Rundkettenstuhl. Wie die Patentschriften der letzten dreissig Jahre erkennen lassen, bemühen sich Fachkreise eifrig, ähnlich Kulier- und Wirkstuhl, einen Rundkettenstuhl für .die verschiedensten Verwendungsarten herauszu bringen.
Die verschiedenartigen Konstruktionen und Wege sind eingeschlagen worden, ohne dass es bisher zu einem wirklich befriedigen den und greifbaren Resultate geführt hätte. Alle diese Konstruktionen zeigen eine ausser ordentliche, in der Herstellung und Bedie nung komplizierte und für die Kontrolle unübersichtliche Anlage und die Erfahrung lehrte, dass dort, wo die Konstruktionen wirklich bis zur Herstellung von Ware vor geschritten, die Produktion der Maschine so gering und (die Bedienungsmöglichkeit der selben und Übersicht derartig schwierig war, d.ass der Vorteil einer .Schlauchkettenware, welche dieselben Vorzüge .der flachen Ket tenware besitzt, aufgehoben wurde.
Nachstehend beschriebene Erfindung bringt nun einen Rundkettenstuhl, welcher diese Nachteile vermeidet, übersichtlich in seiner Anordnung ist, bei welchem vor allen Dingen die Kettenbäume der beiden gegen laufenden Kettenfadenreihen so zu den ma schenbildenden Organen (Nadel und<B>Ab-</B> schlag) liegen, dass man jeden Faden jeder Reihe so zu den Fa-denführerringen und den Nadeln führen kann, dass die Fäden der an dern Fadenreihe nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.
Bei keiner der bisherigen Konstruktionen war es möglich, beide Faden ketten -von der Fadenrolle und dem Faden bäumchen bis zum Lochnadelringe derartig zu führen, dass die jeweilig .andere Faden kette absolut nicht in Mitleidenschaft ge zogen wird.
Auf :der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes .darge stellt, und zwar ist: Fig. 1 ein Teilquerschnitt durch den Rundkettenstuhl, Fig. 2 die Draufsicht dazu, Fig. 3, .3a und 3b die Anordnung der Pilgerschrittbewegung zum Teil in An- und Draufsicht, Fig. 4 dieselbe in Draufsicht, Fig. 5, 5a, 6, 6a, 7, 7a die verschiedenen Stellungen der beiden Fadenführerringe, der Fäden selbst und der Nadel zueinander,
Fig. 8 ein Nadelblei mit Nadelring und Abschlagring im Querschnitt, Fig. 9 dasselbe in Ansicht, Fig. 10 die Einrichtung zur Gesebwin- digkeitsänderung zum Teil im Schnitt, Fig. 11,der Verstel.lhebel in Seitenansicht und =Schiebelage, Fig. 12 der Warenabzug unter der Ma schine, Fig. 13 der Warenspanner und Füh rungsplatte,
Fig. 14 ein Teil ides Warenahzugrahmens in Draufsicht, Fig. 15 der Nadelabschlag- und Dreck ring in zwei Stellungen zueinander.
Auf den Säulen 1 (Fig. 1 und 2) sitzt der Hauptkörper 2. Auf diesem wiederum gut befestigt .das Abschlagringpaar 3 und 4. Am Hauptkörper 2 sitzen die Lager 5, in denen die Bolzen 6 .durch nicht gezeichnete Exzenter in .auf- und ,abgehende Bewegung versetzt werden können. Die Bolzen 6 (siehe auch Fig. 8 und 9) tragen .den Nadelring 7, auf dem die Nadelbleie 8 mit den einge schmolzenen Naadeln N befestigt sind.
An Iden Säulen 1 sitzen ferner verstellbar die Laufrollen 13 für den untern Laufring 12 und die Laufrollen 20 für den obern Laufring 19. Auf diesen Laufringen 12 und 19, welche Verzahnung haben, sind befestigt die Kettenbaumträger 11 bezw. 18 und an diesen wiederum die Fa,denführerringe 10 und 17,' so dass diese -beiden Gruppen zwei völlig voneinander getrennte, aber in sich geschlossene starre Ringkörper bilden.
