Schlaggerät mit hin- und hergehendem -Hammerbär. Die Erfindung bezieht sich auf Schlag geräte mit einem hin- und hergehenden Hammerbär, der mit einem hin- und her gehenden Antriebsglied durch zwei elastische Systeme verbunden ist, welche die Bewegung des Antriebsgliedes auf ,den Hammerbär übertragen. Meistens wird,die hin- und her gehende Bewegung .des Antriebsgliedes -da durch erzeugt, dass dieses durch Pleuel stange und Kurbel mit der sich .drehenden Welle eines Antriebsmotors verbunden ist. Die Erfindung zeigt nun ein Mittel, @durch das man die Leistung derartiger . Schlag geräte erheblich verbessern kann.
Erfindungsgemäss sind zu diesem Zweck die Zusammendrückungskonstanten der bei den elastischen Systeme, .durch die der Ham merbär mit dem hin- und hergehenden An triebsglied verbunden ist, verschieden ge wählt. Zweckmässig ist dabei der Hammer bär, an dem als Aufschlag dienenden Ende durch eine Feder mit grösserer Federkon stante, an seinem freischwingenden Ende dagegen durch eine Feder mit niedrigerer Konstante mit Odem Antriebsglied verbunden. Die Federkonstante bedeutet dabei eine Zahl, welche angibt, wieviel Arbeit aufzu wenden ist, um zum Beispiel eine Schrau- benfeder um ein bestimmtes Stück zusam menzudrücken.
Die höhere Schlagleistung wird in dieser Ausführungsform .dadurch er zielt, dass beim Rückgang des Antriebs gliedes nach .dem Antriebsmotor zu, kurz vor dem Ende dieser Bewegung, die ent spannte, eine grössere Federkonstante besit zende Stossfeder durch die Rückbewegungs- energie des Hammerbärs eine Vorspannung r lie beim darauffolgen:den Hingang e hält, c ,des Antriebsgliedes in !der Schlagrichtung des Hammerbärs ausgenutzt wird.
Die Fe .derkonstanten der beiden Federsysteme sind dabei zweckmässig so gewählt"dass die Grösse .der Energie, welche von der an- dem Auf schlagsende des Hamm erbärs angeordneten Feder aufgenommen werden kann, etwa .gleich .derjenigen ist; welche sich als Summe von der Energie, welche die an,dem frei schwingenden Ende des Hammerbärs ange ordnete Feder aufnehmen kann und von der nach dem Schlag - in- dem Hammer vorhan denen Rücksohlagsenergie ergibt.
In der Abb. 1 ist ein Ausführungsbei spiel der Erfindung, - und zwar ein .durch einen- Elektromotor angetriebener Hammer dargestellt.
Am obern Ende des Gehäuses 11 des Hammers ist der Elektromotor 12 gelagert; auf dessen Welle ein kleines Kegelrad 13 sitzt. Dieses treibt .das grosse gegelra@d 14 an, an welchem eine Kurbel 15 angeordnet ist, .an welcher die Pleuelstange 16 angelenkt ist. Diese treibt einen Schlitten 17 an.
Der Hammerbär 22 ist mit .dem Schlitten 17 durch zwei Federn, die Rückziehfeder 1 und Stossfeder 21 verbunden. - Die Federn ;stützen -sich nach .aussen zu auf die Feder teller 1.8 und 23 des Hammerbärs und- nach innen zu auf die untere Fläche 20 :des @Schlit- tens 17. Die Rückziehfeder hat eine wesent- li.eh kleinere Federkonstante als die Stoss feder 21. Wind .der Hammerbär nach unten bewegt, so schlägt er auf das- Werkzeug, bei- shielsweise,den Meissel 24, auf.
Die Wirkungsweise des' Hammers ist fol= gende:- Wenn das grosse Kegelrad 14 ;durch den Elektromotor 12,-der auch durch eine bieg same, von aussen angetriebene Welle ersetzt werden kann, in Drehung versetzt -wird, so erhält der Schlitten durch Kurbel 15 und Pleuelstange 16 eine- hin- -und hergehende Bewegung im Gehäuse- des Hammers.
