CH133778A - Rundkettenstuhl. - Google Patents

Rundkettenstuhl.

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CH133778A
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Anonyme Maratti Societe
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Anonyme Maratti Societe
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      Rundkettenstuhl.       Wie die Patentschriften der letzten  dreissig Jahre erkennen lassen, bemühen  sich Fachkreise eifrig, ähnlich     Kulier-    und  Wirkstuhl, einen     Rundkettenstuhl    für .die  verschiedensten Verwendungsarten herauszu  bringen.  



  Die verschiedenartigen Konstruktionen  und Wege sind eingeschlagen worden, ohne  dass es bisher zu einem wirklich befriedigen  den und greifbaren Resultate geführt hätte.  Alle diese Konstruktionen zeigen eine ausser  ordentliche, in der Herstellung und Bedie  nung komplizierte und für die Kontrolle  unübersichtliche Anlage und die Erfahrung  lehrte, dass dort, wo die Konstruktionen  wirklich bis zur Herstellung von Ware vor  geschritten, die Produktion der Maschine so  gering und (die Bedienungsmöglichkeit der  selben und Übersicht derartig schwierig war,       d.ass    der Vorteil einer     .Schlauchkettenware,     welche dieselben Vorzüge .der flachen Ket  tenware besitzt, aufgehoben wurde.

      Nachstehend beschriebene Erfindung  bringt nun einen     Rundkettenstuhl,    welcher  diese Nachteile vermeidet, übersichtlich in  seiner Anordnung ist, bei welchem vor allen  Dingen die Kettenbäume der beiden gegen  laufenden     Kettenfadenreihen    so zu den ma  schenbildenden Organen (Nadel und<B>Ab-</B>  schlag) liegen, dass man jeden Faden jeder  Reihe so zu den     Fa-denführerringen    und den  Nadeln führen kann, dass die Fäden der an  dern Fadenreihe nicht in Mitleidenschaft  gezogen werden.

   Bei keiner der bisherigen  Konstruktionen war es möglich, beide Faden  ketten -von der Fadenrolle und dem Faden  bäumchen bis zum     Lochnadelringe    derartig  zu führen,     dass    die jeweilig .andere Faden  kette absolut nicht in Mitleidenschaft ge  zogen wird.  



  Auf :der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des Erfindungsgegenstandes .darge  stellt, und zwar ist:       Fig.    1 ein Teilquerschnitt durch den       Rundkettenstuhl,              Fig.    2 die Draufsicht dazu,       Fig.    3,     .3a    und     3b    die     Anordnung    der       Pilgerschrittbewegung    zum Teil in An- und       Draufsicht,          Fig.    4 dieselbe in Draufsicht,       Fig.    5, 5a, 6, 6a, 7, 7a die verschiedenen  Stellungen der beiden     Fadenführerringe,    der  Fäden selbst und der Nadel zueinander,

         Fig.    8 ein Nadelblei mit Nadelring     und          Abschlagring    im     Querschnitt,          Fig.    9 dasselbe in Ansicht,       Fig.    10 die Einrichtung zur     Gesebwin-          digkeitsänderung    zum Teil im Schnitt,       Fig.        11,der        Verstel.lhebel    in Seitenansicht  und     =Schiebelage,          Fig.    12 der Warenabzug unter der Ma  schine,       Fig.    13 der Warenspanner und Füh  rungsplatte,

         Fig.    14 ein Teil     ides        Warenahzugrahmens     in Draufsicht,       Fig.    15 der Nadelabschlag- und Dreck  ring in zwei Stellungen     zueinander.     



  Auf den Säulen 1     (Fig.    1 und 2) sitzt  der Hauptkörper 2. Auf diesem wiederum  gut befestigt .das     Abschlagringpaar    3 und 4.  Am Hauptkörper 2 sitzen die Lager 5, in  denen die Bolzen 6 .durch nicht gezeichnete  Exzenter in .auf- und ,abgehende Bewegung  versetzt werden können. Die Bolzen 6 (siehe  auch     Fig.    8 und 9) tragen .den Nadelring 7,  auf dem die Nadelbleie 8 mit den einge  schmolzenen     Naadeln    N     befestigt    sind.  



