CH133795A - Verfahren zur Herstellung von reinem, weissen und feinverteilten Erdalkalisulfat. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von reinem, weissen und feinverteilten Erdalkalisulfat.

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CH133795A
CH133795A CH133795DA CH133795A CH 133795 A CH133795 A CH 133795A CH 133795D A CH133795D A CH 133795DA CH 133795 A CH133795 A CH 133795A
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Lichtenberger Theodor
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Lichtenberger Theodor
Kaiser Ludwig
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  Verfahren zur Herstellung von reinem, weissen und feinverteilten     Erdalkallsulfat.       Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Herstellung von reinem,  weissen und feinverteilten     Erdalkalisulfat,     insbesondere von     Bariumsulfat    und     Calcium-          sulfat.    Dieses Verfahren ist dadurch gekenn  zeichnet, dass die Rohstoffe, wie zum Beispiel  Schwerspat, Gips oder     Anhydrid,    durch Auf  lösen in geschmolzenen Salzen von der Gang  art durch mechanisches     Absitzenlassen    ge  trennt werden, die so     vorgereinigte    Schmelze  durch Einwirkung mindestens von oxydieren  den Stoffen,

   die auf das betreffende Sulfat  nicht zersetzend einwirken, von den in der  Schmelze noch gelösten, aber durch diese       Agentien        zersetzbaren    Verunreinigungen be  freit wird, worauf man die abermals geklärte  Schmelze erstarren lässt und das gereinigte  Sulfat durch Behandeln mit einem Lösungs  mittel gewinnt.  



  Der Vorteil des neuen Verfahrens besteht  darin, dass man ein reineres, weisseres, auch  in chemischer Hinsicht hochwertigeres Pro  dukt erhält, als durch die bekannten Verfahren.    Das Verfahren kann beispielsweise wie  folgt     durchgeführt    werden  Man schmilzt ein Gemenge von 15 Teilen  Schwerspat und 20 Teilen Steinsalz ein, weil  erstens der Schmelzpunkt dieses Gemenges  nicht über dem des reinen Chlornatriums  liegt, und zweitens aus dieser Schmelze sich  beim schnellen Erstarren keine grösseren Ba  riumsulfatkristalle ausscheiden. Beide Roh  stoffe gelangen zweckmässig grobzerkleinert  zur Anwendung, wodurch nicht nur die zu  weilen erheblichen Mahlkosten, sondern auch  die lästige Staubplage vermieden werden.

    Sobald eine dünnflüssige Schmelze entstanden  ist, lässt man absitzen, und zieht das Über  stehende in einen zweiten Herdraum ab, in  dem die Schmelze dann mit einem oxydierend  wirkenden Gas oder einem Gemisch von  oxydierend wirkendem Gas und Wasserdampf  geblasen werden kann.  



  Hierdurch wird die Schmelze von den       oxydierbaren    Verunreinigungen befreit. Diese  Verunreinigungen schlagen sich entweder in      der Schmelze nieder oder sie bleiben sus  pendiert. Um die suspendierten Verunrei  nigungen zu Boden zu ziehen, kann man je  nach der Natur der oxydierten Verunrei  nigungen saure oder basische Zuschläge ver  wenden. Nach Niederschlagen der oxydierten  Verunreinigungen enthält die überstehende  klare Schmelze keine nennenswerten Verunrei  nigungen mehr. Sie wird nun in Wasser gra  nuliert oder     sonstwie    rasch abgekühlt und  weiter mit Wasser behandelt.  



  Es     hinterbleibt    als wasserunlöslicher Rück  stand der Schmelze ein reines, weisses und  fein verteiltes     Bariumsulfat,    das dem aus       Bariumchloridlösungen    durch Schwefelsäure  ausgefällten Blaue fixe in keiner Weise nach  steht. Ein etwa vorhandener geringer Cal  ciumsulfatgehalt der Schmelze geht mit dem  Chlornatrium in Lösung; es gelingt also, ein  hochwertiges Produkt unmittelbar aus den  Rohstoffen zu erzeugen, ohne zunächst Schwe  felbarium und     Bariumchlorid    herstellen zu  müssen.  



  Unter oxydierenden Gasen sind nicht nur  einzelne Gase, sondern auch Gasgemische  zu verstehen. An Stelle von Gasen. kann man  auch feste oxydierende Verbindungen, wie  Chlorate und     Persulfate,    sowie     Erdalkalini-          trate    und Superoxyde, das heisst solche Salze  verwenden, welche bei der Sauerstoffabgabe  in Verbindungen übergehen, die in der  Schmelze auf das zu behandelnde Sulfat nicht  einwirken.  



  Als geeignete Zuschläge kommen basische  oder saure Stoffe je nach der Art der     abzu-          scheidenden        Verunreinigungen    in Frage, zum  Beispiel     Erdalkalioxyde    und     Hydroxyde,    Kie  selsäure usw.' Man kann aber auch solche  Verbindungen als Zuschläge benutzen, die bei  gewöhnlicher Temperatur neutral sind, bei  höherer Temperatur aber unter Zersetzung  in basische Verbindungen, wie     Erdalkalioxyde     übergehen, welche in der Schmelze auf das  Sulfat nicht einwirken. Solche Stoffe sind  beispielsweise Barium- und     Calciumcarbonat.     