Be wegt sich der Schlitten nach .dem Antrieb, dem- Motor, zu, so wird infolge der Massen trägheit des Rammerbärs die Rückziehfeder 19 mit geringerer Federkonstante zusammen gedrückt und die Stossfeder 21 mit grösserer Federkonstante entspannt. Kurz vor Beendi gung .der Schlittenbewegung, die sich am Ende-- verlangsamt, wird-.die Rüclcziehfeder bei der Bewegung des Hammerbärs entspannt und gibt :dem Hammerbär eine zusätzlich: Beschleunigung in der Richtung nach .dem Motor zu.
Durch diese Beschleunigung ges Hammerbärs wird der Stossfeder 21 eine ge wisse Vorspannung gegeben. Durch die hieran sich anschliessende Schlittenbewegung nach der Schlagseite zu wird die Stossfeder weiterhin gespannt und gleichzeitig dadurch der Hammerbär zur Umkehr gezwungen. Kurz vor .der Beendi gung der Schlittenbewegung in der Schlag richtung, die sich am En-de verlangsamt, ent spannt sich die Stossfeder und erteilt dem Hammerbär eine zusätzliche Beschleunigung in der Schlagrichtung.
In dem Augenblick, in dem der Hammerbär seine Höchst geschwindigkeit erreicht hat, gibt er -seine Bewegungsenergie durch Aufschlagen an das v#Terkzeug 24 ab. Durch .die beschriebene Einrichtung wer den eine wesentliche Erhöhung der Schlag leistung des Hammers erreicht und :die Rück stösse auf die Hände des Bedienungsmanne, wesentlich herabgesetzt.
Eine -besonders gute Wirkung :des Schlaggerätes kann man da- .durch erreichen, dass der Hammerbär .nur -an oder, in dem hin- und hergehenden Antriebs organ derart -in- Richtung seiner Längsachse gleitend gelagert ist, dass er von keiner wei teren Stelle anderer Konstruktionsteile ge führt zu werden braucht. Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, dass hierdurch .die Eigenreibung des Hammerbärs auf ein Min destmass herabgesetzt ist.
Infolgedessen -be sitzt - ein-solches Schlaggerät einen sehr hohen Wirkun gsgrad. Eine -weitere vorteilhafte Ausbildung des Schlaggerätes kann dadurch- erreicht werden, dass der Hammerbär durch Luftpolster ver schiedener Zusammendrückbarkeit - mit .dem hin- '-Und- hergehenden Antriebsglied verbun= ,den wird: Es wird hierdurch .der Vorteil gewonnen, däss_ keine Ermüdung in -,der Ab federung-eintritt, wie dies bei .der Verweh clung von motäl@lenen Federn mit der Zeit der .
Eall ist. - - Um. zu erreichen, dass ,die Zusammendrak- kung der Luftpolster wie bei einer metal lenen Schraubenfeder linear vor sich geht. können in den Luftzylindern in der Längs richtung Lüftaustrittsdüsen von solcher Grösse angeordnet werden, dass sie mit ab nehmendem Luftraum im Zylinder kleiner werden. In vielen Fällen kann es auch ge nügen, wenn nur die eine Verbindung des Hammerbärs mit dem Antriebsglied als Luftpolster, ,die andere Verbindung dagegen als Feder :ausgeführt ist.
Ein Ausführungsbeispiel hierfür ist in den Abb. 2 bis 4 im Auf-, Seiten= und Grundriss dargestellt. 25 ist das Gehäusedes Schlaggerätes. An dem obern Ende dieses Gehäuses ist ein Lager 26 befestigt, in dem die antreibende Welle 27 gelagert ist,' wel che von einem beliebigen Antrieb in Umdre hungen versetzt werden kann. Die Dreh bewegung dieser Welle wird über die Kur bel 28 und die Pleuelstange 29 auf den im Gehäuse geführten Schlitten 30 übertragen, der infolgedessen eine hin- und hergehende Bewegung ausführt.
