          einrichtung    wieder herzustellen.

   War     er-da-          gegen    wirkungslos (Fahrtstellung des Vor  signals), so müssen andere Mittel für die  Wiederherstellung der Wirkungsbereitschaft  der     Zwangsbremseinrichtung    nutzbar     ge-          maeht    werden. Es ist bereits der Vorschlag  gemacht worden, eine als "Wegventil" be  zeichnete Vorrichtung hierfür zu ver  wenden.  



  Die Erfindung bezieht sich auf ein  Wegventil an     Zugsicherungsanlagen    mit  Wachsamkeitsvorrichtung, das dazu dient, die  Sperrung der in die Gebrauchslage übergeführ  ten und dadurch die Zwangsbremsvorrichtung  ausschaltenden Wachsamkeitsvorrichtung bei  nicht wirkungsbereitem Beeinflussungspunkt  (der im Zustande der Wirkungsbereitschaft      die Sperrung der Wachsamkeitsvorrichtung       aufhebt)    aufzuheben und damit die Zwangs  bremsvorrichtung wieder in den Zustand der  Wirkungsbereitschaft zu versetzen.

   Gemäss  Erfindung ist in die mit der Bedienung der  Wachsamkeitsvorrichtung durch diese frei  gelegte Verbindung zwischen einem Druck  mittelbehälter, zum Beispiel dem     Hauptluft-          behälter    der Lokomotive, und einem die  Wachsamkeitsvorrichtung in der Gebrauchs  lage gesperrt haltenden Sperrzylinder ein  Ventil eingeschaltet, das durch eine Vor  richtung gesteuert wird, die bei der Bedie  nung der Wachsamkeitsvorrichtung mit einem  von einer Lokomotivachse in Umdrehung  gehaltenen Antrieb gekuppelt wird und das  erwähnte Ventil öffnet, nachdem eine be  stimmte Anzahl von Radumdrehungen er  folgt und demgemäss eine bestimmte Strecke  zurückgelegt ist, die länger     ist    als die Ent  fernung zwischen einem Signal und dem ihm  zugeordneten Beeinflussungspunkt,

   wodurch  der Sperrzylinder für die Wachsamkeitsvor  richtung mit     Druckmittel        beaufschlagt    wird  und     die    Sperrung freigibt,, so dass die Wach  samkeitsvorrichtung in die Normallage zu  rückkehren kann.  



  Das Wegventil nach der Erfindung ist  auf der Zeichnung in einem Ausführungs  beispiel schematisch dargestellt.  



  Um das Zusammenwirken mit der Wach  samkeitsvorrichtung verständlich zu machen,  sind     die.    notwendigen \feile derselben und  die übrigen, für das Verständnis der Wir  kungsweise des Wegventils erforderlichen  Teile der     Zugsicberungsanlage    schematisch  angedeutet.  



  Auf einer Welle ist eine Scheibe a dreh  bar gelagert, die unter dem Einfluss zweier  Spiralfedern b und c steht, die bei in Nor  malstellung befindlicher Scheibe entweder  beide im gleichen Masse gespannt oder span  nungslos. sind, und von denen die eine bei  der Drehung der Scheibe a in der einen  Richtung gespannt     bezw.    stärker gespannt,  wird, während die andere entspannt wird       bezw.    in spannungslosem Zustande verbleibt.  Bei der Drehung der Scheibe a in der ent-    gegengesetzten Richtung erfahren die Fe  dern b und c entsprechend umgekehrte Ein  wirkungen. Die Federn sind vorgesehen, um  die Scheibe a in die Normallage zurück  zudrehen, wenn das von einer andern, unten  erläuterten Vorrichtung auf sie ausgeübte  Drehmoment zu wirken aufhört.

   Die Scheibe a  ist am Umfang mit einer Verzahnung ver  sehen, die einer Schnecke d entspricht.  Diese Schnecke wird durch eine bekannte,  biegsame Welle e von einem     Rade    der Lo  komotive aus in Umdrehung versetzt, läuft  also ständig um, solange die Lokomotive in  Fahrt ist. Neben der Verzahnung der Scheibe  a, die entsprechend breit gehalten ist, ist in  deren Umfang eine Nut eingearbeitet, die  einen .Schraubengang von geringer Steigung  darstellt, da sie mehrmals - etwa zwei  mal - um den Umfang der Scheibe a her  umläuft. Auf einen Teil des Umfanges ist  diese Nut durch eine flache,     nockenförmige     Erhöhung     f    der Scheibe unterbrochen.