  An     Iden    Säulen 1 sitzen ferner verstellbar  die Laufrollen 13 für den untern Laufring  12 und die Laufrollen 20 für den     obern     Laufring 19. Auf diesen Laufringen 12 und  19, welche Verzahnung haben, sind befestigt  die     Kettenbaumträger    11     bezw.    18 und an  diesen wiederum die     Fa,denführerringe    10  und 17,' so dass diese -beiden Gruppen zwei  völlig voneinander getrennte, aber in sich  geschlossene starre Ringkörper bilden.  



  Die     Kettenbaumträger    11 und 18 tragen  die     Kettenbaumlager    14     bezw.    21, in denen       eine    beliebige Zahl Kettentrommeln 15     bezw.     22 dreh- und leicht herausnehmbar gelagert  sind.

   -Ausserdem sitzen leicht beweglich an    .den     Kettenbaumträgern    die Bremshebel 9  und 23 mit ihren     Regulierpfännchen    16 und  <I>24.</I>     F'o        und        F'u    sind die Fäden, die     von,    den  obern     bezw.    untern     Kettentrommeln    nach  den     Fadenführerringen    10 und 17 laufen.  



  Die beiden Laufringe 12 und 19     Fig.    3,       3a,        3b    und 4 stehen :durch ihre Verzahnung  über das     Zwischenrad    36, welches auf einen       verstellbaren    Bolzen 37 drehbar angeordnet  ist, die Zahnräder 35 und 31, die beide auf  der stehenden, in den Lagern     33    und 34 lau  fenden Welle 32 befestigt sind, so in Ver  bindung,     dass    der obere Laufring eine     gegen-          kn        2D     Bewegung zum untern Laufring aus  führt.  



  Auf der stehenden Welle 32 und der mit .  jener in einer Achse stehenden Welle 26, die  in .dem Lager 27     idrehb.ar    ruht, schwingen die  beiden Hebel 38, die durch .die Bolzen 39 und  41 zu einem Ganzen verbunden sind. Auf  dem Bolzen 41 lagert drehbar das Doppel  rad     29/30,    welches einerseits in das auf der  Welle 32 sitzende Rad 31 und anderseits in  das     Rad    28, das fest auf der Welle 26 sitzt,  eingreift. An dem Bolzen 39     greift,die    Zug  stange 40, .die durch den Exzenter 42, der  von einer Maximalstellung bis 0 verstellbar  sein kann und auf der Welle 43 befestigt ist,  betätigt wird, gelenkig an.

   Auf der Welle  26 ist dann noch das .Schneckenrad 25 an  geschraubt, das mit der Schnecke: 24 der  Welle 23, welche die     Einleitung    für die     Pil-          gerschrittbewegung    gibt, im Eingriff steht.  



  Auf der in der     Gestellsäule    1 gelagerten  Welle 44     (Fig.    10 und 11) sitzen die Los  scheibe 45 und Festscheibe 46 und ausserdem       ,das    mehrfach abgestufte Zahnrad 48.     Jede-          dieser    Abstufung greift in besondere, lose  auf der Welle 52 sitzende, mit Keilnuten  versehene Zahnräder 49, 50 und 51. Die  Welle 52 selbst besitzt eine Bohrung, in  welcher der     Stellbalzen    54 mit dem durch  ,die Welle 52 gehenden Keil 53 um die Ge  samtbreite der drei Räder 49, 50 und 51 ver  schiebbar gelagert ist. Der Keil 53 greift,je  nach der Stellung des Bolzens in eines der  Räder 49, 50 und 51 ein.

   In einer     Ausdre-          hung    des Bolzens 54 sitzt der Stellhebel 55,      gleichzeitig verschiebbar in einer Nute 56  in der Nabe der Säule 1. Diese Nute 56 hat  je nach der Breite der Räder 49, 50     und    51  Quernuten 57, in welche der Stellhebel 55  als Sperrhebel eingelegt werden kann. 58  und 59 sind Getrieberäder, die die Pilger  schrittbewegung der Zahnkränze durch die  Welle 23 übertragen.  