Der S.chlitten 30 ist als Hohlzylinder ausgebildet. 31 ist der Ham merbär, an dessen .oberem Ende -der Kolben 32 aufgesetzt ist, der in dem Hohlzylinder des Schlittens 30 ,gelagert ist und fast den selben Durchmesser wie :dieser Hohlzylinder hat. Der Hammerbär 31 ragt dabei nach Art einer Kolbenstange aus oder untern Wand des Hohlzylinders hervor. Der Kolben 32 hat nur eine solche Länge, dass über und un ter ihm noch als Polster wirkende Luft räume sind, =die beider hin- und hergehenden. Bewegung des Schlittens 30 dem Kolben 32 und damit dem Hammerbär 31 eine Schwingbewegung ermöglichen, deren Hub grösser als der ,des Schlittens 30 ist.
Die beiden Luftpolster über und unter dem Kol ben 32 stellen so eine federnde Verbindung zwischen dem Hammerbär _ 31 und -dem hin- und hergehenden Schlitten 30 dar. Am un tern Ende .des Gehäuses 25 ist der Meissel 33 befestigt, Kauf den der Hammerbär bei jeder Hin- und Herbewegun.g auftrifft.
Um die Luftpolster verschieden zusam- mendrückb.ar zu machen, sind in der Wan dung des Schlittens 30 in dem -das obere Luftpolster umgebenden Teil die Düsen 31 rund in dem das untere Luftpolster umgeben den Teil die Düsen 35 angebracht, -durch: welche die Luft aus dem Luftpolster in,die im Gehäuse 25 angeordneten seitlichen Ab führungskanäle 36 entweichen kann. Die Luftaustrittsdüsen 34 und 35 sind dabei so ausgebildet, @dass sie mit abnehmendem Luft raum kleiner werden.
Ferner sind die Düsen 34 gegenüber den .Düsen 35 so abgestimmt,. dass,das obere Luftpolster eine geringere Zü- sammendrückbarkeit besitzt ass das untere.
Zur Regelung der Schlagkraft können ferner :an ,den beiden Hubenden des Hammer bärs in der Gehäusewand -Öffnungen ange- ordnet sein, die durch einen Kanal miteinan der verbunden sind, der durch ein von der' Schalter für den Arbeitsstrom gesteuertes Ventil .derart verschlossen ist, dass die von dem Hammerbär verdichtete Luft auch bei geöffnetem Ventil durch den Kanal strömen und sich entspannen kann. Das Ventil ist dabei zweckmässig durch eine Schubstange mit dem Hebel des -Schalters für den An triebsmotor mechanisch gekuppelt.
Es kann dabei die Einrichtung getroffen sein, dass an der Schubstange eine Feder angreift, durch die ,das Ventil im Ruhezustand und bei ein geschaltetem Schalter geschlossen wird. Bei einem in solcher Weise ausgerüsteten Schlag gerät wird .der Vorteil erreicht, @dass die Schl.agleistüng ohne Änderung des eiektri- schen Teils geregelt werden kann.
In den Abb. 5 und 6 ist ein Ausführungs beispiel der Erfindung im Schnitt und in der Seitenansicht dargestellt. In dem Ham mergehäuse 37 ist der Antriebsmotor 38 an- geordnet, der über .das Kegelradgetriebe 39 und ,die Pleuelstange 40 den Schlitten 41 an treibt. Der Hammerbär 47 ist mit dem Schlitten 41 durch die Rückziehfeder 43 und die Stossfeder 45 verbunden. Diese Federn sind zwischen den Federtellern 42 und 46 des Hammerbärs und der untern Fläche 44 des Schlittens-41 angeordnet.
