CH133810A - Verfahren zur Verringerung der Quellfähigkeit von Hydratzellulose. - Google Patents
Verfahren zur Verringerung der Quellfähigkeit von Hydratzellulose.Info
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Description
Verfahren zur Verringerung der Qnellfähigkeit von Hydratzellalose. Die Quellfähigkeit von Hydratzellulose, das heisst aus Zelluloseestern oder Zellulose lösungen regenerierter Zellulose, ist bei den verschiedenartig hergestellten Produkten mehr oder weniger gross im Gegensatz zu der Quellfähigkeit des Ausgangsstoffes.
Die bisher vorgeschlagenen Methoden zur Verringerung der Quellfähigkeit, die sich im wesentlichen auf eine verschiedenartig angewendete Formal dehydbehandlung mit und ohne Anwendung von katalytisch wirkenden Stoffen beschränken, führen häufig gar nicht zum Ziel; die Wirkung ist zum mindesten unsicher und verliert sich schon von selber wieder mit der Zeit oder auch durch blosse Behandlung mit heissem Wasser. Ein anderer Weg zur Erreichung dieses Ziels bestand darin, die Hydratzellulose mit Gasen oder Dämpfen von Stoffen zu behandeln, aus denen sich unlösliche Kon densationsprodukte herstellen lassen.
Ein solches Verfahren bietet technische Schwierig- keiten und führt auch nicht mit genügender Sicherheit zum Ziele.
Nach der Erfindung kommt man auf ein facherem Wege und mit sichererem Erfolge zum Ziel, wenn man statt der bekannten Behandlung eine Behandlung mit Wasser- oder alkalilöslichen Harzen, insbesondere Kunstharzen,vornimmt und die Hydratzellulose nach Tränkung mit diesen Stoffen einer weiteren Behandlung unterwirft, durch welche diese lösliche Stoffe unlöslich werden, wobei es dahingestellt sein mag, ob auch eine Re aktion zwischen diesen Stoffen und der Hydrat zellulose selber noch stattfindet.
Solche Harze sind zum Beispiel Schwefelphenolharze und auch Schwefelformaldehydharze, die wasser- beziehungsweise alkalilöslich sind und in Form einer solchen Lösung leicht in die Hydratzellulose eindringen.
Durch Trocknen und Behandeln dieser Stoffe bei geeigneten Temperaturen, gegebenen- falls unter einer zwischengeschalteten Be handlung mit Formaldehyd, bewirkt man die Bildung von unlöslichen Kondensationspro dukten, wobei gleichzeitig die Quellfähigkeit der Hydratzellulose erheblich herabgesetzt wird.
Auchdie bekanntenKondensationsprodukte von Harnstoff mit Formaldehyd können wegen der leichten Wasserlöslichkeit der Kompo nenten hier mit Erfolg verwendet werden. Zweckmässig wird zur Erleichterung der Kondensation ein bei der Herstellung dieser Kondensationsprodukte an sich bekannter Katalysolator verwendet. Auch der Zuzatz an sich bekannter Weichmachungsmittel kann unter Umständen zweckmässig sein, um die Brüchigkeit und Elastizität des Endproduktes in gewünschter Weise zu beeinflussen.
<I>Beispiel 1:</I> Hydratzellulose wird in einer zirka 5 >igen Lösung eines nach dem D. R. P. 409783, Bei spiel 3, hergestellten Phenol-Formaldehyd- Schwefelharzes bei zirka 50-70 getränkt, darauf in eine zirka 40 o/oige Formaldehyd lösung getaucht, abgeschleudert und im Trockenschrank bei etwa 145' 3-5 Stunden getrocknet. Darauf wird in bekannter Weise das Produkt einer Wäsche mit Wasser unter zogen.
Beispiel <I>2:</I> Man taucht die Iiydratzellulose in eine Lösung die 800 gr Formalin (30-40o/oig), 20 gr Hexamethylentetramin, 20 gr Harnstoff, 30 gr Milchsäure (30o/oig) enthält, schleudert gut ab und trocknet im Trockenschrank bei Temperaturen von 50-150o, bis diegewünachte Verminderung der Quellfähigkeit erreicht ist. Anschliessend wird das Produkt in heissem oder kaltem Wasser gewaschen oder geseift.
<I>Beispiel 3</I> Man taucht Hydrätzellulose in eine 2-5 %ige Lösung eines nach dem D. R. P. 379003, Beispiel 2 hergestellten o-Kresol-Sohwefel- harzes, der man zweckmässig noch einige Gramm Ammoniak als Katalysator zusetzt, schleudert ab und taucht darauf in eine 40o/oige wässerige Formalinlösung. Das noch mals abgeschleuderte Produkt wird hierauf bei Temperaturen von zirka 130-150o mehrere Stunden getrocknet und alsdann in bekannter Weise gewaschen.
Das Trocknen bei höheren Temperaturen liefert im allgemeinen etwas härtere und sprödere Produkte, während das Trocknen bei tieferen Temperaturen geschmeidigere und weichere Produkte herzustellen gestattet. Naturgemäss muss die Trockenheit bei der niedrigen Temperatur eine längere sein als bei der hohen Temperatur.
Je nach der Farbe des freien Konden sationsproduktes ist auch die Farbe der mit diesem Produkt behandelten Hydratzellulose eine mehr oder weniger verschiedene. Es gelingt auf diese Weise, auch sehr echte, mehr oder weniger tiefe Färbungen zu er zeugen.
Das Verfahren führt zum Erfolg, sowohl wenn dieHydratzellulosein fertiggetrocknetem Zustand der Tränkung unterworfen wird, als auch wenn die Tränkung mit frisch herge stellter, zum Beispiel aus wässerigen Zellulose lösungen gefällter Hydratzellulose ausgeführt wird. Man erhält in beiden Fällen die be schriebene Herabsetzung der Quellfähigkeit. Das Verfahren findet Anwendung zur Ver ringerung der Quellfähigkeit von Filmen, Häutchen, Kapseln, künstlichem Stroh und dergleichen aus Hydratzellulose.
Die Anwendung des vorliegenden Ver fahrens zur Behandlung von Textilfasern ist nicht geschützt, sofern sich die Erfindung auf Textilindustrie bezieht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verminderung der Quell- fähigkeit von Hydratzellulose, dadurch ge kennzeichnet, dass man Hydratzellulose mit wässerigen Lösungen von Stoffen tränkt, die unlösliche Kondensationsprodukte bilden können und alsdann in der mit den löslichen Produkten getränkten Hydratzellulose die Kondensation zu unlöslichen Kondensations produkten herbeiführt. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch . gekennzeichnet, dass man von frisch her gestellter, nicht getrockneter Hydratcellu- lose ausgeht. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man schon vorkondensierte, aber wasser lösliche Produkte zum Tränken der Hyd- ratcellulose verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensation in Gegenwart eines Katalysators vorgenommen wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensation in Gegenwart von Weichmachungsmitteln vorgenommen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE133810X | 1926-10-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH133810A true CH133810A (de) | 1929-06-30 |
Family
ID=5665170
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH133810D CH133810A (de) | 1926-10-05 | 1927-09-26 | Verfahren zur Verringerung der Quellfähigkeit von Hydratzellulose. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH133810A (de) |
-
1927
- 1927-09-26 CH CH133810D patent/CH133810A/de unknown
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