  60 sind an dem Hauptkörper 2 befestigte       Lagerböckehen,    in welchen die Exzenter  welle 52 gelagert ist     (Fig.    12, 13 und 14).  61 ist ein Spannstab, der die schlauchartige  Ware W mit Hilfe der Spannplatte 62 und  deren Schlitz 63 in eine doppelflächige  Breite spannt. 64 sind die     Abzugwalzen,     deren eine durch kräftige, mittelst Schrau  ben 79     anziehbare    Druckfedern 78 gegen die  andere gepresst wird. Diese beiden Walzen  64 lagern in dem Rahmen 65, der drehbar  an den Bolzen 66 der     Böckchen    67, die auf  der     Maschinengrundplatte    68 befestigt sind,  gelagert ist.

   Auf der     Abzugwalze    64 ist ein       5chneckexirad    69 befestigt, welches in die  im Ansatz 71 des Rahmens 65 gelagerte       Schnecke    70 eingreift. An dieser ist auf  ihrer Verlängerung das     Schnurenrad    72 an  geschraubt, welches mittelst einer     Schnure     oder Riemens 73 mit dem     Schnurenrad    7 4  der     Exzenterwelle    52 in Verbindung steht.  An der Verlängerung 75 des Rahmens 65  greift ein kräftiges Gewicht 76 mit     Regu-          liergewichten    77 .an.

   Die Arbeitsweise ist  nun folgende:  Die Fäden     Fu    der Kettentrommeln 15  laufen über die Walzen der Bremshebel 9  nach dem untern     Fadenführerring    10 und  durch dessen Öffnung nach den Nadeln N       (Fig.    1 und 2     bezw.    5, 5a, 6,     6a,    7, 7a). Die  obern Fäden     I'o    der Kettentrommeln. 22 lau  fen über die Walzen der Bremshebel 23 nach  dem obern     Fadenführerring    17 und von dort  ebenfalls nach den Nadeln N.  



  In     Fig.    5     bezw.    5a sieht man deutlich,  wie die Faden     Fo        bezw.        Fu    durch die Fa-         denführerringe    17     bezw.    10 nach den Na  deln gehen.  



  Der obere     Fadenführerring    17 geht in       P.ichtung    des     Pfeils    0, der untere Faden  führerring 10 in Richtung des Pfeils U       (Fig.    7). Die Fäden erhalten dadurch eine  gewisse Schräglage. In der Schräglage der       Fig.    5 und 5a sind die Nadeln N durch die  beiden Fadengruppen hindurchgegangen und       ,gerade    im Begriff, wieder nach abwärts zu  gehen, wie der Pfeil andeutet.

   Bei     Fig.    6       bezw.    6a haben die     Fadenführerringe    . eine  seitliche Bewegung ausgeführt, in der     Fig.    6  zum Beispiel 11/2 Nadelteilung, der obere  Ring nach .links, der untere Ring nach  rechts. Durch diese Verschiebung haben die  beiden Fadengruppen sogenannte Faden  kreuze x gebildet, die sich unterhalb .des Na  delhakens     I1    befinden.

   Beim Niedergehen  der Nadel N in Richtung des Pfeils werden  die Kreuze x erfasst und durch die alte, auf  der Nadel sitzende Masche gezogen, wobei  .die alte Masche über den Nadelkopf ge  rutscht ist und abgeschlagen hat.     Nachdem     dies geschehen,     gellen    die     Fadenführerringe     ein wenig (in     Fig.    7     bezw.    7a 1/2 der Nadel  teilung) wieder zurück. Die     nunmehr    wie  der hochgehende Nadel N hat nun genügend  Platz, um sicher durch die Fäden (der beiden  Fadengruppen hindurchzugehen, wie die  schraffierte Fläche anzeigt.

   Würde die  Rückwärtsbewegung nicht ausgeführt wor  den sein, so wäre der Durchgangsraum für  die Nadeln nur so gross wie die kreuzweise  schraffierte Fläche angibt und das hätte zur  Folge,     dass    ein oder beide Fadengruppen zu  dicht über den Nadelköpfen liegen und beim  Hochsteigen der Nadel leicht hinter die Na  delköpfchen zu liegen kommen könnten, was  zu Fehlmaschen     Anlass    geben würde. Je fei  ner die Teilung der Maschine ist, desto grösser  wird naturgemäss die Gefahr.  