Der-Hammer- bar 47 wirkt unmittelbar auf den Meissel 49 ein und ist-als Kolben ausgebildet, der an der rnnenwand-ides zylindrischen Hammergehäu ses 37 eng anliegt, so dass er beim= Nieder- gang-die über- dem Schlagkopf 48 befindliche Luft-verdichtet_ Die:
verdichteteLüft-kann durch die in der-Zylinderwwand angeordnete Öffnung 50 in--den aufwärtsführenden- Kanal 51 eintreten und durch die Öffnung 52, sö- wie,durch in dem Schlitten angeordnete Off nungen in -öden- obern grössern Teil des Hänf=- mergehäuses strömen; -wo sie sich wieder ent= spannt. - In dem Kanal-<B>51</B> ist der Hahn 53 angeordnet;
auf dessen Kücken die Kurbel 54 befestigt ist, die -durch die Schubstange 55 mit,dem Hebel 56 des in dem Handgriff 57- ,des Hammers eingebrauten Schalters -58 in Verbindung steht- Durch .die- Feder<B>59</B> wird der Hahn 53 in - geschlossener Stellung ge halten.
Wird der Hämmer mit seinem Werkzeug auf ein grbeitsstück .aufgesetzt, so schaltet man- -durch Niederdrücken ,des Hebels 56 den Antriebsmotor 38 ein, wodurch der in !dem Schlitten 42 frei schwingende Hammerbär 4J- auf--und abbewegtwird. Durch die hohen Schlagzahlen wrcl-die zwischen .dem Schlag kopf 48 und.,
dem Hammerbär 43 befindliche Luft verdichtet, 4a - der Hahn 53 noch ge schlossen : - ist: Die Abwärtsbewegung des- Hämmerbärs 43 wird hierdurch gedämpft, so @däss er nicht mit der vollen Kraft .auf das Werkzeug 49 einwirken kann.
Ist-da,s-Werk- zeug richtig angesetzt, so kann durch wei teres Niederdrücken des Schalthebels 56 der Hahn 53 allmählich geöffnet und dadurch die Schlagwirkung -gesteigert werden.
- Wird Jie-Luft -in den obern Räumen des Hammergehäuses nicht genügend entspannt, so-kann zweckmässig .durch ein in .dem Schäl tergehäuse 37 angeordnetes Ventil oder oder gleichen !der Austritt der Luft ins Freie er.
mögliche werden: Da jedoch:--das Hämmer= gehäuse zur guten Schmierung der bewegten 'teile mit Öl gefüllt ist,, so müss für die Füh- rung der Duft ins- Freie ein besonders ausge bildetes Ventil -vorgesehen sein,_-@das ,das Aus.- treten von Öl :
aus -,dem ,ltammergehäuse ver hindert. _ Um -das Schlaggerät für längeren -oder Dauerbetrieb - benützen zu können,. ist es zweckmässig,- -besondere Kühlvorrichtungen vorzusehen, .die eine :
allzu starke Erwärmung des- --Gerätes,- die - hauptsächlchdurch- die Schlagwärme hervorgerufen- wird, verhin= dern. Insbesondere vorteilhafterweise wird nun die Schlagwärme durch Luftströme be seitigt, die durch die hin= und herbewegten oder umlaufenden Teile des Schlaggerätes hervorgerufen werden.
Zu -diesem Zweck können die in dem Gehäusedes Schlaggerätes hin- und herbewegten Teile mit Öffnungen zum Durchlassen des Luftstromes versehen werden, und einer dieser Teile, entweder -:der Hammerbär oder der ;den Antrieb- auf den Hammerbär übertragende Schlitten, kann<U>als</U> Kolben ausgebildet werden, durch dessen Be-= wegurig Luft von :
aussen angesaugt und .durch d-as Gehäuse getrieben wird,- wobei die Luft durch in .den hin- und herbewegten Teilen angeordneten Öffnungen an-.den- Schlagkopf des Hammerbars geleitet- wird, um die hier entstehende Schlagwärme abzuführen.
In den Abb. 7 bis 8 sind verschiedene Ausführungen hierfür dargestellt, wobei-glei- ehe oder entsprechende Teile die gleichen Be zugszeichen erhalten.