Die Kettenbaumträger 11 und 18 tragen die Kettenbaumlager 14 bezw. 21, in denen eine beliebige Zahl Kettentrommeln 15 bezw. 22 dreh- und leicht herausnehmbar gelagert sind.
-Ausserdem sitzen leicht beweglich an .den Kettenbaumträgern die Bremshebel 9 und 23 mit ihren Regulierpfännchen 16 und <I>24.</I> F'o und F'u sind die Fäden, die von, den obern bezw. untern Kettentrommeln nach den Fadenführerringen 10 und 17 laufen.
Die beiden Laufringe 12 und 19 Fig. 3, 3a, 3b und 4 stehen :durch ihre Verzahnung über das Zwischenrad 36, welches auf einen verstellbaren Bolzen 37 drehbar angeordnet ist, die Zahnräder 35 und 31, die beide auf der stehenden, in den Lagern 33 und 34 lau fenden Welle 32 befestigt sind, so in Ver bindung, dass der obere Laufring eine gegen- kn 2D Bewegung zum untern Laufring aus führt.
Auf der stehenden Welle 32 und der mit . jener in einer Achse stehenden Welle 26, die in .dem Lager 27 idrehb.ar ruht, schwingen die beiden Hebel 38, die durch .die Bolzen 39 und 41 zu einem Ganzen verbunden sind. Auf dem Bolzen 41 lagert drehbar das Doppel rad 29/30, welches einerseits in das auf der Welle 32 sitzende Rad 31 und anderseits in das Rad 28, das fest auf der Welle 26 sitzt, eingreift. An dem Bolzen 39 greift,die Zug stange 40, .die durch den Exzenter 42, der von einer Maximalstellung bis 0 verstellbar sein kann und auf der Welle 43 befestigt ist, betätigt wird, gelenkig an.
Auf der Welle 26 ist dann noch das .Schneckenrad 25 an geschraubt, das mit der Schnecke: 24 der Welle 23, welche die Einleitung für die Pil- gerschrittbewegung gibt, im Eingriff steht.
Auf der in der Gestellsäule 1 gelagerten Welle 44 (Fig. 10 und 11) sitzen die Los scheibe 45 und Festscheibe 46 und ausserdem ,das mehrfach abgestufte Zahnrad 48. Jede- dieser Abstufung greift in besondere, lose auf der Welle 52 sitzende, mit Keilnuten versehene Zahnräder 49, 50 und 51. Die Welle 52 selbst besitzt eine Bohrung, in welcher der Stellbalzen 54 mit dem durch ,die Welle 52 gehenden Keil 53 um die Ge samtbreite der drei Räder 49, 50 und 51 ver schiebbar gelagert ist. Der Keil 53 greift,je nach der Stellung des Bolzens in eines der Räder 49, 50 und 51 ein.
In einer Ausdre- hung des Bolzens 54 sitzt der Stellhebel 55, gleichzeitig verschiebbar in einer Nute 56 in der Nabe der Säule 1. Diese Nute 56 hat je nach der Breite der Räder 49, 50 und 51 Quernuten 57, in welche der Stellhebel 55 als Sperrhebel eingelegt werden kann. 58 und 59 sind Getrieberäder, die die Pilger schrittbewegung der Zahnkränze durch die Welle 23 übertragen.
60 sind an dem Hauptkörper 2 befestigte Lagerböckehen, in welchen die Exzenter welle 52 gelagert ist (Fig. 12, 13 und 14). 61 ist ein Spannstab, der die schlauchartige Ware W mit Hilfe der Spannplatte 62 und deren Schlitz 63 in eine doppelflächige Breite spannt. 64 sind die Abzugwalzen, deren eine durch kräftige, mittelst Schrau ben 79 anziehbare Druckfedern 78 gegen die andere gepresst wird. Diese beiden Walzen 64 lagern in dem Rahmen 65, der drehbar an den Bolzen 66 der Böckchen 67, die auf der Maschinengrundplatte 68 befestigt sind, gelagert ist.
Auf der Abzugwalze 64 ist ein 5chneckexirad 69 befestigt, welches in die im Ansatz 71 des Rahmens 65 gelagerte Schnecke 70 eingreift. An dieser ist auf ihrer Verlängerung das Schnurenrad 72 an geschraubt, welches mittelst einer Schnure oder Riemens 73 mit dem Schnurenrad 7 4 der Exzenterwelle 52 in Verbindung steht. An der Verlängerung 75 des Rahmens 65 greift ein kräftiges Gewicht 76 mit Regu- liergewichten 77 .an.