   Bei  in der Normallage befindlicher Scheibe a  ist der     nockenförmigen    Erhöhung f gegen  über ein an einem Drehhebel g angebrachter  Stift h     ständig    leicht in der Nut ruhend  vorgesehen. Über diesem befindet sich in  einigem Abstand ein Stift i, der den untern       Fortsatz    einer Ventilspindel bildet. Ein an  der Ventilspindel befindlicher Dichtungs  kolben     7c    schliesst das Ventilgehäuse<I>l</I> dicht  ab.

   Der Abstand des Stiftes i vom Hebel g       bezw.    vom Stift     da    ist so. bemessen, dass die  unter den Stift 7a gelangende,     nockenförmige     Erhöhung<I>f</I> den Stift<I>i</I> und damit die Ven  tilspindel anzuheben vermag, so dass' das auf  der Ventilspindel sitzende, federbelastete       ÄTentil   <I>m</I> angehoben wird. Die Schnecke<I>d</I>  ist auf einer um den Punkt n drehbaren  Welle     q    angebracht, deren freies Ende im  Bewegungsbereich eines Kolbens o liegt. Sie       greift    für gewöhnlich nicht in die Verzah  nung der Scheibe a ein.

   Das Ventil m schliesst  die von der Wachsamkeitsvorrichtung  kommende Leitung r gegen die Leitung     s     ab, die zum Sperrzylinder t am Wachsam  keitshebel     2c    führt. Von der Leitung r zweigt  die Leitung v ab, die zum Kolben o führt.      x ist der     Hauptluftbehälter    der Lokomotive  oder einer andern     Druckmittelquelle.     



  Die Wirkungsweise des Wegventils ist  die folgende:  Wird bei achtsamer Vorüberfahrt an  einem in Warnstellung befindlichen Vor  signal die Wachsamkeitsvorrichtung bedient,  so strömt Druckluft aus dem Hauptluft  behälter<I>x</I> durch die Leitung<I>r</I> bis zum  geschlossenen Ventil in und über die Zweig  leitung     v    zum Kolben o. Indem dieser nie  dergedrückt wird, wird die mittelst der bieg  samen Welle e von einem Rad der Loko  motive ständig in Drehung gehaltene  Schnecke d mit der Verzahnung der Scheibe  <I>a.</I> in     Eingriff    gebracht.

   Die Scheibe<I>a</I> wird  also - je nach der Fahrtrichtung der Lo  komotive - in Umdrehung versetzt und  spannt dabei eine der Federn b     bezw.    e,  während die andere Feder c     bezw.    b ent  spannt wird     bezw.    spannungslos bleibt.  Selbstverständlich ist die     Umdreh-ngs-          geschwindigkeit    der Scheibe a im Masse des  zwischen ihr und der Schnecke d herrschen  den Übersetzungsverhältnisses geringer.

   In  folge der Umdrehung der Scheibe gelangt  nach einer bestimmten Anzahl von Umdre  hungen der biegsamen Welle e     bezw.    der  diese antreibenden     Lokomotivachse,    vom Zeit  punkte der Betätigung der Wachsamkeits  vorrichtung an gerechnet, die     nockenartige     Erhöhung f unter den Stift     h,    hebt ihn an,  veranlasst dadurch das Anheben des Ventils  in und das Überströmen der Druckluft in  die Leitung s und den Sperrzylinder     t..     Der in diesem befindliche Kolben wird ge  gen die Wirkung der ihn belastenden Fe  der verschoben, und der Wachsamkeitshebel       zc    wird freigegeben und schnellt unter dem  Einfluss der Rückstellvorrichtung (als Feder  angedeutet) in die Normallage zurück,

   wo  durch die     Wirlrungsbereitschaft    der Zwangs  bremsvorrichtung wieder hergestellt ist.  



  Voraussetzung für die angedeutete Wir  kungsweise ist der Umstand, dass der mit  dem     Vorsignal    verbundene, in einiger Ent  fernung von ihm zwischen Vor- und Haupt  signal angeordnete Beeinflussungspunkt nicht    wirkungsbereit ist, das heisst dass das Vor  signal aus der Warnstellung in die Stellung  "Freie Fahrt" gebracht wurde, während das  Fahrzeug die Strecke zwischen     Vorsignal     und zugehörigem Beeinflussungspunkt zu  rücklegte.