  Die Fadenführer .arbeiten also nach fol  genden Schemen:  
EMI0003.0050     
  
    Unterring <SEP> 10 <SEP> nach <SEP> rechts <SEP> Oberring <SEP> 17 <SEP> nach <SEP> links
<tb>  Vorgang <SEP> <B>+</B> <SEP> 11/2 <SEP> -# <SEP> 1 <SEP>   <SEP> 1y/2 <SEP> + <SEP> 1 <SEP> # <SEP> Absoluter <SEP> Vorgang
<tb>  Rückgang       
EMI0004.0001     
  
    Unterring <SEP> 10 <SEP> nach <SEP> rechts <SEP> Oberring <SEP> 17 <SEP> nach <SEP> links
<tb>  Vorgang <SEP> -f- <SEP> 11/2 <SEP> 1 <SEP> + <SEP> <B>11/?,

  </B> <SEP> 1
<tb>  Rückgang <SEP> - <SEP> 1/2 <SEP> 1 <SEP> + <SEP> - <SEP> 1/2 <SEP> 1 <SEP> + <SEP> Absoluter <SEP> Vorgang
<tb>  Vorgang <SEP> -I- <SEP> 1i/2 <SEP> # <SEP>   <SEP> 112 <SEP> } <SEP> -# <SEP> 1
<tb>  Rückgang <SEP> - <SEP> /2 <SEP> /2       Es kann natürlich auch die     Pilgersghritt-          bewegung    verändert werden, das heisst durch  Verstellung der am Exzenter angreifenden  Hebel mehr oder weniger Rückgang gegeben    werden.

   Es muss aber immer der Unterschied  zwischen Vorgang und     Rückgang    eine<I>volle</I>  Nadelteilung betragen, zum Beispiel:  
EMI0004.0005     
  
    Unterring <SEP> 10 <SEP> nach <SEP> rechts <SEP> Oberring <SEP> 17 <SEP> nach <SEP> links
<tb>  Vorgang <SEP> -I- <SEP> 11/4 <SEP> _ <SEP> I_ <SEP> 1 <SEP> + <SEP> 13/4 <SEP> } <SEP> + <SEP> 1
<tb>  Rückgang <SEP> - <SEP> 1/4 <SEP> 3/4
<tb>  Vorgang <SEP> -(- <SEP> 11/4 <SEP> .@ <SEP> 1 <SEP> + <SEP> 134 <SEP> + <SEP> 1 <SEP> Absoluter <SEP> Vorgang
<tb>  Rückgang <SEP> - <SEP> 1/4 <SEP> - <SEP> /4       Bei gröberer Teilung wird man mit dem  Rückgange bis zu 0 gehen können, so dass    nur noch eine schrittweise     Bewegunng    resul  tiert,

   also  
EMI0004.0007     
  
    Vorgang <SEP> + <SEP> 1 <SEP> + <SEP> 1
<tb>  Rückgang <SEP> - <SEP> 0 <SEP> } <SEP> Absoluter <SEP> Vorgang
<tb>  Vorgang <SEP> <B>+</B> <SEP> 1 <SEP> .+ <SEP> 1
<tb>  Rückgang <SEP> - <SEP> 0       Bei grober Teilung wird man sogar auf  eine gleichbleibende, fortlaufende Geschwin  digkeit     bezw.        Bewegung    zukommen können.

    Der Pilgerschritt entsteht dadurch, dass die  dauernde Drehung des Rades 28     (Fig.    3 und  4) durch die Schnecke 23 und das     Schnek-          kenra@d    25 und die durch den     -Exzenter    42  und die     Exzenterstange    40 erzeugte     pen-          deln.de    Bewegung der Rädergruppe 29 und  30, bewirkt wird.  