In dem obern Ende des Gehäuses .60 eines S.ahlaghammers ist der Elektromotor 61 ge lagert, der über-,das Kegelradgetriebe 62 und die an-diesem exzentrisch angreifende-Pleuel- stange -64 den - Schlitten - 65. antreibt.
Der Hammerbär 7<B>2</B> ist über die Federn ,-67und 69, die durch die .an ihrem :obern bezw. un= tern Ende als-Federteller ausgebildeten Hohl zylinder 68 und 70 in ihrer Lage gehalten sind, mit dem Schlitten 65 verbunden. Der Hammerbär 72 ist als Kolben ausgebildet. und mit Kanälen 73 -versehen,- die Jurch-,das Ventil. 74 geschlossen wenden.
Die Kanäle 73 sind um den- Schlagkopf 75 .des--Hammer- bärs herumgeführt, so Jass durch die am uns tern Ende des Hammergehäuses angeordne ten Öffnungen- 77, -die ebenfalls-durch. Ven= eile<B>76</B> verschlossen -werden, -bei der Auf- wärtsbewegung des Hammerbärs von !aussen angesaugte Kühlluft :
dicht an den Schlag kopf vorbeigeführt wird. Die hier entste hende Schlagwärme kann somit durch den kühlenden Luftstrom gut abgeführt werden. Die aus den Kanälen 73 des Hammerbärs austretende Kühlluft, deren Weg durch Pfeile .angedeutet ist, strömt zum Teil inner halb des Hohlzylinders 70 empor und tritt durch in dem Schlitten 65 vorgesehene Öff nungen in den Raum des Getriebes 62. Der andere Teil der Kühlluft strömt durch die in dem Hohlzylinder 68 angeordneten Öffnun gen 71 und streicht an der Innenwand des Hammergehäuses 60 empor, bis sie .durch die in .dem Schlitten 65 befindlichen Öffnungen 66 ebenfalls in den Raum des Getriebes fit gelangt.
Von hier tritt sie durch .die Öff nungen 63 ins Freie. Bei seiner Abwärts bewegung schlägt der Hammerbär auf das Werkzeug, beispielsweise auf den Meissel 78, auf.
Die in Abb. 8 dargestellte Anordnung entspricht im wesentlichen der nach Fig. 7, nur mit dem Unterschied, dass die von dein Hammerbär 72 .bei der Bewegung nach auf wärts von aussen angesaugte Kühlluft durch an dem Schlitten 65 angeordnete Ventile 79 gesteuert wird.
In ,der Anordnung nach Abb. 9 wird,der kühlende Luftstrom :durch einen auf der Welle des Elektromotors 61 angeordneten Lüfter 80 erzeugt. Dieser saugt Luft von aussen durch die Öffnungen 77 am untern Ende des Hammergehäuses 61, die Öffnun gen 73 im Hammerbär 72, die Öffnungen 66 im Schlitten 65 und durch die Öffnungen 82 in der im obern Teil des Hammergehäuses angeordneten Zwischenwand 81 an und drückt sie durch die Öffnungen 83 nach aussen.
Infolge des vom Lüfter 80 verur sachten gleichmässigen Luftstromes ist we der in den hin- und herbewegten Teilen noch in dem untern mit Öffnungen versehenen Ende des Hammers ein Ventil erforderlich.
Statt,die kühlende Luft am untern Eiale des Hammergehäuses änzusaugen, kann sie auch in umgekehrter Richtung geführt wer- den, so adass der Schlagkopf .durch die von den bewegten Teilen erzeugte Druckluft ge kühlt wird. Infolge der erzielten guten Ab führung der Schlagwärme kann die Schlag leistung des Hammers besonders bei langem Dauerbetrieb wesentlich erhöht werden.
Die Erfindung ist ferner auch für Schlaggeräte verwendbar, bei .denen der Hammerbär mit einem in der Achsrichtung beweglichen Kern von Elektromagneten ver bunden ist. Meistens werden .mehrere Elek tromagnete benutzt, deren gemeinsamer Kern als Antrieb dient. Derartige, an sich be kannte Schlaggeräte können von Gleich- oder Wechselstrom betrieben werden, wobei die beiden Spulen abwechselnd einen Strom impuls erhalten. Die Schlaggeräte werden an ein Wechselstromnetz in bekannter Weise zweckmässig unter Vermittlung von Gleich richtern oder Elektronenröhren angeschlos sen, durch die jede Spule einen Stromimpuls von stets gleichbleibender Polarität erhält..