Die Arbeitsweise ist nun folgende: Die Fäden Fu der Kettentrommeln 15 laufen über die Walzen der Bremshebel 9 nach dem untern Fadenführerring 10 und durch dessen Öffnung nach den Nadeln N (Fig. 1 und 2 bezw. 5, 5a, 6, 6a, 7, 7a). Die obern Fäden I'o der Kettentrommeln. 22 lau fen über die Walzen der Bremshebel 23 nach dem obern Fadenführerring 17 und von dort ebenfalls nach den Nadeln N.
In Fig. 5 bezw. 5a sieht man deutlich, wie die Faden Fo bezw. Fu durch die Fa- denführerringe 17 bezw. 10 nach den Na deln gehen.
Der obere Fadenführerring 17 geht in P.ichtung des Pfeils 0, der untere Faden führerring 10 in Richtung des Pfeils U (Fig. 7). Die Fäden erhalten dadurch eine gewisse Schräglage. In der Schräglage der Fig. 5 und 5a sind die Nadeln N durch die beiden Fadengruppen hindurchgegangen und ,gerade im Begriff, wieder nach abwärts zu gehen, wie der Pfeil andeutet.
Bei Fig. 6 bezw. 6a haben die Fadenführerringe . eine seitliche Bewegung ausgeführt, in der Fig. 6 zum Beispiel 11/2 Nadelteilung, der obere Ring nach .links, der untere Ring nach rechts. Durch diese Verschiebung haben die beiden Fadengruppen sogenannte Faden kreuze x gebildet, die sich unterhalb .des Na delhakens I1 befinden.
Beim Niedergehen der Nadel N in Richtung des Pfeils werden die Kreuze x erfasst und durch die alte, auf der Nadel sitzende Masche gezogen, wobei .die alte Masche über den Nadelkopf ge rutscht ist und abgeschlagen hat. Nachdem dies geschehen, gellen die Fadenführerringe ein wenig (in Fig. 7 bezw. 7a 1/2 der Nadel teilung) wieder zurück. Die nunmehr wie der hochgehende Nadel N hat nun genügend Platz, um sicher durch die Fäden (der beiden Fadengruppen hindurchzugehen, wie die schraffierte Fläche anzeigt.
Würde die Rückwärtsbewegung nicht ausgeführt wor den sein, so wäre der Durchgangsraum für die Nadeln nur so gross wie die kreuzweise schraffierte Fläche angibt und das hätte zur Folge, dass ein oder beide Fadengruppen zu dicht über den Nadelköpfen liegen und beim Hochsteigen der Nadel leicht hinter die Na delköpfchen zu liegen kommen könnten, was zu Fehlmaschen Anlass geben würde. Je fei ner die Teilung der Maschine ist, desto grösser wird naturgemäss die Gefahr.
Die Fadenführer .arbeiten also nach fol genden Schemen:
EMI0003.0050
Unterring <SEP> 10 <SEP> nach <SEP> rechts <SEP> Oberring <SEP> 17 <SEP> nach <SEP> links
<tb> Vorgang <SEP> <B>+</B> <SEP> 11/2 <SEP> -# <SEP> 1 <SEP> <SEP> 1y/2 <SEP> + <SEP> 1 <SEP> # <SEP> Absoluter <SEP> Vorgang
<tb> Rückgang
EMI0004.0001
Unterring <SEP> 10 <SEP> nach <SEP> rechts <SEP> Oberring <SEP> 17 <SEP> nach <SEP> links
<tb> Vorgang <SEP> -f- <SEP> 11/2 <SEP> 1 <SEP> + <SEP> <B>11/?,
</B> <SEP> 1
<tb> Rückgang <SEP> - <SEP> 1/2 <SEP> 1 <SEP> + <SEP> - <SEP> 1/2 <SEP> 1 <SEP> + <SEP> Absoluter <SEP> Vorgang
<tb> Vorgang <SEP> -I- <SEP> 1i/2 <SEP> # <SEP> <SEP> 112 <SEP> } <SEP> -# <SEP> 1
<tb> Rückgang <SEP> - <SEP> /2 <SEP> /2 Es kann natürlich auch die Pilgersghritt- bewegung verändert werden, das heisst durch Verstellung der am Exzenter angreifenden Hebel mehr oder weniger Rückgang gegeben werden.
