CH133811A - Verfahren zur Herstellung eines zähflüssigen Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines zähflüssigen Kondensationsproduktes.

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CH133811A
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Schieferwerke Ausdauer Aktieng
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  verfahren zur Herstellung eines     zähflüssigen        Kondensationsproduktes.       Den Gegenstand vorliegender Erfindung  bildet ein Verfahren zur Herstellung eines  zähflüssigen Kondensationsproduktes. Das  Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass  ein Gemisch von Phenol,     p-Dichlorbenzol     und Formaldehyd in Gegenwart. eines     Ge:          misches    von Kochsalz, Chlorammonium und       Hexamethylentetramin    zum Sieden erhitzt,  das Reaktionsprodukt von dem sich aus  scheidenden Wasser getrennt, von flüchtigen  Dämpfen befreit, mit Wasser sorgfältig ge  waschen und dann gehärtet wird.  



  Gemäss dem Verfahren vorliegender Er  findung     lässt    sich ein Kondensationsprodukt,  das sich zur Herstellung von Isolierplatten  auf kaltem Wege mit nachträglicher Här  tung hervorragend eignet, erzeugen. Aus  gangsstoffe für das neue Kondensationspro  dukt sind Formaldehyd, Handelsphenol und       p-Dichlorbenzol.    Als Kondensationskataly  sator dient das aus     Hexamethylentetramin,     Chlornatrium und Chlorammonium beste-         hende    Gemisch, welches zweckmässig in der  Weise hergestellt wird, dass man in eine  wässerige Lösung von Chlorammonium, die  mit doppelkohlensaurem Natron übersättigt  ist, Formaldehyd     bezw.        Formalin    einführt.

    Es hat sich gezeigt, dass dieses Salzgemisch  eine vorzügliche katalysierende Kraft be  sitzt.  



  Die Herstellung des Kondensationspro  duktes kann geschehen gemäss folgendem  Beispiel  1 Liter des üblichen kristallisierten Han  delsphenols wird durch Erwärmen verflüs  sigt und mit etwa 6'00 cm' 40,     %iger        Formal-          dehydlösung    gemischt. Hierauf wird eine       etwa    8 % der Gewichtsmenge des     verwendeten     Phenols entsprechende Menge     p-Dichlorbenzol     hinzugefügt, wobei man so .lange erwärmt,  bis auch diese Substanz verflüssigt ist.  Wenn man fleissig rührt; löst sich das     Ganze     zu einer homogenen Mischung.

   Nun gibt man  zu dieser Masse     ein    Gemisch, bestehend aus      zirka 60 Teilen Kochsalz, 10 Teilen Chlor  ammonium und 80 Teilen     Hexamethylen-          tetramin,    und zwar in einer Menge, welche       etwa    1     %    der Gewichtsmenge des verwen  deten Phenols entspricht. Man erhitzt nun  unter Verwendung eines     Rückflusskühlers     bis zum Sieden. Es entsteht ein Kondensa  tionsprodukt, das sich bald vom Wasser son  dert.     Man    hört jetzt mit dem Erhitzen auf,  wartet noch einige Zeit, bis die     -Umsetzung     vollständig ist, und zieht dann das Wasser  ab.

   Nun lässt man noch einige Zeit ab  dampfen und giesst dann unter Rühren kal  tes Wasser hinzu. Eine weitere lebhafte Re  aktion tritt ein, und die beim Rühren an die  Oberfläche kommenden Teile zersetzen sieh  unter Auftreten einer Farbenerscheinung  (Regenbogenfarben). Diese Reaktion unter  stützt man durch Zerteilen der entstehenden  klaren Harzhaut und durch     Nachobenbringen     weiterer Massen, bis die Reaktion aufgehört  hat. Dann erneuert . man das Wasser so  lange, bis nach mehrfachem Wasserwechsel  Ruhe eingetreten ist. Nun entfernt man das  Wasser durch     Dekantieren    und darauf fol  gendes Abdampfen der letzten Wasseranteile.  Man erhält ein flüssiges Produkt von sirup  artiger Konsistenz und hellem Aussehen.

         Die    Masse ist jetzt für den in Aussicht ge  nommenen Zweck gebrauchsfertig. Durch  Härten kann man sie in an sich bekannter  Weise zu ' festen Körpern verarbeiten. Die  gehärteten Erzeugnisse sind von hell- bis  dunkelgelber Farbe, durchsichtig bis durch  scheinend und werden     wie    Bernstein durch  Reiben elektrisch.  



  Die nicht gehärtete zähflüssige Masse hat  vor andern Kondensationsprodukten das vor  aus, dass sie bereits     in    sehr kurzer Zeit bei    nur schwacher Erwärmung von etwa<B>80'</B> C  in eine feste, harte Masse überführt werden  kann.     Ein    nachfolgendes schwaches, verhält  nismässig kurzes Erhitzen genügt dann, um  den aus der Masse hergestellten Substanzen       einen]    Härtegrad zu verleihen, der bei andern  bekannten Kondensationsprodukten bei glei  cher     -bezw.    höherer     Erhitzung    erst im Ver  lauf mehrerer Tage oder Wochen erreicht  wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines zähflüs sigen Kondensationsproduktes,- dadurch ge kennzeichnet, dass' ein Gemisch von Phenol, p-Dichlorbenzol und Formaldehyd in Gegen wart eines Gemisches von Kochsalz, Chlor ammonium und Hexamethylentetramin zum Sieden erhitzt, das Reaktionsprodukt von dem sich ausscheidenden Wasser getrennt, von flüchtigen Dämpfen befreit, mit Wasser sorgfältig gewaschen und dann gehärtet wird.
    UNTERANSPRÜCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf je 1 Liter kristal lisiertes Handelsphenol etwa 8 % seiner Ge wichtsmenge an p-Dichlorbenzol und etwa 600 cm' 40 %ige Formaldehydlösung ver wendet werden, sowie als Katalysator eine ungefähr l /o der Gewichtsmenge des Phenols entsprechende Menge eines Gemisches, beste hend aus etwa 60 Teilen Kochsalz, 10 Tei len Chlorammonium und 80 Teilen Hexa- methylentetramin.
CH133811D 1927-03-10 1928-03-05 Verfahren zur Herstellung eines zähflüssigen Kondensationsproduktes. CH133811A (de)

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