Die Schlagzahl dieses Gerätes entspricht der Periodenzahl des Wechselstromes; sie beträgt s also beim Anschluss an ein normales, 50perio- .diges Wechselstromnetz 8000 Schläge pro Minute. Die Schlagleistung ist abhängig von der Masse, sowie von der Geschwindigkeit des Schlagmittels. Da nun die Bewegungs energie quadratisch mit der Geschwindigkeit wächst, kann die Schlagleistung bei gleicher Masse des Schlagmittels wesentlich erhöht werden; wenn man in irgendeiner Weise die Geschwindigkeit des Schlagmittels zu er höhen vermag.
Eine besonders gute Wir kung kann bei derartigen Geräten dadurch erzielt werden, dass zwischen Hammerbär und Magnetkern Federn mit verschiedenen Federkonstanten geschaltet sind, wobei die Feder mit grosser Federkonstante in solcher Weise angeordnet ist, dass sie :dem Hammer bär in der Schlagrichtung eine zusätzliche Beschleunigung erteilt.
Abb. 10 zeigt hierfür ein Ausführungs beispiel. Bei Odem hier dargestellten Schlag gerät ist der Hammerbär 101 gleichachsig mit dem Magnetkern 99 angeordnet und- un ter Zwischenschaltung der zwei Federn 102
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und <SEP> <B><U>-103</U></B> <SEP> mit <SEP> ihm-verbunden:
- <SEP> In=dem <SEP> Hem mergehäuse <SEP> 96 <SEP> -sind <SEP> die <SEP> -beiden <SEP> Magnetspulen
<tb> 97 <SEP> und <SEP> 98-- <SEP> angeordnet, <SEP> zwischen <SEP> denen <SEP> der
<tb> zylindrische, <SEP> mit <SEP> einer <SEP> Bohrung' <SEP> 1.04- <SEP> ver sehene <SEP> Eisenkern <SEP> 99 <SEP> -beweglich <SEP> gelagert-ist.
<tb> In <SEP> der <SEP> Bohrung <SEP> 104- <SEP> des <SEP> Kernes <SEP> ist <SEP> -der <SEP> Bal zen <SEP> _100 <SEP> geführt, <SEP> der <SEP> .an <SEP> seinem <SEP> untern <SEP> Ende
<tb> den <SEP> -Hammerbär-101 <SEP> und <SEP> an <SEP> -seinem <SEP> obern
<tb> Ende- <SEP> den <SEP> Federteller---105 <SEP> trägt. <SEP> Zwiscllien_
<tb> letzterem.- <SEP> und <SEP> dem <SEP> gern <SEP> 99 <SEP> ist <SEP> die <SEP> Spi:
-,%l_
<tb> feder <SEP> 102 <SEP> und <SEP> zwischen. <SEP> dem <SEP> Hammerbär <SEP> 101
<tb> und <SEP> dem- <SEP> Kern <SEP> 99 <SEP> die- <SEP> Spiralfeder <SEP> 108 <SEP> arge ordnet; <SEP> deren <SEP> Federkonstante <SEP> grösser--ist- <SEP> als
<tb> die <SEP> der <SEP> Feder <SEP> 10?. <SEP> In <SEP> dem <SEP> 8.clilagkopf <SEP> 106
<tb> ist <SEP> :der <SEP> Meissel <SEP> 107 <SEP> eingesetzt, <SEP> auf <SEP> =- <SEP> den <SEP> der
<tb> Hammerbär- <SEP> 101 <SEP> wirkt.