Es muss aber immer der Unterschied zwischen Vorgang und Rückgang eine<I>volle</I> Nadelteilung betragen, zum Beispiel:
EMI0004.0005
Unterring <SEP> 10 <SEP> nach <SEP> rechts <SEP> Oberring <SEP> 17 <SEP> nach <SEP> links
<tb> Vorgang <SEP> -I- <SEP> 11/4 <SEP> _ <SEP> I_ <SEP> 1 <SEP> + <SEP> 13/4 <SEP> } <SEP> + <SEP> 1
<tb> Rückgang <SEP> - <SEP> 1/4 <SEP> 3/4
<tb> Vorgang <SEP> -(- <SEP> 11/4 <SEP> .@ <SEP> 1 <SEP> + <SEP> 134 <SEP> + <SEP> 1 <SEP> Absoluter <SEP> Vorgang
<tb> Rückgang <SEP> - <SEP> 1/4 <SEP> - <SEP> /4 Bei gröberer Teilung wird man mit dem Rückgange bis zu 0 gehen können, so dass nur noch eine schrittweise Bewegunng resul tiert,
also
EMI0004.0007
Vorgang <SEP> + <SEP> 1 <SEP> + <SEP> 1
<tb> Rückgang <SEP> - <SEP> 0 <SEP> } <SEP> Absoluter <SEP> Vorgang
<tb> Vorgang <SEP> <B>+</B> <SEP> 1 <SEP> .+ <SEP> 1
<tb> Rückgang <SEP> - <SEP> 0 Bei grober Teilung wird man sogar auf eine gleichbleibende, fortlaufende Geschwin digkeit bezw. Bewegung zukommen können.
Der Pilgerschritt entsteht dadurch, dass die dauernde Drehung des Rades 28 (Fig. 3 und 4) durch die Schnecke 23 und das Schnek- kenra@d 25 und die durch den -Exzenter 42 und die Exzenterstange 40 erzeugte pen- deln.de Bewegung der Rädergruppe 29 und 30, bewirkt wird.
Das Ra,d 29 steht in Eingriff mit Rad 28, wird also von diesem gedreht. Durch das Pendeln bewegt sich .das Rad einmal in Drehrichtung des Rades 28 und einmal ent gegengesetzt. Das Rad 29 wird .also auf Rad 28 hin und her .gewälzt, wodurch eine Addition bezw. Subtraktion der Bewegung entsteht. Je grösser .die Schwingbewegung durch den Exzenter ist, desto grösser ist die Abwälzung und desto grösser der Vorgang und Rückgang.
Das Rätderübersetzungsver- hältnis ist so gewählt, dass der Unterschied zwischen der Additions- und .Subtraktions bewegung -f- 1 bleibt. . Wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, gehen .die - beiden Fadengruppen vollständig ge trennt nach den Fadenführern, das heisst keine Gruppe behindert irgendwie die an .dere. Es kann jede Trommel einer Gruppe ausgewechselt werden, ohne dass man durch das Fadensystem der andern Gruppe hin durch muss. Es ist somit ein sehr leichtes Einfädeln bezw. Auswechseln von gerissenen Fäden oder ganzen Trommeln möglich.
Die Nadeln selbst sind gruppenweise in Bleie eingegossen, .die in der Breite ein Vielteil faches des Umfanges betragen. Es hat dies den Vorteil, dass die Nadeln stabiler sitzen und besser zugänglich und leicht auswechselbar sind.
Die Bildung ider Maschen braucht Je nach der Art des Materials und der Teilung der Maschine eine gewisse Zeit und deshalb ist die Maschine mit einem Gangwechsel ein gerichtet. In Fig. 10 und 11 ist beispiels weise ein dreifacher Gangwechsel darge stellt. Je nachdem man mittelst des Schalt hebels 55 den Keilbolzen 54 verschiebt, wird das Rad 49, 50 und 51 durch den Keilbol zen mit der Welle 52 verbunden und dieser durch das verschiedene Übersetzungsverhät- nis der Räder eine verschiedene Geschwin digkeit und der Maschine mithin auch eine andere Spielzahl erteilt.