   Bleibt das     Vorsignal    in Warn  stellung, bis die Lokomotive am zugehörigen  Beeinflussungspunkt anlangt, so erfolgt die       Beaufschlagung    des Kolbens im Sperrzylin  der t über die Leitung     y,    die vom nicht dar  gestellten     Lbertragungsventil    überwacht  wird und beim Öffnen dieses Ventils unter  der Wirkung des Beeinflussungspunktes, die  Verbindung zwischen der     Druckmittelquelle          (Hauptluftbehälter)    und dem Sperrzylinder t  herstellt.

   Durch Betätigung der     Wachsam-          keitsvorrichtung    war durch Vermittlung des       Druckluftkolbens    o die Schnecke     d    mit dem       Schneckenradkranz    der Scheibe a. in Ein  griff gebracht worden; die Scheibe a hatte  also ihren Lauf begonnen. Dadurch, dass nun  infolge     Wirksamwerdens    des Beeinflussungs  punktes über das nicht dargestellte Über  tragungsventil Druckluft in den Sperrzylin  der t gelangt, wird die Sperrung des Wach  samkeitshebels     u    aufgehoben, er kehrt in       Normalstellung    zurück.

   Der Schieber im  Steuerventil P sperrt den Kanal r, die in ihm  und dem Kanal v befindliche Druckluft ent  weicht über eine nicht dargestellte kleine  Entlüftungsbohrung, der entlastete Kolben  geht unter dem Einfluss des Gewichtes der  Welle     q    oder unter dem Einfluss einer nicht  dargestellten, leichten     Rückdruckfeder    in die  Höhe, und der Eingriff der Schnecke     d    in  die Verzahnung der Scheibe     a    wird auf  gehoben. Die Scheibe a wird durch die je  weils gespannte Feder b oder c in die Nor  mallage zurückgedreht, bevor die     nocken-          artige    Erhöhung f unter den Stift h gelangt  war.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Wegventil als Zugsicherungsanlagen mit Wachsamkeitsvorrichtung, das dazu dient, ,die Sperrung der in die Gebrauchslage übergeführten und, dadurch die Zwangs bremsvorrichtung ausschaltenden Wachsam- keitsvorrichtung bei nicht wirkungsbereitem Beeinflussungspunkt aufzuheben und damit die Zwangsbremsvorrichtung wieder in den Zustand der Wirkungsbereitschaft zu ver setzen, dadurch gekennzeichnet, dass in die Verbindung zwischen einer Druckmittel quelle und den die Wachsamkeitsvorrich tung in der Gebrauchslage gesperrt halten den Sperrzylinder (t),
    die beim Gebrauch der Wachsamkeitsvorrichtung von letzterer freigegeben wind, ein Ventil (m) einge schaltet ist, idns durch eine Vorrichtung <I>(e,</I> q, <I>d,</I> a, <I>f)</I> gesteuert wird, die bei der Bedienung der Wachsamkeitsvorrichtung mit einem von einer Lokomotivachse in Umdrehung gehaltenen Antrieb gekuppelt wird und das Ventil (m) öffnet, nachdem eine bestimmte Anzahl von Umdrehungen erfolgt und demgemäss eine bestimmte Strecke zurückgelegt ist, .die länger ist, als die Entfernung zwischen einem Signal und dem ihm zugeordneten Beeinflussungspunkt, wodurch der Sperrzylinder (t)
    mit Druck luft beaufschlagt und die Sperrung der Wachsamkeitsvorrichtung aufgehoben wird. UNTERANSPRUCH: Wegventil nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass das bei Bedienung der Wachsamkeitsvorrichtung bis zum zunächst geschlossenem Ventil (m) strömende Druck mittel in einem an :
    einen Zweigkanal (v) der Leitung (r) angeschlossenen Zylinder (o) einen Kolben beaufschlagt, der eine durch ein Lokomotivrad angetriebene Schnecke (d) mit einer als Schneckenrad ausgebildeten Scheibe (a.) in Eingriff bringt und deren Drehung veranlasst, in deren Verlauf eine aus einer ein- oder mehrfach um die Scheibe (a) herumgeführten Nut herausragende, pockenförmige Erhöhung (f) das Anheben des Ventils (m) veranlasst und dadurch die, Aufhebung der Sperrung der Wachsam keitsvorrichtung (u) und durch diese mittel bar die Unterbrechung der Beaufschlagung des Kolbens (o) veranlasst, so dass der Ein griff der Schnecke (d)
    in das Schneckenrad (a) aufgehoben wird und letzteres unter dem Einfluss einer idcr Feder (b) bezw. (c) in die Normallage zurückkehrt, wodurch das Ventil (7z2) geschlossen wird.
CH133668D 1927-06-04 1928-05-07 Wegventil an Zugsicherungsanlagen. CH133668A (de)

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