  Das     Ra,d    29 steht in Eingriff mit Rad  28,     wird    also von diesem gedreht. Durch das  Pendeln bewegt sich .das Rad einmal in  Drehrichtung des Rades 28 und einmal ent  gegengesetzt. Das Rad 29 wird .also auf  Rad 28 hin und her .gewälzt, wodurch eine  Addition     bezw.    Subtraktion der Bewegung  entsteht. Je grösser .die     Schwingbewegung     durch den Exzenter ist, desto grösser ist die       Abwälzung    und desto     grösser    der Vorgang  und Rückgang.

   Das     Rätderübersetzungsver-          hältnis    ist so gewählt, dass der Unterschied       zwischen    der     Additions-    und .Subtraktions  bewegung     -f-    1 bleibt. .    Wie aus der     Fig.    1 ersichtlich ist, gehen  .die - beiden Fadengruppen vollständig ge  trennt nach den Fadenführern, das heisst  keine Gruppe behindert irgendwie die an  .dere. Es kann jede Trommel einer Gruppe  ausgewechselt werden, ohne dass man durch  das Fadensystem der andern Gruppe hin  durch muss. Es ist somit ein sehr leichtes  Einfädeln     bezw.    Auswechseln von gerissenen  Fäden oder ganzen Trommeln möglich.

   Die  Nadeln selbst sind gruppenweise in Bleie  eingegossen, .die in der Breite ein Vielteil  faches des Umfanges betragen.    Es hat dies den Vorteil, dass die Nadeln  stabiler sitzen und besser zugänglich und  leicht auswechselbar sind.  



  Die Bildung     ider    Maschen braucht Je  nach der Art des Materials und der Teilung  der Maschine eine gewisse Zeit und deshalb  ist die Maschine mit einem Gangwechsel ein  gerichtet. In     Fig.    10 und 11 ist beispiels  weise ein dreifacher Gangwechsel darge  stellt.      Je nachdem man mittelst des Schalt  hebels 55 den Keilbolzen 54 verschiebt, wird  das Rad 49, 50 und 51 durch den Keilbol  zen mit der Welle 52 verbunden und dieser  durch das verschiedene     Übersetzungsverhät-          nis    der Räder eine verschiedene Geschwin  digkeit und der Maschine mithin auch eine  andere Spielzahl erteilt.  



  Es gibt auch noch andere Ausführungs  formen für den Gangwechsel und ist die       Fig.    10     bezw.    11 nur eine beispielsweise  Darstellung.  



  Die fertige schlauchartige Ware IV  läuft dann durch den Schlitz 63 der Spann  platte 62, gespreizt von dem Spannstab 61,  nach den Abzugswalzen 64, zwischen denen  die Ware mittelst der Feder 78 und Schrau  ben 79 fest     eingepresst    und durch das Ge  wicht 76 straff gespannt wird. Gegen     Rüek-          wär        tsdrehung    sind die Walzen durch das  Schneckenrad 69     bezw.    der dazugehörigen  Schnecke 70 selbsthemmend gesperrt.

   Die  Walzen 64 werden     betätigt    nach     Fig.    12  durch das Schneckenrad 69, Schnecke 70,  Rad 72, Riemen 73 und Rad 74 von der     EY-          zenterwelle    aus, können aber auch durch  andern Mechanismus betrieben werden.  



  Ist nun durch die Walzen 64 und das  Gewicht 76/77 zunächst die Ware so vorge  spannt, dass der Riemen .locker ist, so wird  auch die Schnecke     bezw.    das Schneckenrad  nicht gedreht. Die Walzen     bezw.    der Rah  men werden sich also bei jeder Masche bei  gleichbleibender Spannung durch das Ge  wicht senken. Diese Senkung wird so lange  erfolgen, bis der Riemen eine solche .Span  nung erhalten hat,     dass    er die Schnecke       bezw.    das Schneckenrad und Walzen in dre  hende Bewegung versetzen kann. Die Folge  ist, dass .der Rahmen sich hebt um soviel, .als  der Riemenzug auf die Schnecke in Wirk  samkeit ist.