<tb>
Bei <SEP> Erregung <SEP> der <SEP> Spule <SEP> 97 <SEP> -wird <SEP> der- <SEP> gerir
<tb> 99 <SEP> nach <SEP> oben <SEP> bewegt, <SEP> wodurch <SEP> die <SEP> R-Üclizieh feget <SEP> <B>102</B> <SEP> zusammengedxück't <SEP> und <SEP> die- <SEP> Stoss feder-103 <SEP> entspannt <SEP> wird. <SEP> Kurz <SEP> vor-=Beendi- guug <SEP> der <SEP> -Aufwärtsbewegung <SEP> des <SEP> Kernes <SEP> 99
<tb> wird <SEP> die <SEP> Rückziehfeder <SEP> 102 <SEP> bei <SEP> der <SEP> Bewe gung <SEP> des <SEP> Rämmerbärs <SEP> -entspannt <SEP> und <SEP> gibt
<tb> dem <SEP> Hammerbär:
<SEP> -eine <SEP> - <SEP> zusätzliche <SEP> Beschleu nigung, <SEP> in <SEP> der- <SEP> Richtung <SEP> -nach <SEP> oben. <SEP> Durch
<tb> diese <SEP> Beschleunigung- <SEP> des <SEP> Hammerb.äis <SEP> wird
<tb> der <SEP> Stossfeder <SEP> 103 <SEP> eine- <SEP> gewisse <SEP> Vorspann <SEP> üng <SEP> - gegeben. <SEP> - <SEP> Durch <SEP> =Erregung <SEP> <U>der</U> <SEP> Magnetspüle <SEP> 98 <SEP> wird. <SEP> der <SEP> Kern <SEP> -99 <SEP> nach <SEP> der-Schlagseite <SEP> züi
<tb> bewegt, <SEP> wödureh=die <SEP> Stossfeder <SEP> weiterhin <SEP> ge spannt <SEP> und <SEP> -gleichzeitig <SEP> der <SEP> Hammerbär <SEP> zur
<tb> Umkehr <SEP> gezwungen <SEP> wird:
<SEP> Kürz <SEP> vor <SEP> Beendi gung--der <SEP> Aufwärtsbewegung <SEP> -,des <SEP> Kernes <SEP> 99
<tb> in <SEP> der <SEP> Schlagrichtung <SEP> -entspannt-=sich <SEP> hie
<tb> Stossfeder <SEP> und <SEP> erteilt=idem <SEP> Hammerbär <SEP> eine
<tb> züsätAiche=-Beschleunigüng <SEP> in--der <SEP> Schlag-- <SEP> richtung: <SEP> In <SEP> dem. <SEP> Augenblick, <SEP> in= <SEP> dem <SEP> =er <SEP> seine
<tb> Hächstgesclhwindigkeit <SEP> -erreicht <SEP> hat,-gibt <SEP> -- <SEP> =er
<tb> seine <SEP> - <SEP> Bewegungsenergie <SEP> .durch <SEP> Aufschlagen
<tb> an <SEP> ;den <SEP> Meissel-107 <SEP> -ab.- <SEP> Die <SEP> Geschwindigkeit
<tb> des <SEP> Hammerbars <SEP> ist <SEP> idaher <SEP> am <SEP> Ende <SEP> des <SEP> Hu bes- <SEP> bedeütend@ <SEP> grösser <SEP> als <SEP> ,die <SEP> -des <SEP> Kernes <SEP> 99:
<SEP> .
<tb> Durch <SEP> die-- <SEP> Anordnung <SEP> = <SEP> der- <SEP> --beiden <SEP> Federn <SEP> _
<tb> werden: <SEP> ;ausserdem: <SEP> =--die <SEP> Rückstösse <SEP> - <SEP> auf <SEP> die
<tb> Hände <SEP> des: <SEP> Bedienungsmannes <SEP> wesentlich <SEP> her-. abgesetzt: <SEP> _ <SEP> - Um <SEP> .das <SEP> Gewicht <SEP> des <SEP> Schlaggerätes <SEP> mög liehst <SEP> :gering- <SEP> -zu <SEP> halten, <SEP> - <SEP> empfiehlt- <SEP> es <SEP> sich,
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das <SEP> Gehäuse <SEP> nicht <SEP> aus <SEP> -Eisen, <SEP> sondern <SEP> -aus
<tb> einem <SEP> Werkstoff <SEP> geringerer <SEP> Dichte;
<SEP> -bei spielsweise <SEP> einem <SEP> Leichtmetävll, <SEP> herzustellen.