  Zum Auflösen der Rohstoffe benutzt man  zweckmässig     Alkalichloride;    man kann aber  auch andere     Alkalisalze    oder     Erdalkalisalze       für sich oder in Mischung miteinander und  untereinander verwenden. Bedingung ist aber,  dass diese Salze oder Salzgemische ohne Zer  setzung schmelzbar sind und in geschmolze  nem Zustande auf die Sulfate keine zerset  zende Wirkung ausüben.  



  Die     Vorreinigung    der Schmelze, zum     Bei-          spielderAlkalichlorid-Bariurn-beziehungsweise          Calciumsulfatschmelze    durch     Klärenlassen    und  die Weiterbehandlung der Schmelze durch  Einwirkung von oxydierenden     Agentien,    mit  oder ohne Zugabe von basischen oder sauren  Zuschlägen, braucht nicht immer getrennt  vor sich zu gehen. Besonders bei reineren  Ausgangsmaterialien können beide Arbeiten  gemeinsam in einem Herdraum ausgeführt  werden.  



  Das Verfahren kann auch so durchgeführt  werden, dass beide Rohstoffe gemeinsam oder  wenigstens das schmelzbare Salz auf einem  Tafelgewölbe eingeschmolzen werden. Die       unschmelzbaren    Verunreinigungen bleiben dann  auf dein Tafelgewölbe liegen und können  in gewissen Zeitabschnitten entfernt werden,  während die so     vorgereinigte    Schmelze in  den eigentlichen wannenförmigen Herdraum  abläuft, in welchem sie dann in einem Ar  beitsgang durch oxydierende     Agentien    unter  Zugabe von sauren oder basischen Zuschlä  gen und     Klärenlassen    weitergereinigt wird.

    Enthält der zur Verwendung kommende  Schwerspat nicht allzuviel Gangart, so ge  nügt es, das Steinsalz allein auf dem Tafel  gewölbe einzuschmelzen und den vorteilhaft  vorgewärmten Schwerspat in das in dem  Herdraum sich ansammelnde geschmolzene  Salz einzutragen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von reinem, weissen und feinverteilten Erdalkalisulfat, aus in der Natur vorkommenden Sulfaten; dadurch gekennzeichnet, dass der Rohstoff in geschmol zenen Salzen aufgelöst wird und in 'der Schmelze unlösliche Bestandteile absitzen ge lassen und die Schmelze durch Einwirkung mindestens von oxydierenden Stoffen, die auf das Sulfat nicht zersetzend einwirken, von gelösten Verunreinigungen befreit wird, wor auf man die abermals geklärte Schmelze erstarren lässt und das gereinigte Sulfat durch Behandeln mit einem Lösungsmittel gewinnt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Zuschläge ver wendet, welche auf das Sulfat nicht zersetzend einwirken, und welche oxy- dierteVerunreinigungen, diein der Schmelze suspendiert sind, zum Niederschlag brin gen. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man gleichzeitig mit den oxydierenden .Stoffen Wasserdampf auf die vorgereinigte Schmelze einwirken 1 ässt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet,- dass man solche oxydie rend wirkenden Verbindungen zur Reini gung der Schmelze verwendet, die bei der Sauerstoffabgabe in Verbindungen übergehen, welche in der Schmelze auf das Sulfat nicht einwirken. 4. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man saure Zuschläge verwendet. 5. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man solche basische Zuschläge verwendet, die auf das in der Schmelze gelöste Erdalkalisulfat nicht zersetzend einwirken. 6.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Zuschläge verwendet, die bei gewöhnlicher Tempe ratur neutral sind, bei Temperatursteige rung aber sich zersetzen unter Bildung von basischen Oxyden. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Klärung und Weiterbehandlung in einem Arbeitsgang ausgeführt wird. B. -Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohstoff gemein sam mit den schmelzbaren Salzen auf einem Tafelgewölbe eingeschnuolzen wird, auf dem sich die nicht schmelzenden Ver unreinigungen absetzen, während die Schmelze in einen darunter liegenden Herdraum abläuft und dort weiter ge reinigt wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nur die schmelzbaren Salze auf einem Tafelgewölbe einge schmolzen und so von der Hauptmenge der Gangart befreit werden, während das Rohsulfat unmittelbar in das in einem darunterliegenden Herd angesammelte ge schmolzene Salz eingetragen wird. 10. Verfahren nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohsulfat in vorgewärmtem Zustand in das geschmol- zecie Salz eingetragen wird.
CH133795D 1926-12-10 1927-11-14 Verfahren zur Herstellung von reinem, weissen und feinverteilten Erdalkalisulfat. CH133795A (de)

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