Es gibt auch noch andere Ausführungs formen für den Gangwechsel und ist die Fig. 10 bezw. 11 nur eine beispielsweise Darstellung.
Die fertige schlauchartige Ware IV läuft dann durch den Schlitz 63 der Spann platte 62, gespreizt von dem Spannstab 61, nach den Abzugswalzen 64, zwischen denen die Ware mittelst der Feder 78 und Schrau ben 79 fest eingepresst und durch das Ge wicht 76 straff gespannt wird. Gegen Rüek- wär tsdrehung sind die Walzen durch das Schneckenrad 69 bezw. der dazugehörigen Schnecke 70 selbsthemmend gesperrt.
Die Walzen 64 werden betätigt nach Fig. 12 durch das Schneckenrad 69, Schnecke 70, Rad 72, Riemen 73 und Rad 74 von der EY- zenterwelle aus, können aber auch durch andern Mechanismus betrieben werden.
Ist nun durch die Walzen 64 und das Gewicht 76/77 zunächst die Ware so vorge spannt, dass der Riemen .locker ist, so wird auch die Schnecke bezw. das Schneckenrad nicht gedreht. Die Walzen bezw. der Rah men werden sich also bei jeder Masche bei gleichbleibender Spannung durch das Ge wicht senken. Diese Senkung wird so lange erfolgen, bis der Riemen eine solche .Span nung erhalten hat, dass er die Schnecke bezw. das Schneckenrad und Walzen in dre hende Bewegung versetzen kann. Die Folge ist, dass .der Rahmen sich hebt um soviel, .als der Riemenzug auf die Schnecke in Wirk samkeit ist.
Es wird also unter Einfluss der Gewichte 76/77 bei gleichbleibender Span nung ein dauerndes Spielen auf- und abwärts des Rahmens eintreten und eine gleich mässige, idichte Ware gewährleistet werden, ganz gleich, ob die Ware läng- oder kurz m.aschig ist. Der Maschenlängenunterschied wird hauptsächlich nur durch die Gewichte 76/77 reguliert. Die Regulierung der Trom meln dient in der Hauptsache nur dazu, idem Faden hinsichtlich .der Zuführung zu den Nadeln eine gewisse Spannung zu geben und Spannungsunterschiede auszugleichen.
Damit nun .die Ware W (Fig. 15 und 16) richtig abgeschlagen wird, ist der Druckring 80 vorgesehen, der im geeigneten Augenbdiclz von oben auf die Ware drückt und diese so lange festhält, bis die neugebildeten Ma schen auf .den Nadeln N unter die Nadelzun gen gerutscht sind. Alsdann hebt sich der Druckring so viel, dass die Wirkung des Ab zuges bezüglich der Maschenlänge zur Gel tung kommen.
Bei dem beschriebenen Rundkettenstuhl ist ein. absolut sicheres Darbieten .der Faden kreuze an den verarbeitenden Nadelhaken gewährleistet.
Ferner liegt zwischen der bedienenden Hand und den fadentragenden und fadenver arbeitenden Organen kein einziges Instru ment, welches die Bewegung der arbeitenden Organe bewirkt. Diese Anordnung lässt züz, ,da.ss die Fadenzuführung unter grösster Schonung auch des empfindlichsten Mate rials auf kürzestem Wege geschieht und lässt ferner zu, @dass die Leistung erheblich gesteigert wird.
Ein weiteres Moment, wodurch dieses möglich ist, ist die Anordnung, dass zwi schen dem achsial feststehenden, aber rotie renden Fadenträger und den auf- und ab beweglichen verarbeitenden Organen (Na- @deln) keinerlei mechanische Hilfsmittel, we der zum Offenhalten der Zungen, noch zum Zubringen der Fadenkreuze in die Nadel haken vorhanden sind, sondern dass die fadentragenden Ringe ihre Fadenkreuze den Nadeln derartig präzis darbieten, dass dieses Fadenkreuz von Iden Nadeln gefangen wird.