<tb> Aus <SEP> idem <SEP> gleichen <SEP> Gründe <SEP> kann <SEP> -der <SEP> zwischen
<tb> den <SEP> -Magnetspulen <SEP> .angeordnete <SEP> Kern <SEP> eben falls- <SEP> aus <SEP> einem <SEP> Werkstoff <SEP> geringerer <SEP> -Dichte
<tb> hergestellt <SEP> sein. <SEP> In <SEP> diesem <SEP> Falle <SEP> muss <SEP> er <SEP> <B>je-</B>
<tb> doch <SEP> .an <SEP> den <SEP> Stellen <SEP> des <SEP> stärksten <SEP> magneti- scheu <SEP> Flusses <SEP> -Einlagen- <SEP> -aus <SEP> Eisen <SEP> besitzen:
<tb> - <SEP> Eine <SEP> 'weitere <SEP> Verbesserung <SEP> - <SEP> <U>von</U> <SEP> =derarti gen- <SEP> Schlaggeräten <SEP> kann\ <SEP> .man <SEP> schliesslich
<tb> noch <SEP> @dänn <SEP> erreichen;
<SEP> -wenn <SEP> es <SEP> gelingt, <SEP> ihr
<tb> Gewicht <SEP> möglichst-gering <SEP> zu <SEP> machen, <SEP> -- <SEP> da <SEP> die
<tb> Arbeitsleistung <SEP> eines <SEP> Arbeiters <SEP> in- <SEP> hohem
<tb> Masse- <SEP> auch <SEP> vom <SEP> Gewicht <SEP> des-von_ihm <SEP> züz <SEP> be dienenden < -- <SEP> Werkzeuges- <SEP> abhängig <SEP> ist. <SEP> Bei
<tb> Schlaggeräten, <SEP> die:
<SEP> von <SEP> einem <SEP> ein- <SEP> oder- <SEP> mehr poligen <SEP> Drelströmasyn.ähronmötor <SEP> angetrie ben <SEP> werden, <SEP> kann <SEP> dies <SEP> dadurch <SEP> erzielt <SEP> wer ,den, <SEP> idass <SEP> der <SEP> Motor-anit <SEP> Drelhström <SEP> von <SEP> einer
<tb> Frequenz <SEP> von <SEP> <B>7</B>0 <SEP> Z'erio@den/Sek. <SEP> und <SEP> -mehr
<tb> betrieben <SEP> Wird.- <SEP> - <SEP> Die <SEP> Verbindung <SEP> eines <SEP> Schlaggerätes <SEP> mit
<tb> einem <SEP> Drehstromasynchronmator <SEP> ist <SEP> an <SEP> sich
<tb> nicht <SEP> ,neu.
<SEP> -Durch <SEP> Verwendung- <SEP> höherer <SEP> - <SEP> An triebs <SEP> frequenzen <SEP> - <SEP> ist <SEP> - <SEP> es <SEP> jedoch <SEP> möglich, <SEP> die
<tb> Läuferdrehzahl <SEP> zu <SEP> erhöhen <SEP> -und <SEP> dadurch <SEP> Idas
<tb> Gewicht <SEP> des <SEP> Antriebsmotors <SEP> und <SEP> damit <SEP> ödes
<tb> gesamten <SEP> Schlaggerätes- <SEP> so <SEP> weit <SEP> ,zu <SEP> erniedri gen, <SEP> 4'ass <SEP> -# <SEP> dieses <SEP> zu <SEP> einem <SEP> leicht <SEP> und <SEP> -bequem
<tb> bedienbaren <SEP> Werkzeug <SEP> wird.