   Es wird also unter Einfluss der  Gewichte 76/77 bei gleichbleibender Span  nung ein dauerndes Spielen auf- und abwärts  des     Rahmens    eintreten und eine gleich  mässige,     idichte    Ware gewährleistet werden,  ganz gleich, ob die Ware läng- oder kurz  m.aschig ist. Der     Maschenlängenunterschied       wird hauptsächlich nur durch die     Gewichte     76/77 reguliert. Die Regulierung der Trom  meln dient in der Hauptsache nur dazu,     idem     Faden hinsichtlich .der Zuführung zu den  Nadeln eine gewisse Spannung zu geben und  Spannungsunterschiede auszugleichen.  



  Damit nun .die Ware W     (Fig.    15 und 16)  richtig abgeschlagen     wird,    ist der Druckring  80 vorgesehen, der im geeigneten     Augenbdiclz     von oben auf die Ware drückt     und    diese so  lange festhält, bis die neugebildeten Ma  schen auf .den Nadeln N unter die Nadelzun  gen gerutscht sind. Alsdann hebt sich der  Druckring so viel,     dass    die Wirkung des Ab  zuges bezüglich der Maschenlänge zur Gel  tung kommen.  



  Bei dem beschriebenen     Rundkettenstuhl     ist ein. absolut sicheres Darbieten .der Faden  kreuze an den verarbeitenden Nadelhaken  gewährleistet.  



  Ferner liegt zwischen der bedienenden  Hand und den fadentragenden und fadenver  arbeitenden Organen kein einziges Instru  ment, welches die     Bewegung    der arbeitenden  Organe bewirkt. Diese Anordnung lässt     züz,          ,da.ss    die Fadenzuführung unter grösster  Schonung auch des empfindlichsten Mate  rials auf kürzestem Wege geschieht und  lässt ferner zu,     @dass    die Leistung erheblich  gesteigert wird.  



  Ein weiteres Moment, wodurch dieses  möglich ist, ist die Anordnung,     dass    zwi  schen dem     achsial    feststehenden, aber rotie  renden Fadenträger und den auf- und ab  beweglichen verarbeitenden Organen     (Na-          @deln)    keinerlei mechanische Hilfsmittel, we  der zum     Offenhalten    der Zungen, noch zum  Zubringen der Fadenkreuze in die Nadel  haken     vorhanden    sind, sondern dass die  fadentragenden Ringe ihre Fadenkreuze     den     Nadeln derartig präzis darbieten, dass dieses  Fadenkreuz von     Iden    Nadeln gefangen wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Rundkettenstuhl, dadurch gekennzeich net, dass die Kettenbäume der beiden gegen- Laufenden Kettenfadenreihen so zu den ma schenbildenden Organen (Nadel und Ab- schlag) .liegen, @dass man jeden Faden jeder Reihe so zu den Fadenführerringen und den Nadeln führen kann, dass die Fäden der an dern Fadenreihe nicht in Mitleidenschaft ge zogen werden.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Rundkettenstuhl,dadurch gekennzeich net, dass für jede der beiden Ketten die Kettenbaumringe und Fadenführerringe mit ihren Trägern je ein geschlpssenes Ganzes bilden. 2. Rundkettenstuhl nach Patentansprucb und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die beiden M.aschinenteil- gruppen nach Unteranspruch 1 gleich grosse gegenläufige, pilgerschrittartige Bewegungen .ausführen.
    3. Rundkettenstuhl nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Pilgerschrittbewegung zu einer schrittweisen oder gleichmässig fortlaufenden Bewegung umgestellt wer den kann. 4. Run.dkettenstuhl nach Patentanspruch . und Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, tdass die Ware unter dauernder Spannung steht und die Abzugsvorrich tung unabhängig von der Maschenlänge das fertige Warenstück aufnimmt.
    5. Rundkettenstuhl nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass ein auf- und abbeweglicher Druckring, der die Ware auf dem Ab schlagring hinter der Nadel festpresst und freigibt, vorgesehen ist.
    6. Rundkettenstuhl nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, ,dass der Abschlagring an der Abschlagstelle glatt ist, also weder Pla- tinen noch Einfräsungen bezw. Stege, die bei andern Rundstühlen zur Maschenbil dung nötig sind, besitzt.
CH133778D 1927-08-01 1928-07-12 Rundkettenstuhl. CH133778A (de)

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